Ja!
Bin ganz froh, dass mein Computer momentan noch ganz gut läuft. Wenn die Preise so bleiben, werde ich wohl auch dafür sorgen, dass er noch länger läuft und im Zweifel einfach ältere Spiele spielen oder doch noch mal über eine Konsole nachdenken oder so (ja, die sind auch teurer geworden, aber deutlich erschwinglicher als ein PC).
Das ist jetzt die Kategorie, die man schon immer hörte. Taschenrechner, Home-Computer, Internet, Handys… OMG Kinder (wir) können nix mehr selbst.
Dieser Vergleich wird gern von der Pro-Ki Seite angeführt, hinkt in meinen Augen auf mehreren Ebenen gewaltig.
- Die von dir aufgelisteten technischen Errungenschaften hatten nicht das Ziel die eigenen Kernkompetenzen zu ersetzen und haben analoge Hobbies und Fähigkeiten schlicht ins digitale übertragen. Im Privatgebrauch werden LLMs für “kreative” Endergebnisse genutzt, ohne sich mit dem eigentlichen kreativen Prozess auseinanderzusetzen. Ein Taschenrechner half nur wenig, wenn du nicht gewillt warst die Grundlagen der Mathematik zu verstehen. Digitale Musik am Computer konnte schlecht erfolgreich komponiert werden, wenn du nicht in der Lage warst dir die Grundlagen der Musik anzueignen. Ja, Tastaturen ersetzten die Feder, die Fähigkeit des Schreibens musstest du trotzdem beherrschen. Da half auch der beste Wordprozessor nicht. Auch das Handy nahm dir nicht ab deine Sätze selbst formulieren und an den Empfänger weiterzuleiten. Bei LLMs ist das anders.
- Ich streite nicht ab, dass LLMs in manchen Forschungs- und Wirtschaftszweigen ihren Nutzen haben können. Die Realität ist aber, dass die Technologie in den Händen der Endverbraucher schon die ersten Schäden angerichtet hat:
Real wirkende Videos, die für die Verbreitung von Fake News und Werbung mit nur einem Prompt generiert und in die Welt gestreut wurden. Musik, Bilder, Videos die nur durch die Zusammensetzung gestohlener Werke Form annehmen und dann als eigene Kreation verkauft werden. Verletzung der Menschenwürde durch Prompts die aus einem harmlosen Foto ein Aktfoto machen usw. Und über allem sitzen die großen Tech-Konzerne, die dem Verbraucher immer weiter das Geld aus der Tasche ziehen und daran arbeiten ihre LLMs so weit zu vermenschlichen bis ihre Nutzer in einer Abhängigkeitsspirale geraten. - Während du auf deinem Casio dein kleine Einmaleins eingetippt hast, saß am anderen Ende kein gewaltiger Konzern der sich in Echtzeit an deinen persönlichen Daten bereichert hat.
Die Komponente Mensch wird hier immer weiter ersetzt, wie in den sozialen Netzwerke schon mehrfach zu beobachten ist. Unechte Inhalte, unechte Kommentare und unechte Nutzer.
Und nur als Side Note: Die gleichen Nasen haben eine social media Kultur geschaffen die so destruktiv war, dass die ersten Länder ihre Jugend per Gesetzt schützen müssen.
Ich bin ja ein Fan der Möglichkeiten von KI und beschäftige mich recht viel damit. Ich habe aber auch nicht diese hier vorherrschende Aversion gegen US-Konzerne, das hilft etwas. Nachdem ich jedoch ein bisschen mit Veo3 rumgedödelt hab (und das mit US-Basis, also außerhalb der EU-Restriktionen) kann ich nur davor warnen, jegliches Bild- oder Tonmaterial noch ungeprüft als glaubhaft einzuschätzen.
Selbst ich, der wirklich künstlerisch vollständig unfähig ist, könnte mit einem 1-2 stündigen Aufwand und unter Einsatz von Veo 3.1 via Vertex AI und mit Hilfe von Eleven Labs ein kurzes Video basteln, wo Gunnar und Christian sich mit ihren echten Stimmen darüber unterhalten, was für Idioten ihre Supporter sind. Und wenn man sich da professionell Mühe gibt, dann wird man das nicht mehr erkennen können, dass es KI-generiert ist.
