Gaming-Reisetipps für Japan (Kyoto, Tokyo und Osaka)

Wir starten dieses Jahr nach Japan. Einige Stationen sind schon eingeplant: Pokepark, Universal Studios, Pokecenter, Nintendo Museum… hat noch jemand gute Tipps? :slight_smile:

2 „Gefällt mir“

Ghibli Museum:

Zwar kein Gaming, aber wenn man nur etwas für Anime übrig hat, ein schönes Erlebnis den Tag dort zu verbringen. Achtung: Tickets sind nur begrenzt für Ausländer verfügbar und müssen weit vorher gebucht werden.

8-Bit Café Tokyo:

Als ich 2008 in Japan war, war das unsere Stammkneipe. 2016 war ich das letzte Mal dort, aber die Kneipe gibt es auch noch. Man trifft auch immer mal Ausländer dort. Ist jetzt also nicht ganz geheim.

16 Shot Tokyo:

Ebenfalls 2008 die zweite Stammkneipe. Immer abwechselnd mit dem 8-Bit Café. Sehr klein. Also es gibt einen Tresen, eine Couch mit Glastisch Arcade und ein WC mit 382637 Visitenkarten. War ebenfalls 2016 zuletzt dort drin. Man trifft doch auch ab und an welche aus der Branche. Also zumindest konnte ich mit einem Sega Mitarbeiter und einnem Komponisten von Grashopper Studio quatschen. Der Sega Mitarbeiter hat uns dann sogar zu Sega ins HQ eingeladen.

https://www.16shots.jp/ > gerade gesehen, dass sie 2020 umgezogen sind.

Ansonsten halt die üblichen Verdächtigen wie das Super Potato Akihabara und das Yodobashi-Akiba (wobei das Videospieltechnisch nicht so interessant ist).

Ich füge zum 8-bit Café und das 16 Shorts später noch ein paar Bilder ein.

3 „Gefällt mir“

Cool, viel Spaß. Waren 2019 da, der Urlaub meines Lebens. Kann dir Super Potato in Akihabara, Tokyo, empfehlen, der Retro Gaming Laden schlechthin.

1 „Gefällt mir“

Ich hab in Japan mehr non-gaming Sachen gemacht, da du damit in Akihabara etc. damit eh zugedonnert wirst.
Nimm auf jeden Fall ein Onsen mit. Kurama würde sich auf deiner Route anbieten. Je nach Körperschmuck, müsste man halt vorher die Einlassbedingungen prüfen.
Und mal ne Lektion in Kyudo buchen lohnt sich auch.

1 „Gefällt mir“

Vielen Dank für eure Tipps, ist alles mit aufgenommen :slight_smile: Für das Onsen machen wir einen Stopp am Lake Biwa :slight_smile:

Auch ich plane dieses Jahr mit der Familie eine Reise dorthin. Da sind aber wegen der Kinder die Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Zwei interaktive Stationen (nicht wirklich Gaming) würde ich hier teilen wollen. Letzteres soll wohl auch dieses Jahr nach Hamburg kommen.

und

Ich bin gespannt, auch wie meine beiden 5-jährigen das auffassen werden.

1 „Gefällt mir“

Oh ja, die Teamlabs stehen auch schon auf unserer Liste. Es gibt sogar noch weitere in Kyoto und Osaka! Aber vermutlich werden wir nicht alle schaffen. Trotzdem schon mal meinen größten Respekt davor, die Planung inkl. Kinder durchzuführen, bin schon für uns als Paar halb verzweifelt :slight_smile:


Das erste mal als Reiseplanungs-Software „stippl.io“ genutzt. An manchen Stellen noch etwas sperrig, aber durchaus schon brauchbar :slight_smile:

Die Reiseplanungs-App schaue ich mir mal an. Im Moment mache ich das mit Google Maps Listen und Tabellenkalkulation. Daher ein sehr guter Tipp.

Auch, dass es ein teamlab in Kyoto gibt. Denn das “Kinderprogramm” dort ist bislang sehr überschaubar…

Bei uns ist es noch verschärfter, da Japan “nur eine kurze Stippvisite” ist. Die Reise geht von Australien über Neuseeland, Japan, Südkorea, Thailand in den Oman. Insgesamt 4 Monate (letzte Elternzeit bevor die Kinder in die Schule kommen). Seit Dezember bin ich in der Reiseplanung, und jetzt geht die Bucherei los. Japan wird da noch kostentechnisch die größte Herausforderung. :grimacing:

Dann schau dir die App auf jeden Fall an - ich denke du kannst das damit recht übersichtlich planen inkl. aller Transfers, Flüge, Hotels und Sehenswürdigkeiten :slight_smile:

