Kid Icarus (SSF 88)

Mich erinnert der erste Level an Ice Climber, die Möglichkeit nach Rechts oder Links weiterzulaufen, dass der Bildschirm nicht beim Fallen nach unten scrollt, die Eisfelder und die beweglichen Plattformen die aus Blöcken bestehen.

Natürlich ist Ice Climber nicht so komplex, aber deutlich schwieriger.

Mir kam bei dieser schönen Episode der Gedanke, dass der Spielename dem Verkauf geschadet haben könnte. Für große Teile der jugendlichen Zielgruppe mag “Kind Ikarus” nicht sonderlich verlockend geklungen haben. Hätte man’s mal besser “Winged Warrior” oder “Angel of Death” oder so genannt!

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Ach, Kid als Vorname ist für amerikanische Ohren nicht so kindlich. Eher wie eine Art Kampfname für jemanden, der wild und jugendlich ist.

Mike Tyson nannte man am Anfang seiner Karriere „Kid Dynamite“, Kid Chocolate ist ein anderer berühmter Boxer. Kid Rock ist, nun, Rocker; Kid Cudi ein Rapper.

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Ist fast so bekloppt wie ein Spiel zu machen, das sich um einen dicklichen italienischen Klempner mit Porno-Schnäuzer dreht :thinking:

Mario ist aus Brooklyn! :nerd_face:

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Den Gameboy Teil hab ich geliebt und damals mit viel Arbeit tatsächlich durchgeschafft. Schön, dass das ein bisschen Liebe erfährt.

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Danke für die schöne Folge. Kid Icarus war eines der ersten Spiele, die ich gespielt habe, und hat deshalb nen ganz besonderen Platz in meinem Gaming-Herz. Untrennbar sind für mich damit die bunten Illustrationen in der Anleitung verbunden, die hatte damals ja sowieso eine viel größere Bedeutung. Und der Sound, wenn der Grim Reaper einen verfolgt, der hat sich eingebrannt.

Leider haben wir es damals nie weit geschafft, ich glaube, wir haben nicht mal den zweiten Level gesehen. Ich habe das Spiel vor etwa einem Jahr noch mal angeschmissen, aber bin auch diesmal nicht über 1.1 herausgekommen. So schade, dass das Spiel so bockschwer anfängt, da haben sicher viele früher entnervt das Handtuch geworfen. Dass ihr nun sagt, es wird mit fortschreitender Spieldauer immer leichter, motiviert mich allerdings dazu, Pit nochmal eine Chance zu geben …

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Die These das der Titel entscheidet für Verkäufe ist hat doch schon wieder Claire Obsucre Expition 33 widerlegt. Noch sperrig geht nich, trotzdem Millionenseller.

Der Titel entscheidet natürlich nicht allein, macht aber einen nicht unerheblichen Teil des Erfolgs aus, denke ich - wobei es stets Ausnahmen gibt, klar.
Ob das im Internetzeitalter noch ebenso gilt wie damals, als man noch vor dem Regal mit den Spieleverpackungen stand, kann ich nicht sagen - heute können Titel sicher auch mit einem sperrigen Titel viral populär werden. Aber in der endlosen Liste der Steam-Veröffentlichungen hilft ein sprechender und ansprechender Titel bestimmt immer noch. Ist natürlich rein anekdotisch, aber das merke ich gerade an mir selbst: Auf der Suche nach Weltraumkampf-VR-Spielen habe ich mehrfach am großartigen “House of the Dying Sun” vorbeigescrollt und stattdessen auf das sehr mittelmäßige “Space Battle VR” geklickt. Da weiß ich sofort, was ich bekomme.

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Im Zeitalter der Spielepackungen waren doch die Spielezeitschriften maßgeblich für den Erfolg verantwortlich. Heute halt Influencer wie du, Christian, Fabian und Gunnar. Anderseits hat die durchweg positive Berichterstattung bei zB System Shock 1&2 der Serie auch nicht zu einem kommerziellen Erfolg verholfen. Am Ende ist die gesamte Unterhaltungsbranche halt ein großes Glückspiel.

Das war natürlich auch ein Faktor - aber große Mengen von Spielen wurden auch ganz ohne Hilfe der Spielepresse verkauft, denn die breite Masse liest in der Regel keine Fachmagazine; man denke an Titel wie Autobahnraser, Moorhuhnjagd, Landwirtschaftssimulator oder Deer Hunter. Bei denen half ein aussagekräftiger Name sicher sehr.

