Die Welt von Tomb Raider

Weiß nicht. Bei der Wahl zwischen Pest und Cholera dann vielleicht doch lieber Mortal Kombat von Paul W. S. Anderson? Techno Syndrome schlägt in dem Fall imho auch U2. :joy:

Boh schwierig :grin: jetzt machst du halt ein Fass auf. Ich meinte „gelungen“, und in der Nachschau fällt MK für mich halt Richtung Trash ab :speak_no_evil_monkey:

Du bist aber behütet aufgewachsen. Bei Trash fielen mir eher Sky Sharks, Zombiber oder Die Bettwurst ein. Daneben wirkt Paul W. S. Anderson wie der neue Spielberg. :joy:

Naa gut, wenn du da die Linie ziehst? Alles ab und unterhalb Sharknado schaue ich erst gar nicht :grinning_face_with_smiling_eyes:

Btw, weil wir es gerade davon hatten :wink:

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Ich habe inhaltlich nicht viel beizutragen und wollte nur meine Wertschätzung für die „die Welt von“- Reihe mal kundtun an dieser Stelle.

Abgesehen davon, dass ich euch stimmlich super angenehm finde zusammen, empfinde ich das Format als angenehmen Kontrast zu zum SF und SSF.

Sich über die Lore einer Welt zu nähern, finde ich spannend, weil ich selber gar nicht so spiele.

Ne Kleinigkeit zu TR, hab ich doch noch.

Fand noch jemand, dass Rise of the Tomb Raider die Story vom ersten quasi kopiert hat, bis hin zu den Untotenhorden am Ende? Ich hab irgendwann die Cutscenes ehrlicherweise ab dem Punkt nur noch geskippt.

Kleiner Funfact: in der kleinen Filmszene in Laras Büro gibts einige Lorem Ipsum Texte zu finden, z.B. auf den Zeitungen.

Edit: wilder Take, aber Rise of the Tomb Raider is eigentlich eine mahnende Geschichte über die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen und bezahlbarer Krankenversicherung :joy::joy:

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Die habe ich im Frühjahr auch mal wieder geschaut :hugs::grinning_face:

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Podacst bei 1:13:58: „Der Film war aber jetzt nicht so erfolgreich, dass das noch weite Kreise gezogen hätte.“

Das ist nicht richtig. Nach weltweitem Einspielergebnis war der Film mit Alicia Vikander sogar erfolgreicher als die beiden Angelina Jolie Filme. Und der Grund, weshalb es keinen Nachfolgefilm gab ist nicht, dass der Film nicht erfolgreich war, sondern weil MGM es verpennt hat, rechtzeitig mit der Produktion zu starten. Nachzulesen z.B. hier: "Tomb Raider 2" mit Alicia Vikander ist tot – nun prügelt sich Hollywood um Videospiel-Heldin Lara Croft und einen Reboot - Kino News - FILMSTARTS.de

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Finanziell scheint das zu stimmen:

  • Der erste Film hat etwas mehr als das doppelte seines Budgets eingefahren, was ja so in etwa der „break even“ ist mit Marketing und so
  • Der zweite ist irgendwo bei 1,5fachem Budget ausgekommen, wohl eher ein Flop
  • Der Reboot hatte in etwa dasselbe Budget wie der 15 Jahre vorher erschienene zweite Teil, hat aber eher das 2,5-3fache des Budges eingespielt und dürfte damit finanziell der erfolgreichste Film gewesen sein.

Dass sie den gerne fortgesetzt hätten, glaube ich daher gerne. Popkulturell habe ich aber den Eindruck, dass die Jolie-Filme trotzdem präsenter waren damals: Allein das Filmplakat mit Jolie in einem weißen Catsuit können (zumindest in meiner Bubble) alle als „Lara Croft“ identifizieren, was bei „Gesicht guckt durch den Busch“ wohl deutlich weniger sagen würden.

Aber vielleicht liege ich auch falsch und der durchschnittliche Jugendliche denkt bei Lara zuerst an Alicia Vikander.

