Tiger Electronics R-Zone (SFT Bits 18)

WTF, warst Du ein Rich Kid?

Nur nach Geburtstag oder Weihnachten. Und dann nicht sehr lange.

So rein aus Interesse:

Der von Ihnen angegebene Betrag/-Preis in Deutsche Mark in Höhe von DM 70,00 aus dem Jahr 1996 entspricht heute, unter Berücksichtigung der Inflation, einem Preis in Höhe eines Euro-Werts von: EUR 61,95

Könnte ich mir heutzutage sogar vorstellen, als massenproduziertes, simples Videospiel mit OLED-Display. Vielleicht sogar drahtlos, aber andererseits hat man die schweren Batterien doch lieber in der Hand statt am Kopf.

Das war eine richtig coole Folge, vielen Dank dafür. Die Tiger Handhelds mochte ich immer gern als Kind - die hatten immer, wie ihr richtig gesagt habt, diese geilen Lizenzen und die Geräte waren meist auch mit schönen Artworks versehen.

@Henner_Thomsen Hast du mal versucht mit den Entwicklern der Spiele in Kontakt zu treten? Das waren ja, so wie ich das verstanden habe, alles Eigenentwicklungen bei Tiger, oder? Da würde mich ein Einblick in der Entwickgsprozess, gerade bei diesen harten technischen Einschränkungen, wirklich mal interessieren.

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Ich versuchte mit dem Erfinder Roni Raviv sowie mit einem Tiger-Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen, leider ohne Erfolg. Spieleentwickler habe ich nicht kontaktiert, ihre Namen sind in diesem Fall aber auch nicht so gut dokumentiert wie bei “richtigen” Spielen. Ja, interessant wäre es schon zu erfahren, wie so ein LCD-Spiel angesichts der starken Einschränkung durch die Bildschirmtechnik (und womöglich durch die Lizenzgeber) entwickelt wurde.

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Update! Ich konnte nun doch noch mit Roni Raviv sprechen, dem Erfinder des R-Zone.
Er hat ein paar Dinge aufklären können:

  1. Seiner Aussage zufolge war das Gerät nicht inspiriert durch den Virtual Boy. Dass er sich für die Farbe Rot für die Projektorlampe entschied (und diese war schon Teil seines ursprünglichen Designs, keine Ergänzung durch Tiger), hatte technische Gründe:

    „I used red for technical reasons as optimal on the transparent mirror, reflecting one wavelength and passing all other wavelengths (dichroic lens), which gave the best contrast and an overall monochromatic image of the surroundings seen through the mirror.“

    Ergänzung: Grün hätte ihm zufolge auch funktioniert, aus ästhetischen Gründen habe er sich für Rot entschieden.

  2. Es wurde ihm zufolge etwa 1 Million der Stirnbandgeräte verkauft, die Handheld-Versionen nicht mitgerechnet, sowie 3 Millionen Spielmodule. Raviv war damals natürlich nicht bei Tiger, er hat ihnen nur seine Erfindung verkauft, aber vielleicht blieb er ja dennoch auf dem Laufenden. Klingt ganz so, als wäre es wirklich ein Erfolg gewesen.

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Hab die Folge jetzt auch gehört. Mir waren alle Produkte von Tiger völlig unbekannt. Vielleicht lief mal irgendwo Werbung, aber ich kann mich nicht daran erinnern. Auch nicht, dass es jemand in meinem Umfeld hatte. Das gilt auch für ähnliche Geräte von Konami oder Nintendo.

Mit dieser Art von „Spielen“ bin ich erst später in Berührung bekommen, als Nintendo seine Game & Watch Spiele als Mini-Edition neu aufgelegt hat. Ich hatte die grüne Variante mit Donkey Kong und schnell durchschaut, wie es funktionierte. Also oberflächlich, dass alle Grafiken bereits „eingebrannt“ sind und dann je nach Spielzustand aktivierte werden. Da ich aber bereits einen Gameboy, Super Nintendo und Spiele-PC hatte, war das nicht so beeindruckend. Auch als Schlüsselanhänger fand ich das eher ungeeignet, weil zu groß. Das Teil ist ja ungefähr so groß wie eine Streichholzschachtel - ungeeignet für Kinderhosentaschen.

Zu der Farbe des „Displays“ hätte ich einen Gedanken: Klar können sie einfach von Nintendo kopiert haben, aber könnte das auch produktionstechnische Gründe haben? Und warum hat Nintendo auf Rot gesetzt?

Ich weiß dass LEDs in den Farben Rot und Grün einfach und billig zu produzieren sind, Blau dagegen sehr schwer und teuer. Das war einer der Gründe, warum BluRay-Player (und die PS3) lange so teuer waren. Könnte es hier einen ähnlichen Grund haben? Der Virtual Boy hat aus diesem Grund rote LEDs als Lichtquelle verwendet (Quelle: Wikipedia), könnte das hier ein ähnlicher Grund sein? Also dass es schlicht nicht anders möglich oder am billigsten war, das R-Zone mit roter Lichtquelle zu produzieren? Weil die Tiger-Geräte sind sehr kostenoptimiert, das ist ihr großer Vorteil gegenüber „richtigen“ Konsolen.

Für das alles habe ich keine Beweise oder Quellen, sind nur meine Überlegungen.

Dazu habe ich den Erfinder befragt - mehr dazu im aktuellen Insider :slight_smile:

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Service-Link: Stay Forever Insider 07/2026

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