1 „Gefällt mir“

Mir hat damals auch diese Seite hier sehr geholfen, was Etikette, Bezahlung, Bahnfahren etc. angeht: https://wanderweib.de/

2 „Gefällt mir“

Die Liste der Tattoo-freundlichen Onsen deckt sich mit meinen Erfahrungen. Daher hatte ich auch explizit Kurama empfohlen. Ich finde es liegt nochmal schöner in den Bergen als der goldene Pavillon.
Das war bisher aber meine einzige, große Hürde in Japan. Die Basics zum Verhalten (Geld in das Schälchen, Stääbchen sind nicht zum Aufspießen da, etc.) bekommt man eigentlich ziemlich gut hin, wenn man sich gut benimmt und logische Schlüsse zieht: Bist du in der Bahn in einem Wagon voller Frauen und alle starren dich an, bist du wohl in einen Frauen-only Waggon eingestiegen.
Einzig schwierig fand ich immer die „Koberer“ in den Amüsiervierteln. Aber das gleiche Problem hast du auf der Reeperbahn auch. Da ist die Kohle schneller weg, als du gucken kannst. Aber auch da hilft logisches Denken. Daheim ist deine rechte Hand deine Freundin, aber in Japan stehen plötzlich 4 bis 5 Maids auf dich? Eher nicht. Nur dass in JP halt schon für eine Umarmung oder Drücken Gebühren erhoben werden.

Ok, aber es ist ja nicht verkehrt sich vorher zu informieren, oder? Z.B. wusste ich nicht, was die Suica Card ist. Und so einfach ist das auch nicht mit dem “sich einfach benehmen”, z.B. kannst du dich schon ins Aus schießen, wenn du an einen Schalter gehst, bevor die Person dahinter dich aufgefordert hat, was ja nun mal nichts Verwerfliches ist. Da kommt auch nicht mehr mit Entschuldigen raus, hab ich schmerzhaft erfahren müssen. :sweat_smile:

Reiseplanung? Nur mit Lonely Planet Büchern und Post Its :pinched_fingers:

Nein, alles gut. Es spricht absolut nichts gegen sich informieren. Gilt ja fast für jedes Land. Aber Japan ist jetzt auch nicht so viel anders, als andere Länder - es wird nur gern so gesehen.

1 „Gefällt mir“

Was war die Konsequenz, als du zu zeitig an den Schalter gegangen bist?

Ich hatte immer das Gefühl, dass die Japaner bei Ausländern gnädiger sind. Ich war 2008 in einige “Fettnäpfchen” getreten, doch wurde uns immer geholfen, bzw. entgegnete man uns immer (gespielte) Freundlichkeit. Wobei es auch stark mit dem Kontext zusammen hing. Selbst der Polizist, der mir betrunkenen geduldig den Weg zum Hotel zeigte / erklärte war mega freundlich und zuvorkommend. War damals auch in der Pre-Smartphone hilfreich, dass in den Polizeihäuschen Karten mit eingezeichneten Hotels Auslagen xD

Japaner mit denen wir außerhalb einer Dienstleistung zu tun hatten, verhielten sich fast wie hierzulande. Nur das Lügen bei Fragen empfand ich immer als extrem nervig. Aber jetzt mit Smartphone in der Tasche muss man ja im Prinzip niemanden mehr etwas fragen.

Noch eine kleine Anekdote zum Thema japanische Lebensart. Wir haben mit welchen von Milesstone (Chaos Field, Karous) gegessen und hatten kurz vor dem Auseinandergehen bezahlt. Die Japaner wollten jedoch bezahlen und es ging hin und her. Letztendlich gab ein Japaner einem Kumpel die Jacke als Dankeschön (“es ist auch recht kalt draußen”). In der U-Bahn Griff der Kumpel dann ich die Tasche und da war noch das Geld von Essen drin. Ist schon alles sehr strange das Völkchen xD

Als ich 2016 erneut in Tokyo / Kyoto war (dieses Mal mit meiner Frau), empfand ich alles weltoffener und westlicher. Keine Ahnung, ob das nur Einbildung war, oder ob sich in den Jahren dazwischen alles annäherte.