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Es gab doch nur 2 Filme mit Jolie?

Da gebe ich dir recht. Ich glaube, hätte ich das passende Spiel dazu nicht gespielt, hätte ich mit dem Reboot-Film wenig anfangen können. Für sich war der schon solide, aber ist halt eine ganz andere Klasse.

D’oh, dreimal umformuliert und das dann übersehen. Ich korrigiere.
Wobei ich ehrlich gesagt auch das Gefühl habe, dass die Zweitverwertung von Filmen damals noch mehr Geld eingespielt hat als heutzutage. Da konnte man noch gut im Kabelfernsehen und mit DVD-Verkäufen punkten, das ist heute eher raus.

Ich möchte eigentlich nur einen Sack voll Lob hier lassen. Die Folge hat mir extrem gut gefallen. Das allererste Tomb Raider war eins der ersten Spiele, die ich komplett durchgespielt habe. Von daher wird Lara immer einen Platz in meinem kleinen verknöcherten Herzen haben.

Mit der Lara von 2013 bin ich daher ein wenig am Fremdeln, aber nicht weil die Brüste kleiner sind, sondern weil es iwi komisch ist eine so extrem junge Lara zu spielen. Ich mochte es damals gerade eine Frau zu spielen, die halt n bißchen kerniger ist. Damals… wir hatten ja nix und vor allem als Frau wenige Figuren, mit denen man sich identifizieren konnte.

Von daher vielen Dank für die tolle Aufarbeitung. Und ich hab jetzt doch mal den Teil von 2013 angefangen, der mir nun auch erstaunlich viel Spaß macht. :slight_smile:

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Da ihr ja dem Thema Kolonialismus als auch dem Thema der Darstellung von Lara eigene Kapitel in der Folge gebt, hätte ich folgende Fragen (aus einem anderen Thread aber passen hier besser):

Wie ist da der Prozess bzw. euer Vorgehen um solche zusätzlichen Aspekte im Format abzudecken?
Ein paar Aspekte gibt es ja in effektiv jeder Folge, welche Timeline(s) gibt es, in welchen Medien ist die Lore vertreten, wie ist die Welt enstanden usw.

Aber ihr nehmt ja bewusst bei fast allen Folgen noch weitere Aspekte mit rein, die sich aus der Welt ergeben und dann betrachtet werden. Habt ihr dann da eine lange Liste die leicht 3-5h Format ergeben und streicht dann oder gibt es einfach für euch naheligende Zusatzaspekte, die es wert sind zu beleuchten?

Und was hilft euch bei der Entscheidung, welche Gäste ihr einladet? Wäre z.B Toby Gard selbst auch passend gewesen? Evtl. habt ihr da ja sogar angefragt.

Hi Norg,
ich gehe Deine Fragen mal Stück für Stück durch. Generell gibt es darauf aber wenig pauschale Antworten, weil es letztlich stark vom Thema/der Welt abhängt.

Das Grundgerüst bleibt immer gleich - wo es passt. Aber die Tomb Raider-Folge ist ein schönes Beispiel dafür, wo die übliche „Welt von…“-Blaupause überhaupt nicht passt (was einer der Gründe war, warum wir uns für das Thema entschieden haben - Abwechslung). Da spielt die Kosmogenie keine relevante Rolle, stattdessen mussten wir erstmals mehrere alternative Timelines jonglieren.

Grob gesagt gibt es aber immer zwei Hauptteile: IN der Welt (bspw. Kosmogenie; Weltkarte; wichtige Figuren; etc.) und JENSEITS der Welt (bspw. Entstehungsgeschichte der Franchise). Beides passen wir im Detail dann auf die jeweilige Welt an. Dabei ist das Hauptanliegen, dass man durch das Hören der Folge 1) ein Grundverständnis der Welt hat und 2) versteht, was ihre Alleinstellungsmerkmale sind (damit eng verknüpft: Warum sie so beliebt/erfolgreich ist).

