Stay Forever Spielt: Stationfall

Schöne Staffel. Hat mir insgesamt viel besser gefallen als Planetfall. Das ganze Setup der Geschichte war für meinen Geschmack auch viel cooler, ging ja schon in eine Art Horrorrichtung und hatte dabei viel late 80ies Absurdität drin, erinnerte mich ein bisschen an Nightmare on Elmstreet oder Evil Dead 2 mit den schwarzhumorigen Angriffen von Alltagsgegenständen. Erstaunlich das moderner Survival Horror das nicht weiter aufgegriffen hat.

Das Finale in Planetfall war imo kreativer (Miniaturisierung), aber der Schluß in Stationfall hat mir auch super gefallen (also nach dem Endkampf - da hätte man sicherlich noch ein Sequel draus machen können). Weiß nicht ob das damals normales writing war oder schon was Besonderes - auf jeden Fall muss das Eindruck gemacht haben. Mich hätte das als junger Bengel voll umgehauen.

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Endlich mal wieder eine Staffel wo ich dran geblieben bin. Und meine Güte war das ein Highlight für mich. Sowohl Planetfall als auch Stationfall fand ich super spannend, euch zu folgen. Und als alter Textadventure Muffel bin ich doch versucht mich mal in die Infocom Welt einzuarbeiten.

Vielleicht mal noch ein paar Gedanken zur letzten Folge.

Bei der Bombe habe ich mir das so vorgestellt, das man den Detonator mit Drähten an den Sprengstoff „attached“ und das ganze dann immernoch in der Hand hält. Aber insgesamt bin ich bei Christian. Einfach nochmal pure Schikane kurz vor Ende. Vielleicht eine Art Grind Mechanik für alte Textadventures um mehr Spielzeit zu generieren. :stuck_out_tongue_closed_eyes:

Das Ende beider Spiele fand ich so lala.

Der Tod von Floyd im zweiten Teil scheint ja offenkundig den Fehler des ersten Teils wett gemacht zu haben. Ihr hattet ja bei Planetfall schon bemerktdas der Impact dieses Opfers ja konterkariert wurde. Es hätte ja durchaus auch anders sein können. Floyd, der offensichtlich kindliche Roboter stirbt, der Protagonist macht sich die ganze Zeit bis Stationfall Vorwürfe. Man trifft auf den wieder kindlichen Roboter Oliver und im Showdown geht es nicht darum den nun aufäch feindseeligen Oliver über den Haufen zu ballern sondern einen „not again“ Moment zu haben, wodurch der Roboter seine Programmierung aushebelt. Ok, zu viel Gelaber, und müßig nach 40 Jahren irgendwas besser zu wissen.
Am Ende von Planetfall fand ich die Erzählung schön, awie sich alles zum Guten ändert, deine Nemesis (warum auch immer) degradiert wird, du zum Hero of the day wirst. Das hat mir in Stationfall doch gefehlt zumal hier ein wesentlich höherer Sieg erungen wurde. Denkt ihr das war Absicht um den Fokus auf Oliver nicht zu verlieren?

Jetzt noch was witziges zum Ende. Ich hab heute den Song „No Pain No Gain“ von Austrian Death machine gehört und musste so feiern als Gunnar die Fitnessmaschine zitiert hat. Das ist natürlich Zufall und hat nix mit dem Spiel zu tun, aber für interessierte:

Ich merke immer wieder: Wenn euch die Spiele Spaß machen gefällt mir die Staffel nicht so sehr :wink:
Aber das ist natürlich als Kritik ziemlich unfair, ist mir schon klar.

Ich finde aber das sich SFS als Format so langsam etwas totläuft, zumindest mit dieser Art von Textadventures. Ihr seid mittlerweile so gut im erkennen von Mechaniken, Strukturen etc., das vieles recht „automatisiert“ abläuft. Das ist nach so vielen Staffeln natürlich eine logische Entwicklung die sich nicht vermeiden lässt, aber für mich schmälert sie zumindest die Hörfreude. Das mich die Welt der beiden Falls dann auch noch so kalt gelassen hat macht es natürlich nicht besser.

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Mir sind die Folgen, wo man den Spielspaß deutlich raushören kann sehr viel lieber und ich finde auch nicht, dass sich das Format abgenutzt hätte. Wer lieber genervte podcaster hören möchte und sich an deren Verzweiflung ergötzt sollte evtl. öfters mal in geeigneten Etablissements sich den Popo hauen lassen. :upside_down_face:

Konnte leider, aus zeitlichen Gründen, nur planetfall selber mitspielen, jedoch hatte ich viel Spaß an der lustigen und spannenden 2. Hälfte der Staffel.

