schöne Folge!
… und sie hat erreicht, daß ich jetzt unbedingt diese Laytondingse spielen wollte. Glücklicherweise hatte ich meinen Eltern vor vielen Jahren ein DS mit dem damals brandaktuellen Kawashima Gehirnjogging geschenkt, als Versuch, ihnen einen ganz neuen bisher unbekannten Teil der Unterhaltungselektronik/medien zu zeigen.
Später hatte ich dann ein Professor Layton hinterhergeschoben, das ganze Projekt war erfolg- die Reaktion ein bißchen verständnislos, egal, jedenfalls konnte ich gleich nach der Folge Lagerundabstellraumfächer im Elternhaus nach dem Spiel erfolgreich durchsuchen, wegen der Möglichkeit, daß es das alles nicht mehr gibt, hatte ich mir auch schon mal das zweite Layton gebraucht bestellt (gut erhältlich) und ich wurde so überhaupt gar nicht enttäuscht.
Ich hatte das damals als für mich zu casual und rätselheftmäßig abgespeichert und das nicht angeguckt und jetzt macht mir das richtig viel Freude (Mist, vielleicht hat mich inzwischen auch einfach das Casual-Monster in seinen Fängen und ich bin in die Zielgruppe hineingealtert oder mein Leben hat jetzt Verständnis und Verwendung für Casual… das sind alles Gedanken, die ich bei Gelegenheit mal bei einem Glas Wein verfolgen, erleiden und verwefen muß…)
Ja, das ist ein bißchen rätselheftcasual, aber SO verdammt charmant und liebevoll gestaltet und gemacht, das es eine Riesenfreude ist und es ist so beneidenswert gut gealtert, das ist immer noch schön, witzig und gut in Form, das geht bis in die Detail des Minibonuskrams, wie Layton und Luke im völlig nutzlosen aber unsäglich putzigen Pensionszimmermöblieren, die Einrichtungsgegenstände kommentieren und man da diese zwei Puppenstubenzimmerchen einrichtet ist das blanke Vergnügen, wie man dieses Gemälde und den Hund zusammenbaut und letzterer gleich nach Fertigstellung kläfft und im Bild plötzlich das Auffinden von Münzen markiert ist schrecklich niedlich.
Die Rätsel treffen für mich exakt den Bereich innerhalb von mußichdrübernachdenken und kommichdraufbevorsnervt, in den allerallermeisten Fällen ist die Beschreibung, was ich machen muß gut, in den wirklich wenigen Fällen, wo es hakelig ist, ja passt das auch irgendwie und die Konsequenz ist auch nicht so schlimm.
Alles an diesem Spiel macht unkomplizerte Freude und bedient einen Einfachvorsichhinspielenzustand, einen echten FLOW!
Ich freue mich sehr, daß, wenn ich das erste in Kürze fertig habe, lange gehalten hats nicht, aber warum sollte es das auch, so wird es keine gedehnte Zeitverschwendung, schon das zweite „zu liegen habe“.
Übrigens, ich verstehe, was der eine Hörer meint, wenn er sagt, daß eine Besprechung der Geschichte fehlt, ja, wenn die Geschichte denn wirklich fordernd und tiefgründig wäre, aber die ist, und ich stimme Gunnar da voll zu und verstehe den Standpunkt, das ist echt nicht so wichtig. Ich weiß nicht, ob ich den großen „Twist“ schon hatte, ich denke aber: ja! und: ja, denn sah man wirklich schon neulich kommen und konnte ihm dann sich langsam heranradelnd von weitem beim Ankommen zugucken, das ist wirklich nicht besprechenswert.
Ist Professor Layton, bzw. sind die Spiele, wichtig?
Ich halte das jetzt für einen wirklich vorbildhaften und bildschönen Vertreter einer Demokratisierung des Spielens, wo plötzlich(?) jede(r) begann, zu daddeln und hierzu hat das DS, denke ich, auch einen wichtigen Beitrag geliefert, und das („Casualisierung“) ist schließlich auch überhaupt nicht schlimm, niemand bekommt etwas weggenommen, auch das DS/3DS hatte wirklich hervorragende Spiele für Spieler, abseitige Ideen, gewagte Konzepte usw. UND es hatte eben auch DIESE Spiele für alle, mit minimalen Einstiegshürden, DIESE Spiele, die, wenn man halt ehrlich ist und das Leben einen plötzlich diese kleinen Daddeleien zu schätzen wissen läßt, die mal eben wo rein passen ohne dumm oder plump oder anspruchslos stumpf zu sein.
Meiner Meinung nach ist Layton dafür ein wirklich exemplarisch perfekter und wunderschöner Vertreter, gut gewählt, das Folgenthema, die Folge war schön, das Spiel auch.
SO! Das war doch mal ein gut gelaunter Beitrag!
edit: an einer Stelle sanft gegendert, weil mir „jeder“ einfach richtig falsch vorkam, weil ich ja auch „jede“ meine!