Gunnars (unvollendete) Reise zu besseren Tools und weniger Plattform-Abhängigkeiten

Am Rande: Meine Tochter, die nie ein anderes System als Windows auf einem Laptop gesehen hat, musste neulich den Laptop wechseln. Ich hab ihr angeboten, den alten Laptop der Mutter zu übernehmen, den ich ihr neu aufsetze.

Sie: So wie bei dir?
Ich: Hu?
Sie: So wie auf deinem PC?
Ich: Ah, meinste Linux?
Sie: Hm.
Ich: Klar, ich spiele gern ein cleanes Linux drauf. Geht aber auch Windows, wenn dir das lieber wäre.
Sie: Passt schon.
Ich: Also Linux?
Sie: Ja.

Okay, ein glühendes Bekenntnis sieht anders aus, aber hey, ich musste sie nicht mal überreden. Microsoft hat das ganz allein geschafft, eine potenzielle Neukundin zu vergraulen.

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Perfekt, danke MS! Hast Du sie in Deine Reise eingebunden oder wie kam sie auf die Idee?

Das ist wichtig als Altersvorsorge. Bisher sind meine leider Computer uninteressiert, so dass sie mir im Altersheim das Update auf der Brainschnittstelle nicht einspielen können. Aber vielleicht kann Deine Tochter das für Dich machen, wenn wir so alt sind dass wir nichts mehr von dem komischen neumodischen Zeug verstehen.

Ist egal, wo der Ordner liegt.

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Gab keinen Anlass, aber dass ich mich versuche, von Firmen zu lösen, die aus einer marktbeherrschenden Stellung heraus durch systematische Verschlechterung und Verteuerung von Produkten mein Leben schlechter machen, ist ihr natürlich nicht verborgen geblieben. Und im Falle von Windows konnte sie das natürlich auch selber easy sehen.

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Hat deine Tochter dann auch Bazzite drauf oder eine andere Distro?

Mein Sohn (10) lernt aktuell neben Windows auch Linux (Mint) kennen. Wenn er Hausaufgaben über Anton.app machen muss, dann nimmt er gern meinen Mint-Laptop :grin:

Letztens haben wir mit Oma (400km weiter weg) ein Jitsi-Meeting gemacht. War echt super und unkompliziert. Muss nicht WhatsApp, Teams oder sein :smiling_face_with_sunglasses:

Auch Bazzite. Bin sehr zufrieden, warum ändern :slight_smile:

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Bin aktuell auf Fedora 44 unterwegs (vorher lange Linux Mint). Was mich auch heute noch begeistert: in meinem Setup habe ich 2x 2TB NVME-SSDs in meinem Desktop verbaut und kann die mit btrfs als Dateisystem als ein RAID0 Volume mit 4TB zusammenschalten, inkl. Snapshot Funktion

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Dumm gefragt: Heißt das nicht, dass Du einfach nur einmal 4TB statt 2x2TB hast und sollte eine SSD überraschend komplett hinüber sein darfst Du neu aufsetzen?

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Jep, genau das kann passieren. Aber für so einen Fall hat man ja funktionierende Backups.

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Du hast natürlich nebenbei den Vorteil, dir nicht immer überlegen zu müssen „auf welche Platte packe ich das jetzt?“ und es sollte auch alles schneller gehen. Aber ein bisschen Risiko ist da.

Das war der Gedanke für das ganze Konstrukt. Aber natürlich bleibt ein Risiko weshalb Backup wichtig ist.

BTW versuchen wir im Unternehmen auch mehr von Big Tech wegzukommen. Unser Repository für Code habe ich vor Kurzen auf ein Self-Hosting Forgejo umgestellt. Unsere selbstgeschriebenen Tools sind nach Rust portiert. Jetzt steht noch JIRA und MS Ablöse aus.

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schon einiges geschafft, cool. Nur wie man von MS wegkommen soll weiß ich nicht, die Open Source Alternativen sind im Business-Bereich leider noch nicht ausgreift genug. Vielleicht wird Euro-Office was, das wäre klasse.

Ich hab keine persönlichen Erfahrungen mit Niri, aber das scheint mir ein vergleichsweise einfacher Einstieg in die Welt der Tiling Window Manager:

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Der mMn einfachste/beste Weg zu TWM ist Omarchy. Da gibts ein Arch + Hyprland komplett (recht sinnvoll) vorkonfiguriert. Bin super happy damit.

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Von Omarchy würde ich abraten, nicht nur weil der Betreiber (DHH) ein Fascho ist und Hyprland mindestens das selbe Geschmäckle hat, sondern weil a) die Distro nicht wirklich eine ist (das ist Arch Linux mit DHHs persönlichen Dotfiles, Expertise was das Betreiben einer Distribution betrifft ist da keine vorhanden) und b) Arch Linux schon deutlich fortgeschrittener in der Nutzung ist. Wenn man das lange genug benutzt muss man da eigentlich immer unter der Haube schrauben.

Es gibt mit Fedora Sway Atomic eine offizielle Variante von Fedora Silverblue, die vorkonfiguriert mit Sway daherkommt. Fedora Silverblue ist eine immutable Distribution wie Bazzite (Bazzite baut auf Silverblue auf wenn ich mich recht entsinne), d.h. wenn irgendwas kaputt geht startet man die Kiste neu, sagt “vorherige Konfiguration bitte” und alles läuft wieder wie vor der Änderung die es vor die Wand gefahren hat. Im Gegensatz zu Nix und Guix kommt das Ganze hier aber nicht als DIY-Baukasten, sondern eben als vorkonfiguriertes System mit Support.

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