SPON-Videospielekanon

Also wenn ich mich nicht verschaut hab sind keine Fighting Games, keine Adventures und Mario Kart als einziges Rennspiel in der Liste.

Adventures ok, kommen im Mainstream nicht mehr vor, aber ein Street Fighter 6 hätte man schon wo reinquetschen können.

Pokémon Feuerrot & Blattgrün vom GBA sind wahrscheinlich die ältesten Spiele in der Liste? Frage mich ob das an den Redakteuren liegt, die Serie seit 20 Jahren nie etwas besseres herausgebracht hat, oder weil man die einzeln im Switch eshop kaufen kann.

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Ist halt so ein Clickbait-Dingen. Wird veröffentlicht, zwei Tage (maximal) wird drüber diskutiert und sich aufgeregt, dann ab zur nächsten Haltestelle.

Listen, die in ihrer Überschrift das Wort „besten“ enthalten, kann ich eh nie für voll nehmen. Gibt es in meiner Welt bei Kunst (ja, Videospiele sind für mich Kunst) nicht, genauso wenig wie Noten oder ähnliches Zeugs.

Als ich die Liste überflogen habe und sah, dass weder Arcadespiele auftauchen noch Spiele vor 2000 (sind eigentlich Spiele von 2000 bis 2010 enthalten?), war für mich klar, was mir diese Liste bringt. Nämlich, wie so viele andere auch, rein gar nichts.

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Also mit der Meinung über Listen gehe ich d accord. Aber 99 Prozent von Videospiel sind lediglich Unterhaltungsprodukte. Die werden auch von Konzernen, nicht von Einzelpersonen unter dem Motto Cash First hergestellt. Auch die Mario & Zelda & GTA sind genau solche U-Produkte. Das war auch in der Ursuppe so. PAc Man & Co waren die Vorfahren der heutigen Fortnites. Weswegen diese „Spiegelliste“ die quasi ein Urelement der Gamesindustrie ausblendet sowie Quatsch ist. Dieser ständige „Kunstgedanke“ ist meiner Meinung der falsche Ansatz. „Spiele“ sind allein dem Wort nach in erster Linie U-Produkte. Alles andere ist nachrangig, sogar verzichtbar. Auch die Anzahl der Spieler welche Kunst erleben wollen, dürfte im Gegensatz zu den U-Gamern nur im 5 Prozent Bereich liegen. „Volksgaming“ wird das niemals. Also können U-Gamer und Kunstgamer sich wahrscheinlich niemals auf nur die 10 besten Spiele einigen,

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So etwas wie eine beste Liste gibt es ni…

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Dafür, dass die Liste in einem Mainstream-Medium wie dem Spiegel erschienen ist, bin ich doch positiv überrascht von der Auswahl.
Wenn man bedenkt das der Spiegel völlig andere Kriterien angesetzt hat und im Gegensatz zur Liste von RockPaperShotgun plattformübergreifend und auf nur 50 Titel begrenzt ist, ist es schon beachtlich dass über die Hälfte der Titel des Spiegels auch bei RPS auftauchen.

Was das fehlen mancher Genres angeht:

Klar kann man darüber diskutieren, ob ein Flight Simulator oder Street Fighter nicht auch in eine solche Liste gehört hätten. Aber wer sagt denn, dass darüber nicht intern diskutiert wurde. Ich gehe schwer davon aus, dass die ersten Versuche aller beteiligten Redakteure eine Liste von über hundert Spielen war, die dann nach und nach eingedampft wurde. Vielleicht waren Ultima VII oder Monkey Island auf Platz 51 - Wir werden es nie erfahren.

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Die Top 10 ist doch recht passend für aktuelle Spiele, finde ich. Dachte erst die wollten Spiele nehmen, die man heute einfach nachholen kann, aber welche großen Klassiker sind denn nicht auf aktuellen Systemen verfügbar? Aber da wird’s halt schnell obskur bei so einem schnelllebigen Medium. Allerdings finden sich auch in diversen Literaturkanons(?) Werke, die man heute nicht mehr mit Genuss liest aber für die Entwicklung wichtig war. Aber solche Listen werden dann nicht im Spiegel veröffentlicht sondern im wissenschaftlichen Bereich.

Ich gestehe, am besten gefällt mir an solchen Listen die Empörung und das Diskreditieren des jeweiligen Mediums, in diesem Fall eben der Spiegel. Hat man ja noch nie gut gefunden und überhaupt :face_with_hand_over_mouth:
Der Beißrefelx aller Subkulturen.

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Wir beschrieben, der „Kunstansatz“ ist meine ganz eigene Ansicht, meine persönliche Herangehensweise. Andere können und sollen das natürlich individuell vollkommen anders sehen.