Aufhalten lässt es sich übrigens nicht. Nur weil die EU alles in der Richtung verbietet, existiert es im Rest der Welt weiterhin ungefiltert. Und noch viel schlimmer: dadurch, dass es hier verboten ist, fallen wir auch noch wirtschaftlich zurück. Denn in 10 (5?) Jahren wird niemand mehr Komparsen für einen Film anheuern, niemand mehr Bilder von bezahlten Grafikern gestalten lassen und mehr eine Webseite programmieren lassen. Das macht alles KI. Also in der EU nicht, aber sonst überall auf der Welt.
Das glaube ich persönlich nicht (okay, Komparsen vielleicht). Du sagst es ja selbst:
Ich hab keine Ahnung von Design, Kameraführung, Farbenlehren etc. pp. und klar, ich kann einer AI** sagen “mach mir ein tolles Logo“ oder sowas, aber um das Ergebnis bewerten zu können und zu wissen, wo ich noch Anpassungen brauche usw. benötige ich eben professionelles Wissen. Alleine schon um die richtigen Vokabeln zu kennen um den Prompt zu schreiben, benötige ich dies.
Webseiten-Programmieren ist ebenfalls so ein Fall (da kenne ich mich ein bisschen aus), natürlich kann ich mit der AI (okay momentan noch ehrlich gesagt ziemlich fehleranfällig, aber das wird die Zeit vermutlich richten) Code produzieren, der auch oft erstmal funktioniert, aber den Code dann anzupassen, wenn er angepasst werden muss, wird schon schwieriger. Mal davon abgesehen, besteht der Job von Softwareentwickler:innen ja nicht nur aus Code-Schreiben, im Gegenteil, es vergehen Wochen, da schreibe ich extrem wenig Code. Es geht ja auch darum, sich mit anderen Teams abzusprechen, Architektur und Schnittstellen zu planen, zu verstehen, was die Stakeholder eigentlich genau wollen usw.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass das Coden an sich vielleicht mal irgendwann eine AI übernimmt (sicher ist das für mich aber auch nicht), aber ich denke, dass dann immer noch Menschen die Prompts dafür verfassen müssen, die das professionell gelernt haben und den Code im Zweifel auch debuggen können.
Im Endeffekt weiß natürlich niemand, wo die Reise hingeht und genau das macht das Thema auch so aufregend (im Positiven wie im Negativen). Ich persönlich bin zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich pro aber auch nicht wirklich contra. Ich denke schon, dass da viel Schlangenöl verkauft wird, aber auch, dass viel Panikmache betrieben wird und ich finde den Vergleich zu Taschenrechnern, Büchern etc. durchaus in Teilen passend. Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem bei AI derzeit, dass es noch überhaupt nicht reguliert ist (Stichwort Urheberrecht, deswegen meide ich auch Produkte, von denen ich weiß, dass sie mit AI erstellt wurden) und das der Hype darum gerade viel zu krass ist (und ich es, besonders im Arbeitsbereich auch langsam echt nicht mehr hören kann…).
Meine persönliche Meinung ist, dass die größte Gefahr für die Menschheit (ja, größer als AI, Atomwaffen und der Klimawandel) derzeit Social Media ist, weil die größten Propagandamaschinen die es jemals gab in den Händen einiger weniger überreicher Asis liegen und die Meinung von sehr großen Teilen der Bevölkerung von irgendwelchen Algorithmen auf Krawall gebürstet wird und gleichzeitig von Autokraten geformt. So kann das ja nix werden, mit Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und Weltfrieden.
** wie hier schon richtig angemerkt wurde, ist “AI“ ungefähr so genau als würde ich “mit Strom“ schreiben, aber mir fällt kein besserer Begriff ein und im Kontext dieses Threads wisst ihr ja, was ich meine.
Stellt sich halt die Frage, wer dann überhaupt noch Filme konsumieren oder kommerzielle Webseiten besuchen soll, wenn die große Mehrheit keine Arbeit mehr hat. Irgendwie ist bei dieser Zukunftsvision der Wurm drin, wenn dem Menschen außer physischer Arbeit nichts bleibt.
