Nah. Scheißegal welche Distro. Muss nicht mal Linux sein, BSD ist auch cool. Oder Haiku.
Hauptsache du (und sonst jeder) kommt damit zurecht und ist weg von den Techbros und Großkonzernen.
Wer die Augen verdreht, ist auch nur ein Fanboy. Unterm Strich ist ein Betriebssystem nur ein Vehikel, um Programme zu starten. Und da entscheidet der persönliche Hintergrund darüber, mit welcher Distro das am besten geht. Wenn du mit Linux Mint zufrieden bist, hast Du für Dich einen Volltreffer gelandet. Das ist, was zählt.
Ich weiß nicht ob der schon genannt wurde, aber bei mir hat sich die Browsersituation doch noch mal etwas geändert. Auf dem Desktop nutze ich jetzt seit einigen Monaten Vivaldi und bin sehr begeistert. Kompatibel mit Chrome Addons, vertikale Tableiste (glaube es geht auch „normal“), blockt teilweise nativ schon Tracker und Werbung, hat Arbeitsbereiche und Tabgruppen, ein Übersetzungstool mit an Bord, man kann Webseiten in einer Seitenleiste platzieren und dann von überall quasi aufklappen ohne die aktuelle Seite zu verlassen (ganz nice für rss feeds oder auch Chats), einen distraction free mode, eine brauchbare Konsole (besser als Firefox), man kann mehrere Seiten innerhalb eines Browserfensters anordnen und insgesamt viel selbst konfigurieren. Das beste ist, dass er im Gegensatz zu vielen alternative Browsern die ich so getestet habe sehr stabil läuft und kaum clunky ist.
Hier mal ein kurzes Feedback zu Gaming:
Klar, hab ein neues System und so, aber unter linux Mint läuft das Gothic Remake absolut butterweich. Habs sogar mit dlss ausprobiert (weil es ja bei Nvidia und Treiber immer probleme geben soll und so ^^), aber auch das hat ohne Probleme geklappt.
Hab schon andere (steam, zu GoG komm ich noch, da muss ich noch ein bisschen fummeln ^^ ) spiele gespielt die ohne probleme liefen (die hatte ich auf Windows vor jahren installiert, übertragen und dann unter Linux wieder gestartet), aber das Gothic Remake ist das grafisch anspruchsvollste und neuste Spiel und lief jetzt ohne Abstürze oder sonstwas butterweich.
Bin heute über einen spannenden Text zum Theme Wechsel von Win zu Linux gestolpert: David Chisnall (*Now with 50% more sarcasm!*): „Almost 25 years ago, I wrote a blog post with the…“ - Infosec Exchange
tl;dr:
Mach nicht alles gleichzeitig. Wechsel erst deine wichtigsten Applikationen unter Windows zu welchen, die es auch unter Linux gibt (Browser, Mail, Office, Bild- und Videobearbeitung, Passwortmanager, …). Und erst wenn man damit zufrieden ist, ist der Wechsel des Betriebssystems nur noch ein kleiner Sprung.
Ich denke WSL kann auch helfen, mit der Linux-Shell schon mal vertraut zu werden, wenn man das will.
Okay, jetzt war mein tl;dr fast genauso lang wie der Originaltext ![]()
Ich bin Deiner Empfehlung gerne gefolgt und bin gespannt. Der erste Eindruck ist knorke.
Ich bin ja länger stiller Mitleser, und nach 32 Jahren Windows muss ich sagen, ist da auch bei mir nicht mehr viel Liebe vorhanden.
Und dann kommen ja noch so ein paar auch hier schon genannte Gründe hinzu …
Ich habe mich viel zu lange aufgrund von Office und ein paar Spielen gebunden gefühlt, blöd muss ich im Nachhinein sagen, da ja schon lange und inzwischen fast alles möglich sein müsste.
Heute ist aber der Knoten geplatzt: meine letzte Office365 Lizenz ist tot und jetzt geht’s an die kostenlosen Alternativen. Vielleicht der erste Schritt hin zu etwas größerem.
