Kooperative Brettspiele (in der Schule)

Nicht für eine Schulklasse geeignet, aber vielleicht für eine Gruppe, die hiergerade mitliest: Space Alert!

Ein ganz tolles kooperatives und spannendes Spiel, welches aber allein schon wegen der Regelerklärungszeit von rund einer Stunde nicht jedermanns Sache ist. Aber einmal kapiert macht es in einer gut abgestimmten Gruppe sehr viel Spaß.

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Wir spielen hin und wieder mal eine Runde „Sherlock Holmes Criminal-Cabinet“ von 1985. Ist ein schön altmodisches Spiel zum gemeinsamen Falllösen mit Adressverzeichnissen, Übersichtskarte, Indizienbuch usw. mit denen man durch Knobeln und Kombination Fälle lösen muss. Insgesamt ein wenig wie ein Abenteuerbuch, aber mit mehr Drumrum…

EIne Partie kann auch ruhig mal 4-5 Stunden dauern, aber man kann auch mal gut pausieren, wobei man dann aber auch dranbleiben sollte, um nicht die Details zu vergessen…

Hiermal als Beispiel für mehr Bilder und Details: https://www.amazon.de/Sherlock-Criminal-Cabinet-Spiel-Spannung-Sp%C3%BCrsinn-Spieler/dp/3440054462

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Karak 1 und 2

1 ist quasi ein Dungeon Crawler, der zweite Teil geht dann in die Open World mit Basisbau.

Im Karak 2 Addon Imperium gibt es PvP Elemente, sonst nur PvE. Allerdings geht es darum wer am Ende die meisten Schätze/Seelensteine hat nachdem der Endboss gelegt wurde.

Über einige der Vorschläge muss ich etwas schmunzeln. Nicht, weil es schlechte Spiele sind, aber…

Und dann sind die Vorschläge:

  • Pandemic Legacy, was auf Kampagnen ausgelegt ist
  • Time Stories, wo ein Run schonmal so 2 Stunden dauern kann (und da man den wahrscheinlich vor die Wand fährt, macht man direkt noch einen zweiten)
  • Maus&Mystik, was ich jetzt auch nicht gerade als einfach im Kopf habe (also…geht schon alles, aber hat schon einiges an Regeln vorneweg)
  • Und dann noch Sherlock Holmes Criminal-Cabinet, welches mit 4-5 Stunden angepriesen wird

Also, wie gesagt, das sind alles tolle kooperative Spiele, aber…vielleicht brennt da etwas die Spielebegeisterung mit uns durch? :sweat_smile:

Wenn man die Augen so richtig leuchten lassen will, könnte man natürlich auch ein Exit Game versuchen. Hat etwas anrüchiges, fast schon verbotenes, vom Lehrer ein Spiel zu bekommen mit der klaren Ansage „Es kann sein, dass ihr das Spiel kaputtmachen müsst. Tobt euch aus.“
Wobei das vermutlich auch den Zeitrahmen reißen dürfte, ehrlich gesagt. Gerade, wenn man noch keine „rätselerfahrenen“ Tüftler da sitzen hat, die man mit den typischen Kniffen dieser Spiele noch so richtig Zeit rauben kann.

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Das ist eher was für jüngere Kids. Es ist von 1990, und ich glaube, es wird nicht mehr hergestellt. Thema ist Müll und Recycling, aber wirklich sehr einfach gehalten.

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Kleine grüne Plastikflaschen und Mini-Mülltonnen, in die man den Müll reintun konnte - hab als Kind das Spiel geliebt :smiley:

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Wow. Ihr seid der absolute Wahnsinn. :star_struck:Ich komme gerade noch nicht mal dazu, all eure Beiträge zu lesen! (Grad ist sehr viel Arbeit. Ja, vielleicht habe ich mit dem Eröffnungsbeitrag ein KLLLEEEEEINES Bisschen prokrastiniert… :see_no_evil_monkey: da hatte ich mehr Lust, Spiele für die Projektwoche zu sichten, als den Klausurstapel abzuarbeiten. Mit so viel Resonanz hatte ich aber auch gar nicht gerechnet!)