Ich sehe zwei mögliche Wege:
Entweder KI übernimmt so gut wie alles. In dem Fall braucht es allerdings auch keine Spiele, Filme und Webseiten mehr, weil sowieso alles on-the-fly generiert wird; dann sagt man eben: “Heute möchte ich eine neue Folge DS9 gucken und die Schauspieler sollen so aussehen wie damals” und die KI erstellt das. Dann lebt halt jeder in seiner eigenen Welt mit gänzlich individuellen Erfahrungen und “Wahrheiten”, mehr noch als jetzt.
Oder aber es kommt zum großen Knall und die Menschheit ist den ganzen Fake-Kram sowie die übergriffige Technik leid. Unwahrscheinlich, aber so wie’s gerade läuft, würde ich es auch nicht völlig ausschließen. Einen Mittelweg sehe ich nicht.
KI wird in den nächsten Monaten das Internet zerstört haben, allein durch AI Slop. Abschalten können wir es nicht mehr, die Büchse der Pandora ist offen.
Und zum Thema Gaming und KI:
Quelle:
PlayStation Patents AI Assist Feature That Can Take Over If You Get Stuck - IGN
Habe letztens in einer Öffi-Doku gesehen, dass Berufsgruppen, die vor 2-3 Jahren noch mit Kusshand von der Uni rekrutiert wurden, vielleicht 10 Bewerbungen mit 5 Einladungen und 3 Angeboten, heute 200 Bewerbungen schreiben und dennoch Absagen erhalten. Das Beispiel betraf Informatikerinnen und Ingenieurinnen. Denen wurde dann als Begründung gesagt, einerseits Wirtschaftslage, andererseits KI. Heute braucht man jahrelange Berufserfahrung, um überhaupt noch gute Chancen zu haben. Diese jungen Fachkräfte sind schon die ersten Opfer.
Naja, ob sie deswegen “Opfer” sind
Die Arbeitsmarktsituation kann sich immer ändern, das ist ja nichts Neues.
Bei uns sind die Sesselpubser aber auch ein wenig auf dem Tripp wegen KI z.B. keine Juniors mehr einstellen zu wollen. Nur woher sollen dann in Zukunft die Seniors kommen? Sofern die KI nicht alles übernimmt, gehe ich davon aus, dass die Leute irgendwann auch wieder zu Verstand kommen.
Als Data Scientist arbeite ich direkt mit maschinellem Lernen, GitHub CoPilot und dergleichen mehr.
Zu den populären Anwendungen kann ich weniger beitragen aber ein paar generelle Beobachtungen. Popmusik und viele Unterhaltungsformate wurde schon vorher kommodifiziert dank Streaming, e.g. Netflix, Spotify und dergleichen mehr. Auch wurden bei uns in Big Pharma nahezu alle internen Entwickler durch externe Firmen wie EPAM ersetzt. Diese Bewegungen hatten schon Jahre vor der KI-Psychose eingesetzt.
Ich empfinde daher den KI Einzug in meinem Fachbereich eher weniger als Bedrohung. LLMs liefern exzellente Boilerplates, gute Annotationen und ersetzen die analytische Andenken keinesfalls. Ich muss mein Problem logisch formulieren bevor ich es implementieren kann und dies bleibt. Ohne ein Modell ist der Nutzen eines unsupervised learning Ansatzes doch eher gering.
Ich arbeite auch mit Github Copilot und meine Erfahrung ist, dass das so 50/50 ist. Manchmal findet es echt schnell Fehler oder schreibt einem super Tests (wobei man die Testcases auch immer noch mal genau anschauen muss, weil da oft Redundanzen drin sind) runter, aber manchmal verheddert es sich auch total.
Ich hatte es sogar einmal, dass ich in einer Art Deadlock gelandet bin:
Ich: „X funktioniert nicht, kannst du mir helfen?“
Copilot: „Mache A“
Ich: „Jetzt funktioniert X, dafür Y nicht mehr“
Copilot: „Mache B“
Ich „Jetzt funktioniert Y wieder, dafür X nicht mehr“
Copilot: „Mache A“
usw…
Unterschreibe ich. GPT Codex Max ist für mich das erste OpenAI-Derivat, das mit Claude mithalten kann.