Dieser Post hat mir Mut gemacht. Mein Lebensansatz ist ja mehr so, bau das Fundament (OS) und setz dann die Stockwerke drauf (Software) bevor du einziehst (entspannt zurücklehnen …)
Aber das macht ja hier gar keinen Sinn ![]()
Ich fang mit Office an (aktuell läuft der Install zu OnlyOffice).
Und dann schauen wir mal weiter ![]()
Edit:
OnlyOffice kommt mir irgendwie langsam vor, gerade in seiner Tabellenkalkulation. Würdet ihr eher was anderes empfehlen (was es später auch für Linux gibt)?
Hast du es als aus dem Distro-Paket oder als Flatpak installiert?
Es gibt u. a. noch Libre Office als auch FreeOffice. Einfach mal probieren, was dir am besten taugt ![]()
Puh, äh, einfach von der Webseite ![]()
Ja, ich denke auch, am besten mal alle probieren. Kost ja nix ![]()
Was spricht denn gegen Libre Office? Wenn du die Menüs nicht magst, kannst du auch auf eine Ribbon-Oberfläche umstellen, die ist dann mit der aus MS Office zumindest vergleichbar. Ist ja auch der Ansatz, den OnlyOffice verfolgt. Dem wiederum traue ich allerdings wegen seiner russischen Eigentümerstruktur nicht, auch wenn das vielleicht ungerechtfertigt sein mag.
Schon daher lieber Libre. Zum Schreiben und für Tabellen taugt das, nur deren PowerPoint-Variante empfinde ich leider ein bisschen als Beleidigung fürs Auge.
Allerdings erstelle ich auch im Normfall keine Präsentationen.
Blöd aber auf jeden Fall: Docx und Co. sehen in Libre Office oft anders aus als in Word.
Libre Office ist der Standard bei den meisten Distributionen (kommt also bei der Installation gleich mit). Wer aber jahrelang MS Office gewohnt ist, wird sich hier oder dort schwer tun (z.B. Bedingte Formatierungen in Calc oder Serienbrief-Funktion in Writer). Ich würde trotzdem erstmal mit Libre Office anfangen, weil das vermutlich die meisten nutzen und dementsprechend bei Problemen schneller eine Lösung “ergoogled” werden kann. Wenn es einem nichts taugt, dann probiert man das nächste Office Paket. Aber ich muss schon sagen, dass Excel schwer zu übertreffen ist.
Schlimmer ist es, wenn man Ersatz für Photoshop sucht. Gimp ist zwar ähnlich mächtig, aber das Userinterface völlig unintuitiv (stehe wohl mit dieser Meinung nicht allein, siehe c’t 4004). Und eine wirkliche Alternative gibt es diesbezüglich nicht. Gott sei Dank bei mir nur selten ein Use Case.
Collabora scheint die Zukunft zu sein. Viele der Hauptentwickler von LibreOffice haben die Zusammenarbeit mit der Document Foundation nach Streitigkeiten beendet und arbeiten jetzt an ihrer eigenen Suite. Hab sie selbst noch nicht probiert, das UI sieht aber deutlich frischer aus. Der drunter liegende Code dürfte weiterhin Libre Office sein.
Vielen Dank für die zahlreichen Infos zu Linux.
Letztlich bin ich nur ein Windowsuser der bald wechseln möchte und daher die Bestätigung braucht, dass Linux total easy sein kann und ich bestimmt nicht zu dumm dazu sein werde. =)
Merci <3
Erstmal nix. Hab vorher gegoogelt und Only sollte bessere Kompatibilität mit den Formaten haben.
Aber Libre ist definitiv als nächstes dran.
Das ist halt der Knackpunkt. Schaumermal.
Das stimmt tatsächlich. OnlyOffice stellt Dokumente ziemlich genau so dar, wie sie auch in MS Office aussehen. War für einen meiner Kollegen auch ein Grund, das zu nutzen. Er hat dann zumindest jeglichen möglichen Netzwerkverkehr für OnlyOffice unterbunden.
Die Angst hat ich auch. Es geht aber grundsätzlich easy.
