Lest ihr noch Print Magazine?

Danke für die Antwort. Ich muss zugeben, dass ich den Retro-Gamer-SF-Fall damals zwar mitbekommen, aber schon wieder verdrängt hatte. Zu einer gefühlten Zweitverwertung von Paul-Content kann ich auch nur bedingt was sagen. Schlicht, weil er mir viel zu schnell in seinen Podcasts redet und ich daher sehr froh bin, seine toll geschriebenen und recherchierten Sachen lesen zu können. Noch dazu mit Bildern :slight_smile:

Du hast vollkommen recht, dass die RG weder ein Coffee Table Content ist noch für Hardcore-Enthusiasten gemacht ist. Halte ich allerdings auch für einen verwegenen Ansatz für ein Heft, das auf dem Markt bestehen und auch im Bahnhofskiosk seine Käufer finden soll. Ich wünsche mir ja wie du ein Heft, das quasi SF in gedruckter Form ist, glaube aber nicht, dass es auf Dauer Bestand haben würde.

Die Sonderheft-Abstimmung habe ich offenbar verpasst. Ja, da sind spannendere Themen dabei als die 90er. Nur wären die ebenso kurz abgehandelt worden wie die Sachen, die in in das Heft geschafft haben. 50 zentrale Titel habe ich leider nicht gelesen, “Einfach journalistische Tiefe, Analyse, Verortung, neue oder verquere Sichtweisen auf Bekanntes” klingt nicht so einfach zu erreichen.

Ich habe die Retro Gamer fast seit Anbeginn im Abo und habe mir bis auf ein oder zwei Sonderhefte die fehlenden Sachen nachgekauft. Ich freue mich auf jedes Heft und habe trotzdem bei jedem Artikel das Gefühl “Schade, hätte gerne mehr erfahren”. Das ist bei der Return meiner Meinung nach mehr gegeben, nur ist dort der Schwerpunkt auf neuen Spielen für die alte Hardware - und mich interessieren mehr die Geschichten hinter der Entwicklung. Also lese ich zwei Hefte, die nicht hundertprozentig für mich gemacht sind, weil es nicht das perfekte Heft für mich gibt. Auch wenn ich immer wieder mit der Abo-Entscheidung hadere, habe ich mich bisher immer wieder dafür entschieden. Bei dir klingt das anders und das ist ja vollkommen in Ordnung. Vielleicht dreht sich der RG-Wind ja mal mehr in deine Richtung.

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Pfuhh… dieses Thema gehe ich gedanklich wohl völlig anders an, als einige andere hier. :smile: Für mich ist die Retro Gamer eher Inspiration und Beiwerk zu meinen nächsten Retro Abenteuern. Ich hab überhaupt kein Problem damit, auch mal nur einen kleinen Kasten Text zu einem Spiel zu haben. Ich guck den Screenshot an, ich lese den kurzen Text und denke mir dann: “Oh, das könnte ich auch mal spielen.”

Die längeren Artikel finde ich schon ganz informativ eigentlich. Weiter oben habe ich “für Hardcore Enthusiasten ist sie zu seicht” gelesen. Also ich verrate euch jetzt ein Geheimnis: Ich würde mich im Retro Gaming durchaus als Enthusiasten bezeichnen, aber bei den tausenden Retrogames da draußen merke ich mir nicht jede Info. Da kommen mir “seichtere” Artikel dann und wann durchaus gelegen. Auch wenn ich vielleicht vor zwei Jahren schonmal einen Dreistünder von Gunnar, Chris und Fabian darüber gehört hab.

Das Cover ist mir persönlich relativ egal. Vielleicht bin ich da schlicht gestrickt. Der Amiga ist die Mainstory, vorne ist ein Amiga drauf. Passt mir. Später steht das Heft sowieso mit dem Rücken zu mir im Regal.