1 „Gefällt mir“

Bei dem Schalter wurden wir sehr kühl und abweisend behandelt, das war sehr offensichtlich. :sweat_smile:

Wir waren 2019 da und ich hab es auch eher als weltoffen empfunden, bin auch gut mit meinem Minimal-Japanisch + Englisch durchgekommen, zumindest in Tokyo und Kyoto. Aber auf dem Weg Richtung Koyasan wurde ich am Schalter mit “Japanese only” abgekanzelt und keines Blickes mehr gewürdigt. :expressionless_face:

Aber das wurde in Kyoto von einer unglaublich selbstlosen Japanerin wieder wettgemacht: wir waren völlig lost und haben unser Hostel nicht gefunden, da hat sie uns prompt 20 min durch Kyoto geführt, sich durchgefragt und uns bis zur Schwelle des Hostels gebracht. Nachdem wir uns bedankt hatten, kamen mir echt die Tränen. :smiling_face_with_tear:

1 „Gefällt mir“

Waren November 2025 das 2. Mal in Japan. Elektronik kaufen bei biccamera oder oder yodobashi. Durch den schwachen Yen (0,56 € für 100 Yen) und Rückerstattung der Mehrwertsteuer von 10% (Einkäufe über 5000 Yen, Pass beim Kauf erforderlich!) Ersparnis ca. 20-30% gegenüber Europa. Vorher recherchieren, was genau man kaufen will, sonst erschlägt einen das Angebot. Habe mir eine Insta360 ActionCam geholt, als Beispiel (Einfuhrfreibetrag von 430€ beachten).

Wir waren das erste Mal in Osaka. Schon anders als Tokio, relaxter. Noch mehr gewöhnungsbedürftig in Osaka im Vergleich zu Tokio, wieviel unterirdisch verläuft (klar, U-Bahn, aber ganze Shopping-Malls), wahrscheinlich, weil es im Sommer schwülheiss ist, macht die Orientierung nicht leichter (GPS ?)

Suica (Pasmo) Card ist Pflicht. Würde die normal Karte empfehlen, nicht die TouristCard. Hatte meine von 2019 wieder dabei, problemlos weiterverwendbar. Kann man auch zum Bezahlen in Konbinis nutzen.

Man kommt mit englisch/translation App gut durch. Dennoch würde ich empfehlen zumindest Hiragana/Katakana zu lernen. Geht gut über ne App auf dem Handy, statt doomscrolling, wenn einem langweilig ist. Katakana ist im Gaming-Bereich hilfreich, weil Fremdwörter in dieser Schrift geschrieben werden, z.B.: ni yu ge mu ニューゲーム. Wir haben 2019 vor der Reise 3 Monate Privatstunden genommen, so extrem muss man nicht sein, ist aber hilfreich in einem grossen unübersichtlichen Einkaufszentrum auf japanisch fragen zu können, wo die Toilette ist ( die ältere Angestellte hat mich angeguckt, kurz überlegt, ob sie mir das erklären soll und mich dann einfach an der Hand genommen und hingeführt )

Gepäcktransport haben wir 2025 erstmals ausprobiert, günstig und funktioniert perfekt (Yamato transport)

Wenn man eh am Flughafen ist, checken ob der Flug nicht günstiger ist als mit dem Zug zu fahren. Über GoogleFlights suchen. Flug Tokio-Osaka kam auf 75€ one-way (JAL mit Aufgabegepäck)

Shinkansen sind superpünktlich, wenn man mit der Diesel-Lok über die Berge fährt, kann es schon mal ne halbe Stunde Verspätung geben.

Onsenbesuch ist ein muss. Die ganzen Angelsachsen auf ihren Webseiten haben ein Problem mit Nacktheit. Ist wie bei uns Saunaetikette, wasch Dich, nerv nicht.

Und, wenn Du es mal richtig krachen lassen willst, lass Dir Ringe von Hand schmieden (mokumeganeya.com, Ginza, Tokio) Hat mich meine Frau hingeschleppt, hat sich aber gelohnt.

Zum Reisen ist Japan entspannt. Lässt Du Deinen Geldbeutel liegen, wird er Dir hinterhergetragen usw. . Alles funktioniert, wenn es in der vorgegebenen Schiene läuft, 1 mm daneben wird schwierig, improvisieren ist nicht. Lächeln , höflich bleiben , nochmal fragen, klappt manchmal.

Abschliessend: ein Goshuin Buch ist ein schönes Souvenir , kann man in jedem Tempel kaufen und dann bei jedem Tempel Kalligraphie und Stempel eintragen lassen (500 Yen üblicherweise)

So, das ist jetzt alles, was mir spontan einällt :wink:

4 „Gefällt mir“

Danke für die vielen Rückmeldungen und Tipps, das hilft wirklich sehr :slight_smile:

1 „Gefällt mir“

Die gibt es inzwischen auch als App. Kann man also schon vorher holen und muss sie nicht am Flughafen „aufsammeln“. Auf Android wollte die App damals nicht, da war ich dann froh noch ein iPhone von der Arbeit hatte.

1 „Gefällt mir“

Die lief zum Glück direkt über Apple Wallet, genau wie in San Francisco mit TAP :slight_smile:

1 „Gefällt mir“