Der Fachbegriff dafür ist "Upsi"

Moin,

vor Kurzem habe ich an unsere Rechtsabteilung ein paar Rechnungen schicken müssen, bei denen wir auf Schadensersatz bei Dritten klagen werden.

Gerade eben habe ich festgestellt, dass ich aus Versehen auch meine Stay-Forever-Rechnung mit dazugelegt habe. Zum Glück war es nur die Testzeitraumrechnung und das Ganze ist noch im internen Briefverkehr geblieben. Aber mein Gott, ist mir das peinlich :sweat_smile:

Hattet ihr ähnliche Fälle, über die ihr heute lachen könnt?

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Ich habe mal QS für einen Online-Marktplatz gemacht. Eines frühen Morgens wollte ich die Testdatensätze der Inserate des Vortages auf der Datenbank zurücksetzen.

Dafür habe ich per SQL ein Update Statement ausgeführt. Leider ohne einschränkende WHERE-Bedingung. Und plötzlich hatten ALLE Datensätze das selbe, gestrige Datum!

Glücklicherweise nur auf der Vorproduktionsumgebung. Und glücklicherweise war der Senior Entwickler, dem ich es - mittlerweile mehr als hellwach - gebeichtet habe, sehr freundlich.

Mir wird trotzdem jetzt noch ganz heiß, wenn ich die Situation im Kopf wieder durchspielen.

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Ich hab diverse upsies miterlebt bei denen 1.5 mio gehandhabt wurden (Transformatoren), z.b. einer war bei der Lieferung (so ein 70-100t ding) verkehrt auf dem laster, musste zurück zur Raststätte und gedreht werden xD

Mein letztes richtiges Upsie das glimpflich ausging war bei einem Projekt der Transformator (son kleines 100t schweres gerät für Bahnnetze). Der ist asymmetrisch, unten weniger dick als oben. Ich musste mal 5 nach 12 eine Zeichnung aktualisieren und hab nicht gemerkt, dass da der Mittelpunkt verrutscht ist.

Spul vorwärts einige Wochen und wir stehen auf Anlage und der Trafo wird eingezogen, und der Monteur fragt mich bis wo hin er den einziehen muss. „Ja bis mitte“ - „gut das hab ich da eingezeichnet“… ich guck die markierung so an und… "moment warum ist die nicht mittig zwischen den Erdbebenbefestigungen…

All dass während der Habegger gnadenlos den Trafo langsam reinzieht, ich hatte ungefähr 10 minuten zeit und 5 minuten davon puls auf 150 und hart druck auf der kaka leitung. Hab dann gemerkt dass nur meine Zeichnung in der letzten Revision die Mittellinie falsch hatte (es war keine Mittellinie sondern halt eine Random linie dann), der Trafo selbst war schon am richtigen ort und der Bau-Mensch hat die Fundamente schon richtig gebaut… Als ich das merkte war ich dann schon hart am schwitzen.

Monteur hat gelacht "ich hab das auch bemerkt und hätts einfach zwischen den Befestigungen platziert aber ich wollt dich etwas schwitzen lassen, sonst hast hast ja gar nix zu tun hier :smiley: " … Der ist geblieben :smiley: Wohlgemerkt, die 123kV Mittelspannungskabel hätten dann auch nimmer an den Trafo gepasst etc.

Ging gut aus aber seit da wird beim aktualisieren im CAD die Linie immer 3x kontrolliert :smiley:

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Ich benutze das Interface unserer Bank auf Englisch und das hat die Angewohnheit, Zahlen in Englischer Notation zu verwenden (10000.00) und das Komma dann einfach zu ignorieren. Ich hab 10000,00 überwiesen. Naja, Firma wäre pleite gewesen, aber um sowas haben Banken zum Glück Prozesse. (Solche Überweisungen liegen erstmal 24 Stunden in nem Puffer und jemand ruft an)

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Darf ich auch Nicht-OT beitragen? Ich habe mal ausversehen Stay Forever komplett von Spotify gelöscht. Ich weiß gar nicht mehr, woran es lag. Zum Glück konnte Podigee das direkt wiederherstellen. :smiley:

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Ich hatte mal einen Fall am Brückentag. Die Firma war relativ leer und ich hab mich eigentlich auf nen gemütlichen Tag eingestellt.
Leider hat das Telefon im Service geklingelt und ein Vertreter aus Korea war dran. Die neue Anlage bei einem Automobilhersteller wollte nicht mehr und der Kollege wollte Support. Jetzt muss man dazu sagen, ich war damals im internationalen Service und kannte zumindest die Anlage, bin aber Informatiker. Elektriker und Ingenieure waren natürlich keine da.
Ende vom Lied , die zwei 1MW Motoren von Siemens wollte nicht anlaufen. Jetzt ist halt die Frage warum. Also Stromlaufpläne gesucht und und den Kollegen erst mal die Ausgangssignale der digitalen I/O Gruppe der SPS messen lassen (Teleservice etc. war nicht, da Prototypenbereich. Also keine Verbindung nach außen). Die am leichtesten zugänglichen Klemmen sind dann natürlich genau neben der Hochstromeinspeisung mit Kupferschienen.
Ich ihm also gesagt wo er messen muss und um Gottes willen bloß nicht an die Schienen kommen darf.
Der nimmt das Handy mit, fängt an zu messen, sagt irgendwann „oh ich komm nicht ran, ich muss mich drehen“. Danach Verbindung weg und beim Anrufen kommt nur eine koreanische Ansage, dass das Telefon nicht an ist.
Ich hab echt gedacht, ich hab den Kerl am Telefon gekillt.
Im Endeffekt ist ihm beim drehen nur das Handy runtergefallen und der Akku unten im Schaltschrank verschwunden.
Die 30 Minuten bis er ihn wieder gefunden hatte und zurückgerufen hat, waren gar nicht lustig.

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Ein Fremd-Upsi hab ich auch noch. Diesmal war ich bei einem deutschen Autobauer und mach grade ein Software-Update am Oracle-Cluster. Natürlich von der Crashanlage aus, weil das Rechenzentrum irgendwo anders auf der Welt ist und ich die Oracle Tools auf einem der Anlagenrechner habe.
Lange Rede, kurzer Sinn: Auf der langen Bahn testen sie gerade ihren neuen SUV Prototypen und der Anlagenfahrer hackt zuversichtlich 80km/h als Sollgeschwindigkeit ein.
Danach fragt er mich noch kurz, ob de Lichtschranken korrekt ausgerichtet sind, da sie von dem Prototypen nur zwei haben, weil von der Luxus-Marke im Konzern und darum nochmal extra teuer.
Ich kontrolliere also die Lichtschranken und alles sieht gut aus. Und wie man es so macht: Wenn man schon mal da ist, geht man halt nicht zurück zum Oracle Cluster sondern ich bin in den Leitstand, um den Versuch mitzuverfolgen, falls was schief geht. Meine Hand schwebt über dem Not-Aus, falls irgendwas nicht gut aussieht.
Start Knopf gedrückt, Versuchsablauf geht los. Die e-Motoren drehen hoch, das Seil greift, das Auto fährt mit 80 Sachen auf den Block zu. Point of no Return erreicht.
Erst trifft es die Barriere am Block ganz normal, dann bricht die Karre in der Mitte durch, steigt hinten hoch und fliegt über den 4m hohen Betonblock.
Eisiges Schweigen. Dann dreht sich der Leiter der Crashanlage zu mir um und sagt: „Sag mal Chris, hast du eigentlich ein NDA unterschrieben?“ Ich so: „Nein“.
Alle werden noch bleicher.
Danach befand ich mich zwei Stunden in der Rechtsabteilung.
War jetzt nicht mein Fehler aber solche Panik hab ich selten gesehen.