Ich wollte hiermit also mal nur eben ein Lebenszeichen geben, ich schaue mir eure Nachrichten am langen Wochenende in Ruhe durch und dann habe ich sicher noch die ein oder andere Rückfrage und muss euch nochmal bejubeln. :hugs: Aber keep it coming, wenn ihr Lust habt, ich finde das echt großartig!

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Das könnte bei meiner Mama noch im Keller sein! Das hatten wir früher auch! Totaler Flashback in die Kindheit grade. Ich fand das auch super, danke für die Erinnerung, @Abrakebapra , ich hätte ohne deine Antwort gar nicht kapiert, dass das dieses Spiel war. :smiley:

Weiteres dann Pfingsten rum, nochmals danke an euch alle hier.

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Oh ja, Maus & Mystic ist Knallhart. Weiß auch gar nicht mehr, ob wir da sogar frustriert abgebrochen haben. TIME Stories ist auch sehr cool, aber wie du schon sagtest ebenfalls zu lang. Gewiss noch jemand Die Legenden von Andor und Robinson Cruseo einwirft. Auch von den beiden würde ich abraten, da zu schwer, zu lang und zu komplex.

Ich werfe mal noch Flash Point: Flammendes Inferno (nicht das Legacy Spiel!) in die Runde. Ist aber schon Jahre her, das wir es gespielt haben. Kam mir auch nicht ganz einfach vor, war aber auch über erstes kooperatives Spiel.

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Es gibt noch das Grimoire des wahnsinns. Zauber Azubis gegen Monster. Aber ich würde es nicht empfehlen, da die runden immer ausufern. Mir ist schleierhaft, warum da 90 Minuten auf der Verpackung steht. Unter zwei bis drei Stunden ging es nie bei uns.

Und ich hibbel dann auch auf dem Stuhl rum oder werde sehr müde.

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hast schon recht, wir haben uns vielleicht etwas hinreissen lassen… :smiley:
ABER „geister geister schatzsuchmeister“ ist ECHT easy-boardgaming!

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Korrekter Einwand, aber man muss es dem Brettspielenthusiasten halt nachsehen: wenn er seine liebsten Koopspiele nennen darf, sind 2 Stunden halt ein kurzes Spiel :smiley:

Aber hier mal noch ein paar eher kurze Vertreter der Koop-Schiene (Empfehlungen von meiner Frau):

Tippi Toppi (Schmidt Spiele)

Mit Karten in vier Farben und mit den Werten von 1-7 gilt es, eine bestimmte Anzahl an Aufträgen zu schaffen. Die Spielenden müssen diese Aufträge aber gemeinsam erfüllen! Sie dürfen sich dazu abstimmen, aber keine konkreten Angaben über ihre Karten machen. Da ist cleveres Teamwork gefragt, denn die Aufträge müssen erfüllt sein, bevor der Kartenstapel mit den Zahlenkarten aufgebraucht ist.

Kartenspiel, max. 4 Spieler, 20 Minuten

Wilmot’s Warehouse (Asmodee)

Im kooperativen Familienspiel Wilmot’s Warehouse seid ihr ein Team und müsst gemeinsam ein Lager managen. Dazu braucht es ein gutes Gedächtnis, viel Fantasie und natürlich die albernen Geschichten, die man sich im Arbeitsalltag bei der A5-Logistik so ausdenkt. Nach sieben Spielzügen, in denen ihr ein Waren-Plättchen zieht, darüber diskutiert, wie es aussieht, und es so im Lager ablegt, dass ihr es später wiederfindet, liegen 35 verdeckte Waren im Lager.

Eure Aufgabe ist es, jedem verdeckten Waren-Plättchen eine Kunden-Karte mit derselben Illustration zuzuordnen und gemeinsam bestmöglich in der wöchentlichen Leistungsbeurteilung abzuschneiden. Mit ordentlichem Teamwork, lustigen Geschichten und verrückten Eselsbrücken wird es euch gelingen, mehr Treffer zu landen, als ihr vielleicht denkt.

Brettspiel, max. 6 Spieler, 30 Minuten

Take Time (Asmodee)

Take Time ist ein kooperatives Spiel, bei dem ihr die Rätsel verschiedener Uhren lösen müsst. Dazu spielt ihr 12 Karten verdeckt um die Uhr herum. Ihr wisst, wie die Karten am Ende verteilt sein müssen, aber ihr wisst nicht, was die anderen gespielt haben und dürft euch nicht unterhalten. Das Spiel enthält 40 Uhren mit steigendem Schwierigkeitsgrad und verschiedenen Regeln.

