EXIT 8 - Spiele-Verfilmung

Heute startet eine neue, spannende Spieleverfilmung im Kino: EXIT 8. Der japanische Film von Genki Kawamura basiert auf dem gleichnamigen kleinen Horror-WalkingSim, der 2023 herauskam (Danke an @Rahel für den Tipp!) - man läuft durch einen sich ewig wiederholenden U-Bahn-Gang und kann nur entkommen, wenn man Anomalien richtig erkennt. Das Spiel hat mich für eine Stunde wunderbar unterhalten, der Film (der in Japan schon 2025 erschien) strickt ein spannendes psychologisches Konzept drumherum und setzt das Kern-Game richtig gut um.

Wegen des Spiele-Bezugs erlaube ich mir, die neue Episode meines Filmpodcasts Lichtspielplatz zu verlinken, in der wir näher auf Game & Film eingehen. Wir verraten natürlich nicht alles, aber wer gar keine Spoiler mag, schreitet lieber vorsichtig voran: Lichtspielplatz #89: EXIT 8 - Eine Anomalie unter den Videospielverfilmungen

Würde mich interessieren, was eure Gedanken zum Film sind. Und wenn ihr Tipps für ähnliche kleine Games habt, gerne her damit!

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Also ich fand den Film sterbens öde.Ich habe auch keinerlei Bezug zu dem Spiel. Per seh hab ich nichts gegen Horrorindies „Smoking Kills“ von 2021 zeigt in 9 Minuten mehr Horror als manche Filme in 2 Stunden. Aber das ist mein Punkt in Exit 8, diese „spezielle“ Form des wohl japanischen Horrors verfängt bei mir nicht, statt „Horror“ oder „Angst“ fühle ich mich wie 95 Minuten beim Warten auf einer Behörde. Ich fand den sogar schlechter als Evil Dead Burn und das will was heißen. Selbst die Jump Scares haben mich nicht getroffen. Und ich finde „Backrooms“ mit dem er oft verglichen wird, spielt für mich in einer ganz anderen Liga. Schade man hatte mich mit einem Film wie „Backrooms“ gelockt, die japanische Variante „Exit 8“ ist nichts für mich.

Als sehr gelungene Gamesverfimung habe ich das taiwanesische Horrordrama „Detention“ von 2019 empfunden, ebenfalls basierend auf einem kleinen Horrorgame.

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Den kenne ich, aber der spielt ja alleine von Herstellungsbudget (26 bis 30 Millionen Dollar) in einer ganz anderen Preisklasse als Exit 8 (1,4 Millionen Dollar) oder Backrooms (8 bis 10 Millionen). Ich wollte Exit 8 ja auch nicht wegen dem Spiel, das ich ja nicht kenne sehen, sondern weil „man“ mir versprach, jetzt weiß ich das es Unsinn ist, er ist wie „Backrooms“ . Detention ist ganz nett, aber auch da habe ich mir niemals das Spiel dazu gekauft.

Das Spiel selbst war absolut super. Ich hab’s selber nicht gespielt, sondern ein ausführliches Let’s Play angeschaut, bei dem es von zwei Leuten gespielt wurde. Nur einer hat kontrolliert, aber durch die Natur des Spiels kann der Beisitzer ja trotzdem enorm viel beisteuern. Das hat mich auch massiv unterhalten, obwohl ich es nicht selbst gespielt habe.

Den Film schau’ ich mir dann vermutlich auch an. Bin gespannt, ob das Konzept sich gut überträgt. Das Spiel lebt ja schon auch davon, wie subtil einige der Anomalien sind…

Ich hab mir auch Let’sPlay angeschaut. Klar das Spiel verstehe ich, aber woher kommt der Horror beim Spiel? Es muss ja irgendeine Form von Angst beim Spieler auslösen. Nach den Lets Plays hatte ich eher so das Gefühl das es eher in die Richtung de Wimmelbildspiel geht, wo man z.B. alle Katzen, Hütte, Autos entdecken muss.

Der Horror kommt aus meiner Sicht aus vier Dingen:

  • Liminal Spaces sind immer ein bisschen komisch und erzeugen ein gewisses Unwohlsein
  • Eine permanente Anspannung daraus, dass du alles genau beobachtest, weil du ja die Änderungen sehen willst
  • Das Gefühl, dass Dinge einfach FALSCH sind, aber man weiß nicht auf Anhieb wieso (weil subtil)
  • Und natürlich eine Handvoll Jumpscares, die besonders gut funktionieren, wenn man gerade sehr konzentriert auf den Bildschirm schaut

Davon ist jetzt nichts neu und es wird auch nicht bei jedem funktionieren, aber die Grundzutaten für ein bisschen Horror sind schon da. Man muss sich natürlich darauf einlassen können und darf nicht zu viel erwarten. Wenn du das Spiel mit „Ich kenne alle 20 möglichen Änderungen und gehe die jetzt einfach ab“ betrittst, wird das glaub ich nix.