Also frei nach dem Motto - dann machts doch selber besser - hier meine top 100, Gescrapt von meinem eigenen Input, Steam Library, GOG Library und anderen Datenpunkten. An manchen Punkten habe ich „Teil1+2“ weil diese in meinem Kopf zusammengehören kombiniert. Ist ja meine Liste hehe. Die Top 10 handverlesen, der Rest von AI (Claude Opus Max) eingeordnet) und von mir danach noch gesichtet. Metacritic / Opencritic Wertung mit dabei in den eckigen klammern:


  1. Final Fantasy 9 [MC 94] - ein Abgesang auf die SNES Ära der JRPGs mit tiefgründiger Story trotz der Chibi-Charaktere. Das ganze auf der PS1 nach den etwas „erwachsener“ wirkendem FF8. Ein wunderschöner Märchen-Artstyle gemischt mit Steampunk-Elementen. Ich spiele es alle 2-3 Jahre für die Erinnerungen. Mit Moguri Mod braucht ihr auch kein Remake, das ding ist toll so wie es ist.
  2. Kingdom Come: Deliverance 1+2 [OC 76 / 90] - das hat sich erst in den letzten Jahren reingeschlichen. Ich habe es lange liegen lassen, aber es war eines der besten RPGs der Neuzeit, nur getoppt vom Teil 2. Böhmen in dieser Detailverliebtheit zu sehen, einen Spielehersteller zu haben der einen Ernst nimmt und ganz viele Lösungen für Quests anbietet sieht man selten. Auch die deutsche Synchro, die Lebens-Simulation im Mittelalter, die Witze, das Writing - alles einfach wunderbar an diesem - gar nicht vor so langer Zeit erschienen - Game.
  3. Gothic 1+2 [MC 79 / 81] - auch ähnlich wie Kingdom Come ewig liegen lassen, aber der alte Teil mit DX11 Mod ist heute noch spielbar und eines der besten Rollenspiele aus Deutschland, ebenso getoppt vom Teil 2! Teil 3 war bis aufs Opening leider so garnicht meins.
  4. Baldur’s Gate 3 [OC 96] - der Beweis, dass Regelwerk und Freiheit sich nicht ausschließen, und dass eine Reaktion auf jede noch so blöde Spieleridee tatsächlich finanzierbar ist. Nach 197 Stunden bin ich immer noch in Akt 3 mit dem dritten Charakter und entdecke Dialoge, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Das ist die eigentliche Leistung, nicht die Grafik.
  5. Terranigma [-] - Quintets Abschluss der Soul-Blazer-Reihe, in den USA nie erschienen und bei uns trotzdem Kult. Man erschafft im Wortsinn die Welt neu, und das Ende hat mich als Kind ziemlich zerlegt.
  6. Chrono Trigger [MC 92, DS-Fassung] - kein Gramm Fett dran. Kein Zufallskampf, keine Grindwüste, dafür 13 Enden und ein Ensemble, bei dem selbst der Frosch eine bessere Charakterentwicklung hat als halbe AAA-Kataloge.
  7. Planescape: Torment [MC 91] - eher Roman als Spiel, und die einzige Antwort auf „What can change the nature of a man?“, die mir je etwas gebracht hat. Wer Disco Elysium mag, muss hier zwingend hin.
  8. S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl [MC 82] - kein Spiel hat je so gut Einsamkeit vertont. Mit Anomaly bzw. GAMMA ist die Zone bis heute mein liebster Sandkasten, Teil 2 hat bei mir trotzdem nochmal 95 Stunden abgegriffen.
  9. Outer Wilds [OC 92] - man kann es nur einmal zum ersten Mal spielen. Alles was man freischaltet, ist Wissen im eigenen Kopf, und deswegen sage ich hier auch kein Wort mehr dazu.
  10. Disco Elysium [OC 91] - Selten hat ein Spiel so schnell klargemacht, dass es Dinge kann, die sonst niemand kann.
  11. Suikoden II [-] - 108 Rekruten, eine eigene Burg und ein Antagonist, der einem tatsächlich unter die Haut geht. Konamis stiller Riese neben Final Fantasy, und jahrzehntelang quasi unbezahlbar.
  12. Vampire: The Masquerade - Bloodlines [MC 80] - kaputt wie ein Sack Nüsse, mit Community-Patch aber immer noch das beste Rollenspiel über Nachtleben und Machtstrukturen. Das Hotel-Level braucht keine einzige Waffe.
  13. Persona 5 Royal [OC 95] - Stil bis in die Menüs, und ein Kalender, der einen tatsächlich dazu bringt, den eigenen Tag zu planen. 136 Stunden und ich habe trotzdem noch nicht alles gesehen. Es wird schwierig für Persona 6 das zu toppen.
  14. Demon’s Souls + Dark Souls [MC 89 / 89] - ich packe die beiden bewusst zusammen, weil das Argument dasselbe ist: Lordran und Boletaria sind Leveldesign auf einem Niveau, das seitdem niemand mehr erreicht hat, Elden Ring eingeschlossen. 114 Stunden allein in der Prepare To Die Edition.
