Die Cover-Arts werden ja immer besser und besser, bin beeindruckt!
Wer hat sich noch ständig mit dem Gauss selbst gekillt?
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Boah, bin gerade fast am Ende der Folge und bei dem einspielen der Musik kommt mir wieder Gänsehaut. Mir war auch erst nicht klar, was genau an Syndicate so gut ist. Aber ja-volle Zustimmung -das ist die Atmosphäre. Das Design dieser dystopischen Zukunft zieht mich sofort rein in diese harte Welt. Ich habe den Shooter nie erlebt. Aber diese Welt hätte grundsätzlich viel Potential für Spiele und für Erzählungen.
Alter! Die Geschichten aus der Vergangenheit werden ja auch von Mal zu Mal immer härter! ![]()
„Damals! Als der Hund das Videokabel durchgekaut hat, habe ich die beiden Enden einfach selber zwischen die Zähne eingeklemmt und auf dem verzerrten Bild weitergespielt!“
„Damals! Als das Netzteil ausgefallen ist, haben wir unseren Computer an die Dynamo von unserem Fahrrad angeschlossen und mein Bruder und ich haben uns stets abgewechselt - ein hat gezockt, der andere hat getreten!“
„Damals! Als mein Vater meinen Controller aus Versehen zertreten hat, habe ich einfach aus einem kaputten Radio und einer Sprühdose einen Joystick gebastelt! Die Tasteneingaben gingen nur jedes dritte Mal und es hat schrecklich nach links gedriftet, aber ich habe an dem Abend trotzdem Battletoads durchgespielt! ZWEI MAL!“
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Ja, okay, bevor mich alle roasten - ich habe auch eine Geschichte aus der Vergangenheit zu erzählen.
Ich habe von meiner Oma ihren alten Fernseher zum Zocken bekommen - so ein Schwarzweißgerät, riesengroß und scheiße schwer. Ich war 10 und konnte das Ding selber nicht rüber tragen, also musste ich warten, bis mein Stiefvater UND mein Onkel beide Zeit dazu finden. Es mag vielleicht nur zwei oder drei Wochen gedauert haben, bis das Teil bei mir war, aber es kam mir vor, als ob es Jahre waren.
Das Beste kommt aber noch. Das Sonderfeature von dieser Glotze war - die ging nicht! Na ja, also das Bild ging nicht, der Sound schon. Es gab nur den Antenneneingang und 6 umschaltbare Kanäle, ich habe alles erdenkliche ausprobiert, aber ich konnte nur blind mit Sound zocken.
Ich schäme mich, dies zu gestehen, aber wenn man wirklich nichts hat, womit man sich beschäftigen kann, dann zockt man auch an einem Fernseher ohne Bild, indem man die Geräusche deutet. So habe ich es auf meinem Mega Drive bei Streets of Rage bis in das Fabriklevel geschafft.
Bei Sonic sah ich aber wörtlich gar kein Land ![]()
Wir hatten ja nix!
Und ich war noch in der Grundschule… Damals hat es ja kaum jemanden interessiert was die lieben Kleinen sich so für Kram reinziehen, Computerspiele waren ja Spielzeug ![]()
Aber wie in aller Welt hast du an deinem Monitor Wasserschaden verursacht? Haben deine Eltern das nie gemerkt? Hätte ich sowas zu Hause gemacht, müsste wahrscheinlich das SEK ausrücken um meine Mutter von meiner Gurgel zu trennen
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Der Amiga gehörte ursprünglich meinem Bruder und erst haben wir auf unserem kleinen TV damit gespielt. Später hat mein Bruder dann mal von einem Bekannten diesen (damals schon) alten Monitor für Lau bekommen. Wie das mit dem Schaden genau passiert ist, weiß ich nicht mehr, kann nach den Jahren natürlich auch sein, dass ich da Dinge durcheinander bringe, aber ich glaube es ist irgendwie Wasser oben auf den Monitor gelangt (vermutlich durch ein Getränk oder so) und etwas davon dann in so Lüftungsschlitze(?) gelaufen. Wenn ich mich recht entsinne hat es dann auch erstmal puff gemacht und da kam ein bisschen Rauch raus, aber er ging noch. Bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass der ursprünglich auch mal mehr als Grüntöne konnte ![]()
Ja, gut, wenn das Ding geschenkt war, juckte es natürlich keinen. Was hat denn dein Bruder dazu gesagt? Wobei, wenn er der ältere von euch beiden ist, haben sich seine Interessen wahrscheinlich irgendwann zum schöneren Geschlecht verschoben
Also war es ihm am Ende auch egal oder? ![]()
Syndicate ist das erste Spiel, das mir in den Sinn kommt, wenn’s ums Thema Killerspiele geht.
An Neujahr hatten meine Eltern mit zwei befreundeten Paaren immer so 'ne Art Katerfrühstück, eines der beiden brachte zwei Söhne mit - nennen wir sie mal Fred, der in meinem Alter war, und Pierre, ein paar Jahre jünger - und wir spielten dann natürlich, was wir zu Weihnachten neu bekommen hatten.
Muss wohl Neujahr 1994 gewesen sein, als wir anschließend beim Essen gefragt wurden, was wir denn gerade gespielt hatten. Es war irgendein Adventure, in dem man einen Mord aufklären musste, vielleicht Sherlock oder Gabriel Knight. Deren Mutter gab sich dann ganz überrascht, normalerweise ginge es in Spielen doch darum, andere umzubringen.