Man muss sich in ein paar Dinge einlesen, ne genaue Liste haben was man so tagtäglich (oder wöchentlich, monatlich ^^) mit seinem Rechner macht. Also was nutzeb ich, was zock ich, was brauch ich so, und dann kann man vor dem Wechsel auch schon sich die Alternativen anschauen.
Wie gesagt, bin 35 Jahre Windows Nutzer (am Anfang auch noch Dos ^^ )und bin bewusst den Schritt gegangen gleich alles zu wechseln.
Allerdings auch auf einen komplett neuen Rechner, der Windows rechner steht hier in der Ecke, wird aber dann morgen in den Keller gebracht und eingemottet. ^^
Kann wirklich, als Jahrzehnte langer Windows Nutzer Linux Mint Cinnamon empfehlen. Das ist SEHR nah dran am Windows feeling, nur ohne den ganzen Microsoft schamodder. Ein paar Sachen muss ich noch zum laufen/richtig funktionieren bringen, aber alles was mir wichtig war, läuft bis jetzt sehr sehr gut.
Was gaming angeht: da ist Steam wirklich gold wert. Hab meine 300 installierten Spiele von der Ntfs auf eine Ext4 Festplatte verschoben (das Dateisystem ist unter Linux ein anderes, man kann ntfs platten mounten und dann auch nutzen und zeug kopieren/rüber schieben, aber wenn man darüber spielt kann es zu fehlern kommen, deswegen der kopier-schritt ^^ )und Steam hat ALLE Spiele gefunden. Es musste dann für jedes Spiel nochmal was für Linux gebrauch runtergeladen werden, aber das waren 10 kb - 100 Mb max. Hätte ich alle spiele neu runterladen müssen wären wir bei 2 TB gewesen.
Andere Plattformen kann man auch mit anderen Launchern zum laufen kriegen ( gibt da die 3 “großen” Lutris, Heroic und Faugus, jeder mirt eigenen Stärkern ) und spielen. Mit Steam ist das alles aber wirklich sehr sehr sehr einfach. ![]()
Und was das “langsame” rüber gehen auf Linux angeht, das zeratul bzw. David Chisnall geschrieben hat:
Das hätte für mich garnicht funktioniert. Ich kenn mich gut genug um zu wissen das ich beim ersten Problem gleich wieder zu Windows zurück gegangen wäre. Für mich brauchte ich einen klaren Cut. Kein Dualboot, kein Windows, voll Linux und ab dafür. Für einen 2. Rechner ist hier kein Platz deswegen geht der dann auch runter in den Keller (und hat auch nur die 7 Jahre alte Hardware drin
). Aber das bin dann vielleicht auch nur ich, der so ist. ^
Ich hab für den Wohnzimmer PC vor 2 Monaten für eine ~7(?) Jahre alte RX 5700 XT 125€ bezahlt. (Zum Glück hatte ich noch DDR4 übrig, sonst wäre das Projekt nicht sinnvoll bezahlbar gewesen. (Aber jetzt haben wir für gelegentliches Spielen und für die Kids einen Ryzen 3500x, 16GB RAM und die 5700XT mit Bazzite als Steam machine laufen. FHD macht der großartig!)
Also vielleicht auf den Markt werfen und in Urlaub fahren ![]()
Grundsätzlich bin ich da ähnlich gestrickt. Mein Laptop war lange im Dualboot, aber richtig genutzt habe ich Linux darauf erst, als ich wieder einen Desktop (Win) hatte und mein Laptop nur noch ein Linux hatte. Es war ein Arch, btw.
Aber ich glaube, der Kern mit der Umgewöhnung stimmt schon: Da ich ohnehin schon lange viel FOSS einsetze, fiel mir der erneute Wechsel (auf dem Desktop) viel leichter als er es sonst getan hätte. Firefox, Thunderbird, Libreoffice, Gimp, Audacity, KeePass und so weiter. Hinzu kommen geschlossenere Tools mit guten Linux-Optionen (Discord, Steam, Tidal/Spotify…). Die Programme, die Schmerzen bereitet haben (GoG Galaxy und Google Drive) fielen da nicht so stark ins Gewicht und es läuft einfach alles so gut, dass ich tatsächlich nur für Onlinegames und Dorico das Windows starten muss.
