Hatte den auch im Kino gesehen. Bin kein Fan oder gar Kenner der Serie. Muss aber auch mal meinen Senf dazugeben, um die Macht wieder ins Gleichgewicht zu bringen. 
Fand den ziemlich nervtötend, fast ausschließlich weil der aus wirklich absolut jedem Moment einen Joke machen muss. Das kann man unterhaltsam finden. Oder es kann einen frustrieren, dass der Film sich nicht traut, sich selbst mal kurz ernstzunehmen, damit einen auch kümmern kann, was passiert.
Ich will nicht mal behaupten, dass die Geschichte total misslungen wäre. Hätte aber noch Polish von fähigeren Autorinnen oder Autoren vertragen können, um die guten Elemente auszubauen (Vater-Tochter-Bezoehung), die überflüssigen rauszuschmeißen (Mitbewohner) und die schlechten umzuschreiben. (Skeletor hätte unumwunden böse sein können, ohne eine totale Witzfigur abzugeben)
Mochte den Hauptdarsteller auch. Und dass wir bei den Hand-to-Hand-Combat-Szenen das 20 Jahre lang vorherrschende Shaky-Cam-Schnittgewitter, welches das Unvermögen (und manchmal auch das echte Können) der Beteiligten zu kaschieren versuchte, durch klar lesbares, John Wick-artiges Gun-Fu ersetzen, sehe ich mal als Gewinn, wobei das inzwischen auch wieder reichlich eintönig zu werden droht. Zumal eine Action-Szene auch nur Rauschen ist, wenn sie unmotiviert reichgezwängt wird und keinen emotionalen Anker bekommt. Und ich sage das als jemand, der Actionfilme sein Lieblingsgenre nennt.
Wie man die Effekte jetzt irgendwie verteidigen kann, zeigt mir nur wie wir über die letzten Jahre - wie in vielen anderen Aspekten des Lebens auch - zur Normalisierung von Beschissenheit oder sagen wir eher Mangelhaftigkeit erzogen wurden. Es gibt Filme aus den späten 2000ern, die sehen besser aus als das hier. Weil „ausreichend“ eben der neue Standard ist und nicht „bestmöglich“.
Und ich streube mich auch dagegen, dass man das dann nur als Fan so richtig gut finden kann. Nur mit den Fans von damals, kann man eine fast 40 Jahre lang unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindende Franchise aber nicht zu neuer Größe verhelfen. Im Großen und Ganzen kann man Masters of the Universe auch gucken, ohne in der Materie zu stecken. Wäre nur eben schön, wenn das ein besserer Film wäre. Und Fan-Service reicht dafür nicht.
Am Ende hat der eine winzige Stop-Motion-Szene und da dachte ich, dass wäre der Film gewesen, den ich viel lieber gesehen hätte. Und wie geil würde denn Stop-Motion zu He-Man passen? Das hätte dann vielleicht gleich mehr Stil und Sorgfalt erzwungen und womöglich weniger gekostet.
So hat der Film es meiner Meinung nach aber wirklich verdient zu floppen, weil er alles aufgreift, was im MCU und durch das MCU auch in zahllosen anderen Werken in den letzten Jahren so beschissen läuft: Überplottetes Fast-Forward-Story-Telling, visuelle Gleichförmigkeit in mittelmäßiger technischer Umsetzung, In-die-Fresse-Fanservice und endlose Witze und Oneliner-Offensiven.
Musste in dem Zusammenhang an Donkey Kong Bananza denken und wie inzwischen gute Unterhaltung schon dann attestiert wird, wenn einfach ständig haufenweise Scheiß passiert, egal, ob das irgendwie ein kohärentes Ganzes ergibt.