Fred und ich stritten das natürlich ab, sowas käme uns keinesfalls auf den Computer, aber Pierre, der nie seine Klappe halten konnte, posaunte heraus: „Doch, Fred spielt ständig was, da muss man NUR LEUTE UMBRINGEN!“ Und, japp, das Spiel war Syndicate, die Aufregung groß, und den Rest des Tages verbrachte Fred damit, sich mit knallrotem Kopf dafür zu rechtfertigen, dass das ja strategisch sei und eigentlich irgendwie lustig gemeint. Das war natürlich die nächste Red Flag.
Im Anschluss wurde sein PC kontrolliert - was auch immer das gebracht haben mag - und ich hab danach auch eine Weile mal schnell den Monitor ausgeschaltet, wenn jemand reinkam. Pierre mussten wir im nächsten Jahr natürlich trotzdem wieder mitspielen lassen, das kleine Großmaul!
Belangloseste nur vorstellbare Anekdote, ich weiß, aber rückblickend fand ich’s immer ein bisschen witzig, dass ausgerechnet Syndicate die erste Killerspiel-Diskussion bei uns auslöste.
Ja, ich glaub der war zu der Zeit dann schon langsam mit Kiffen beschäftigt oder so und ich hatte dann irgendwann mein SNES.
„Mama, Mama! Ruf schnell die Zahnfee an! Pierre hat Milchzähne verloren!“
„Ach, echt? Wie viele denn?“
„So viele, wie wir aus ihm rausprügeln konnten!“ ![]()
Ich erinnere mich daran, dass ich am Geburtstag meines Bruders Syndicate gespielt habe. Meine Tante kam dann in mein Zimmer und hat sich das angeschaut. Das Geschehen auf dem Bildschirm konnte sie wohl nicht einordnen. Also hat sie den einzigen Text auf dem Monitor fokussiert und vorgelesen: „Ausschalten“.
in der englischen Ausgabe war das „Assassinate“
Und dann sollte ich ausschalten und ins Wohnzimmer kommen zum Kuchen essen. ![]()
Bei GOG kostet das Game inklusive Amercian Revolt gerade nur 0,95 €.
Mit dem Cyborg liegt ihr leider vollkommen falsch.
://de.wikipedia.org/wiki/Cyborg
Ich glaube sogar, daß ich diese Version habe. Muß die mir mal downloaden und ausprobieren. Bin bislang nie dazu gekommen oder nie Lust dazu gehabt.
Syndicate kenne ich aber tatsächlich noch aus meiner Jugend, denn ein damaliger Kumpel von mir hatte das Spiel für den Amiga in einer Schulhofversion oder Ähnliches. Wirklich weit gekommen sind wir damals aber nicht.
Vor allem fand ich sehr amüsant, dass sie wortwörtlich die gesamte Weltbevölkerung zu Robotern gemacht haben… Dann ist das alles wieder okay.
Syndicate (original) wurde ja wegen seiner menschenverachtenden Elemente indiziert (die sind ja auch nicht weg zu diskutieren), aber das ist halt wieder so ein Ding wo ich ein echtes Problem mit der damaligen deutschen Indizierungspraxis habe. Ja, es gibt Werke, die Geschichten in menschenverachtenden Szenarien erzählen.
Syndicate glorifiziert das ja nicht, der Name, der die Firman ja in der Tat in den Bereich der Verbrecher rückt, ordnet das schon gut ein.
Es wird natürlich insofern glorifiziert, dass du selbst die ausführende Kraft bist. Du spielst die Verbrecher, du verursachst ruchlos Kollateralschaden, du führst Morde aus, bringst reihenweise Leute um (oder schickst sie als Kanonenfutter vor).
Ein Spiel, das im 2. Weltkrieg spielt wird vermutlich auch sehr unterschiedlich behandelt, wenn man einen regimetreuen SS-Soldaten statt eines polnischen Widerstandskämpfers oder eines französischen Künstlers spielt. Ob es deshalb direkt indiziert werden muss, das sei mal dahingestellt. Aber „Man spielt ja offensichtlich die Bösen und das ist alles ganz schrecklich!“ ist glaube ich eher ein Indizierungsgrund als ein Punkt dagegen. Oder bestenfalls ein Feigenblatt im Sinne von Dooms „Es geht ja nicht nur ums Töten, man muss auch Schlüsselkarten sammeln!“.
Ich geh nicht mit, dass ausführende Hand zu sein gleich Glorifizierung ist.
Wir haben verdammt viele Medien, die sich mit Tätern und Ekeln als Protagonisten beschäftigen, da ist ein ganzes Subgenre.
Und zu dem Weltkriegsvergleich: Es gab zu der Zeit eine ganze Menge Spiele in denen man ganz unironisch und ungebrochen die Wehrmacht spielen konnte, allen voran das sehr unironische Panzer General. Die kommen meiner Meinung nach Glorifizierung viel näher. Zwar nicht ganz so drastisch wie Syndicate, aber da spielt man halt nicht die Wehrmacht.
Ich möchte mal an der Stelle anmerken, dass der Syndicate-Shooter sehr gescholten wird und gerne einfach weggenickt. Ich fand den garnicht so schlecht - kein super Spiel, aber zum Beispiel die Mission auf Atlantis hat schon echt Atmosphäre.
Leider macht die Story die Welt bedeutend heller als das Original. Trotzdem find ich ihn interessant genug um ihn neben des Hauptspiel zu legen.