Gunnar zu Gast bei einem Literatur-Podcast

Kurze Info:

Ich war neulich zu Gast bei „Auf ein Buch“, einem veritablen Buchpodcast, und hatte viel Spaß beim angeregten Gespräch über Erzählformen in Videospielen.

Am Ende lasse ich mich sogar zu ein paar Buchtipps hinreißen.

Die Folge gibt es bei Spotify und in allen Apps. Shownotes und Webplayer hier:

5 „Gefällt mir“

ICH habe die Folge gehört und fand das wirklich gar nicht uninteressant, geduckt habe ich mich beim Ausritt, daß Spiele keine Kust seien und die Diskussion darum überhaupt quatsch… und ich Doofmann habe neulich noch zur Fragenfolge die Frage geschickt, welche Spiele denn nun ins Museum neben die übliche und etablierte Kunst gehören… naja, ist dann auch schon beantwortet, check!

allerdings… ich bin nicht ganz durch, denn nicht umsonst sind (#)pixelart, in alten Magazinen die Seiten „Pixelpracht“ oder nicht wenige Bücher im Stayforever-Shop beliebt.
Okay, es sind teilweise vom Spiel gelöste Bilder, teils neue Bilder, teil Bilder, die im Spiel nie so gesehen oder wahrgenommen werden, vielleicht ist der Akt des Herauslösens und Fürsichstellens des Bildes nicht unerheblich.
Vielleicht gehört auch Distanz und tatsächlich die Trennung von Spiel und bewußt separat betrachteter Ästhetik ein Moment, in dem „Kunst“ geschaffen wird.
Simples Beispiel: eine Cobra (MK III… was flog man noch?) und eine Coriolis-Station vor schwarzem Hintergrund… für mich schon Kunst, vielleicht auch nur ein Schlag mit dem mächtigen Hammer „Nostalgie“ auf den Schädel, aber für mich ein Moment wie das schwarze Quadrat von Malewitsch.

Ich sehe sogar wahnsinnig gerne einen schlicht doof simplen Textbildschirm von Zork, der HAT eine Ästhetik, dabei wird er heute nicht einmal mehr in Z-Interpretern original dargstellt und auf welchem Bildschirm mit welcher Schrift und welchem Farbschema ist auch original, aber das Zusammenspiel aus trotzdem Farbschema, Prompt, Eingabe, Antwort, da entsteht etwas… egal!

Ich fand Deine Darstellung des Themas aber nachvollziehbar und gut, natürlich braucht es viel, damit ein Spiel „Kunst“ ist, wie bei jedem Buch, jedem Bild, jedem Gebäude, da muß was zusammenkommen und es ist sooo viel keine „Kunst“ und muß es das überhaupt oder ist nicht vielleicht das Gebäude das bessere, das KEINE Kunst ist, vielleicht läßt es sich viel besser und mit mehr Freude bewohnen, vielleicht ist es sogar überall, wo es das soll, dicht.

Aber hin und wieder, also das ein oder andere Spiel… eines Tages, möchte ich doch, daß Elite neben dem David auf seinem eigenen Podest steht :wink:

„Piranesi“ habe ich übrigens auch gelesen, das hat mir riesiggut gefallen, ein sehr angenehmes Maß an zunächst undurchsichtiger Versponnenheit, später eine Auflösung, die ein angenehmes Maß an Logik beinhaltet, ohne alles bins ins Öde auszuformulieren, eine wundervolle Atmosphäre, für mich sogar ein Pageturner, ich war durchgehend gespannt auf den Fortgang, schöne Bilder, alles schön dran, am Buch.

PS aka achja: mein erster Beitrag im Forum, ich habe mich von der Werbung im „Wo wir stehen“ mal einsammeln lassen…

Ergänzung: während ich noch drüber nachdenke, fällt mir auf, daß ich eigentlich nur über Ästhetik der Optik also visueller Kunst schreibe, gar nicht vom Spiel als Ganzem, also nur vom schönen Umschlag und den DREI FARBIGEN Lesebändchen und dem tollen Cover und der gelungenen Schriftart und dem Papier beim Buch, aber ÜBERHAUPT nicht von der Geschichte, vielleicht im Vergleich noch von der Schönheit der Sprache, aber vielleicht ist die Geschichte voll doof.
oookay, habe ich überhaupt schon mal ein Spiel erlebt, daß INSGESAMT den Anspruch an „Kunst“ erfüllt…?

laßt mich mal eben, ich grübele…

Splatoon… vielleicht :wink:

Der Podcast hat mich hierher geführt. Ich hatte „Stay Forever“ schon ein paar Mal bei Spotify gesehen, konnte aber irgendwie nichts damit anfangen.
Jetzt höre ich mich durch die alten Folgen durch…

2 „Gefällt mir“