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Interessant - kann man den irgendwo streamen? Das frage ich üblicherweise werstreamt.es, aber die Seite kennt den Film nicht mal, zumindest nicht unter diesem Namen. Ich finde allerdings eine Netflix-Serie, die wohl darauf basiert (?).

Im Moment leider nicht, entwender Indiekino oder warten, auf Amazon Prime ist der aber schon angekündigt.

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Ich fand den Film gut. Hat mich an Zimmer 1408 erinnert (Backrooms habe ich noch nicht gesehen). Eher so in Richtung persönliche Hölle oder Fegefeuer. Eigentlich weniger Horror, sondern mehr Kafkaesk mit viel Platz für eigene Interpretation.

Wäre mal interessant zu wissen wie der Film auf Leute wirkt die das Spiel nicht gespielt haben.

Und es sieht halt echt sooo gut aus in Bezug auf das Spiel.

Schade nur das der Film scheinbar in den Kinos unter dem Radar läuft. Bei uns kam er als Shadowdrop mit drei Nachtvorstellungen übers Wochenende und war dann wieder raus.

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Danke an euch für die Antworten. Ich komme leider nur sporadisch dazu, ins Forum zu schauen und Rückmeldung zu geben.

Welcher Horror für wen funktioniert, ist ja immer sehr individuell. Wenn man Horror als „angsteinflößend“, „erschreckend“ etc. erwartet, zündet EXIT 8 vermutlich nicht so. Im Sinne der unwirklichen Orte und der Konfrontation mit dem Unterbewußten dann sicher mehr. In dem Zusammenhang sehe ich ihn auch in klarer Verwandschaft mit BACKROOMS. Ich bin von beiden sehr begeistert.

Ich glaube, beim Spiele-Zusehen kann sich der EXIT-8-Horror dann auch nicht wirklich entfalten. Idealerweise spielt man ja, ohne viel zu wissen, und fängt erstmal an, sich zu orientieren - und weiß auch gar nicht, was kommen wird oder nicht. Und wie Frodo schreibt, die Anspannung, weil man sich sehr auf Details konzentriert (ohne zu wissen, ob sie sich ändern werden oder nicht) macht einen natürlich empfänglich dafür, in den Ort einzutauchen und auch auf ihn zu reagieren (und manchmal auch an der eigenen Wahrnehmung zu zweifeln, wenn man sich nicht sicher ist, ob etwas vorher schon so war wie jetzt).

Es gibt eine Fortsetzung, PLATFORM 8, die ist horror-lastiger in dem Sinne, dass es da mehr Jumpscares gibt und auch mehr bedrohliche Situationen. Da ist man in einem endlosen U-Bahn-Waggon gefangen (bzw. der nächste Waggon, in den man geht, ist wieder derselbe), und da begegnen einem auch schon mal finstere Gruselgestalten. Fand ich auch sehr effektiv und spaßig, ist ebenso in ca. einer Stunde durchgespielt.

Ich habe dann das Game-Vorbild I’M ON OBSERVATION DUTY mal angefangen, das auch durchaus ungute Stimmung verbreiten kann. Aber mit dem Melden von Anomalien (man beobachtet eine Reihe von Sicherheitskameras und muss dem Hauptquartier melden, wenn man etwas Ungewöhnliches sieht - und das auch klassifizieren) hat es etwas Bürokratischeres an sich, da bewege ich mich lieber.

DETENTION: Ich habe eine US-BluRay, die ist auf Elijah Drenners Label Dekanalog erschienen. Da ist natürlich der Import durchaus aufwendiger. @Henner_Thomsen: Mit VPN kannst du ihn über die US-Portale Ovid oder Kanopy streamen. (Edit: Ich sehe gerade, AppleTV hat ihn offenbar auch.)

@Dominik_Cenia: Interessant, dass er bei euch so schnell wieder verschwunden ist, hier läuft er quer durch Österreich noch immer in den Cineplexxen.

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Das scheint aber ein anderer Film zu sein, ist eine Horrorkomödie aus 2012.

Es gibt mehrere mit dem Titel, hier der Link zum Film von John Hsu: ‎Detention - Apple TV.

Danke, aber nicht verfügbar, vielleicht gibt es den aktuell nur in Österreich und nicht in Deutschland?

Leider auch nicht, der AppleTV-Zusatz bezog sich mit auf den Hinweis, dass man ihn per VPN auf ein paar US-Portalen streamen kann.

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Es fehlt noch der obligatorische sponsored Link to NordVPN :joy:

Jepp, ich kapier es auch nicht. Aber dafür lief „Ice Cream Man“ drei Wochen am Stück im leeren Kinosaal :grinning_face_with_smiling_eyes: während es bei Exit 8 selbst Nachts ziemlich voll war. :man_shrugging:

oh, den möchte ich auch noch schauen, kenne das Spiel dazu nicht. Der Trailer war SEHR unheimlich :slight_smile: Hier im Programmkino lag auch ein netter Flyer dazu aus und es gab eine Verlosung dazu. Gute Erinnerung, endlich reinzugehen.