Können wir die KIs noch abschalten?

Ich hoffe wie Star Trek.

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Eher Blade Runner? Aber hoffentlich nicht Elon on Mars :partying_face:

Na dann möchte ich aber zu dem Teil der Menschheit gehören, die ohne Latinum auskommen. So ganz habe ich das System dahinter noch nicht verstanden. Siskos Vater kam mit seinem Restaurant ja mehr oder weniger ohne Umsatz klar. Kasidy Yates musste sich aber immer reinstressen, wenn es um ihre Frachtflüge ging, um Kohle ranzuschaffen.
Ich wäre dann eher der Jake Sisko Typ, der Jahrzehnte in seiner Bude rumhockt, aufhört produktiv zu sein und irgendwie doch so ne Art Bürgergeld 2.0 hat, weil man sich ja alles aus dem Replikator holen kann.
Oder jemand schenkt mir so ein Holo-Gerät, mit dem ich, bis ich abnippel, in meiner eigenen Welt (voll Nutten und Koks) leben kann.

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Es ist ja schon so, nur leider ohne die coolen Sachen, sondern nur mit den Doofen :melting_face:

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Eintönige sich wiederholende Tätigkeiten, auch handwerklich. Die Kassiererin im Supermarkt, die Servicekraft beim großen M, Servicepersonal an Infoständen, Portiers, Arbeiter am Fließband, und ja, selbst der Spargelstecher irgendwann. Es gibt mittlerweile Roboter, welche Fundamente in Hochhäusern schneller und genauer gießen können als mehrere Bauarbeiter. In China zumindest. Auch bestimmte Handwerker werden so rationalisiert werden. Ein Maurer z.B. Auch das Handwerk in Bezug auf Hilfskräfte, die keine lange Ausbildung benötigen, wird durch Roboter ersetzt. Natürlich werden weiterhin gut ausgebildete Handwerker benötigt, noch. Das bedeutet, diejenigen, die man ohne Schulabschluss und vielleicht mangelnder kognitiver Fähigkeiten noch in solchen Tätigkeiten unterbringen könnte, werden dauerhaft arbeitslos. Der CEO mit Studium oder der Meister mit Ausbildung kann immerhin noch nach unten daten. Derjenige, der beim großen M hinter der Kasse sitzt, war schon unten; dem bleibt nur das Amt. Das bedeutet, dass hochqualifizierte nach unten weitergereicht werden und den geringer qualifizierten die Jobs wegnehmen.


Zum Thema Kapitalismus. Es ist eher so, dass der Kapitalismus immer stärker dereguliert die Welt regiert (siehe Trump, Putin und China). Eher wird der ganze lebende Planet zerstört, als dass die Menschheit jenen überwindet.

Übrigens, alle, die mir vor 3 Jahren gesagt haben, dass die KI für ihren Bereich nicht gut genug ist, schlackern jetzt mit den Ohren. Ich nenne mal Video-Produzenten, Tontechniker, Synchronsprecher etc. Fotografen und Illustratoren wussten das natürlich sofort. Synchronübersetzer werden sicherlich auch über die Fortschritte in ihrem Bereich glücklich sein.

Und man brauch auch nicht damit kommen, dass KI-Kunst keine Seele hätte. Erstens ist Seele eine rührselige Vorstellung von etwas, das es nicht gibt, zweitens ist den jungen Nutzern das schon egal. Die machen rege Gebrauch von der Technik, schauen sich künstliche Inhalte an. Die Generation, welche nur das Echte will, stirbt mit uns aus. Abschalten ist leider nicht mehr.

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Reicht ja vielleicht auch, wenn die Menschen endlich (wieder) verstehen, dass all diese Herrschaftsformen kein Naturgesetz sind und wir den Planeten und seine Bewohner nicht durch ein paar geistesgestörte Arschlöcher, die ohne ihr Geld keinen Tag irgendwo überleben würden, zerstören lassen müssen, sondern, dass wir in einer massiven Überzahl sind und wir sie einfach überrennen und auf die Straße zerren, wenn sie nicht endlich anfangen Politik zu machen, die allen Menschen zugute kommt und nicht nur ihre Taschen füllt.

