Ich hatte das Game Voice und kann mich erinnern, dass die Sprachsteuerung super war um in Return to Castle Wolfenstein und Enemy Territory die ingame voicechat Befehle zu triggern.
Den Umschalter zwischen Lautsprecher und Headset fand ich auch grandios und habe, nachdem das Game Voice ausrangiert wurde immer wieder nach einer ähnlichen Lösung gesucht um so elegant umzuschalten. Mit der Maus im Betriebsystem finde ich fast so lästig wie unter den Schreibtisch kriechen müssen.
Bin recht schnell bei der Lösung gelandet, die ich heute noch nutze und gar nix anderes mehr will. Das headset ist mit Y-Kabeln angeschlossen und die Lautsprecher auf dem Schreibtisch hängen an einem kleinen Verstärker. An selbigen kann ich dann bequem mit einem Tastendruck die Lautsprecher ausschalten.
Ich habe früher praktisch nie Kopfhörer verwendet, dementsprechend nie Bedarf für so einen Umschalter.
Als ich dann später ein paar mal auf LAN-Parties gegangen bin, hatten die PC-Gehäuse meistens schon solche zusätzlichen Buchsen vorne bzw. oben beim Einschalter, in die man den Kopfhörer und Mikro stecken konnte, damit musste man dann nirgends drunterkrabbeln ![]()
[edit] so wie hier z.B., hat mein aktuelles Gehäuse auch, und eigentlich auch alle, die ich ab den frühen 2000ern hatte
I’ll second that.
Als der Game Voice rauskam, dürften die Gehäuse mit Frontblenden bereits gut verfügbar gewesen sein. Aus anekdotischer Erfahrung kann ich nur sagen, dass Frontbuchsen bei uns im Umfeld sehr verbreitet waren. Game Voice oder einen Umschalter hatte meiner Erinnerung nach dagegen keiner.
Ich glaube, die haben sich erst später durchgesetzt, parallel zu USB 2.0. PC-Prospekte zeigen rund um die Jahrtausendwende noch keine Frontbuchsen, allenfalls einen Kopfhöreranschluss direkt am CD-Laufwerk.
Aber hier wurden ja schon die Anschlüsse an den Aktivboxen genannt, das dürfte für viele die Lösung gewesen sein.
Ich habe ehrlich keine Ahnung/Erinnerung daran. Es gab ja eine Zeit wo die PCs nicht noch extra vorne Anschlüsse hatten für die Headsets (ich weiß noch wie ich bei irgendeinem Rechner der das dann hatte dachte wie mega praktisch das ist).
Ich bin mir sehr sicher, dass ich nicht jedes Mal hinter den Rechner gekrochen bin, um ein Headset anzuschließen. Gleichzeitig habe ich keine Ahnung wie ich das gemacht habe.
Ich war zwar ab 99 im MMO Fieber, gleichzeitig lief da eben aber doch sehr lange fast alles über den guten alten Chat.
Ihr wart ja alle Rich Kids mit euren Headsets!
Scherz beiseite, bei uns gab es sowohl daheim als auch auf LANs lange keine Headsets. Es gab einfach deutlich mehr Gründe dagegen als dafür. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, bei uns kamen Headsets erst zur Mitte der Nuller Jahre hin auf.
Hmmm, jetzt bin ich aber gespannt - welche waren das? ![]()
Headsets hatten eine eher schlechte Qualität, während man den PC doch wunderbar an den Verstärker der bestehenden Anlage anschließen konnte. Wie beim Fernsehen oder Radio auch, macht man halt leiser falls es stört.
Oft war ich nicht allein vor dem PC: entweder gab es local Coop-Spiele, hotseat oder mein Bruder wusste einfach alles besser, und das kann er mir ja nur mitteilen, wenn ich ihn höre.
Ähnliches gilt auf LANs: einerseits kann man sich gegenseitig taktisch relevante Infos zurufen, andererseits kann man seine Schadenfreude laut kundtun. Gemeinsam auf einer LAN CS spielen mit headset erschien mir ebenso absurd wie gemeinsam Fußball gucken mit Headset.
Mit dem Internet bekam der PC dann weitere Funktionen, und wie beim Telefon wollte man dann ja durch den Raum hören, ob jemand - klopf klopf klopf - online gegangen ist oder gar - uh oh! - gechattet hat. Mit kabelgebundenen Headset ging das nicht. (Einzig und allein die Tatsache, dass ICQ mit einem verdammten Nebelhorn startet, hat mich manches Mal ein headset vermissen lassen).