  15. Darklands [-] - MicroProse 1992, Rollenspiel im Heiligen Römischen Reich, mit Alchemie und Heiligenanrufungen statt Feuerbällen. Wer wissen will, wo Kingdom Come geistig herkommt, fängt hier an.
  16. Baldur’s Gate II: Shadows of Amn [MC 95] - Irenicus ist der Grund, warum ich seitdem jeden Antagonisten an einer sehr hohen Latte messe. Immer noch das dichteste Fantasy-RPG, das je gebaut wurde. Ich müsste es nur endlich mal durchspielen und nicht zum xten mal neu anfangen. Das Spiel wird nicht jünger leider.
  17. Metal Gear Solid [MC 94] - 1998 hat Kojima vorgemacht, wie Inszenierung und Spiel ineinandergreifen, statt sich abzuwechseln. Psycho Mantis liest die Memory Card und will, dass man den Controller umsteckt, so etwas traut sich heute keiner mehr.
  18. The Legend of Dragoon [MC 74] - bekam damals durchwachsene Wertungen und wurde trotzdem für eine ganze Generation das prägende PS1-Rollenspiel. Die Additions, bei denen man im Takt nachdrücken muss, sind bis heute einzigartig. Wenn eine 74 so ein Spiel beschreibt, sagt das mehr über Aggregatwertungen als über das Spiel.
  19. Return of the Obra Dinn [OC 89] - ein Krimi, in dem man nur mit Logik und Beobachtung 60 Menschen identifiziert. Der 1-Bit-Look war anfangs anstrengend und nach einer Stunde völlig vergessen.
  20. SIGNALIS [OC 86] - Survival Horror von zwei Leuten aus Deutschland, der aussieht als hätte jemand PS1-Resident-Evil mit Ghost in the Shell gekreuzt. I
  21. Deus Ex [MC 90] - „A bomb.“ Die Freiheit von 2000 ist immer noch die Messlatte, an der Immersive Sims scheitern.
  22. Half-Life 1+2 [MC 96 / 96] - Teil 1 hat das Erzählen im Shooter erfunden, ohne dem Spieler je die Kontrolle wegzunehmen. Teil 2 hat daraus Physik als Spielzeug gemacht, und Ravenholm allein rechtfertigt den Platz.
  23. Mount & Blade: Warband [MC 78] - hässlich, hakelig, und trotzdem der Grund warum ich Kingdom Come überhaupt angefangen habe.
  24. Chained Echoes [OC 86] - sieben Jahre Soloentwicklung von einem Deutschen, und das Ergebnis ist besser als die meisten Squaresoft-Nachahmer. Mechs im SNES-JRPG waren überfällig.
  25. Crimson Desert [OC 81] - mit knapp 376 Stunden mein meistgespieltes Spiel auf Steam, bei einer OpenCritic-Wertung von 81. Genau darum stehen hier Wertungen dahinter: die Zahl beschreibt das Spiel ganz gut, meine Spielzeit aber auch.
  26. Arcanum: Of Steamworks and Magick Obscura [MC 81] - Troika at its best, also brillant und kaputt zugleich. Magie gegen Technik als Weltmechanik ist bis heute nicht besser umgesetzt worden.
  27. Vagrant Story [MC 92] - Matsuno-Design in Reinform, ein Waffenschmiedesystem für Buchhalter und eine Stadt, die selbst der Hauptdarsteller ist. Vermutlich das eleganteste PS1-Spiel überhaupt.
  28. Risen [MC 76] - Piranha Bytes hat hier nochmal Gothic gemacht, nur auf einer Insel und mit spürbar mehr Handwerk. Teil 1 ist der letzte richtig gute Wurf des Studios.
  29. Silent Hill 2 [MC 89] - kein Horror über Monster, sondern über Schuld. Auch das Remake hat verstanden, warum der Nebel eben kein Grafiktrick war.
  30. Clair Obscur: Expedition 33 [OC 92] - Rundenkampf mit Parry ist eine so offensichtlich gute Idee, dass es fast wehtut, dass es 30 Jahre gedauert hat. Optisch und Story-technisch sowieso in einer eigenen Liga.
  31. Pathologic 2 [OC 80] - kein Spiel will so sehr, dass man verliert, und keins ist so ehrlich dabei. Zwölf Tage Seuche, und man kann einfach nicht alle retten.
  32. Metaphor: ReFantazio [OC 94] - Persona-Formel im Fantasy-Gewand, aber mit deutlich mehr politischem Biss. Der Soundtrack mit dem Chorgesang läuft bei mir auch außerhalb des Spiels.
  33. Thief: The Dark Project [-] - der Urvater des Schleichens, und immer noch der einzige, der Dunkelheit als echte Ressource behandelt. Die Kathedrale ist Horror ohne Horrorlabel.
  34. System Shock 2 [MC 92] - SHODAN hat jeden nachfolgenden KI-Antagonisten ruiniert, weil keiner mehr so gut klingt. Ressourcenknappheit als Horrormechanik funktioniert bis heute.
  35. Elden Ring [OC 95] - Miyazaki mit offener Welt hätte auch schiefgehen können, ist es aber nicht. 120 Stunden und trotzdem das Gefühl, ich hätte drei Regionen komplett übersehen.
  36. Warcraft III [MC 92] - Helden und Kreepen haben die Echtzeitstrategie umgebaut, und aus dem mitgelieferten Editor sind gleich zwei komplette Genres entstanden. Reforged existiert für mich nicht.