Das heißt natürlich nicht, dass ich eure Punkte nicht nachvollziehen kann. Aber ich hab da beim Lesen wohl einen anderen Zugang. Die Stay Forever/Retro Gamer Doppelungen kann ich nicht beurteilen, weil ich beides nur selten wirklich chronologisch konsumiere. Hab letzte Woche z.B. mal den vorvorletzten Retro Gamer rausgezogen und erst vor kurzem erst die Metal Gear Solid 2 Stay Forever Folge angehört… aber das ist eine andere Geschichte.

Die Retrogamer befeuert meine Retro-Spiellust und inspiriert meine Spielauswahl und macht das, meines Erachtens, qualitativ hochwertig.

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Weil Marktschreier einem nicht anregend ins Ohr säuseln :wink:

Will sagen: Am Kiosk braucht man ein Cover, das auffällt, das einem die Inhalte entgegenruft; weil daneben x andere Magazine liegen, die ebenfalls ihr Volumen auf 11 gedreht haben. Gamestar z.B. hat völlig überladene Cover mit greller Schrift am Kiosk und absolut minimalistische Cover im Abo. Ist natürlich das Beste zweier Welten; kann man aber nur machen, wenn man eine genügend hohe Auflage hat.

[Edith: repost, weil ‘Zitat kopieren’ bei mir unter Android Edge offensichtlich nicht funktioniert und den falschen Code einfügt. Hmmpf.]

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Dopplungen treten tatsächlich auf, was aber unterschiedliche Gründe hat. Einerseits ist die Anzahl der wirklich spannenden Spiele begrenzt. Man kann Exoten einbauen, aber es muss neben Gewürz auch immer Sättigungsbeilage geben und da tauchen Mario, Sonic und Link eben immer wieder mal auf. Andere Dopplungen ergeben sich daraus, dass die deutschen Autoren teilweise ihre Podcasts recyceln. Manchmal werden da auch Teile der Podcasts transkribiert, wie etwa beim Artikel zu Strike Commander von Paul, wobei dieser Artikel aber an anderen Stellen auch erweitert wurde. Leider ist Spieleredakteur kein wirklich auskömmlicher Beruf mehr und da muss dann effizient gearbeitet werden. Davon ab wurde hier ja auch deutlich, dass nicht jeder Pauls tolle Podcasts mag und sich darüber freut, wenn er oder sie Teile davon nachlesen kann.

Das Sonderheft habe ich bestellt, auch wenn ich viele Themen spannender fand und anders abgestimmt habe. Ich habe auch gemischte Erwartungen und was ich in der Werbung dazu gelesen habe, macht mich skeptisch.

Christian und Jochen hatten mal eine kurze Serie zur Zeitschriftenkritik. Eine Erkenntnis war: Die ASM begründete ihre Urteile darauf, dass die Experten eine Empfindung hatten und diese dann als Empfehlung allgemeingültig war. Warum? Weil das ein Experte war, der geurteilt hat. Das war die Phase, wo sich ehemalige Redakteure bei SF und The Pod von Zeitschriften abgewandt und diese kritisch hinterfragt haben. Vor dem Hintergrund sind die Sinne bei einigen Hörerinnen und Hörern gegenüber der Gamestar, Return oder Retrogamer natürlich geschärft. Auf welcher Basis werden die Spiele da also getestet? Ist es eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Spiel oder eine Beschreibung der Mechaniken?

Kleiner Test für Interessierte mit dem Urteil zu einem Spiel: “Mit Wassertempel und der teils sehr leeren Spielwelt habe ich heute meine Probleme, aber wenn ich auf [einem Pferd] über die Steppe pflüge oder gegen die riesigen Bosse antrete, dann packt mich X genauso wie damals! Ich muss allerdings zugeben, dass ich es heute vor allem aus Nostalgiegründen spielen würde, moderne -Ableger sind deutlich zugänglicher. Dennoch erkennt man hier die Blaupause für viele spätere Serienelemente. Das Spiel hatte seinerzeit eine enorme Strahlkraft und hat mich tief beeindruckt - und auch wenn der Zauber etwas verblasst ist, bleibt X für mich ein Meilenstein der Videospielgeschichte!“

Frage: Welche Retrowertung bekommt das Spiel?