Ich glaube, wenn ich zeitgleich mit dem Umstieg auch noch Edge (hahaha), Outlook, Photoshop und Word hätte „neu lernen“ müssen, wäre die Hürde schon nochmal höher gewesen. Ich beobachte das gerade bei einem Freund, der durch die Arbeit gezwungen ist Windows zu verwenden: Das OS ist viel weniger das Problem als dass es seine bevorzugten Tools nicht gibt.
Ja, mit einem 2. Rechner bzw. Laptop geht das sicher gut. Bei mir steht jetzt aber auch schon seit 20 Jahren nie mehr als 1 Rechner (udn manchmal noch ein alter in der Abstellkammer/Keller ^^), da gäbe es diese “2 Rechner für 2 OS”-Möglichkeit nicht. Und ich kenn mich, wenn ich einen Rechner in Dualboot hab muss nur eine kleine Linux-Fliege mich nerven und schon bin ich komplett zurück und schau es garnichtmehr an.
Aber wie gesagt, bin da auch extrem. ^^ Glaub es gab noch nie irgendetwas dem ich mich “langsam” bzw, “unbewusst” genährt habe und dann erst umgestiegen bin. Ganz oder garnicht (mit allen negativen Konsequenzen die das so mit sich bringt, sag nicht das das schlau wär
).
Leichter Themenwechsel: habe jetzt auch wieder eine Smartwatch, aber von Haus aus mit Open Source OS. Ta-Da!
Das ist die brandneue Pebble Time 2, in der schwarzen Ausführung. Sie sieht ein bisschen nach Plastik aus, aber der Body ist Metall, ich hab nur überall Schwarz ausgewählt.
Pebble ist ja eine legendäre Marke für Smartwatches aus der Prä-Apple-Watch-Ära, aber der Laden ging dann pleite.
Die Rechte für das Pebble OS sind über Umwege bei Google gelandet, die haben das für Open Source freigegeben, und der frühere Gründer hat die Markenrechte zurückgekauft, die Marke ist also wieder da, mit der alten Designphilosophie.
Schliesst für mich einen Kreis:
Ich hatte damals eine Pebble hab sie dann verkauft und bin auf Androidwear gegangen. Nach der logisch folgenden Enttäuschung dann weiter auf Apple, wobei die Entscheidung für die Apple-Watch für mich der Hauptgrund war, von Android aufs iPhone zu gehen. Und in der Umkehrung meiner persönlichen Historie war die Rückkehr von Pebble mit neuen Modellen jetzt der Treiber für den Move von Apple weg.
Kurz zum Gerät:
Die neue Pebble ist wie damals eine eher einfache Watch mit E-Ink-Display (nicht sehr bunt, nicht sehr Hires, aber: 14+ Tage Akkulaufzeit!). Ist ganz gut mit Android (oder in meinem Fall: Graphene OS) zu verwenden, kann eigentlich alles, was ich brauche: Schlaf und Schritte tracken, Notifications abfangen, Zeit anzeigen, Wecker, Kalender, verlegtes Handy anpingen. Nicht übermässig fancy, aber solide und mit freundlichem Nerd-Charme.
Gefällt mir bisher sehr gut, aber ich hab sie erst ein paar Tage. Sehr nett: Es gibt einen eigenen Appstore mit massig originellen Watchfaces und auch Apps, fast alle kostenlos, vieles Open Source. Schon Schrott dabei, aber auch echt tolle Sachen.
Auf den Fotos wirkt die ziemlich groß, fällt mir auf, aber sie ist nicht grösser oder dicker als die normalen Apple-Watches, denke ich. Hab aber nicht nachgemessen, im normalen Tragen ist sie nicht auffällig.
Die Bedienung erfolgt über Knöpfe und Listen, wirkt ein bisschen oldschool, ist aber ganz effizient.