Ich möchte auch nicht behaupten, dass “Kid Icarus” nun ein besonders missratener Name gewesen wäre und wie Gunnar erklärt hat, assoziiert das US-Publikum mit dem Wort “Kid” nicht zwangsläufig etwas Kindliches. Sicher war das auch nicht ausschlaggebend. Ich kann mir aber gut vorstellen (auch wenn ich bloß von mir auf andere schließe), dass zumindest außerhalb der USA manch einer den Titel mied, weil er ein Kinderspiel erwartete.

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Zumindest das Cover der Erstauflage in Small Box hat diesen Ersteindruck sicher noch verstärkt.

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Die Folge hat mir sehr gut gefallen und irgendwie hab ich dadurch Lust bekommen, mich mal wieder an Godot zu setzen, das ist ja auch irgendwie ein Kompliment … denke ich :sweat_smile:

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Ich hab jetzt mal nen Cheat reingehauen (ja sorry aber das ist mir einfach zu abgefuckt das Spiel :D) und muss sagen das Spiel hat echt einen Sog entwickelt den ich normalerweise bei solchen Spielen nicht mehr habe.

Ich hab erstmal bis 2-4 gespielt und hab echt Bock es weiter zu spielen.

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Der Name „Kid Icarus“ ging ja immer gut von der Zunge. Ich persönlich habe aber, schon als Kind, keine Ahnung wo ich das Wissen damals herhatte, immer an die tragische Figur denken müssen, die mit ihren Flügeln der Sonne zu nah kam …

Ich musste da niemals weder an Eros, Amor noch Cupido denken!

Das düstere Setting des Spiels trug zu diesem Eindruck schon bei. War zumindest auch ein starker Kontrast zum Comic auf der Packung :grinning_face_with_smiling_eyes:

Wie dem auch sei, faszinierend war das Spiel schon immer, ich bin aber damals wie heute hart abgeprallt, einfach weil es zu schwer ist.
Finde das bis heute schade, weil es für mich auch zur Nintendo Ursuppe gehört und ich nicht in der Lage bin, das gebührend nachzuholen.

Auch von daher: Danke für die schöne Folge!

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Iron Maiden hören bildet!! \m/

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Ich kannte den Charakter zuerst mal aus dem Captain N Cartoon, das Spiel hab ich erst später mal von einem Freund geliehen gehabt, war mir aber auch direkt zu schwer.

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Ich glaube, dass Titel für ein Kernpublikum gern exotisch und/oder sperrig sein dürfen.

Clair Obscure: Expedition 33 funktioniert auch als „Clair Obscure“ und das ist sogar ein sehr schöner Name. Auch ein ganzer Satz wie bei I Have no Mouth and I Must Scream ist durchaus memorabel, obwohl natürlich sperrig. Ebenso Strong Bad’s Cool Game for Attractive People, weil das eine Art Phrase ergibt, die man sich merken kann.

Und zur Exotik, es muss nicht immer Englisch sein: Dorfromantik kam auch international mit einem unverständlichen Titel durch, ebenso Katamari Damacy und Dutzende weitere.

Zwei Sachen sind tödlicher imho:

1. Namen, die keinen Satz ergeben und nicht easy abkürzbar sind.

Penny Arcade’s On the Rain-slick Precipice of Darkness, Star Trek: Starfleet Command Volume II: Empires at War oder Super Street Fighter II Turbo HD Remix sind schlimm und kommen nur wegen der Brands damit durch, denke ich. Ori & the Will of the Wisps ist ein ganz hübscher Titel für ein Buch, aber zu lang für ein Spiel. Lässt sich immerhin einfach zu „Ori“ abkürzen und dann sind wir wieder beim Exoten-Bonus.

2. Generische Namen.

Dungeon Survivor, Rogue Dungeon, Shadow of Destiny, Code of War, Royal Kingdom etc. Davon gibt es viele und sie sind schwer erinnerbar und schlecht zu googeln. Kingdom of Amalur: Reckoning, immer mein Beispiel für ein Spiel, dem sein Name geschadet hat, hat immerhin ein selbsterfundenes Wort für die Suchmaschinen drin, auch wenn es natürlich kein schönes Wort ist und der komplette Name furchtbar ist.

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Ich möchte bezweifeln, dass ich das als 8jähriger kannte :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Ich mein, spricht für deinen Punkt, aber die kamen ja noch nicht mal mit der Brand durch? Episode 1 hat sich ja schon wohl nicht gut verkauft, Episode 2 so schlecht, das 3 und 4 gecancelt und später mit bedeutend niedrigerem Budget (als Pixel-JRPG) nachgereicht wurden.