Es geht um Zelda: Ocarina of Time und Hardy vergibt ein “Super” für dieses Spiel. Ich hatte nie ein N64, finde das Spiel potthässlich und überhaupt nicht reizvoll. Mich lässt das Spiel kalt und nur weil ein Autor schreibt, ein Spiel sei super, werde ich es nicht spielen.

Dasselbe Urteil (mit einem angepassten ersten Satz) würde ich Phantasy Star geben, einem Spiel, über das ein Spieleredakteur meinte: “Es mag gut sein, aber ich habe es damals nicht gespielt und heute komme ich da vermutlich nicht mehr ran.” Ich kann diese Meinung absolut nachvollziehen, aber umso mehr frage ich mich, welchen “Wert” solche Tests haben, die über das nostalgische Gefühl von Tests wie damals über Spiele von damals hinausgehen. Und beantwortet das Urteil die Frage, wie das Spiel heute abschneidet? Spielen ja oder nein? Ich finde nicht, weil mich SF daran gewöhnt hat, tiefer, analytischer und begründeter über alte Spiele zu sprechen und zu urteilen, aber womöglich ist der Anspruch ans Heft auch ein anderer. Vielleicht ist das super unterhaltsam oder enttäuscht Leser wie den Fischonkel. Wie gesagt, ich habe das Sonderheft bestellt, ich schaue es mir an, ich schaue ins Vorwort, was das Heft selbst sein möchte, aber ich kann sowohl die Begeisterung wie auch die Skepsis gegenüber der RG im Allgemeinen wie auch dem Sonderheft im Speziellen nachfühlen, denn ich bin da gerade selbst etwas unentschlossen.

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Wen es nicht weiter interessiert, einfach skippen. Aber ich dachte mir, guckste mal wie die aktuelle Konkurrenz zur Retrogamer so aussieht was die Covergestaltung angeht. Und ich finde es tatsächlich spannend, ballern tun die alle auf ihre Art - also die Informationsflut ist schon wirklich immens (und ich vermute auch kontraproduktiv, weil das safe kein Mensch erfasst) - aber es gibt trotzdem genug Hefte die das Ganze in eine (optische) Ordnung bringen und deutlich Titelthema vom Rest abheben bzw. die Gestaltung an sich so aussieht als ob jemand dafür Zeit aufwenden durfte (sieht man zum Beispiel daran das die großen Überschriften immer ausreichend Platz zum Logo der jeweiligen Zeitschrift haben und so überhaupt erst Hingucker entstehen und nicht wie eine Extension vom Logoschriftzug wirken oder das Inhaltshinweise nicht einfach mitten ins Covermotiv gekleistert sondern bei allen Heften linksbündig und passend zum Covermotiv zum Bund hin platziert werden)

Finde es außerdem spannend wie ähnlich Gamestar und Retrogamer aufgebaut sind in diesem speziellen Fall, diese “Doppelbilder” unten gab es in der vorherigen Ausgabe der Gamestar noch nicht - ebenfalls spannend, die Gamestar hat hier erstmalig die Anzahl an Headlines auf dem Cover reduziert und Anno ganz klar in den Vordergrund gerückt. Findet vielleicht ein Umdenken statt oder liegt es an Anno?

Ebenfalls interessant, die N-Zone schafft es fast an englischsprachige Publikationen ranzukommen, was den Mut zum reinen Covermotiv angeht mit einer Schwerpunkt-Headline angeht, wenn sie nur den RE: Requiem Störer hätten sein gelassen.