Kartenspiel (im Wesentlichen), max. 4 Spieler, 40 Minuten

Und natürlich kann auch ich mich nicht zurückhalten und gebe noch eine für den gewünschten Zweck völlig untaugliche Empfehlung, die aber für mich eines der schönsten Koop-Abenteuer darstellt:

Die Abenteuer des Robin Hood (Kosmos)

Kooperatives Kampagnenspiel mit mehreren über die bekannte Geschichte verbundenen Abenteuern. Wunderschöner variabler Spielplan (ohne Zerstörung a la Legacy-Spiele), Choose-Your-own-Adventure-Elemente über ein enthaltenes Spielbuch, verschiedene Varianten für Wiederspielbarkeit und es git auch noch diverse Erweiterungen.

Brettspiel + Buch, max. 4 Spieler, 120 Minuten

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Liebe Community,

es tut mir wahnsinnig leid, dass ich mich jetzt erst wieder melde. Die letzten Wochen waren auf verschiedenen Ebenen sehr fordernd und ich musste sehr darauf achten, noch zwischendurch zum Luftholen zu kommen.

Als erstes will ich mich nochmals herzlich bei euch für eure vielen Reaktionen, hilfreichen Vorschläge und fürs Mitdenken bedanken! Und kurz berichten, wie es letztendlich ablief:

Meine Kollegin und ich hatten eine gemischte Gruppe aus 12 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 6 bis 8, und vier Vormittage Zeit.

An den ersten beiden Tagen haben wir zum Warmwerden erst das „Eisschollenspiel“ mit steigenden Schwierigkeitsgraden gespielt, das ist ein Bewegungsspiel, bei dem zwei Teams gegeneinander antreten und innerhalb des Teams aber kooperativ zusammengearbeitet werden muss. Erwartungsgemäß gab es ein paar Frustrationen, erste taktische Überlegungen und auch Erfahrungen wie „Absprachen sind sinnvoll“ und „andere unter Druck setzen führt nicht unbedingt besser zum Ziel“.

Dann haben wir in Kleingruppen unterschiedliche Spiele ausprobieren lassen, und hier sehr von euren Vorschlägen profitiert. Zur Auswahl standen: Magic Maze, Pandemie, Sky Team, Micro Macro Crime City, The Game und eines der Echoes-Spiele („Die Violine“).

Außerdem haben wir gemeinsam eine Exkursion in einen Escape Room gemacht, der dann in zwei Teilgruppen absolviert wurde.

An den anderen beiden Tagen haben die Kids dann selbst Spiele entwickelt, da kamen drei ziemlich kreative und ästhetisch schön gestaltete Brettspiele sowie ein cooler und gruseliger Escape Room in einem Klassenzimmer heraus (inklusive Tierschädeln und Skelett aus der Bio-Sammlung :skull:).

Unsere Erfahrungen mit den gespielten Spielen:

Magic Maze: Mit einer Schülergruppe lief es prima und sie haben unsere Erwartungen übertroffen, weil wir nicht gedacht hätten, dass sie dieses Sprechverbot aushalten können. Mit einer anderen Gruppe ging es total schief, weil sie nicht mal ausreichend Konzentration aufbringen konnten, um der Regelerklärung zu folgen, sodass wir diese Runde letztendlich abbrechen mussten. :roll_eyes:

Pandemie: Fanden alle super, wurde mehrfach mit unterschiedlichen Gruppen gespielt und mehrere Kinder haben angegeben, das Spiel jetzt auch für zu Hause kaufen zu wollen. Es hilft, wenn die Kids einigermaßen ähnliche Auffassungsgabe haben, damit sich nicht (wie von euch teils ja auch schon befürchtet) eine:r als Bestimmer:in rausbildet und die anderen nur ausführen. Ein bisschen abfangen kann man das, wenn man die Rollenkarten nicht zufällig austeilt.