  37. Monkey Island 2: LeChuck’s Revenge [-] - der Punkt, an dem Adventures gemerkt haben, dass sie auch böse sein dürfen. Das Ende diskutieren wir seit über 30 Jahren.
  38. Vampires Dawn 2: Ancient Blood [-] - RPG Maker aus Deutschland, kostenlos, und besser als vieles was damals im Laden stand. Der dritte Teil hat bei mir dann nochmal 24 Stunden gefressen. Das Writing ist zuweilen etwas Cringe und vom Teil 3 reden wir besser nicht.
  39. Grim Fandango [MC 94] - Art Deco trifft Día de los Muertos, dazu Dialoge, die man auswendig kann. Manny Calavera ist der beste Reiseverkäufer der Videospielgeschichte.
  40. Shadow Hearts: Covenant [MC 85] - JRPG im Europa des Ersten Weltkriegs, mit einem Kampfsystem, bei dem man für jede Aktion ein Reaktionsrad trifft. Deutlich zu wenig Leuten ein Begriff und für mich unter den besten PS2-Rollenspielen.
  41. NieR: Automata [OC 88] - man denkt nach dem Abspann, man sei fertig, und dann fängt es erst an. Ending E ist einer der wenigen Momente, in denen ein Spiel etwas gemacht hat, das nur in diesem Medium geht.
  42. Arx Fatalis [MC 77] - Arkanes Erstling, ursprünglich als Ultima Underworld 3 gedacht, komplett unter der Erde. Zauber malt man mit der Maus in die Luft, und das ist genau so umständlich und großartig wie es klingt.
  43. Max Payne [MC 89] - Bullet Time und Comicpanels, dazu ein Erzählton, der todernst gemeint ist und trotzdem trägt. Remedys erster großer Wurf, und der Traumlevel mit der Blutspur ist bis heute unangenehm.
  44. Jagged Alliance 2 [MC 91] - Söldner mit echten Persönlichkeiten, die sich gegenseitig nicht ausstehen können, und trotzdem tolle Rundentaktik.
  45. Die Siedler II [-] - der ruhigste Aufbautitel aller Zeiten, bei dem man stundenlang Trägern beim Laufen zusehen kann. Blue Byte hat den Zen-Modus erfunden, bevor es das Wort gab.
  46. Anno 1404 [MC 87] - für mich der Höhepunkt der Reihe, allein wegen des Orients als eigenständigem Wirtschaftskreislauf. Aus Mainz, und man merkt jede Stunde Feinschliff.
  47. No Man’s Sky [OC 71] - bei Erscheinen der größte Vertrauensbruch der Branche, heute die bekannteste Rehabilitierungsgeschichte überhaupt. Die 71 und die 37 Prozent Empfehlungen beschreiben ein Spiel, das es so seit Jahren nicht mehr gibt. Kein Aggregat der Welt bildet ab, dass ein Spiel sich sieben Jahre lang selbst repariert.
  48. Eternal Darkness: Sanity’s Requiem [MC 92] - der Sanity-Meter tut so, als hätte deine Konsole ein Problem, löscht scheinbar deinen Spielstand oder dreht die Lautstärke runter. Nintendo hat den Einfall patentieren lassen, deshalb hat es danach nie wieder jemand gemacht.
  49. Blade Runner (1997) [-] - Westwood, Voxelgrafik, und ein Fall, bei dem sich die Replikanten bei jedem Durchgang ändern. Ein Adventure mit Wiederspielwert, das gab es sonst selten.
  50. Sanitarium [-] - Psychiatrie-Adventure von 1998, das man nach 25 Jahren nicht vergisst. Das Kapitel mit dem Dorf voller entstellter Kinder war deutlich zu viel.
  51. Prey (2017) [OC 84] - der wahre System-Shock-Nachfolger, mit einer Raumstation, die man am Ende auswendig kennt. Und ja, ich bin auch dem Kaffeebecher hinterhergerannt.
  52. Dark Messiah of Might and Magic [MC 72] - Arkane vor dem Ruhm, mit dem befriedigendsten Tritt der Spielegeschichte. Man löst gefühlt die halbe Kampagne mit Stiefel und Abgrund, und die 72 dafür ist eine Frechheit.
  53. Dishonored 1 [MC 91 / OC 88] - Chaos-System, das die Welt tatsächlich verändert, und Level wie das Uhrwerk-Herrenhaus. 31 Stunden im ersten Teil und keine einzige davon zu viel.
  54. Cyberpunk 2077 [OC 87] - der Weg vom Desaster zu Phantom Liberty ist selbst schon eine Geschichte. 186 Stunden später ist Night City die cyberpunkigste Stadt, die ich in einem Spiel betreten habe.
  55. Fallout: New Vegas (und Fallout 4) [MC 84] - Obsidian hat in 18 Monaten mehr Rollenspiel gebaut als andere in fünf Jahren. Fallout 4 steht dafür bei mir bei 224 Stunden.
  56. XCOM: Enemy Unknown + XCOM 2 [MC 89 / OC 88] - so geht ein Remake: reduzieren, ohne zu verflachen. Der 95-Prozent-Schuss geht trotzdem daneben, und genau das ist die Beziehung zu diesem Spiel.