Aufgrund der Überladenheit aller Cover wäre es spannend zu sehen wie sich ein reduzierteres Motiv schlägt, der Kontrast zum restlichen Angebot dürfte ja durchaus gegeben sein und in dem laut schreienden Regal am Bahnhofskiosk wäre so ein Ruhepol schon ein Alleinstellungsmerkmal. Mein Kollege eine Etage über meinem Büro macht die Cover für die t3n und ich sehe nicht warum das in abgewandelter Form nicht auch für (Retro)Games klappen sollte. Die t3n ist im Kioskkontext auf jeden Fall auffällig.

Ein anderer Gedanke wäre natürlich auch das ein Cover eigentlich scheißegal ist, weil die Leute eh ihr Heft mitnehmen und dann könnte man natürlich auch mal richtig einen raushauen (oder lässt es halt komplett und spart die Stunden für den Grafikmenschen). Ich mag aber einfach nicht glauben das man Spielemagazine noch wie zu ASM / HappyComputer / Powerplay basteln muss und Inhalte einfach aufs Deckblatt draufwürfelt - vielleicht guckt der eine oder andere von euch nach diesem kleinen Exkurs ja beim nächsten Mal genauer hin was so abgeht am Zeitschriftenregal. Das würde mich freuen.

judge your book by its cover oder so

Als kleiner Rausschmeißer noch die englische Originalausgabe mit dem Amiga-Schwerpunkt:

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Ich finde es gut, dass hier die Qualität dieser verschiedenen Hefte diskutiert wird.

Das englische Original der Retro Gamer erinnert mich total an die Amiga Power damals:

Als ich damals angefangen habe, die englischen Magazine zu lesen, fiel mir schnell auf, wie hinterwäldlerisch und provinziell dagegen die deutschen Magazine wie Power Play und Amiga Joker wirkten. Ich habe die deutschen Magazine zwar auch weiter gekauft, aber meine große Liebe waren damals Amiga Power und Amiga Format.

Was ich an deiner Kritik der deutschen Retro Gamer herauslese, scheint zu sein, dass es ein Cash Grab ist, also Zweitverwertung alter Inhalte, billige Gestaltung usw. Ich habe hier nur zwei deutsche Retro Gamer Ausgaben, aber ja, die haben mich überhaupt nicht begeistert. Die freie Anpassung englischer Artikel an Deutschland ging finde ich gar nicht (machen die das eigentlich immer noch?). Es wurde nicht übersetzt, sondern frei nach Schnauze umgeschrieben, um die Artikeltexte hemdsärmelig an die deutsche Spielekultur anzupassen, mit teils peinlichen Ergebnissen. So wurden viele Nennungen des ZX Spectrum durch C64 ersetzt, weil bei uns der Spectrum keine Rolle spielte. Die Texte funktionierten dann aber nicht mehr, weil sie eben im Original mit Hauptaugenmerk auf den Spectrum geschrieben wurden. Noch dazu wurden die originalen Autoren gar nicht gewürdigt. Das fand ich dann auch ethisch sehr fragwürdig. Es ist interessant, jetzt zu erfahren, dass die Retro Gamer mal Ideen und Inhalte von Stay Forever geklaut und abgeschrieben hat. Das finde ich ethisch auch sehr bedenklich, überrascht mich aber nicht allzu sehr.

Das Return Magazin hat mich eine zeitlang sehr begeistert und inspiriert, speziell die drei Sonderhefte zu C64, zum Amiga, und zu Point and Click Adventures. Das ist meiner Meinung nach ein ganz anderes Kaliber. Nicht nur von den Covern und vom Layout her, auch vom Anspruch, moderne Spiele zu würdigen. Bei den Autoren der Return gibt es oft eine Nähe zur Demoszene und zur modernen Entwicklergemeinde, die es bei Retro Gamer überhaupt nicht gibt.