Da ich absolut keine Selbstdisziplin habe, recherchiere ich immer viel zu viel und lande bei Material, das unmöglich in eine Episode passen kann. Bei Mháire ist es ähnlich. Allerdings merkt man schon früh, dass einige der Aspekte wichtiger und/oder ergiebiger als andere sind - zumindest vor dem Hintergrund unserer Hauptanliegen (–> Grundverständnis für die Welt und Alleinstellungsmerkmale). Diese Aspekte kriegen in der Aufnahme immer den Vortritt; abhängig davon, wie lange die Aufnahme schon läuft, sprechen wir über weitere oder aber lassen es eben bleiben.
Bei Tomb Raider kommt man beispielsweise am Thema „Schatzjäger“ nicht vorbei. Da stellt sich nun also beispielhaft einige Fragen:

  • Popkultur: Inwiefern ist Tomb Raider anders als andere Treasure-Hunting-Beispiele? Was unterscheidet es von Indiana Jones? Warum haben wir Nachahmer wie Relic Hunter?
  • Reale Grabräuber: Welche realen „Altlasten“ bringt das Thema eigentlich mit? Wer waren üblicherweise Grabräuber, wo haben sie geräubert? (Hier landet man dann ziemlich schnell beim Kolonialismus)
  • Archäologie: Was ist das im realen Leben, was ist es in Tomb Raider?

Gäste suchen wir immer nach unseren eigenen Wissenslücken aus. Vieles können wir uns anlesen, aber bei einigen Themen lohnt es sich auch einfach, Leute dazu zu holen, die tiefer drinstecken, die sich eben nicht „nur“ über ein paar Wochen reingelesen haben. Bei Tomb Raider ging es uns insbesondere darum, zu erfahren, warum diese Spielereihe derartig durchgeschlagen ist. Sprich: Wie die Spiele rezipiert wurden, wie daraus ein multimedialer Rummel wurde und wie der sich bis heute weiterhin entwickelt. Toby Gard hätte uns sicherlich vieles über die Entstehung der Figur Lara Croft sagen können; bei der Rezeption von insgesamt 30 Jahren von sowohl der Figur als auch ihrer Welt vermutlich aber weniger. Das wäre einfach ein anderes Themenfeld geworden.

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Wo kann man eigentlich Wünsche für die zukünftigen die Welt von Folgen äußern?

Ich denke, die Welten von Nosgoth (Legacy of Kain) und Halo sind groß genug um interessante Geschichten zu erzählen.

Vielen Dank schon einmal für deine Mühe! Und mir ist bewusst, dass es nie pauschale Antworten geben kann.

Diese IN vs JENSEITS Einordnung hilft schon weiter. Wenn du sagst, dass ihr das anpasst, wie dynamisch ist das dann? Also ergibt sich das dann in eurem Gespräch, dass ihr aufnehmt oder ist das schon im Schritt davor, wenn ihr einen roten Faden aufbaut?

Da direkt die Frage, legt ihr diesen roten Faden im Vorfeld fest und z.B. welche Kapitel ihr haben wollt?

Verstehe ich das richtig, dass sehr viel mehr Dynamik in der Aufnahme steckt als man vermuten mag?

Also weniger Blick auf Notizen sondern es ergibt sich mehr aus dem Gespräch heraus?

Angenommen es gäbe - rein hypothetisch - eine Liste mit Folgenideen, dann wäre ich mir ziemlich sicher, dass beide drauf stehen :innocent:

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Auch das lässt sich nicht pauschalisieren. Wie dynamisch es ist, hängt letztlich davon ab, wie viel Vorwissen wir beide zur jeweiligen Welt mitbringen. Eine Welt, in der wir uns nicht gut auskennen, müssen wir anders vorbereiten als eine, in der wir sowieso schon „wohnen“. Die grobe Struktur gibt’s aber vorher immer (sprich, Unterkapitel wie „Figuren“, „Weltkarte“, …). Der dynamische Aspekt wäre also eher, wie wir diese einzelnen UKs konkret ausgestalten.

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Und stünde auf dieser rein hypothetischen Liste auch Die Welt von Diablo? :ogre:

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