  57. Anachronox [MC 79] - Ion Storm baut ein japanisches Rollenspiel in der Quake-2-Engine, mit Weltraumnoir und einem Planeten als Party-Mitglied. Wurde nie fertig erzählt und ist trotzdem eines der originellsten Spiele seiner Zeit.
  58. Titanfall 2 [OC 89] - die Kampagne dauert sechs Stunden und hat mehr gute Ideen als ganze Shooter-Trilogien. Effect and Cause ist das beste Einzellevel des letzten Jahrzehnts.
  59. Spec Ops: The Line [MC 76] - aus Berlin, und der einzige Militärshooter, der einem den Spaß absichtlich kaputt macht. Man spielt es nicht gern, aber man ist froh, es gespielt zu haben.
  60. The Operative: No One Lives Forever [MC 91] - 60er-Jahre-Spionageparodie von Monolith, mit einem Humor, den seitdem kein Shooter mehr hinbekommen hat. Liegt wegen Lizenzchaos bis heute im rechtlichen Nirwana, was die Sache fast noch besser macht.
  61. F.E.A.R. [MC 88] - die KI von 2005 ist immer noch besser als das, was heute ausgeliefert wird. Slow Motion, Gipsstaub und ein Horror-Anteil, der ziemlich gut gealtert ist.
  62. StarCraft II [MC 93] - die letzte ganz große Echtzeitstrategie, mit einem Balancing, das E-Sport-Geschichte geschrieben hat. Die Kampagne mit ihren Missionsvariablen ist deutlich besser als ihr Ruf.
  63. DOOM (1993) [-] - läuft auf allem, inklusive Zahnbürste und Bordcomputer, und ist trotzdem heute noch spielbar. Dass die Modding-Szene es seit über 30 Jahren am Leben hält, sagt mehr über Haltbarkeit aus als jede Wertung es könnte.
  64. Gran Turismo 1+2 [-] - der Führerscheinmodus hat einer ganzen Generation beigebracht, was eine Ideallinie ist. Dazu ein Fuhrpark, in dem der kleine Golf genauso ernst genommen wurde wie der Supra.
  65. Ace Combat Electrosphere [MC -] - Arcade-Flugspiel aus der PS1 Ära. Stellt die moralische Frage auf was passieren würde wenn Flugzeuge von KI Ferngesteuert werden würden und der Soundtrack ist Weltklasse.
  66. Unreal Tournament (1999) [MC 92] - der Gegenentwurf zu Quake 3, mit den besseren Waffen und mit Facing Worlds. Die Bots waren so gut, dass man dafür kein Internet brauchte, was 1999 durchaus relevant war.
  67. Counter-Strike [MC 88] - aus einer Half-Life-Mod wurde der Standard, an dem sich seit 25 Jahren alles misst. de_dust2 kennt man selbst dann, wenn man nie CS gespielt hat.
  68. Tenchu: Stealth Assassins [-] - das erste echte 3D-Schleichspiel, ein halbes Jahr vor Metal Gear Solid und deutlich unbarmherziger. Grappling Hook aufs Dach, warten, Ninpo, weg.
  69. Hotline Miami [MC 85] - zehn Sekunden Kampf, zwanzig Sekunden Planung, und ein Soundtrack, der die Gewalt fast unangenehm macht. Genau darum geht es ja auch.
  70. Hollow Knight [OC 88] - was Team Cherry aus drei Leuten und einem Insektenreich gemacht hat, ist unanständig gut. Hallownest ist eine der wenigen Welten, in denen ich mich freiwillig verlaufen habe.
  71. Theme Park World [-] - Bullfrog-Erbe, Achterbahnbau, und Besucher, denen tatsächlich schlecht wird, wenn man es übertreibt. Wirtschaftssimulation, die man einem Kind in die Hand drücken konnte, ohne dass sie dabei dumm wurde.
  72. Medieval Dynasty [OC 73] - 34 Stunden Häuser bauen und Beeren sammeln, obwohl das Spiel objektiv nur solide ist. Die 73 stimmt vermutlich sogar, und trotzdem hat mich kaum etwas in den letzten Jahren so zuverlässig runtergefahren.
  73. The Great Giana Sisters [-] - der dreisteste Mario-Klon aller Zeiten, aus Deutschland, nach kurzer Zeit aus den Regalen geflogen. Genau deshalb Legende.
  74. Lufia II: Rise of the Sinistrals [-] - JRPG mit echten Rätseldungeons statt Gängen mit Kämpfen. Der Prolog, in dem man schon weiß, wie es endet, ist ein Kniff, den ich nie vergessen habe.
  75. Secret of Mana + Seiken Densetsu 3 [-] - Echtzeitkampf zu zweit auf der Couch, und der dritte Teil kam bei uns offiziell erst 2019 an. Das Ringmenü hat gefühlt eine ganze Generation geprägt.
  76. Live A Live [OC 82, Remake] - sieben Kurzgeschichten in sieben Epochen, 1994 völlig verrückt und lange nie bei uns erschienen. Das HD-2D-Remake hat es endlich nachgeholt.
  77. God Hand [MC 73] - Mikamis Prügler, bei Erscheinen verrissen, heute Kultstatus. Absurd schwer, absurd albern, und das Kampfsystem ist tiefer als das der meisten Nachfolger. Zweiter Beleg auf dieser Liste dafür, dass Wertungen altern.
