Die Welt von Warcraft

Fand ich sehr spannend, war mir gar nicht So bewusst, daß Warcraft auch eine Handlung hat. Kenne aber nur Teil 2 und auch nur im LAN. Werde mir die Folge bei Gelegenheit nochmal in Ruhe reinziehen.

Kann mich vor Detail kaum retten, und es fehlt irgendwie das Große, Übergeordnete, um das sich Rachel wenigstens bemüht, aber das sie nicht wirklich bekommt.
Habe aber auch nur einmal Warcraft 2 gespielt, sonst nichts, auch kein WoW. Wie war denn dieser Film?

Popcorn-Kino. Mit ausgeschaltetem Hirn kann man ihn sich mal anschauen, er wird aber vermutlich bei den wenigsten auf irgendwelchen Toplisten auftauchen.

Als Warcraft-Strategiespieler fand ich ihn wenig berauschend. Thrall zu einer Moses-Figur zu stilisieren fand ich schon immer ein wenig platt. Trägt zu dem schwulstigen Gesamteindruck bei, mit dem sie versuchen Bedeutung aufzubauen.

Der Film hat mir sehr gut gefallen :slight_smile:

Ich fand ihn auch wirklich gut und sogar auf eine Fortsetzung gehofft.

@VitZim wie meinst du das mit Thrall als Moses-Figur? Soweit ich mich erinnere war der ja im Film nur als Neugeborener dabei. Ist aber auch ne Weile her das ich ihn gesehen habe.

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War vielleicht gut, das ich nicht wusste, das Warcraft ne richtige Lore hat, also hatte ich keine Erwartungen. Dachte sogar eher „Wie will man denn aus nem RTS nen Film machen? Wer braucht das? Kann das taugen?“ hab den ganz lange nicht angesehen, aber als ich es tat, dachte ich, wieso hab ich den nicht früher geschaut :sweat_smile:

Das hat der Gast aber doch auch so gesagt, oder? Grom Hellscream stirbt im Kampf gegen Mannoroth, Garrosh Hellscream reist in der Zeit zurück und tut Zeitreisedinge.

Zur Folge insgesamt: Himmel, was ein Plotdump. Wenn ich die Story nicht größtenteils schon gekannt hätte - wer weiß, ob ich da so mitgekommen wäre. Ich fand es nicht schlecht, versteht mich nicht falsch, aber hier und da wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, den Detailgrad etwas herunterzuschrauben. Warcraft 3 lässt sich zum Beispiel sehr gut erst einmal zusammenfassen mit „Ein Prophet warnt vor der Invasion durch die Brennende Legion. Die Orcs brechen unter ihrem Kriegshäuptling Thrall zum westlichen Kontinent auf, die Menschen glauben dem aber nicht. Der Menschen kämpfen gegen eine Untoteninvasion, wobei der Menschenprinz Arthas diesen Kampf zunehmend fanatisch führt und letzten Endes durch ein verfluchtes Schwert dazu gebracht wird, die Seiten zu wechseln. Die Orcs treffen in Kalimdor auf Nachtelfen und bekämpfen diese erst, letzten Endes wehren sie die Dämoneinvasion aber ab, indem sich Elfen, Orcs und Menschen verbünden.“

Oder so. Ich persönlich finde es immer etwas einfacher, die ganzen Details zu schlucken, wenn ich vorher schonmal weiß, wo die Reise hingeht - „Okay, Menschen werden von Untoten heimgesucht und Menschenprinz wird böse, jetzt bin ich aufnahmefähig. Woher kommen die Untoten? Wie wird der genau böse?“. Dieser Wirbelwind von Namen ist immer etwas schwierig zu verstehen, gerade in so einer komplexen (und ziemlich verworrenen) Geschichte, wo sich viele Namen ehrlicherweise auch genausogut durch Rollenbeschreibungen („Der Obernekromant“, „Der Prophet“, „Der Kriegshäuptling der Orcs“) ersetzen lassen.

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Das kam glaub ich von mir.

Kleines Kind, das im Körbchen auf dem Fluss ausgesetzt wird, schlägt beim Bibelkenner sofort an. Wenn man das dann noch mit Thralls späterer Rolle kombiniert, dann wird er mehr als offensichtlich gleichgesetzt mit Moses, der das Volk Israel aus der ägyptischen Versklavung in sein neues Zuhause geführt hat. Nur ist das halt alles andere als subtil, sondern einfach stupide kopiert.

Ja stimmt, das warst du.

Mich persönlich hatte das bei Warcraft 3 nicht gestört. Ich hatte bei Thrall eher Vergleiche zu den amerikanischen Ureinwohnern gesehen, aber die Moses Analogie passt da wahrscheinlich sogar besser.
Was aber generell bei der Zusammenfassung raus kam, war das hier ein wilder Mixup vieler Religionen (sowohl poly als auch monotheistische) sowie ein Prise Tolkien hier, ein bissl Lovecraft dort. Ich konnte auch nicht allen Aspekten des Podcasts hier folgen, aber ich denke ich habe da wenig eigenes raus gehört. Was natürlich auch schwierig ist bei einem Franchise was 1993 entstanden ist. Da war ja alles schonmal da. Und am Ende muss der Überbau ja auch hauptsächlich für die Spiele funktionieren, da ist dieses stumpfe Kopieren nicht so schlimm.