Es gab zwei Dinge, die das headset irgendwann (und wie gesagt: recht spät) attraktiv gemacht haben:
- Voice Chat. Dafür braucht man aber erstens die Bandbreite (bei allen, die Voice Chat nutzen wollen) und zweitens die Notwendigkeit, denn telefonieren ging ja auch. Skype etwa habe ich erst dann intensiv genutzt als es billiger war als telefonieren (etwa wenn man in ein anderes Land telefoniert hat)
- Laptops. Da wollte man ja seine Umgebung nicht einfach beschallen.
Ein headset am PC war eher eine Kuriosität. Ich hab mal mit einem popeligen Headset über ICQ telefoniert, das war sehr frickelig, aber da kam dann die ganze Familie staunend herein und alle durften mal was sagen. Danach haben wir das aber nie wieder gemacht.
Aber gut, ich erinnere mich noch sehr genau daran wie wir (viel früher) einmal darüber gesprochen haben, dass es nun auch Festplatten gibt, auf die ein ganzes Gigabyte an Daten passt, und wie waren uns einig, dass niemals jemand eine derart absurde Menge an Daten speichern wollen würde. Und das illustriert doch ganz schön, wie cutting edge wir waren.
Ja, meine Verwunderung bezog sich auch nur auf LANs - zu Hause haben Lautsprecher natürlich große Vorzüge.
Die damaligen Headsets waren so dünn und in der Regel ohraufliegend, sodass man seine Umgebung trotzdem gut verstehen konnte. Daher hatten wir auf unseren LANs keine Probleme mit der Real-Life-Verständigung. Notfalls hat man’s eben nur „halb“ auf den Kopf gesetzt.
Und dabei konnte man dann auch noch die Ingame-Geräusche gut genug hören? Ich hatte ja offensichtlich kein gutes headset zu der Zeit, meiner Erinnerung nach waren die nicht laut genug auf einer durchschnittlichen LAN. Vor allem wenn man jemandem wie mir gesessen hat, mit Aktivboxen. Ahem.
Hey das hatte ich auch und erst spät festgestellt, dass ich per Software die Kanäle ansteuern kann.
Ah, vielleicht sprechen wir von verschiedenen LANs, ich war nicht auf öffentlichen Veranstaltungen, sondern immer nur im privaten Kreis mit maximal acht Leuten.
Aber eine öffentliche Großveranstaltung, bei der jeder Teilnehmer Lautsprecher laufen lässt!? Das kann ich mir kaum ausmalen!
Bei uns waren auch private, kleine Lans eher laut. Das lag aber weniger an den Teilnehmenden als an der Akustik der Garagen, in denen wir die abgehalten haben.
Aber jetzt, wo wir drüber sprechen, kehren langsam Erinnerungen daran zurück, dass es bisweilen hinderlich war, wenn andere den eigenen Sound gehört haben: Vom Geräusch, dass ein Mönch gerade eine Reliquie in AoE II aufgesammelt hat, hin zum zum eindeutigen Leiter-Hochkletter-Geräusch bei Half-Life, welches Hinweise darauf gibt, wo man sich auf der Map befindet. Andererseits war es natürlich enorm befriedigend, wenn der Ansager von Unreal Tournament sein „M-M-M-Monster-Kill!“ für alle hörbar heuausposaunt hat.
Mich hat die Folge sehr unterhalten und sehr schön die Hintergrundgeschichte und die Situation am Markt beschrieben.
Diese ausgezeichnete Folge war ein guter Anlass, um noch ein paar Mitschnitte des Stay Forever Bits Segmentes von der Stay Forever Convention 2024 rauszukramen:
Hier ein Video, in dem Henner in Quake versucht sich per Sprachbefehl fortzubewegen:
Da merkt man nochmal sehr anschaulich, warum die Sprachsteuerung sich wohl nicht im Spielealltag durchgesetzt hat ![]()
Hier der komplette Mitschnitt des Quake-Turnirs von Fabian und Henner mit den ganzen gescheiterten Eingabegeräten:
Und diesen Ausschnitt vom ersten Kill davon hatte ich schon nach der Stay Forever Convention 2024 hochgeladen:
(im entsprechenden Thread zum Material des Stay Forever Technik Bits Segmentes auf der Convention 2024 gibt’s noch ein weiteres Video zur Steuerung von Black and White)