  78. Ghost Trick: Phantom Detective [MC 83] - vom Ace-Attorney-Macher, mit Animationen, die man heute noch anschaut. Man spielt einen Toten, der Gegenstände bewegt, und am Ende ergibt alles Sinn.
  79. 999: Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors [MC 84] - Visual Novel, die die zwei Bildschirme des DS für einen Trick nutzt, den man nirgends sonst hinbekommt. Man muss es mehrfach durchspielen, und das ist der Punkt.
  80. Undertale [MC 92] - jeder redet über den Pazifistenlauf, zu Recht. Toby Fox hat mit RPG-Maker-Optik ein Spiel gebaut, das einem das Kämpfen ernsthaft vorwirft.
  81. LISA: The Painful [-] - vermutlich das deprimierendste Spiel, das ich beendet habe, und trotzdem stellenweise absurd komisch. Die Entscheidungen kosten wirklich etwas, meistens Körperteile.
  82. OneShot [-] - ein Spiel, das aus dem Fenster ausbricht und in deinen Dateien herumfummelt. Niko ist eines der wenigen Kinder in Spielen, die man tatsächlich beschützen will.
  83. Yuppie Psycho [-] - Bürohorror mit Pixeloptik, in dem der eigentliche Endgegner die Firmenkultur ist. Als jemand aus der IT lacht man an den falschen Stellen.
  84. The Cat Lady [-] - Teil einer ganzen Trilogie von einem einzigen Entwickler, roh, hässlich und emotional brutal ehrlich. Nichts für zwischendurch, aber unvergesslich.
  85. Darkwood [OC 81] - Top-Down-Horror aus Polen, der ohne Jumpscares auskommt und trotzdem den schlimmsten Nachtwechsel der Spielegeschichte hat. Die Entwickler haben es selbst auf Torrentseiten hochgeladen, um Keyhändlern eins auszuwischen.
  86. SOMA [MC 84] - Frictional macht Horror nicht mit Monstern, sondern mit einer einzigen Frage über Identität. Der letzte Dialog beschäftigt viele Spieler bis heute.
  87. Papers, Please [MC 85] - Bürokratie als Spielmechanik, und man merkt viel zu spät, wie schnell man selbst kalt wird. Glory to Arstotzka.
  88. Portal 1+2 [MC 90 / 95] - Physikrätsel mit dem besten Comedy-Timing im Medium, und ein Koop-Modus, der Freundschaften kostet. GLaDOS ist immer noch besser als 90 Prozent aller Spielfiguren.
  89. Pikmin [OC -] - ein Rätselspiel, bei dem Gewusel noch drolliger daherkommt als bei Die Siedler.
  90. Bastion + Transistor [MC 86 / 83] - Supergiant, bevor alle Supergiant kannten. Der mitlaufende Erzähler in Bastion und die Musik von Transistor sind zwei völlig unterschiedliche und gleich gute Ideen.
  91. Die Deponia-Reihe [MC 78] - deutsches Adventure-Handwerk mit einem Protagonisten, den man eigentlich nicht mögen sollte. Daedalic am Höhepunkt, und der Humor trifft bei mir immer noch. Leider wissen wir was aus Deadalic wurde.
  92. Mafia the old Country [OC -] - Sizilien in all seiner Unreal Engine 5 Pracht. Schönes Prequel mit spannendem Finale.
  93. Ball x Pit [OC -] - sehr süchtig machender Breakout Klon mit Basenbau und eigener Identität.
  94. Factorio [OC 90] - „The factory must grow“ ist keine Werbung, sondern eine Diagnose. Als jemand, der beruflich Systeme automatisiert, ist das nicht Freizeit, sondern Rückfall.
  95. Yakuza 0 [OC 88] - das Spiel, das aus einem Prügler eine Seifenoper macht, inklusive Immobilienmanagement und Karaoke. Der Tonwechsel zwischen Drama und Blödsinn ist einzigartig. All die Arcade-Maschinen und das Japano-Setting sind die Kirsche auf der Torte.
  96. Mafia (2002) [MC 88] - Lost Heaven ist bis heute eine der stimmigsten Spielwelten, und das Rennen mit dem Bolide hat eine Generation traumatisiert. Illusion Softworks aus Tschechien hat GTA gezeigt, wie Erzählen geht.
  97. L.A. Noire [MC 89] - die MotionScan-Gesichter waren technisch eine Sackgasse, funktionieren aber im Verhör bis heute. Die Fälle der Sitte-Abteilung sind besser als die meisten Krimiserien.
  98. Trackmania Nations Forever [-] - kostenlos, sofort spielbar, und für exakt eine perfekte Runde optimiert. Ich habe mehr Zeit mit dem Neustartknopf verbracht als mit Ziellinien.
  99. Worms Armageddon [-] - der beste Grund, warum man in den 90ern zu viert vor einem Rechner saß. Heilige Handgranate, und die Freundschaft war für den Abend beendet.
  100. Cookie Clicker [-] - 153 Stunden. Ich habe keine Erklärung, ich habe keine Entschuldigung, aber ehrlich wäre die Liste ohne diesen Eintrag nicht.

