Dreams in the Witch House

Dreams in the Witch House ist ein Point-and-Click-Adventure mit leichten RPG- und Survival-Elementen, basierend auf der Horrorgeschichte von H. P. Lovecraft von 2023.

Nicht wundern, ich bin jemand, der mit Spielen fast immer spät dran ist. Auf diese Weise kann ich auf Angebote warten und meine Hardware länger nutzen. Zudem muss ich vermutlich gerade in der Stay Forever Community keine Lanze für das Spielen älterer Spiele brechen. :wink:

Ich habe mit dem Spiel wohlgemerkt gerade erst begonnen und wenige Tage (auf Easy) gespielt. Ich bin auf Anhieb ziemlich begeistert. Man merkt dem Spiel eine gewisse Treue zum Ursprungsmaterial an, wobei es sich keineswegs allzu linear gibt. Es ist also kein Spiel, bei dem man sich von aus dem Buch bekannter Szene zu Szene klickt, sondern es gestattet gewissen Freiheiten und ergänzt zum Genre passende Puzzle und Rätsel.

Da ich wie gesagt gerade erst angefangen habe, wäre es schön, Spoiler unkenntlich zu machen. Dafür gibt es hier ja scheinbar eine Forum-Funktion, die ich gleich mal testen möchte:

Ich fand es direkt schauerlich, wie in der ersten Nacht, in der man nicht durchschlafen kann, Brown Jenkin erscheint, begleitet von einem schauerlichen Musikstück. Auch ist mir schon eine unheimliche alte Frau auf der Straße begegnet, was ein Foreshadowing auf Keziah Mason sein könnte. Wenn das so weitergeht, hat das Spiel echt Potential.

Wer hat das Spiel gespielt oder spielt es gerade? Wie hat es euch gefallen und habt ihr gute Tipps? :slightly_smiling_face:

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Ich habe es damals gespielt und mir hatte es gut gefallen. Zwar bin ich zunächst über den Genremix gestolpert, hab dann aber bemerkt, dass mir das Spiel u.a. genau deswegen lange im Kopf geblieben ist. Auch findet es in meinen Augen einen schönen Zugang zu Lovecraft-Geschichte, der aber dennoch genügend Freiheiten bietet.
Für die dLG habe ich damals eine kurze Kritik verfasst: Lovecrafter Online – Computerspiel-Rezension: Dreams in the Witch House - Deutsche Lovecraft Gesellschaft

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Hallo Rahel, vielen Dank für deine Antwort und den Link zu deiner wirklich lesenswerten Kritik, der ich mich so nur anschließen kann. Ich habe mittlerweile weitergespielt und „fürchte", beim ersten Mal auch zu scheitern. Wobei es ja nun mal ziemlich lovecraftesk wäre, als „Held“ einer Lovecraft-Erzählung entweder tot oder wahnsinnig oder beides (in beliebiger Reihenfolge) zu enden. :wink:

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Danke! Habe schon eine Weile überlegt, welches Point’n’Click Spiele Open World Elemente hatte. Jetzt weiß ich’s wieder.

Ein Pixel-Arkham zu erkunden klingt spannend, leider bin ich kein großer Freund der Kurzgeschichte und Antagonisten, die Brown Jenkin heißen, kann ich nicht ernst nehmen :laughing:

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Keine Sorge, die Geschichte umfasst noch weitere Themen und Handlungen aus anderen Cthulhu-Mythos Geschichten. So bin ich zum Beispiel schon einem Elder Thing begegnet. Kein Wunder bei all den Berge des Wahnsinns Anspieungen zuvor. :wink:

Was mir Träume im Hexenhaus als Geschichte deutlich zugänglicher gemacht hat, war die herausragende atmosphärische Lesung von David Nathan (Synchronstimme von u. A. Johnny Depp und Christian Bale). Die Geschichte ist Teil dieser Sammlung von LPL records:

Hör dir Jäger der Finsternis von H. P. Lovecraft auf Audible an. https://www.audible.de/pd/B004V6M8YK?source_code=ORGOR69210072400FU

Ich stelle mir Brown Jenkin als eine Art pervertierten Familiar vor. Normale Hexen haben eine schwarze Katze, die alte Keziah hingegen hat einen bösartigen Menschen in einen widerlichen Rattenkörper gebannt. Ziemlicher Horror, wie ich finde, und durchaus erklärbar damit, dass Lovecraft ein Katzennarr war, der auf Katzen nichts kommen ließ. :cat_with_wry_smile:

Das Spiel hatte ich auch mal angefangen und die Survival Mechaniken famos unterschätzt. Als Schwierigkeitsgrad hatte ich schwer gewählt, im Nachhinein ein Fehler. Das hat die Motivation so gekillt, dass ich es nicht weitergespielt habe.
Ich habe zwar auf normal nochmal neu angefangen, aber da fühlte es sich schon wie Arbeit an.

Atmosphäre und die frischen Ideen fand ich schon gut, aber es kam mir sehr schikanös vor, was dem armen Jungen (somit mir als Spieler) so alles entgegen geworfen wird.

Besonders frustrierend fand ich z.B., dass die Ratte die Holzlatte wieder wegfuttert und dass man die Ohrstöpsel jedes Mal neu kaufen muss nach einmaligem Gebrauch. Von der Geldnot ganz zu schweigen.

Für mich fehlte im Endeffekt der Spaß beim Spielen.