Pixelkino: Michael Jackson's Moonwalker

Schließe mich an, sehr schöne Folge. Aber ich würde ja sagen, die Untertreibung des Jahres geht jetzt schon an @Christian_Genzel: „Michael Jackson war ja auch ein ganz talentierter Tänzer“. :open_mouth::joy:

Der Mann war imho ein Jahrhunderttalent. :slightly_smiling_face: Anders ist glaube ich auch nicht zu erklären, wie dieser Film und die Spiele dazu mit einem offensichtlich auch noch anständigen Budget zustanden kommen konnten. Das wirkt alles dermaßen absurd und trotzdem war zumindest mal der Film ja offensichtlich auch noch kommerziell ordentlich bis erfolgreich. Das lässt sich imho wirklich nur mit einem personifizierten Gesamtkunstwerk und Taylor-Swift-artigen Massenphänomen erklären.

Die Arcade-Version wirkt imho optisch noch am spannendsten, da ist einfach viel Schönes auf dem Bildschirm zu sehen. Die Mega-Drive-Version wirkt daneben irgendwie ein wenig bieder. Oder wie sieht die Mithörerschaft das?

2 „Gefällt mir“

Hätte gerne ein Spiel “Kings of Pop” als Crusader-Kings-artiges Strategiespiel in dem man Fehden innerhalb der Jackson-Familie managen muss, während man die Welt mit seiner Musik erobert, Rechtsklagen und Journalisten nutzt oder abwehrt und seine Zoo-Kirmes erweitert.

2 „Gefällt mir“

Eine schöne Folge zu einem kuriosen Film und sehr unterschiedlichen Spielen.

Paul Kautz hatte sich schon zuvor mit Moonwalker und den Spielen auseinandergesetzt.

https://gamenotover.de/2023/04/23/level-101-moonwalker-hoerprobe/

Die wichtigsten ergänzenden InfoGEs gibt eine geleakte Prototypenfassung vom Mega Drive-Spiel, so dass man sehen kann, was kurz vor der Fertigstellung noch geändert wurde.

Das Ende des Spiels wurde kurz vor Veröffentlichung komplett umgebaut.

Thriller war bis kurz vor Release die Musik für Level 3, musste aber geändert werden, weil Sega auffiel, dass Thriller nicht von Michael Jackson komponiert wurde und man die Rechte hätte anders verhandeln müssen. In Pauls Podcast kann man die Geschichte ausführlicher hören, inklusive der Genesisversion von Thriller.

3 „Gefällt mir“

Sehr schöner Podcast, auch wenn ich zum Thema wenig Berührungspunkte habe. Die großen Hits von Michael Jackson waren in den Achtzigern, da war ich schlicht zu jung für. Als ich dann ins passenden Alter kam, so Mitte der 90er, haben die Skandale schon viel überdeckt. Dabei war ein begnadeter Künstler: Ein fantastischer Sänger, klasse Songwriter und vor allem begnadeter Tänzer. Und er hatte wohl auch Humor, er hat Weird Al für seine Parodien nicht nur die Erlaubnis gegeben, sondern ihn auch die Sets benutzen lassen und teils dieselben Leute anheuern lassen. Die Tänzer in der Parodie „Eat It“ sind teils dieselben wie in „Beat It“.

Weird Al - Eat it

Man kann aber auch nicht verleugnen, was für ein gebrochener Mensch er war. Ohne Kindheit, angetrieben von einem brutalen Vater. Das wird in dem aktuellen Biopic alles weggelassen und/oder schön gewaschen, was nicht verwunderlich ist, wenn das die Familie dahinter steckt.

Da schaue ich mir doch lieber ein paar seiner alten Musikvideos an. Bad mit einem jungen Wesley Snipes und unter der Regie von Martin Scorsese, das ist schon eine extrem ungewöhnliche Konstellation. Noch aus einer Zeit, als Musikvideos eine eigene Kunstform waren.

Und danke für den Schmulzer bei der österreichischen Version von Billie Jean. Als Schwabe konnte ich zumindest erahnen, worum es geht :wink:

Eine Anmerkung zu Spielen: In der ersten Version von Plants vs. Zombies gab es einen “Dancing Zombie” mit verdächtigem Design. Wurde aber mittlerweile leider entfernt: Michael Jackson Family Force PvZ Re-Design | Rock Paper Shotgun Jetzt sieht er aus wie Disco Stu aus den Simpsons.

btw. eine Anmerkung: Wenn ihr Sachen auf Youtube verlinkt, lasst bitte alles außer „?v=<>“ weg, insbesonderen „?si=“, weil das sind die Tracking Parameter. Dann weiß Google, woher das kommt und von wem. Und da für Google das Internet allgemein nur noch Content-Futter für seine KI-Systeme ist denke ich, dass man die nicht noch weiter füttern muss.

2 „Gefällt mir“

Ein weites komplexes Feld mit den Inhalten und Rechten sowie dem Handeln bei den Plattformen. Es hängt beim Prüfen der Inhalte viel an Automatisierung und begrenzten Personalaufwand in Akkordarbeit, wo “unsichtbare” Firmen für die sozialen Netzwerke weltweit arbeiten.

Ich würde gerne diese interessante Dokumentation empfehlen.

The Cleaners von H. Block un M. Riesewieck aus dem Jahr 2018.