Ausgefragt, Folge 13

Danke für die Beantwortung meiner Frage zu Euren Rückzugsorten / Entspannungsmöglichkeiten.

Interessant, dass der Wald oder die Natur im Allgemeinen für alle einen solchen Erholungswert hat.

Ich selbst habe das Glück prima in eine Quasi-Parallelwelt abtauchen zu können.

Meine Tabletop Runde fährt 1-2 Mal im Jahr in eine Hütte im Wald und dort gibt es nichts als Nerd-Sachen.

Egal ob Warhammer oder Brettspiele, die Welt “da draußen” bleibt einfach weit weg.

Das sind definitiv die besten Tage des Jahres.

Jaja, Familie ist auch wichtig und schön, aber so ganz allein mit seiner Nerdigkeit zu sein macht einfach frei. :wink:

Und wenn einfach gerade kein Nerd-Wochenende ist, dann hilft es mir oft für 5-20 Minuten auf der Couch zu liegen (oder beim Autofahren) und Musik aus tollen Spielen zu hören.

Woodtick aus Monkey Island 2 Special Edition macht einfach gute Laune.

Ishar Trilogy - Soundtrack Remastered versetzt einen in eine schöne Fantasy-Abenteuer-Stimmung

Die Frage von Marius zu Handlungen aus Spielen, die in die Echtwelt überschwappen finde ich richtig toll.

Ich verwende sooo gern Adventure Mechanik für einen Kommentar auf meine aktuelle Handlung oder zur Erklärung was ich von jemandem möchte.. :see_no_evil_monkey: :rofl:

“Benutze Lappen mit schmutzigem Teller.”

Herrlich.

Das ganze Leben ist ein Adventure! Das ist doch auch mal eine schöne Erkenntnis! :smiling_face_with_three_hearts:

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Als Gunnar, anscheinend völlig ehrlich, unbefangen, unvorbereitet und unprätentiös, darüber reflektiert hat, dass er gegenüber seiner Tochter die beste Version seiner selbst ist, da ist mir ja das Herz bis zum Mond aufgegangen. Ich glaube, man kann einem Menschen wohl kein schöneres Kompliment machen. Mit ziemlicher Sicherheit werde ich davon auch in Jahren noch anderen Menschen erzählen.

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Hi, falls es irgendjemand wissen wollte, es gibt eine schöne Karte auf Atlas-Alltagssprache zur regionalen Verwendung von Artikeln vor Namen. Ich bin weit entfernt davon, ein echter Sprachwissenschaftler / Linguist zu sein, ich hatte nur etwas davon als Nebenfach im Studium und der Rest ist aus Interesse angelesen. Aber soweit ich das wiedergeben kann, beschreibt die moderne Linguistik die deutsche Hochlautung in verschiedenen regionalen Varietäten, die alle gleichermaßen als “Hochdeutsch” gelten (in Abgrenzung von Dialekten, die gibt es natürlich auch), wobei der Begriff eigentlich nicht verwendet wird.

Auch wenn es bei Artikel + Vorname um Grammatik geht, kommt es doch eher in gesprochenem Deutsch vor.

Wenn man bedenkt, dass es nicht nur Deutschland gibt, sondern auch Österreich und die Schweiz, ist der süddeutsche Sprachraum manchmal nicht so sehr die regionale Ausnahme, wie das vielleicht auf den ersten Blick scheint.

In diesem Fall ist sogar NRW und ganz Mitteldeutschland mit von der Partie. Die Regionen, die Vornamen ohne Artikel verwenden, sind also nicht die Mehrheit des deutschen Sprachgebiets. Und richtig oder falsch gibt es in der Linguistik bei solchen Fragen ohnehin nicht, nur regionale Unterschiede.

Ist aber alles auch nicht wirklich wichtig, ich finde vor allem die Karten cool und ich freu mich immer, wenn ich eine irgendwo anbringen kann, es gibt noch eine Menge mehr (und sie werden laufend erweitert).

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Ich fand die Antwort von Fabian an sein jüngeres Ich, entgegen seiner eigenen Einschätzung, überaus smart und tiefgründig!
Übrigens ist mir die süddeutsche Angewohnheit, ein „der“ vor den Vornamen zu setzen, eher sympathisch und hört sich für mich als Norddeutschen irgendwie wohlklingend an.

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Ist auf jeden Fall besser als im Saarländischen aka Rhein- und Moselfränkischen, da heißt es nämlich gerne mal: das Tanja :joy:

Auch manchmal schwer zu ertragen: die bayrische Angewohnheit, den Nachnamen vor den Vornamen zu setzen: der Huber Sepp.

Und „Hochdeutsch“ ist auch nur hannoveraner Dialekt. :face_savoring_food:

Das macht ganz Deutschland außer Norddeutschland eigentlich.

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Frei nach Heinz Becker: Es Hilde is in Kur.