Ne. Bei 1:15:25 z.B. erzählt er, dass Grom Höllschrei einen Sohn hat, Grommash Höllschrei. Und das kommt später noch ab und an vor. Is nix großes, ne simple Verwechslung und bei der Masse an Infos auch echt zu verzeihen… aber ich bin trotzdem jedesmal zusammengezuckt. :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Lore wirkt leider sehr Marvel. Ich war zwar schon komplett zu Burning Crusade-Zeiten bei WoW raus und habe nie wieder einer WarCraft angefasst - aber die Art und Weise wie Blizz das ausgebaut hat geht für mich gar nicht klar.

Frage mich ob dieser ganze Multiversum-Quatsch immer notwendig ist (gefühlt findet das aktuell in Mainstream-Dingen ja überall / ständig statt) - sowas macht man doch nur wenn einem keine guten Figuren oder Stories einfallen und ist einfach so hart Comicbooks - scheinbar dann auch mit den gleichen Problemen wie selbige, nämlich das es keine echten stakes mehr gibt und am Ende einfach alles egal ist weil Wiederbelebungen und Zeitreisen möglich sind - macht einen Großteil der US-Comics vollkommen uninteressant. Hatte bei den Ausführungen im Podcast jedenfalls mehrfach so richtig das Gefühl das diese ganze „neue“ Lore irgendwie schrecklich uncool ist - nach Arthas kam scheinbar wirklich nichts mehr.

Aber vielen Dank an die beiden Podcaster, das in so verdichteter Form mal erläutert zu bekommen ist echt super.

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Ich habe nach 15 Minuten Monolog leider geistig abgeschaltet, ich bin zwar noch nicht durch und hoffe auf mehr Details zum „Leben in der Welt“

Hm…ich hab mich mit der Folge irgendwie sehr schwer getan. Wie ja hier und da schon mal festgestellt, ist das dem Format und den Gesprächspartnern geschuldet.

In diesem Falle war der Gast zwar offenbar extremst lore-kundig, aber die Druckbetankung aus völlig überfrachtetem und teils schon sehr flach abgekupfertem Hintergrund war dann gar nicht meins. Was mich dabei besonders verwundert hat: Ich hab alle regulären WC-Teile samt Add-on sowie WoW bis Beginn von Burning Crusade gespielt. Komischerweise ist mir dabei nie so recht aufgefallen, wie uninspiriert die ganze Geschichte ist.

Das hatte zur Folge, dass der bewundernswerte Enthusiasmus des Gastes für die Welt von Warcraft zunehmend in Ablehnung gegenüber selbiger meinerseits umschlug. Diese ganzen Schnauzbart-zwirbelnden Cartoon-Bösewichter, hinter denen immer noch einer mehr steht, die Menge an superlativen Charakteren und Mächten, diese ganze wild gewachsene Kosmologie…junge, junge. :confused:

Alles in allem wurde die Folge für mich zunehmend unzugänglicher und während manche „Die Welt von“-Folgen gern noch interessante Aspekte zur Genese der Welt, ihren Schöpfern und Wissenswertem drumherum liefern, blieb es beim Lore Dump.

War leider nicht meins und dabei hatte ich grad zu Warcraft iwie mehr erwartet. Naja…aber WC 2 und insbesondere 3 finde ich dennoch tolle Spiele, auch gerade durch die Art, wie sie im Medium Videospiel zu ihrer Zeit erzählt haben.

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Der Podcast könnte 10 Stunden lang sein und käme nicht „durch“; dafür ist in den letzten >20 Jahren zuviel passiert.
Im speziellen die meisten Bücher (und hunderte Nebenquests in WoW) geben extrem viele Einblicke in die Welt - sofern man sich dafür interessiert.
Für einen ganz, ganz groben Überblick haben die Sprecher das schon ok’ish erfasst.

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Naja, das Argument „Da gibt’s jetzt einfach zu viel Material“ würde ich hier mal nicht gelten lassen. Was sollen denn dann die Folgen zu Star Wars, D&D/Forgotten Realms, Battletech etc. sagen, die länger bestehen, noch mal drastisch mehr Content mitbringen und dennoch über den generellen Lore Dump hinausgekommen sind.

Ich denke, bei den „Welt von“-Folgen geht’s weniger um einen vollständigen Lore-Deep Dive, sondern viel eher darum, den Look & Feel sowie eben die Genese der Welt und eine Meta-Einordnung der verhandelten Themen zu bedienen. Zumindest sehe ich das subjektiv so. Genau das machen viele Folgen gut und diese vielleicht für den einen oder anderen Hörer hier eher anstrengend (auch meine subjektive Meinung^^).