Sky Team: Wurde begeistert gespielt von den eher „nerdiger“ veranlagten, ruhigeren Typen. Auch schön altersgruppenübergreifend ein Erfolg (Sechst- mit Achtklässler) und sie haben sich sogar an die sehr anspruchsvollen Level gewagt.

Micro Macro: Eine Gruppe hat sogar alle Geschichten durchgespielt, die konnten sich davon gar nicht mehr lösen.

The Game: Wurde als Lückenfüller für Wartezeiten benutzt. Da hab ich nicht so viel beobachtet, weil ich immer bei den anderen Gruppen saß.

Echoes (Violine): Das Spiel hat 4/5 Schwierigkeitspunkte und fanden sogar wir Lehrkräfte anspruchsvoll. Es ist vermutlich einfacher, das in einer Gruppe an einem Abend konzentriert durchzuspielen. In der Schule hatten wir einfach viele Unterbrechungen und sozusagen wechselnde Besetzungen bei den „Ermittlerteams“, was sicher dazu führte, dass es schwieriger wurde, sich an die Zusammenhänge zu erinnern. Es hat aber viel Spaß gemacht und ich finde die Art, wie die App hier eingebunden ist und auch, wie man unterschiedliche Schwierigkeitsgrade wählen kann, ganz toll. Außerdem finde ich super, dass das Spiel im Gegensatz zu anderen Exit-Games wiederverwendbar ist. Es wird jetzt im Kollegium weiter die Runde machen.

Einer der Schüler brachte für den zweiten Tag auch noch Andor mit, da hat er dann selbst eine Gruppe angeleitet. Ich war aber in einem anderen Raum und habe daher nicht mitbekommen, wie das lief. Hatte aber den Eindruck, ganz gut.

Auch, wenn es streckenweise richtig anstrengend war, weil die Schüler teilweise fast keine Frustrationstoleranz haben, ein paar Kandidaten mit ADHS dabei waren und offenbar nicht alle gewohnt sind, in einem Spielsetting auch mal Grenzen gesteckt zu bekommen, würde ich das Projekt insgesamt als Erfolg verbuchen.
Aus pädagogischer Sicht hat mir besonders gefallen, dass einige über sich hinaus gewachsen sind, dass jede:r bestimmte Talente hat, die für die Gruppe in irgendeiner Form von Nutzen war und dass so auch diejenigen, die im normalen Schulalltag eher selten Erfolgserlebnisse haben, hier Selbstwirksamkeit erfahren konnten.

Ein Escape Room mit mehreren Kindern in der Altersgruppe ist aber wirklich nur was für die ganz Harten. :sweat_smile:

Also, nochmals danke für eure Empfehlungen und wir können den Thread gerne weiter nutzen, wir sind jetzt ziemlich auf den Geschmack gekommen, auch künftig mehr kooperativ zu spielen.

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Hi, ich weiß, dass es nicht direkt kooperativ ist aber mein erster Gedanke wären die Werwölfe von Düsterwald gewesen. Das sind dann zumindest zwei zufällige Teams die zusammenarbeiten müssen, wobei das größere Team den Nachteil hat, dass es nicht weiß wer zu welchem Team gehört. Für fortgeschrittene gibt es n och Varianten für noch mehr Teams

Das Spiel funktionierte übrigens auch überraschend gut als Spielshow:

Ansonsten würde mir für kleinere Gruppen Team 3 als schnelles kooperatives Partyspiel einfallen.
Gemeinsam soll etwas mit Bauklötzen gebaut werden. Dabei kennt nur der Architekt den Bauplan, den er dem Bauleiter erklären muss. Allerding kann der Architekt nicht sprechen und erklärt das durch wildes Gestikulieren. Der Bauleiter erklärt dann dem Bauarbeiter, wie der Bauen soll. Allerdings muss der Bauarbeiter blind bauen und muss alleine auf die Worte des Bauleiters vertrauen.
Wer dieses Spiel gemeistert hat ist meiner Meinung nach bestens vorbereit auf die Arbeit in einem großen Unternehmen oder einer Behörde. :wink:

Ansonsten sind die Exits und Echos sehr schön. Aber nicht wirklich für do große Gruppen. Effektiv sind dann 2-3 Leute dabei, die den besten Blick aufs Material haben und der Rest sitzt halt dabei.