EDIT: Ach ja Crashblock. Da fällt mir noch was ein. So ein mobiler Crashblock wiegt um die 100 Tonnen und fährt mit einem Hydraulikfahrwerk durch die Gegend, weil man ihn nicht immer auf der Bahn braucht (für Fahrzeug zu Fahrzeug-Versuche muss der beispielsweise weg).
Muss man sich so vorstellen (ich nehm mal einen von der Konkurrenz, muss ja nicht die Firma verraten):

Also das Ding steht bei der Inbetriebnahme mitten auf der Bahn und mein Kollege klettert hoch und sagt „Ich mach noch die neue Firmware drauf“.
Laptop ran, Firmware drauf, der Block senkt sich und Ende ist mit Bewegung. Geil. 100t Stahl und Beton mitten auf der Bahn, so dass man nichts mehr arbeiten kann.
Das war auch so semi-lustig, bis wir das Ding wieder weg hatten.

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Einer unserer größten Kunden (Medizin Bereich, arbeite in der IT) hat neben der Prod Umgebung auch eine Test Umgebung. Soweit, so richtig… jedoch ist bei der Serverbennung nur 1 Buchstabe am Anfang anders, ansonsten heißen die Server gleich. Bei der IP Adresse ist auch nur 1 Stelle anders.

Wir haben regelmäßig Wartungsfenster, da wir dort die Linux Server betreuen… es ist mir, als auch den Kollegen, schon mehr als 1 mal passiert, das man statt den QS Server zu updaten und zu rebooten, den Prod Server mal eben neugestartet hat… Hoppala.

In der Regel ist alles redundant ausgelegt (also mehr als 1 Server in Prod), aber schwitzen tut man da trotzdem mal :smiley:

Persönlich bin ich beim selben Kunden auch viel mit Datenbanken in Kontakt… hab auch schonmal eine DB ausversehen gelöscht, da falsches Command abgesendet… auch hier Glück im Unglück: Alles redundant xD

Das ist genau der Grund, aus dem ich unsere Testmaschinen alle mit einem roten Prompt belege und unsere produktiven mit einem grünen, blinkenden. Damit man direkt sieht, wo man gerade unterwegs ist…

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Das ist ne sehr gute Idee… werd ich mal vorschlagen, danke :smiley:

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Mein erster fetter upsi war bei der Betreuung der Webseite eines grossen Instituts. Generell war das alles fein - aller Code in nem Versionskontroll-System, alle Daten in ner Datenbank, etc. Eine Ausnahme: Das CMS hatte eine Funktion, Übersetzungen von UI-Elementen vom Kunden editieren zu lassen. Diese Übersetzungen wurden von Platte gelesen und auf Platte gespeichert - für Menschen vom Fach: .po-Files halt.

Irgendwann musste ich mal auf dem Server fein sauber machen und hab dabei eben diese Files gelöscht. Und zum Erschrecken aller haben wir dabei natürlich festgestellt, dass für diese Dateien kein Backup besteht. Nun ist das Institut nicht klein, man schreibt das nicht mal schnell neu. Nun lief die Seite ja, der Kram war im Speicher. Also hatte wir ein bisschen Zeit, bevor wir mit dem Kunden reden mussten.

Nun, hat am Ende alles nichts geholfen, ich musste den Kunden anrufen. Und der war speziell, aber jetzt nicht feindlich gesinnt. Aber durchgehen lies der einem nichts. Insbesondere aber war er aber im Hauptberuf Lektor und Archivar. Und der meine einfach „Ach, Herr Skade, das ist kein Problem - damit ich weiss, wie sich das verändert, speicher ich mir jeden Dienstag diese Dateien auf meine Platte runter“. Und schickte mir ne Mail.

:sweat_smile:

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Ich vermute hier eine gute Geschichte, aber ich hab leider wirklich nicht folgen können? Was haben Oracle-Cluster (die Datenbank?!) mit Crash-Blöcken zu tun? Was machen die Lichtschranken? Warum hast du (der Mensch der von Crash-Blöcken aus Datenbanksysteme updated?!) den Knopf am Notaus eines Crashversuchs eines Automobilherstellers? Warum waren alle in Panik wenn das Auto im Crashversuch crasht?

Ich bin sicher, ich verstehe so ziemlich alles falsch.

Ich will es jetzt nicht zu lang ausformulieren. Also ich war bei einer Firma, die Crashanlagen + Sensorik + Versuchsdurchführung + Versuchsauswertung als Komplettpaket geliefert hat.
Ich hatte als SW-Entwickler angefangen bin dann in den internationalen Service gewechselt, wo ich 11 Jahre verbracht habe.