Letztendlich habe ich alle Zeitschriftenabos wieder gekündigt, weil sich die ungelesenen Hefte stapelten und es mir Stress verursacht hat, immer zu denken, dass ich das irgendwann alles lesen muss. Ich habe hier immer noch mehr als zehn ungelesene Return Hefte liegen, und die Zeitschrift gefällt mir wie gesagt extrem gut. Trotzdem komme ich nie zum Lesen.

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Ich habe RetroGamer im Abo und finde sie auch gut.

Ich bin kein Retro-Enthusiast. Das anschneiden von gewissen Spielen ohne richtigen Tiefgang kann ich verstehen, aber das brauche ich persönlich auch nicht. Da bin ich ggf auch eher die Zielgruppe.

Auch wenn ich mich über die Entwicklungsgeschichte von Spielen interessiere und das bei SF auch meist mein liebster Abschnitt ist, so mag ich doch bei Print keine 10 Seiten über ein Spiel lesen. Hier mag ich eher die kürzeren Abhandlungen. Wenn mich etwas tiefer interessiert, dann schaue ich ob SF etwas im Portfolio hat oder surfe anderweitig Infos ab.

Ich habe leider auch nicht so viel Zeit zum lesen und bin froh wenn ich die RetroGamer schaffe und auch parallel noch eine Geo Epoche (da darf es gern tiefer sein).

Die Cover sind mir eigentlich egal. Ich schau einmal drauf, wenn ich den Umschlag öffne und das wars. Ist mir nicht wichtig und ich denke, dass durch Marktforschung schon geschaut wird, was im Kiosk auffällt. Grundsätzlich mag ich es aber auch schlichter.

Die Return find ich vom Stil auch persönlich besser, aber leider ist diese Zeitschrift so gar nichts. Einzig das Sonderheft zu den Adventures habe ich und das war klasse. Daraufhin bestellte ich mir auch mal eine Regelausgabe, aber vom Inhalt her bin ich nicht zu Zielgruppe.

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Ich finde das Amiga-Cover der RG jetzt eigentlich nocht so schlimm, eigentlich empfinde ich das Cover als sehr aufgeräumt.

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Ich finde den Thread und die Sichtweisen auf die Magazine sehr interessant!

Ich selber empfand die Cover immer als die schwächsten Punkte der Magazine. Generation Z würde dazu „shüsh, cringe Diggi“ sagen.

Natürlich kann man sagen:

  • Zielgruppenorientierung. Jugendliche wollen es „in your Face“.
  • Bunt verkauft sich besser.

Ich meine mich an eine Ausgabe des Jokers zu Quarentine (:heart:) zu erinnern, wobei mir die Diskrepanz der Gefälligkeit zwischen Cover und Inhalt auch als 9 Jähriger auffiel.

Die Knalligkeit und Überfrachtung der Gestaltung sah für meine Augen bei ALLEN Magazinen immer etwas fremdschämig aus. Das Nintendomagazin nehme ich davon aber aus, ich kann aber dazu keine guten Gründe vorbringen, außer einer total subjektiv empfundenen Stimmigkeit für mich als Grundschüler Anfang der 90er.

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Puh - das ist ja mal die ganz große Keule. Dagegen komme ich eh nicht an; somit will ich nur für ein paar Dinge eine andere Sichtweise bringen:

Die RetroGamer geht ganz offen damit um, dass die Artikel eben nicht übersetzt werden, sondern lokalisiert - eben mit Fokus auf deutsche Gepflogenheiten. Es werden daher auch immer namentlich der Originalautor und der Übersetzer genannt. Das finde ich auch gut so.

Das die RG keinen Fokus auf Demoszene, neue Spiele etc. legt ist nun mal die Ausrichtung des Magazins und entspricht auch meinen Interessen. Steht Retro drauf; ist Retro drin.

Zum Thema Cash-Grab, billige Zweitverwertung und Ideen-Klau sage ich mal lieber nichts; empfinde ich aber als arg unpassende Wortwahl.

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Zusätzliche Ergänzungen.

