Euer Fazit teile ich, das ist ein typisches Tim Schafer Spiel - Einfälle, Handlung, Figuren alles super - nur das Spiel ist bestenfalls mid.
Was im Falle von Brütal Legend noch wirklich viel trauriger als bei Psychonauts ist, weil der Heavy Metal Zelda-part genial ist - der Rest dann eher nicht.
Hui, ich hab ganz vergessen gehabt, dass der deutsche Simon the Sorcerer auch Boyd spricht (00:28:37).
Aber woher kenne ich die englische Stimme bei 00:56:50, die das Naturkundemuseum beklagt?!
Ich hätte auf Chronicles of Riddick getippt. 2005 erschienen und Christian hat öfters erwähnt das er das Spiel mag und besprechen möchte. Psychonauts hätte ich never ever auf dem Schirm gehabt.
Die Sprecherin von Bart Simpson als deutsche Stimme von Raz zu nehmen war sicherlich eine super Wahl (auch recht nah am Original), und auch manche andere Entscheidung (Theaterkritiker a la Reich-Ranitzki) war ja anscheinend ganz witzig. Ich habe allerdings das Spiel damals auf Englisch gespielt, und zumindest aus meiner Erinnerung heraus kamen da viele Stimmen noch viel irrer, imposanter und witziger rüber als in den deutschen Beispielen, die ihr in dieser Folge gespielt habt. Ich würde daher echt empfehlen, das Spiel „im Originalton“ zu spielen, sofern ihr des Englischen entsprechend mächtig seid.
(Für mich übrigens immer noch das Spiel mit der tollsten Spielidee aller Zeiten.)
Ich hab Psychonauts irgendwann mal angefangen, da war es schon alles andere als taufrisch.
Ich fand es schon irgendwie nett, aber war schon sehr angestaubt und habe es nicht durchgespielt. Und Teil 2 wartet auch noch darauf gespielt zu werden.
Großartiges Spiel! Den zweiten finde ich sogar noch besser, da dort die Jump and Run-Elemente viel besser funktionieren. Und es ist immer noch wunderschön. Gibts im Gamepass, wie den ersten auch. Unglaublich guter Humor, liebenswertes Storywriting, epische Charaktere.
Ich gehöre auch zu den Psychonauts-Verächtern und verstehe vollkommen warum das Ding damals so hart gefloppt ist. Ich finde das Design des Hauptcharakters wirklich einfach nur hässlich, die Farbgebung in den Leveln ist auch oft irgendwo zwischen Erbrochenem und anderen Körperflüssigkeiten… das Spiel sieht oft einfach furchtbar aus. Und dann finde ich es nicht mal witzig.
Eure Folge dazu war hörenswert, gerade den Popkulturteil mit Christian B. fand ich echt gut.
Das stimmt in dieser Pauschalität natürlich nicht. Das beginnt allein schon beim Hub, das ist einfach ein freundliches Sommercamp mit Waldcharakter. Millas Tanzparty ist poppig-bunt, die Milchmann-Verschwörung und das Napoleon-Brettspiel sind hell und farbenreich, Black Velvetopia lehnt sich an den Malstil des Velvet Paintings an und hat leuchtende Neonfarben, etc. Ich finde im Gegenteil, dass die Farbgebung in Psychonauts ausgesprochen abwechslungsreich ist. Ja, dazu gehören auch dunkle Levels, aber auf jedes davon kommt ein helles.
Da muss ich jetzt reingehen, weil genau das gestern Thema bei mir war!
Christian hat im Gespräch die ganze Zeit von „Reich-Ranitzki“ geredet und ich habe etwas darüber geschmunzelt, dass er genau denselben Fehler macht wie ich lange Zeit: Der Mann heißt „Reich-Ranicki“, da ist nirgends ein Z.
Habe ihn auch lange falsch ausgesprochen, bis ich einfach mal sorgfältiger gelesen habe…
Dann wies mich @Aldahier freundlich darauf hin, dass ich ein ungebildeter Tor bin und Chris [ʁaɪ̯ç ʁaˈnɪt͡ski] völlig korrekt ausspricht.
Polnische Namen, ey. Selbst ohne S/Z im Namen zaubern sie noch irgendwo eins her.
Natürlich ist das ein bisschen übertrieben, deswegen schrieb ich ja auch „oft“. Aber bspw. so was hier finde ich einfach nur unschön.
Ich hatte Psychnauts damals mal für die Xbox aus der Videothek ausgeliehen und konnte mit dem kompletten Stil nix anfangen.
Double Fine ist auch so ein Studio bei dem ich nicht ein einziges Spiel wirklich gut fand.
Weiß auf jeden Fall, was du meinst. Selbst bei der Milchmann-Verschwörung oder auf der Tanzparty sind die Farben immer ein bisschen das Äquivalent zu einem Dutch Angle und eine wirklich gesunde Hautfarbe hat da niemand. Den Vergleich zu den Körperflüssigkeiten find ich zwar etwas krass und Psychonauts war definitiv nicht das einzige Spiel mit dieser Tendenz zu der Zeit (Rayman 3/Rayman M hat das meiner Erinnerung nach ähnlich gemacht) und gerade Cartoons der späten 90er waren da auch sehr stark drin, aber es ist schon ein sehr markanter Stil. Der kann schon abschrecken.
Das Argument mit der Grafik und dem Art Style kann ich schon nachvollziehen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat mich das auch nicht wirklich abgeholt.
Aber tbf, die Darstellung ist schon im Kopf geblieben und heute finde ich sie interessant und hätte nach der Episode auch Lust die beiden Spiele nachzuholen. Darin sehe ich für mich auch das, worauf Chris am Ende nochmal zu sprechen kommt: Den Mut eine künstlichere Vorstellung konsequent zu verfolgen und umzusetzen. Auch wenn es dann vielleicht nicht für alle ist.
Hier Off-topic, aber weil es weiter oben angesprochen wurde: Eine Okami Folge fände ich ganz toll!
Das ist nicht nur damals „gefloppt“. Verkaufszahleneinmaleins. Stand heute hat das P1 1,7 Millionen Stück verkauft, Teil 2 das gleiche. Die Serie Spyro (auch nicht das beste alle 3D Spiele auf der PS) hat pro Serienteil zwischen 3 bis 4 Millionen verkauft, das Remaster der ersten 3 Teile kam aus dem Stand auf 10 Millionen Verkäufe. Also einen Titel mit läppischen 1,7 Millionen Verkäufen über 21 Jahr zum Verkaufserfolg erklären, ja nein. Vor allem dürften die meisten Verkäufe im Steam Reste Sale für ein paar Euros gelaufen sein.