Ich bin aber oft positiv überrascht, am WE Habicht mit eine M5 Stack schnell einen Controller Prototyp für die Steuerung eines e-bikes gebastelt. Und der hat einfach das Protokoll verstanden und mit ein schnelles Gerüst gebaut.
und dann wieder kann er nicht mal erste Ordnung Kinetiken richtig integrieren…
Ja, aber das ist ja nix neues. Dass sich Jobs und ganze Aufgabenfelder aufgrund von Fortschritt ändern, sollte 2026 echt keinen mehr wundern. Erst Anfang des Jahrtausends ist erst der Studiengang Bibliothekswissenschaften weggefallen, weil es plötzlich Suchmaschinen gab. Statt dessen gab es Informationswissenschaften, ein Studiengang, der, wenn er denn überhaupt noch funktioniert, von seinen Inhalten in den frühen 00ern heutzutage keine Existenzberechtigung mehr hat. Und das sind jetzt nur 2 Beispiele, die mir direkt ohne Nachdenken eingefallen sind.
Da gibt es doch unzählige andere Sachen, die aufgrund von Progress heutzutage Kopf stehen oder nicht mehr existieren. Ist doch völlig fair. Ich arbeite seit fast 15 Jahren im Marketing und der Kommunikation. Die Regeln und Ansätze, die ich als Trainee gelernt habe, sind heutzutage auch überholt. Und da sich grad Studiengänge nur minimal schneller an aktuelle Gegebenheiten anpassen als unser lethargisches Schulsystem, ist es schon an den Studierenden, sich da noch im Studium entsprechend weiterzubilden und aufzustellen. Ist nicht toll, ist nicht ideal und hart verbesserungsbedürftig, aber ist nix anderes als in den letzten mindestens 25 Jahren.
Aktuell würde ich JEDEM Arbeitssuchenden oder auch generell Berufstätigen nahelegen, sich mit zumindest mal LLMs und generell Automatisierungsmöglichkeiten via KIs auseinanderzusetzen und fit zu machen. Wird sicher nicht schaden, ganz im Gegenteil. Mir ist das bei der ganzen KI-Debatte zu viel “The sky is falling”-Gerede. The sky is falling, aber echt mal an anderen Stellen, weil wir als Gesellschaft grad alles andere als intelligent agieren. Seh ich als deutlich bedrohlicher, als KI per se. KI ist ein Tool, dass sinnvoll und verantwortunsbewusst eingesetzt werden sollte. Solang zu viele Spinner rumrennen, ist das heikler. Klar. Aber sollten wir dann das nützliche Tool eliminieren oder eher mal was unternehmen, dass die Spinnerquote wieder sinkt? ![]()
Gibt es wieder. Ich habe ja unter anderem Editions- und Dokumentwissenschaft studiert und da auch Kontakte zu namhaften Bibliotheken und Archiven gehabt. Einige meiner Mitstudenten haben danach diesen Weg bestritten und sind sofort an gute Jobs gekommen. Die werden dann dort nochmal durch diesen wieder existierenden Studiengang durchgejagt. Auch gerne Buchwissenschaft etc. Was in meinem Studiengang schon integriert war, Digital Humanities. Gibt es jetzt auch als eigenen Studiengang an der Uni Wupper Valley. Wer nur Germanistik studiert, sollte meiner Meinung nach auch Module zu Digital Humanities belegen. Aber auch hier haben sich Tätigkeiten demnächst überflüssig gemacht. Es gibt spezielle Modelle, die auch alte Handschriften, schon ganz okay, zumindest vortranskribieren können. Das haben früher studentische Hilfskräfte gemacht. Auch heute noch, da Universitäten sich ihrer Aufgabe bewusst sind. Das Problem sind Arbeitgeber, die nicht mehr ausbilden wollen, sondern nur noch erfahrene fertig ausgebildete Fachkräfte abgreifen. Die Jobs für Absolventinnen waren diese typischen Zuarbeiten. Der Deal war, ich nutze dich günstig aus, dafür gibt es Projekte für den Lebenslauf. Das sind die Stellen, die in jedem Jobbereich gerade wegfallen. Das Problem ist nicht die Transformation, die es immer nach disruptiven Entwicklungen gab. Doch dies betraf zumeist einzelne Branchen oder Schichten. Diese Entwicklung betrifft ALLE Zweige. Arbeitsvolumen wächst nicht unendlich. Das muss irgendwann, entweder durch Revolten oder durch Blasen, zusammenfallen. Die Welt geht deswegen nicht unter. Doch Massenverelendung ist trotzdem nicht geil und macht es den orangen und braunen Idioten noch leichter, Macht zu bekommen. Ich arbeite auch mit KI, sogatr sehr viel. Dennoch wird die Luft dünner.