Jörg hat sich dafür entschieden, jetzt unter seiner Eigenregie immer den Originalautor und den deutschen Lokalisator zu nennen. Das war unter Heise nicht so.

Daneben geht er total transparent damit um, dass ein größerer Teil des Hefts auf bereits bestehenden Artikeln beruht, die dann eben übersetzt und angepasst werden (gekürzt, erweitert, umgeschrieben). Mittlerweile hat er wohl sogar über 50% komplett neue Texte im Heft, das war früher auch mal weniger.

Es gab wohl tatsächlich in einem Artikel Informationen aus einem Stay Forever Cast ohne das zu kennzeichnen. In der darauffolgenden Ausgabe gab es eine Entschuldigung dafür. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Jörg das klar war - ich gehe eher davon aus, dass er es nicht wusste und böse überrascht wurde von dieser News. Allerdings ist er natürlich verantwortlich als Chefredakteur und Herausgeber. Das passt auch null ins Selbstbild von Jörg sowas absichtlich zu tun.

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Kleine Anmerkung dazu, gibt seit mehreren Ausgaben einen Bereich bei dem es um neue Releases für alte Geräte geht, zusätzlich hat Paul Kautz eine Rubrik die sich um neue, moderne Spiele im Retrogewand drehen (diese ist diesmal auch doppelt so groß ausgefallen, weil in diesem Segment einige Kracher auf uns zukommen) und Emulator Einrichtung hat es auch schon gegeben. Das wildert imo in den Jagdgründen der Konkurrenz, bildet aber natürlich nicht den Fokus der RG.

Mir geht es dabei aber genau um diese Texte, die wirken aus irgendeinem Grund gar nicht so neu und mehr wie Zweitverwertung wenn man bspw. die Podcasts der Ersteller verfolgt und es zieht sich jetzt schon durch ein paar Hefte. Die englischen Texte (zu deren inhaltlicher Qualität ich mangels Vergleichsmöglichkeit wenig sagen kann - die Qualität ist aber auch unter heise schon massiv gestiegen, die waren am Anfang sehr holperig) sind zumindest immer frisch bzw. haben weniger Dopplung drin. Ist ja auch nur so eine kleine Auffälligkeit, verstehe schon das man effektiv arbeiten muss und das man nicht die Kohle hat die das Sujet verdient hätte - trotzdem isses eben Schade wenn gerade die großen Artikel einer Ausgabe zu Spielen sind zu denen du kurz vor erscheinen des Heftes schon Podcasts gehört hast. Da knallt halt auch der Erscheinungszyklus der RG rein, die knapp 200 Seiten sollen dann ja 3 Monate warm halten - aber in der Form isses für mich dann kein Verkaufsargument, dann lieber weniger deutsche Texte und mehr englische Übersetzungen. Kann ja auch alles Zufall sein und das sind einfach unglückliche Timings, aber im letzten Jahr ist mir das quasi mit jeder neuen Ausgabe passiert und ich brauche die RG persönlich nicht wenn sie trotz retro-Thematik late to the party sind und mir die gleiche Suppe noch einmal kredenzen wollen. Dann hole ich mir den frischen Paul Kautz lieber direkt im Altbier ab (oder meinetwegen bei sich im Cast).

Würde natürlich alles nicht so auffallen wenn ich nicht SF, The Pod, Return und RG gleichzeitig im Abo haben würde. In der Konstellation ist die RG dann leider das am wenigsten originelle Format.

Ahhh, geil - die Referenz ist mir komplett entgangen. Dann verstehe ich wo das herkommt und dann macht die Gestaltung total Sinn und würde ich mit diesem Kontext auch als gelungen bezeichnen (ohne den Referenzrahmen auch ziemlich harter Tobak XD).

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Dass die Autoren ihre Recherchen einmal als Podcast und einmal in RetroGamer verwenden finde ich nun wirklich nicht ehrenrürig. Soo auskömmlich dürfte der Lohn für die neuen Artikel nun auch nicht sein. Es wird auch genug Leute geben, die nicht x Quellen gleichzeitig konsumieren.