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“ (Primo Levi)

Das gilt auch für den Sturz vor Tyrannen.

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Das sind, meiner Meinung nach, alles keine “stumpsinnigen“ Jobs und auch wenn die es gerade schwer haben (wie Junior-Softwareentwickler:innen wohl auch), glaube ich nicht, dass es künftig keinen Bedarf mehr für solche Leute geben wird. Wie weit sich Roboter in den von dir genannten Bereichen rentieren, bleibt abzuwarten. Ich glaube schon, dass langfristig sich da viel entwickeln wird, aber eben langfristig und ich vermute eher, dass viel auf Assistenzsysteme hinauslaufen wird. Viele Dinge bleiben ja auch irgendwie bestehen, obwohl sie inzwischen überholt sind (Radio und Fernsehen um mal zwei zu nennen).

Das glaube ich nicht. Gibt ja auch junge Leute, die sich Schallplatten kaufen, dabei waren die in meiner Generation eigentlich schon veraltet. Ich glaube es wird immer Leute geben, die gerne Dinge rezipieren, die von Menschen gemacht worden sind. Es geht ja bei Kunst sehr oft gerade auch um den Prozess und nicht nur das Werk an sich. Ansonsten gäbe es wenig Grund für Gitarrenbands (und vor allem Drummer).

Insgesamt ist mir die Stimmung hier von einigen zu negativ und von wenig Vertrauen in kommende Generationen geprägt. Das führt für mich irgendwie zu nichts produktivem und ich hab auch eigentlich alles gesagt, was ich sagen wollte. Insofern klinke ich mich hier mal aus, frohes diskutieren noch!

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Naja, spannend sind diese Jobs sicher nicht. ‚Stumpfsinnig‘, ein ganz normaler Terminus, ist einfach nur ein Synonym für ‚eintönig‘.
Ich selbst, wie viele andere Studierenden, habe auch mal solche Jobs machen müssen. Ich habe wirklich keinen getroffen, der diese Jobs geliebt hat. Für viele Menschen ist das die einzige Möglichkeit überhaupt zu arbeiten. Der Trend geht zur Automatisierung.

Ich glaube es wird immer Leute geben, die gerne Dinge rezipieren, die von Menschen gemacht worden sind.

Das sind aber dan Sparteninteressen oder Trends. Es geht ja um den Mainstream.

Eigentlich müsste es das schon längst geben. Aber der deutsche Michel doch nicht. Da lobe ich mir diese Gelbwesten bei den Nachbarn.

Okay, die Aussage triggert mich dann doch zu einer Antwort :sweat_smile:.
Also ich finde die von dir genannten Jobs deutlich weniger eintönig als viele andere, die mir so einfallen, inklusive meines eigenen (Softwareentwicklung).

Ich glaube übrigens das auch der Mainstream irgendwem auf der Bühne zujubeln möchte.
Ich habe in den letzten Wochen auch ein bisschen was über die Aufgaben von Synchronsprecher:innen gelernt und bin zu dem Schluss gekommen, dass das eine ganz schön komplexe Aufgabe ist und ich bin der Meinung, dass selbst wenn man dafür eine AI nehmen kann, man jemanden braucht der sich damit auskennt, um dieser zu sagen, was sie eigentlich tun soll. Also zumindest für große Produktionen.

So, jetzt ist aber wirklich gut, agree to disagree sag ich mal.

EDIT: und wer macht bitte Videoproduzent, Fotografin oder Synchronisprecherin als Studentenjob? :flushed_face:

irgendwem auf der Bühne zujubeln möchte.

Oder irgendwas, was auch künstlich sein kann. Könnte mir vorstellen, dass Beziehungen wie in Bladerunner 2049 oder in Her immer mehr zu einem Massenphänomen werden könnten.

EDIT: und wer macht bitte Videoproduzent, Fotografin oder Synchronisprecherin als Studentenjob

Das waren nicht die eintönigen Jobs. Übrigens Grafik und Video habe ich als Student auch gemacht. Das sind die Berufe aus meinem Umfeld, die anfangs der Entwicklung arglos gegenüberstanden. Ich habe sogar jemanden im Umfeld gehabt, der zu unserer Studienzeit schon Synchronsprecher war.