Massenverelendung klingt aber schon nach dystopischen Defätismus
. Ich sehe hier vor allem ein Erstarken des Kuratorenberufs im weitesten Sinn. Die echte Gefahr ist, dass eskalierend mehr synthetische Inhalte entstehen von denen die Modelle dann wieder lernen und degenerieren. Auch sind Fragen des Urheberrechts neu auszuhandeln.
Das hilft aber nur den Kreativberufen, am Ende aber nicht wirklich. Du bekommst dann irgendwann Pfennigbeträge von irgendwelchen Verwertungsgesellschaften. Ist eher eine Frage von Lizenzrecht, da Ki-Inhalt selbst in der Regel kein Urheberrecht genießt. Und ob das Training, wir reden ja hier von US-Recht, nicht unter Fair use läuft, muss noch durch Gerichte oder Deals geklärt werden. In der EU ist das was anderes, wird aber auch dazu führen, dass wir vom Markt abgehängt werden. Langfristig wird sich das EU-Recht dann eher an US-Recht anpassen. Druck und so. Wir haben ja noch nicht mal die Kraft, Grönland vor Trump zu retten.
Ich dachte dabei eher an die technischen Berufe.
Völlig richtig, die kreativen Menschen haben eine große Herausforderung in Sichtweite.
Ich sehe das aus der Perspektive eines forschenden Angestellten und dort sind kurierte Daten das neue Gold.
Grönland darf gern europäisch bleiben
!
Wissenschaft ist eine andere Welt. In der Regel schaffen Studiengänge Studentenjobs für ihre Schützlinge. Draußen weht ein anderer Wind. Da ist das Problem, wie arglos da Anwendungen auf den Markt geschmissen werden, ohne richtige, auch gesellschaftliche, Folgeabschätzung.
Willkommen im Kapitalismus würde ich sagen ![]()
Als Google-News die Urheberrechte der ganzen Zeitungen usw. verletzt und damit viele Journalist:innen arbeitslos gemacht hat, hat das auch irgendwie nicht genug Leute interessiert. Klar, ist jetzt Whataboutism und das eine macht das andere nicht besser, aber insgesamt glaube ich nicht, dass AI jetzt den Untergang einleitet und ich arbeite in einem Beruf, der sehr stark davon betroffen ist, dass er durch AI beeinflusst wird oder sogar wegfallen könnte. Wird man dann sehen, wie schlimm es wirklich wird, aber ich glaube es bringt nicht viel, wenn man sich da verrückt macht.
Ich persönlich für mich sehe das so: Wenn mein Beruf nicht mehr gebraucht wird oder sich so verändert, dass er keinen Spaß mehr macht, dann suche ich mir halt was anderes. Neues lernen ist ja auch immer mal ganz gut für Körper und Geist und noch sind die sozialen Netze in diesem Land ja gut genug, dass man nicht verhungern muss und wenn wirklich massenweise Leute durch AI in der Arbeitslosigkeit landen, dann sehe ich die Chance, dass das auch so bleibt
.
Stimmt. Technischer Wandel hat schon immer Berufe verändert oder ersetzt, und trotzdem sind neue entstanden.
Aber langfristig müssen wir uns als Gesellschaft fragen, wie ein System funktionieren soll, das nicht mehr auf Vollbeschäftigung und dauerhaftem Wachstum basiert. Sonst stehen wir irgendwann ohne Antwort da. ![]()