Ich persönlich finde auch, so ein Artikel legt nochmal andere Schwerpunkte und wirkt mit den ganzen Bildern nochmal anders als ein Podcast … Aber ich kann das schon nachvollziehen: wenn man immer auf der Suche nach neuen Infos ist, ist das eher enttäuschend.

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Neue Return kam schon vorm Wochenende und habe ich in Rekordzeit durchgeschnorchelt (trotz Retrogamer-Cover XD). Der Themenmix ist mal wieder ziemlich geil, fand (fast) alles interessant.

Besonderes Highlight für mich war, neben der Betrachtung von Gun Force II, der recht ausführliche Text zu Dinosaur von Nihon Falcom. Sogar mit Erwähnung der Windows-Neuauflage! Aber auch ansonsten steckt viel Feines drin, launiger Text zu Krogharr the Beerserker (mit der Erkenntnis das es auf einem meiner liebsten Master System Spiele basiert), schnelle Ritte durch ROM-Hacks und Monty Python Spiele (Ich hatte das Multimedia-Ding zu Ritter der Kokosnuss komplett vergessen und hätte jetzt Bock mich da nochmal durchzuklicken) und sogar Donkey.bas taucht auf. Auch fein: ein nettes kleines Review in welchem das neueste Shinobi gegen das neueste Ninja Gaiden antritt, eine prima Ergänzung zur Shinobi-Retrospektive der aktuellen Retrogamer. Und für die PC-Crowd gibt es einen lesenswerten Bericht zu System Shock 2 der mir auch gut gefallen hat. Gibt noch 1-2 andere Überraschungen, gerade für den japanophilen Spieler - aber ich will nicht alles verraten.

Wie gesagt, die 100 Seiten hatte ich im Nu durch und das bei (fast) keinerlei Überschneidung zu Podcasts und der Retrogamer, dafür aber mit angenehm anderen Flavor als die Retrogamer und wie immer ein paar herrlich nischigen Freakthemen. Gerade wenn man Konsolen- / Arcade-Spielen was abgewinnen kann, ist das imo einen lohnenswerte Ausgabe.

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Nachdem ich mir einmal die RG besorgt hatte und am Ende doch recht enttäuscht war, hab ich das Thema Print eigentlich abgehakt. Die Return war mir daher kein Begriff. Dein Post macht aber Lust auf mehr und ich werde wohl mal reinschauen.

Schade nur, dass ich die P&C Sonderausgabe verpasst habe. Das wäre für mich der perfekte Einstieg gewesen. :grin:

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Wenn Du mit der Erwartungshaltung rangehst das die Return eher sowas wie ein Fanzine ist bzw. eine Art Sammlung gedruckter Blogposts die stilistisch aus den 2010ern stammen, könnte das schon passen. Richtig in die Tiefe geht das alles nicht und knallhart recherchiert / super-journalistisch ist das auch nicht - trotzdem streift das Heft regelmäßig viele spannende und vor allem auch aktuelle Retrothemen wie neue Spiele, dazu absolute Nischen-Themen (wie eine fortlaufende Serie zum Thema Basic) oder Freak-Hardware - mit genug Raum zum selber weiterforschen und entdecken.

Auch den Ansatz des Heftes Amateuren (im Schreiben) eine Plattform zu geben, für Themen für die sie brennen, finde ich löblich. Wenn du allerdings Essays oder kreative Schreibe a’la Gain oder WASD suchst, dann bist du bei der Return falsch (wobei ich nicht weiß ob die sowas nicht drucken würden, wenn jemand das in vernünftiger Qualität anbietet).

Shameless plug: Ich haue die letzten vier Ausgaben gerade bei Ebay raus (siehe auch Die Stay Forever Verkaufsbörse - #55 von Fischonkel) - dürfte zum Kennenlernen ein günstiger Einstieg sein und ist vielleicht einen Blick wert.