Aber um mal den Punkt zu setzen, worum es mir hier im Kern geht. Wir alle, alle Berufe werden entweder jetzt schon oder mittel- bis langfristig stark von dieser Technologie, positiv wie oft eher negativ, betroffen sein. Doch jemand wie Du z.B. kann mit seinem Skill (mathematisches & logisches Verständnis z.B.) zur Not beruflich nach unten daten und weiter Geld verdienen. Doch Menschen, die schon, aufgrund entweder schlechter Bildung oder anderen, auch kognitiven Gründen, auf einfache Berufe angewiesen sind, können das nicht mehr. Da wird die SB-Kasse dann zum Gatekeeper im Erwerbsmarkt. Gleichzeitig ziehen Regierungen wie unsere dem Sozialsystem die Daumenschrauben an. Und das führt in der Kombi, meiner Meinung nach, zu einer Massenverelendung. Der CEO kann vielleicht kein CEO sein, wird aber nach unten zumindest Zweit- oder Drittoptionen finden.

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was ich nicht mag, das sind, häufig einfach aus Gedankenlosigkeit, so Abqualifizierungen von Jobs, Leben und Menschen! Ich erlebe das leider viel zu häufig, auch von gar nicht bösmeinenden Menschen, aber ich bin der festen Überzeugung, daß Sprache und was jede*r sagt eine Bedeutung (und Folgen) hat.
Ich denke auch, daß man die KI-Debatte völlig von Einzelfällen und bestimmten Jobs oder bestimmten Sparten loslösen kann, denn es wird schließlich zu Ende gedacht alle betreffen.

Ich bin auch der Überzeugung, wir brauchen KI, exakt dafür, was als Bedrohung empfunden wird, zur Übernahme von Arbeiten, vor allem Standardverfahren. Die Einordnung der Prozesse in solche, die von KI erledigt werden sollten, könnten, nicht sollten, auf keinen Fall dürfen usw. das halte ich schon mal für sinnvoll, auch zum Beispiel das Verfahren, daß ein Mensch, die von KI ausgeführten Prozesse „überwacht“, kontrolliert, hinterfragt, revidiert und wir so zum Einziehen einer Ebene von Erledigung von Standardarbeit kommen, halte ich für wünschenswert.

Ich möchte nämlich den Bogen schlagen zu einem anderen Riesenthema:
Bürokratieabbau, „schlanker“ Staat usw.
Ein Großteil der Nachweis- und Berichtspflichten, der bürokratischen Auflagen und Erfordernisse haben mit Sicherheit zu tun, der Sicherheit von Menschen! Der Sicherheit von Menschen entweder als Mitarbeiterinnen, Verbraucherinnen oder einfach als Nutzer*innen von allem möglichen, öffentlichen Einrichtungen z.B.
Am Ende hat auch die Brandkatastrophe in der Schweiz mit vielen Toten etwas mit Bürokratie zu tun bzw. der nicht korrekten Ausführung von bürokratischen Forderungen und Pflichten.
Im Hochbau, ein Thema, in dem ich zuhause bin, ist der Brandschutz ein Riesenthema, erfordert viele Anstrengungen, hohe Kosten und das im besten Fall dafür, daß all die Maßnahmen niemals erforderlich, all die Technik niemals zum Einsatz kommt, das Vorsorgeparadoxon.

Ich denke, viel von dem Papiekram, von der Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen/Nachweise und deren turnusmäßige Kontrolle und Erinnerung/Wiedervorlage o.ä. könnten KI-Anwendungen hervorragend erledigen.
(Nebenbei der schlanke Staat im Bauwesen… superärgerlich werde ich immer wenn unterschiedliche Vielfache von Tausenden von Vorschriften genannt werden, gerne von ahnungslosen Moderatoren, die Baugesetze, die Bauordnungen INCL. Durchführungsverordnungen sind ausgesprochen schlank, was dort drin steht, das sollte auch wirklich drin stehen! okay, daß es 16 unterschiedliche davon gibt, das ist ein bißchen ungünstig… aber lassen wir das Thema…)

Auch in anderen Bereichen beschäftigt sich Bürokratie mit dem Schutz von Menschen, zum Beispiel der Verbraucher*in, die Lebensmittel kauft (für Fleischkonsumenten: wo kommt es her, unter welchen Bedingungen, Kühlkette usw. will man das abschaffen?!) im Arbeitsschutz, TÜV-Prüfungen von Arbeitsmitteln, Schulungen, Erinnerungen, Nachweise der Fachkenntnis usw. das ist wirklich viel, in vielen Fällen aber sinnvoll, spart den Leuten doch bitte Zeit und den Sonderbauftragten in der Firma, die das neben seiner normalen Arbeiten miterledigen muß.