  • Oracle: In so einem Crashversuch gibt es hunderte von Sensoren (Im Auto und in den Dummies verbaut) und deren Eigenschaften und Kalibrierwerte liegen in einer DB. In dem Fall auf einem Oracle Cluster. Aber z.B. auch die vordefinierten Anfahrpunkte für den Block und alle Versuchsparameter. Also persistent und ohne Möglichkeit auf Änderung.
    So eine ewige Historie zu pflegen, war schon fordernd.
  • Die Lichtschranken messen, ob die gewünschte Geschwindigkeit auch wirklich gefahren wurde. Bei Autos ist die Ausrichtung schwierig, da Stoßstangen den Laser streuen lassen und Fehlmessungen verursachen. Ich hab die Lichtschranken kontrolliert, weil ich sie mit entwickelt und die Software dafür geschrieben hab.
    Schwierig war ehr, dass die Anwendender sie nicht verstanden haben. Da wurde 2002 ein Touchscreen geliefert und die haben die Dialoge mit Schreibstiften quittiert und das Display zerstört.
  • Die Hand am Not-Aus kommt eben daher, dass ich der Mann vom Hersteller vor Ort war.
  • Das Auto zu crashen ist gut. Das ein Fahrzeug bei 80km/h zerbricht und alle Insassen tötet, ist aber nicht das Ziel. Da muss also in der Entwicklung oder Fertigung was gewaltig schief gegangen sein.
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Danke! Mit dem Kontext macht das alles Sinn, und ist in der Tat ziemlich beeindruckend. :sweat_smile:

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Ich habe für ein Uniprojekt damals den Server verwalten dürfen und wollte ein automatisches Backup-System einrichten. Überlegung:

  1. Ich lasse meinen Uni-Server-Account jede Nacht automatisch die wichtigen Ordner herunterladen.
  2. Dieser muss sich ohne Passwort einloggen können, sonst klappt das ja nicht.
  3. Mithilfe des chroot-Befehls kann ich diesem passwortfreien Nutzer einen extrem eingeschränkten Zugang zum Server gehen: Er kann quasi nur sein eigenes home-Verzeichnis sehen und die wichtigsten paar Ordner (/usr, /bin und so) werden einfach in seinen „Fake-Root“-Ordner gelegt
  4. Hm, mit Links geht das nicht. Die müssen schon reingemountet werden.

Habe das also Versucht: Einen Ordner /home/backupuser angelegt und mittels mount da alles wichtige hinterlegt. Der Ordner /bin wurde also z.B. auch nach /home/backuser/bin gelegt, was für den Backup-User dann so „aussah“, als sei es an der korrekten Stelle. Der erste Versuch war, einfach eine Verknüpfung zu erstellen (ähnlich wie bei Windows-Ordnern), das geht aber nicht, weil sich das mit „Changeroot“ nicht verträgt. Man kann das in etwa so vergleichen:

  • Eine Verknüpfung ist einfach nur ein Zettel, der sagt: "Wenn du hier rein willst, geh bitte stattdessen in den Raum /bin. Wenn der User dort aber nicht „hindarf“, bringt das nichts.
  • Ein Mountpoint ist eine zweite Tür in den Raum /bin. Selbst wenn der User die „normale“ Tür also nicht betreten darf (-> direkt nach /bin), kann er den Raum über „seine“ Tür betreten (-> /home/backupser/bin)

Das hat aber alles nicht funktioniert. Ich hab den Versuch also abgebrochen und habe den Backup-User gelöscht. Und dann /home/backupuser gelöscht. Mit rm -rf, weil ich es ja als root erstellt hab und sonst nicht löscht.

Dieser Befehl hat verdächtig lange gedauert. Ich habe ihn dann abgebrochen und mal mit ls (unter DOS wäre das dir) geschaut, was denn schon gelöscht wurde.