So, hier ist er er, euer

Nicht vergessen schön drauf zu hauen und mich zu korrigieren :smiley: Jetzt kommt mir spontan die Idee so eines Toplist-Generators / Aggregators für Stay Forver mit Input der Foren-User :disguised_face:

//im übrigen ist die Liste sehr RPG heavy, ist mein lieblingsgerne → und auch voll mit „kaputten“ aber total liebevollen Spielen

//werde das ding noch nach mehrmaligem Durchlesen auch Editieren, ist ganz schön schwierig 35 jahre spielgeschichte in 100 Picks zu stopfen :melting_face:

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Ich finde es gut, dass so ein großes Medium wie der Spiegel die Bedeutung unseres Hobbys anerkennt, es ernst nimmt und zumindest den Versuch unternimmt, einen Kanon aufzustellen. Deckt er sich mit meiner persönlichen Meinung? Nein, aber das erwarte ich auch nicht. Schon weil ich persönliche Vorlieben habe, die viele nicht teilen und weil ich nur auf wenigen Plattformen gespielt habe und in den 90ern viel mehr als in den 26 Jahren danach.

Bei der Diskussion hier wird meinem Eindruck nach nicht beachtet, dass die Redaktion keinen Anspruch auf absolute Weisheit erhebt, sondern ausdrücklich die Subjektivität der Liste hervorhebt. Sie listen Spiele auf, „die aus unserer Sicht beste Erfahrung bieten, die man im Jahr 2026[!!!] mit Games haben kann“. Auch der historische Einfluss wurde bewusst nicht bewertet. Natürlich sind dann Klassiker aus unserer Jugend eher nicht dabei und wenn ein Remake existiert wird auf dieses verwiesen.

Ein Fehler der Redaktion ist aus meiner Sicht aber, dass sie es in der Form eines Rankings veröffentlicht haben. Das ist für einen Kanon unter den von ihnen selbst gesetzten Bedingungen unnötig und sorgt für mehr Dissenz, vermutlich auch schon bei der Erstellung innerhalb der Jury. Auch die Festlegung auf 50 Titel ist auf Dauer hinderlich und die Zahl zu klein, das hat jedoch gewiss praktische Gründe.

Am Ende finde ich wichtiger, was die Redaktion künftig damit macht und ob es einen Einfluss darauf haben wird, wie sie künftig über Videospiele berichten werden. Da bleibe ich skeptisch.

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(Hier stand Unfug.)

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Ja, der Minderwertigkeitskomplex steckt unsinnig tief. Aber lassen wir die Kirche auch mal im Dorf. Clickbait hinter einer Paywall bei einem Outlet, das keinen Schwerpunkt auf Computerspiele hat - der Widerspruch dieser Aussage dürfte einem sofort ins Auge springen. Einem Bezahlangebot sind die Klicks egal und Tiefenkompetenz vermutet da auch niemand.

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BESTE RPG JEMALS - NIEMALS wird es was besseres geben - jedem wird es gefallen.

Da mag wohl einer Bären.

Bento ist tot - lang lebe Bento!

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Danke für die Liste und für die Nennung von Shadow Hearts. War ein ganz großartiges Game.

Wenn dir das gefällt, solltest du Imho in die Shin Megami Tensei Reihe schauen.

@topic: ich möchte gar nicht vom Spiegel repräsentiert werden. Deutscher Journalismus ist nach meiner Erfahrung seit mindestens 20 Jahren eine Lachnummer. Wenn das Magazin sich jetzt angesichts eines möglichen Generationenwechsels dazu herablässt, ihren Senf zu aktuellen Spielen abzugeben, ist das an Irrelevanz kaum zu überbieten. Er nimmt sich dabei nichtmal ernst.