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Bei „knallhart recherchiert“ bewegen wir uns in deutschsprachigen Medien zu Retrogaming aber ohnehin auf sehr dünnem Eis. Da sticht gerade mal die SFT richtig positiv hervor …solange Henner seinem Sidekick die richtigen Zahlen in den Mund legt (hüstel) :wink:

Aber die RETURN steht da meines Erachtens zusammen mit wenigen Nischen-Podcasts gar nicht so übel dar, da dort ja teilweise Autoren aus der Bastler-/Demo-/Entwickler-/Wissenschafts-Szene zu Wort kommen, die ihre Infos aus erster Hand vortragen.

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Heute lag das Retro Gamer Sonderheft im Briefkasten und hier mal kurz meine Meinung nach dem zweiten Durchblättern.

Positiv:

  • die Papierqualität ist super
  • es ist keinerlei Werbung oder sinnloses Geplänkel drin
  • auf dem ersten Blick sind die aktuellen Wertungen logisch (zumindest bei den Konsolentiteln die ich selbst spielte)
  • super, dass auch Nieten wie Rise of the Robots dabei sind
  • schön, dass es auch Wertungen von früher gibt, um mal Diskrepanzen zu sehen (krass bei Rise of the Robots)

Negativ:

  • Warum sind bei einigen Titeln die besten Teile im Test (z. B. Tekken 3, Jungle Strike) und bei anderen Spielen die schlechteren Teile (z. B. Street Fighter II, Sonic 1)? Zumal dann noch im Text erwähnt wird, dass man lieber zum Nachfolger greifen sollte. Dies ist in meinen Augen sehr inkonsistent.
  • Es fehlt Sega Rally!
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Freut mich, dass du das Projekt unterstützt hast :grinning_face:

Im Falle von SFII und Sonic 1 sind das zwar nicht zwangsweise die stärksten Vertreter ihrer Reihe – aber in meine Augen sind sie einfach relevanter. Der Impact von SFII auf dem SNES war gewaltig, ebenso der erste Auftritt und das Tamtam um Sonic. Das waren gewichtige Spiele.

Hätte man das im Heft anders lösen können? Logisch. Ich persönlich kann aber gut mit unserer Auswahl leben.

Und du hast schon auch recht: bestimmt findet jeder das ein oder andere Spiel, das er vermisst. Das geht mir auch so. Das ist allerdings dem begrenzten Platz geschuldet.

Persönlich freut mich am meisten, dass du Rise of the Robts hervorhebst, das hat wirklich viel Spaß gemacht. Öhm…zu schreiben….spielerisch ist es grausam. Das werden wir auch für die Nerdwelten mal im Hinterkopf behalten :wink:

UND noch ein Tipp: Die Nachfrage nach dem Heft war gewaltig, es sind nur wirklich wenige bei uns im Lager gelandet, der Rest liegt dann am Bahnhohskiosk aus. FALLS ihr also die Printversion möchtet, dann wartet nicht zu lange.

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Alles gut Hardy. Ich weiß, dass solche Zusammenstellungen immer schwer sind und nie alle zufrieden stellt. Aber Sega Rally!!! :winking_face_with_tongue:

Ich finde das Heft aber viel, viel, viel besser als eures “Die besten 100 Spiele” von vor ein paar Jahren. Dies war ja nur eine der üblichen “langweiligen” Auflistungen. Ehrlich gesagt hatte ich das gleiche wieder befürchtet, aber ich wurde eines besseren belehrt. Wirklich eine tolle Arbeit habt ihr hier geleistet.

Wie gesagt finde ich die teils riesigen Wertungsdifferenzen ziemlich krass. Mal eine 10% Schwankung sind ja ok, aber teils gibt es ja 80% Unterschied. Da muss doch damals Geld geflossen sein xD

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