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Das waren jetzt halt zwei Textadventures hintereinander, normalerweise ist ja zwischen den Staffeln bisschen Pause, dann gibts auch noch die Spielbuch-Version und Grafikadventures kommen ja auch manchmal dran (Simon the Sorcerer steht laut Gunnar am Plan! Da freu ich mich voll drauf).

Wir brauchen mal wieder ein völlig obskures Rollenspiel mit irgend einer leidlich funktionierenden nebenmechanik, wo die Story aber doch irgendwie fesselt aber stellenweise strunz doof ist. Bonuspunkte wenn Chris stundenlang werte in Excel Tabellen nach effektivität ordnen kann während Gunna mit purem „Glück“ den effektivsten weg findet.

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Die beiden Spiele haben mich wieder sehr unterhalten beim Zuhören. Is wie die Hörbuchversion von einem Textadventure immer :smiley:

Da gab’s vor nicht allzulanger Zeit einen Neuzugang… Wo es darum ging Kennedy zu retten… Klang nach viel Potential

Ich hätte den hier übrigens gerne als richtigen Smily

Da es in der Folge nicht erwähnt wurde vermute ich jetzt einfach Mal das diese schon vorher aufgenommen wurde.

Wie ist das bei den SFS Staffeln allgemein so? Nehmt ihr die komplett auf bevor ihr sie ausspielt oder seit ihr bei der Aufnahme nur leicht vorraus? Hat sich das im Laufe der Zeit geändert?

Ich erinnere mich das es Staffeln gab wo ihr Hinweise aus der Community aufgenommen habt. Bei KGB hatte ich das erste Mal das gefühl das es einen größeren Zeitversatz gibt (Gunnar hat aufgerufen das jemand die Namen richtig ein spricht und du hast abgewiegelt das es zur nächsten Folge nicht klappen wird).

Silvester 2023/24 habe ich mit einem Freund Planetfall durchgespielt, um mich im Anschluss direkt in die zugehörige SFS-Folge zu stürzen. Zu meiner Freude (und Entsetzen!) musste ich feststellen, dass direkt danach noch Stationfall kam…für welches wir tatsächlich bis jetzt gebraucht haben. Jetzt konnte ich endlich auch die Staffel hören und ich fand es wie immer wahnsinnig spannend, welche Rätsel für uns offensichtlich waren („Chris und Gunnar sind so doof, das ist doch offensichtlich!“) und welche unlösbar waren („Chris und Gunnar sind so klug, da wären wir im Leben nicht draufgekommen!“) – dieses Mal war eigentlich alles in der zweiten Kategorie…

  • Den Spiegel zu zerschlagen war fast schon ein Reflex, aber dass die Folie aus Platin ist haben wir erst in der allerletzen Minute herausgefunden, als einer von uns bei einem fixem Neuspielen mit angeschaltetem Detektor in den Barber-Shop gelaufen ist
  • Wir sind nie auf die Idee gekommen, dass man die Diode im Detonator putzen kann. Da es aber mit der einfach zugänglichen Diode nicht ging, dachten wir uns schon, dass wir an die Diode im Stern rankommen müssen…
  • …aber wir haben selbst, als wir auf die Idee kamen, die Ballonkreatur zu verwenden, diese nicht dorthin bewegt bekommen. Wir haben einfach die Verbindung zwischen Spray und der Beschreibung der Kreatur nicht hinbekommen. Das war das einzige Mal, dass wir die Invisiclues brauchten.
  • Dass „Element 93“ Platin sein muss, war logisch. Die Elemente sind ja nicht willkürlich von uns Menschen durchnummeriert, sondern folgen der Anzahl der Protonen. „Element 93“ müsste also auch in Alien-Kulturen immer Platin sein.
  • Frotz hat das unheimlich praktische „Undo“-Feature, welches ich gnadenlos ausgenutzt habe, statt ständig neu zu laden. Manchmal ist es damit schwierig, sich zu erinnern, wo man war - aber es ist deutlich leichter, einen Tod auszuprobieren und dann fix dreimal „undo“ zu machen, statt jedesmal extra zu speichern und zu laden.

Ein paar Highlights aus den Invisiclues:

  • How can I avoid the crazed washing machine?
    I’d take my business to a different laundromat.
  • What is that emu doing in the water tanks?
    The backstroke?
  • How can I get the seven-pointed star?
    C. It’s as easy as A. b. c.!
    D. „A. b. c.“ as in „Arcturian balloon creature“!

Insgesamt ein schönes Spiel und die Art, wie ich Textadventures persönlich gerne mag (auch wenn ich nicht so viele gespielt habe): Eine eher tote Welt, in der wir uns die Geschichte zusammenreimen mussten und eher die Puzzlebox entheddern als mit vielen Personen interagieren mussten.

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