Es erinnert mich an die 90er, als sich Seifenopern dem Thema Rollenspiel und LARP bedient haben. Um es in den Worten von JanDelay zu sagen „Ich möchte nicht, dass ihr meine Lieder singt!“

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Nach dem Relotius Skandal haben meine Eltern und ich einvernehnlich das 30 Jährige Abo abbestellt.

Also Kunstbewertung lebt zu 99 Prozent vom Künstler. Leonardo da Vinci ist numal eine andere Hausnummer als Gustav Klimt, egal ob man das eine Werk „besser“ oder das andere schlechter findet (sprich sein Einfluss ist wesentlich größer als der von Klimt). Genauso ist es mit Goethe und Stephen King. Die meisten von uns werden lieber King als Goethe lesen, aber die Bedeutung liegt auf Seiten vom ollen Goethe. Oder gehen wir in den Filmbereich, ich schaue mir lieber einen Chad Stahelski Film an, als einen Werner Herzog, aber Herzog ist halt der „größere“ Künstler.

So eine Bestenliste wird in gewisser Weise immer „falsch“ sein, egal was man macht. Aber ist halt großartig, um Kommentarsektionen zum kochen zu bringen :>

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Ich freue mich heute schon auf die 10JK-Folge dazu! :grinning_face_with_smiling_eyes:

Was ich an der Liste sehr gut finde: die Jury hat knapp 50% Frauen. Das entspricht ja vermutlich nach allem, was wir an Studien kennen, in etwa dem Frauenanteil in der Spielerschaft, aber war natürlich über Jahrzehnte ein riesen Manko von Spielemedien, auf Leser- und Macher-Seite.

PS: ich finde es reichlich überraschend, wie brutal hier teilweise der Spiegel, oder gleich der Journalismus insgesamt, als heute eh minderwertig angetan wird. Alleine beim Spiegel arbeiten unzählige Redakteure, die ich persönlich jetzt ungern über einen Kamm scheren wollte, und auch in der Vergangenheit gab es riesen Schrott bei großen Medien (Tod Wolfgang Grams, Hitler Tagebücher, unzählige Alt-Nazis in Redaktionen nach dem Krieg).

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Mittlerweile gibt es zwei Folgeartikel. Einer davon beleuchtet, wie die Spiegel-Leser die Liste durchschnittlich umsortiert haben, der andere setzt sich mit der Kritik an der Liste auseinander:

SPIEGEL-Games-Kanon: Wie konnte der SPIEGEL nur »Monkey Island« vergessen?

Ein kurzes Zitat daraus:

Wir wollten kein nüchternes, mathematisches Ranking, sondern eines, hinter dem wir mit unseren Gefühlen und Erfahrungen stehen konnten.

Daraus haben sich naturgemäß blinde Flecken ergeben, die Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu Recht moniert haben. So hatte kaum ein Mitglied der Jury eine derart große Liebe für Aufbau- und Echtzeitstrategie, die die dürren vergangenen 20 Jahre überdauert hätte. Die »Anno«-Serie, einer der international erfolgreichsten deutschen Spieleexporte überhaupt, hätte, nüchtern betrachtet, wohl einen Platz in der Liste verdient. Ähnliches gilt für Sport- und Rennspiele (»Gran Turismo 7«), Simulationen (»Microsoft Flight Simulator«), Onlinerollenspiele (»World of Warcraft«) oder – und diese Leerstelle wurde uns am häufigsten angekreidet – Point-and-Click-Adventures.

Eine Top 50 ohne ein einziges LucasArts-Abenteuer? Ohne »Maniac Mansion« oder »Day of the Tentacle«? Und ohne einen EINZIGEN Teil der »Monkey Island«-Serie? Manche von Ihnen, so schien es, wollten uns deshalb bereits zum Fechtduell fordern.

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Danke für das Update.
Ich finde es auch gut, das SPON das Thema nicht einfach sterben lassen hat.
Trotzdem ist es halt nur eine Liste.
Ich hab Monkey Island jetzt nicht mal vermisst, aber Battle Isle oder die Siedler auszulassen? Nein, auch damit bin ich cool.
Was ich nicht mag:

Genau da bildet sich für mich die Diskrepanz: Ja, es gibt Leute aus der WASD, aber auch jede Menge SPON Casuals oder nicht Gamer. Und natürlich dürfen die ihre Liste machen. Warum sollte ich hier Gatekeeping betreiben?
Mir missfällt nur die Aufmachung. Kanon deutet einfach eine fundierte, Ultima Ratio an. Erstellt von Leuten die echt viel und seit Jahrzehnten gespielt haben. Und das ist es nicht.
Es ist: Ich frag halt mal meine acht Kumpels im Büro und wer sonst noch so rumläuft. Fertig,
Naja, zumindest wird alles von der Paywall geschützt.

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