In der Verwaltung fehlen Arbeitskräfte, auch in jedem Handwerk, überall, wir MÜSSEN hier rationalisieren, wir müssen Standardaufgaben an KI-Anwendungen und Maschinen abgeben, wir MÜSSEN entscheiden, an welchen Stellen braucht es Menschen und wo nicht.

Noch ein Bogen wäre natürlich der zur Resilienz in schweren Zeiten: wer kann KI beeinflussen, von außen, was ist wenn mal kein Strom ist, wie ist es mit der Datensicherheit, aber ich wollte jetzt nur auch mal ganz kurz den Aspekt in der Diskussion verankern:
Wir BRAUCHEN KI! Wir sollten das nicht abschalten, sondern klug nutzen!

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Stumpfsinnig ist keine Abqualifizierung, sondern einfach nur ein altes Wort für eintönig. Und eintönig ist keine Abqualifizierung, sondern eine Zustandsbeschreibung. Ich mag nicht, dass Leute durch alles Mögliche getriggert werden. Ich hätte auch redundante Tätigkeiten mit sich wiederholenden Arbeitsschritten schreiben können. Und die finden sich hauptsächlich im Niedriglohnsektor.

Wir BRAUCHEN KI! Wir sollten das nicht abschalten, sondern klug nutzen!

Niemand bezweifelt das. Aber diese arglose Einführung von KI brauchen wir nicht. Die EU diskutiert und beschließt Gesetze, die regulieren und schützen sollen, allerdings erst, als die KI schon geschadet hat. Vielleicht hätten diese Fragen vor Markteinführung erst mal rechtlich geregelt werden müssen. Z.B. eine KI Quote in Unternehmen, die verbietet, mehr als X % Mitarbeiter zu ersetzen. Oder, dass, was ein Agent anstatt einer Arbeitskraft erwirtschaftet, abgabenpflichtig ist (Sozial- und Rentenkassen). Schutz von Berufsgruppen, die stark von der Transformation betroffen sind.

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Ich wage zu prognostizieren, dass die KI Blase in 2026/27 platzen wird, wenn nicht der nächste, große Schritt kommt. Warum?

  • Wie Anfangs der .com Blase, gibt es unendliche Startups im KI Sektor. Ein Großteil macht aber nichts anderes als ChatGPT und Konsorten in bestehende Produkte oberflächlich zu integrieren. Das kann leider „jeder“.
  • nVidia, OpenAI und Oracle (baut die meisten Rechenzentren) finanzieren sich im Kreis. Also nVidia investert in OpenAI. OpenAI beauftragt Rechenzentren bei Oracle. Oracle kauft Chips von nVidia. Das System bläst sich also selbst auf, in der Hoffnung das von außen (Nutzung von KI) mehr Geld zugeschossen wird.
  • Rechenzentren haben eine Halbwertszeit von 4 Jahren. Der nächste, große Sprung muss, überspitzt gesagt, also innerhalb der drei nächsten Jahre kommen, um den Invest rentabel zu machen.
  • Viele Unternehmen glauben viel zu leicht Trends. Es gab, gerade in den USA, genug Techunternehmen, die aufgrund von ein paar Zeitungsartikeln und Beratern 60% der Belegschaft entlassen haben. Natürlich mussten die schmerzhaft zurückrudern.
  • In der Breite hat KI ein Plateau der Nutzbarkeit erreicht. Die Forschung, bis dahin (2022 und davor AlphaGo um 2010 - das ging aber an der Wirtschaft eher vorbei), hat Jahrzehnte gedauert. Es ist fraglich ob es jetzt in so großen Schritten weitergeht.
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