Wie so oft ist es aber auch völlig okay, das nicht alles für jeden passt - manche mögen’s, manche nicht (so sehr). Für mich bleibt’s hier besonders komisch, weil mich die Folge per se in ihrem Aufbau nicht abgeholt hat und ich gleichzeitig son bissl für das Thema Warcraft verprellt wurde, weil mein generell positives Bild der Welt mit all den Informationen eher … hm … beschädigt wurde. War einfach unerwartet. :confused:

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Ich hab ja das Gefühl, das liegt tatsächlich eher an der Story wie sie in World of Warcraft erzählt wird als an der Folge. Fand ja auch schon die Retcons die Warcraft 3 reinbrachte eher fragwürdig, dass alle Orks dämonenkontrolliert waren kann man so aus Warcraft 2 ja auch nicht rauslesen.

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Grom ist nur die Kurzform von Grommash, der Sohn heißt Garrosh. Aber wie konsequent er die zwei Namen verwechselt hat, hat mich doch gewundert…
Später hat er auch das Storytelling in Warcraft 1 bis 3 gelobt, und dann nur Beispiele aus 3 geliefert. Das Storytelling in Wc1 und WC1 mag damals noch OK gewesen sein, nach heutigen Maßstäben ist sie aber arg wenig. Es gab doch nur die diese vorgelesenen Texte vor jeder Mission und am Ende eine 3D-Cinematic? Das wurde erst in StarCraft wirklich gut und WarCraft 3 hat das noch weiter ausgebaut.

Ich bin mit WarCraft 3 zum Franchise gekommen und haben dann die beiden anderen nachgeholt - wobei WarCraft 1 nur kurz, weil das kann man heute nicht mehr spielen, dafür ist die Bedienung zu altbacken. WarCraft 2 ist zwar auch nicht wirklich komfortable, gerade die Wegfindung, aber hat Mindeststandards, die ich heute noch aushalten kann. WarCraft 3 ist natürlich immer noch ein großer Klassiker, auch wenn Reforged kein gutes Remaster war, da steckt immer noch ein sehr gutes Spiel darunter. Ist nur etwas teuer.
Ich habe auch einige der Romane gelesen, wobei ich gerade einige ältere und die von Richard Knaak nicht mehr lesen kann. Die sind zu einfach gestrickt und konzentrieren sich zu stark darauf, sie ausgiebig und detailliert die Kämpfe und Schlachten zu beschreiben. Das können andere Autoren nuancierter. Deshalb habe ich mich kürzlich von fast allen getrennt, was noch Geld gebracht habe verkauft, den Rest bekommt ein örtlicher Verein bei seiner nächsten Altpapier-Sammlung. Einiges habe ich als ebooks aus Bundles von Humble, die auf meinem Tolino laufen. Wenn ich mal wirklich die Muße dafür haben sollte…

World of WarCraft habe ich auch gespielt, bis Battle for Azeroth mich gebrochen hat. Weil aus dem versprochenen „Allianz vs. Horde“ doch sehr schnell wieder ein „wir zusammen gegen das eine große Übel“ wurde. Und das Muster, dass der Obermotz aus Addon X nur eine Marionette von Obermotz aus Addon X+1 ist. Ich habe auch den Eindruck, dass Blizzard nur bis Warth of the LIch King geplant hatte, weil danach dieser Bruch kam. Und die Pantheon-Geschichte stammt wohl zum Großteil von Alex Afrasiabi, der wohl auch ein Frontmann der Fratboy-Kultur bei Blizzard war und deshalb mittlerweile gehen musste. Aber allgemein wurde mir das zu abstruß, spätestens nach Legion, das finde ich das letzte, was Lore-Technisch noch ging. Und die endlosen Retcons, ich meine, wenn selbst die Chronicles-Bücher, die als das Standard-Werk gelten sollten, bereits schon teilweise nicht mehr stimmen, da ist überhaupt keine Kontinuität drin.

Ich bin auch bei den neue skeptisch, auch wenn Metzen wieder da ist. Als Blizzard das letzte mal gesagt hat „wir haben eine Story, die ist so episch, die müssen wir in mehrere Spiele aufteilen“, kam StarCraft 2 heraus - und gerade die übergreifende Hybriden-Story war so ein Quark und nicht unähnlich zu dem, was in WoW passiert ist (und mit einigem gebrochen hat, was in Broodwar etabliert wurde, nur um eine extrem kitschige Love-Story zu erzählen). Deshalb beobachte ich das von der Seite, aber nicht mehr.

Ist mir klar, er hatte es halt so gesagt.

Geht mir leider ähnlich. Wobei das ja nicht unbedingt Schuld der Folge ist, sondern der Weltenbau da einfach ziemlich flach und stereotyp ist.

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So, wie du es bist beschreibst, erging es mir bei der Pokemonfolge. Ich würde ja behaupten, dass ich im Leben schon schwierigere Sachen verstanden habe, aber ich habe da völlig den Faden verloren und nichts mehr gerafft. Für Menschen, die keine „Vorbildung“ oder nur die Podcastfolge zum Spiel kennen, scheint mir das Format nicht geeignet, aber die können vielleicht auch nicht die Zielgruppe eines solchen Unterstützer:innenformats sein.