-bash: ls: command not found

Das war der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich richtig, richtig Mist gebaut habe.
Wenn rm -rf auf eine Verknüpfung stößt, wird diese ganz einfach weggeräumt. Die ist einfach nur ein Zettel, der sagt: „Bitte geh nach /bin.“ Da passiert nicht, da ist alles okay. Aber ich hatte den Kram ja gemounted. Der Befehl hat also /home/backupuser/bin betreten, hat dort nicht „gemerkt“, dass er völlig woanders gelandet ist (in /bin…wir erinnern uns: Der Zettel wäre weggeworfen worden, aber er hat ja die zweite Tür genommen) und das komplette System abgeschossen.

Zum Glück hatten die Admins des Lehrstuhls tägliche Backups und konnten uns fix alles wiederherstellen. Ich habe aber Blut geschwitzt…

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Nachtdienst im Hotel. In der Stadt wurde am Samstag der DFB Pokal gewonnen, am nächsten Tag sollte es einen Umzug durch die Stadt geben, der live bei Sky oder so übertragen werden sollte.

Die Technik dazu (Ü-Wagen etc.) wurde abends auf dem Parkplatz auf einem extra abgesperrten Bereich gestellt. Ich habe die Schranke ordnungsgemäß abgeschlossen und dann den Schlüssel in meine Sakko Tasche gesteckt. Leider vergessen, den wieder ans Schlüsselbrett zu hängen.

Bin mittags mit ca 20 unbeantworteten Anrufen wach geworden. Irgend jemanden ist dann aber wohl eingefallen, dass man so ein kleines Vorhängeschloss auch mit einem Bolzenschneider öffnen kann. Angeblich hätte es rund 20.000€ gekostet, kurzfristig Ersatztechnik ranzuschaffen.

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Eigentlich war das bis jetzt meine coolste und auch dümmste Stelle. Bin da auch 26 Jahre geblieben.
Der einzige Negativpunkt: Dauernde Auslandsaufenthalte, die auch mal bis drei Monate gehen und aneinander angrenzen, killen deine Familie und deinen Freundeskreis.
Aber irgendwie wird man geil drauf Probleme gut zu lösen.
Stell dir mal vor, was du nach drei Monaten Inbetriebnahme, mit endlosen Problemen machen würdest, wenn du wieder am Heimatflughafen landest. Ich bin erst mal in die Firma und hab mich für den Job feiern lassen, obwohl daheim die Familie gewartet hat.
Und warum? Weil Frau und Kids nicht verstehen, was du grade durchgezogen hast. Die Leute an der Arbeit aber schon.
Ende vom Lied war dann, dass die beiden Innovationsträger und Geschäftsführer in Rente gegangen sind und den Laden an eine Investmentgesellschaft verkauft haben.
Damit bin ich cool. Irgendwann musst du auch mal deine Meriten ernten und dir ein nettes Leben machen.
Für die Belegschaft war es halt Scheiße. Finanzdruck, die guten Leute gehen, kein Spaß mehr an der Arbeit. Ich bin, in dem Zug, dann auch abgewandert.
Ich hab mich dann in einem kleinen Systemhaus eingefunden und das war schwierig. Entgegen dem Einstellungsgespräch harter Druck, keine Lust auf Veränderungen etc. Ich hab als Abteilungsleiter System Delivery and Embarkment angefangen und durfte erstmal Teams aus 50 von 60 Leuten formen, die ihren Job immer als Kampf gesehen haben.
Bin dann durch die sechs Monate Probezeit mit neuen Ideen, weil mir das wichtig war und hab mir ein Zeugnis abgeholt. Da sagt der GF ich geb dir ne zwei, weil eine eins glaubt eh keiner. Dann hab ich doch mal gefragt warum und als Antwort kam: „Technisch bist du ohne Zweifel und die Angestellten schätzen dich und machen alles was du sagst. Aber hier hab immer noch ich das Sagen.“
Ich hab dann unflätige Dinge gesagt und hab mich fristlos kündigen lassen, da ich auch ein paar nicht so ganz legale Dinge mitbekommen habe. Wurde auch angenommen und ausgeführt.
Es wär halt echt nett, einfach gut arbeiten zu dürfen. Dafür braucht es aber auch gute Arbeitgeber.

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