Also eher “es” als “das” :slight_smile:

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Man nennt den Übergang auch die “Sächlichkeitsgrenze”

Als ich Christians herzloses Expo 2000-Bashing heute Morgen angehört habe, radelte ich gerade über das ehemalige Expo 2000-Gelände. Diesen Sommer gab es dort sogar ein kleines Revival.

Ich fand die Expo schon ok, kann aber durchaus verstehen, wenn man sich da mehr von versprochen hatte. Aber für die Infrastruktur in Hannover war sie eine gute Sache…:grinning_face:

Als aus diesem wunderbaren Land stammender hab ich jetzt kurz überlegt ob ich bei weiblichen Personen jemals “das” genutzt habe. Mir kams wirklich kurz so vor, dass es in irgendeinem Fall üblich wäre. Aber die Tanja ist “es Tanja”, “´s Tanja”, “Spenglers Tanja” oder “Spenglers ihr Tanja”.

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Claudius ist halt echt der beste Name für die eine Person, die den C64 links liegen lässt und dann lieber lernt, bis Henner und C/Klaas sich wieder verpissen. Heute ist Claudius sicher MdB, Prof, etc.

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Ich kann nicht viel verraten, aber Du bist erstaunlich nah dran :slight_smile:

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Genial finde ich die Antwort von Fabian und Gunnar nach dem Alter und der Haarfarbe. Ich war z.B. schon mit 23 bis 25 komplett grau bis eher weiß. Das „Problem“ hatten auch meine Oma, Mutter und Tante. Trotzdem hab ich noch nie gefärbt und hab keine körperlichen Beschwerden. Ich hab z.B. noch nie ein Attest vom Arzt für den Job gebraucht und konnte mit Grippe innerhalb der drei-Tages-Regel fertigwerden. Einmal hat mich Corona für 9 Tage ausgeschaltet, aber zu der Zeit ging das ja ohne Arzt.
Was Christian sagt, spricht mir aus der Seele. Wie könnte ich, in dem Alter, noch Kindern/Kleinkindern gerecht werden. Meine Tochter wurde geboren, als ich noch in den End-20ern bzw. anfangend der 30er war und das war mir gefühlt schon zu spät. Aber fast im Garten umzufallen, weil ein 80cm großer Zwerg fitter ist? Das bekomme ich grade als Opa und ich bin in einem ähnlichen Altersrange. Generell finde ich das an der deutschen Wirtschaft echt schwach. Einerseits sollen immer mehr Leistende nachkommen, aber andererseits favorisiert man eine 2:1 Familie, die bestenfalls ab 40 Jahren beginnt, damit schon genug erwirtschaftet wurde und man auch mal ein Kind finanzieren kann. Für mich fühlt sich das sehr leer an.

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Und ich wills auch gar nicht wissen, aber ich wäre heute so gerne wie Claudius gewesen. Ich hab mich viel zu oft von Computern verführen lassen und damit 80% meiner Jugend verschwendet. Programmiert habe ich vielleicht zu 60%, weil ich das echt faszinierend fand, aber die Restzeit habe ich auf Spiele verwendet und für die Schule blieb damals nichts über. Entsprechend war mein Abi in Niederbayern echt miserabel. Aus der Kollegstufe bin ich mit 09 bis 08 Punkten rausgegangen, da mir alles andere wichtiger war. Im Abi hab ich dann angezogen, weil ich dann doch mal 3 Wochen gelernt habe. Ich hab dann 15 (LK-DE), 14(LK-Kunst), 15(GK-Sozialkunde) Punkte gescort und bin dann wieder eingeschlafen, da ich ja quasi schon durch war. Im GK-Mathe bin ich dann wieder ohne Formelsammlung, Rechner und Stift, aber endlos betrunken aufgelaufen. Abartigerweise hab ich auch da noch 7 Punkte eingeholt, nachdem ich brechen war und mir einen Stift organisiert hatte.
Effektiv bin ich mit 2,3 aus dem Prozess raus, und meine Lehrer haben mir 0,4 Punkte aberkannt, weil ich immer auf der Schiene Konfrontation und, und darauf bin ich heute nicht stolz, Beleidigung war. Ich habe aber für mich einen Reibungspunkt, abseits meiner Familie gebraucht, und da waren mir die Lehrer am nächsten.
Ist mir das heute egal? Auf keinen Fall aber mir hat das damals gut getan. Inzwischen sehe ich keinen Unterschied zwischen 2,3 und 2,7. Relevant wäre nur eine 1.0 oder 0.xx.
Was hätte ich als Claudius leisten können? Ich war damals einfach dumm und hab nie die Anwendbarkeit von Mathe, Physik und Chemie gesehen. Ironischerweise hab ich danach mein ganzes Leben als Programmierer, Projektleiter, Consultant, etc. im Automotive Sektor verbracht und meine Fachbereiche waren Projektmanagement, Team Lead und angewandte Mathematik und Physik im FEM und KI Sektor.
Das Leben könnte nicht lächerlicher sein.

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Ha ha, das hört sich alles irgendwie sehr vertraut an.

Aber sieh’s mal so: Das Leben treibt seltsame Blüten. “Lächerlich” würde ich das nicht bezeichnen. Würde mein heutiges Ich Dinge aus der Vergangenheit anders machen? Vermutlich. Andererseits bin ich heute sehr zufrieden mit dem, was ich in der Arbeitswelt erreicht hab. Niemand, der mein 18-jähriges Ich kannte, hätte damals auch nur einen Euro auf meine Karriere gesetzt. Gekommen ist es anders. Fand dahingehend Gunnars Kommentar ganz gut, also sinngemäß: Man muss sich keinen Stress machen, auch mal 5e grade sein lassen, aber EINMAL muss man dann schon nochmal ordentlich anpacken. Das trifft exakt auf mich zu.

Also bin ich mir am Ende des Tages doch wieder nicht sicher, ob ich überhaupt irgendwas anders machen würde. Aber eigentlich stellt sich die Frage nicht, für mich zählt das Heute und das Morgen. Das Gestern befrage ich, wenn ich lustige Geschichten für den Stammtisch brauche. Und ist ja auch schön, wenn man da aus einem gewissen Fundus schöpfen kann.

Schule und Studium in Optimalzeit abschließen, danach sofort arbeiten, mit 30 CEO sein, Haus schuldenfrei bauen, Familie gründen und Ferraris sammeln KANN JEDER UND IST LANGWEILIG.

Ich glaub, wenn man eine Aussage extrem betonen möchte, würde “das” gehen. Ich hab aber auch das Gefühl, dass ich so einen Fall konstruieren müsste. Wobei “es” ja die saarländische Version des Artikels “das” ist – an der Grundaussage ist also schon was dran.

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Danke geht raus an Henner. Sehr schön eingesprochen… Gänsehaut!

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Neue Musik: Völlig bei Gunnar. Im Zuge einer Musikprojektrecherche bin ich auf “Freak Folk” (Joanna Newsom) und “Chamber Pop” (Iamthemorning) gestossen.

Es gibt immer was Neues. Man muss halt drüber stolpern.

Der Himmel aber wird immer voller, wirklich Platz für viel bahnbrechend Neues ist kaum.

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Zum Thema Altern: Körperlich spüre ich das mit Anfang/Mitte 40 zum Glück noch nicht, eher im Gegenteil, aber ich merke sicher schon seit 10-15 Jahren, dass ich manche Trends nicht mehr verstehe. Instagram zum Beispiel hab ich nie kapiert, warum man das macht. Eigentlich Social Media generell. Reaction Videos. Influencer im Allgemeinen. Oder auch manche Spiele, die meisten Mobile Games, da erschließt sich mir einfach der Reiz nicht. Von manchen Serien (fast alles auf Netflix) ganz zu schweigen.

Bei sowas fühle ich mich am ehesten “alt”.

Dass noch neue Dinge und Genres entstehen, stimmt sicher, aber das meiste fühlt sich für mich wie die Kopie einer Kopie einer Kopie an, nicht wie eine echte Innovation oder Abgrenzung. Aber vielleicht ging das unseren Eltern auch so.

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Ich kann das teilweise nachvollziehen, vor allem wenn es um KI-Brainrot-Content und Doomscrolling geht. Das gab es zwar früher auch schon immer, aber da musste man noch aktiv was dafür tun. Meine Oma hatte sich in den den 90ern im diese Illustrierten mit den Skandalen und Sexkapaden irgendwelcher Adliger gekauft. Genau so, wie bei ihr, von 14 bis 16Uhr, immer irgendein Trash-Talk gelaufen ist.
Heute konzentriert sich das alles auf ein Gerät, kostet nichts und steht immer zur Verfügung.
Und dieses „Immer“ muss halt möglichst billig befüllt werden und jeder mit einem Smartphone kann auch Content beisteuern. Folglich kann der Content ja nur schlechter werden.
Schwieriger finde ich es, wenn durch Influencer (Online-Casinos, schnell Kohle machen, Wunderkuren etc.) ungefiltert Blödsinn verzapft wird und die Kids/Jugendlichen dass dann glauben.
Aber natürlich gab es auch das früher schon, nur war die Verbreitung des Blödsinns schwieriger, da man ja in ein Massenmedium hatte kommen müssen.

Das ist auch so ein Klassiker. Früher fanden die Leute Heimatfilme geil, ich dann eher nicht mehr.
Aber bei den meisten Sachen bin ich auch raus. Andererseits fand ich Black Mirror, Love, Death and Robots und sogar Wednesday gar nicht so schlecht.