Warhammer 40k vs The Witcher

Ich hab The Witcher weder gespielt noch gelesen, aber die Serie im englischen Original mit Henry Cavill hat mich restlos begeistert.

Der legt nun die Waffen eines Hexers nieder (und auch alle anderen Rollen), um ganz im Warhammer Universum bei Amazon aufzugehen.

Für mich ein Skandal, zweifelsfrei für niemand eine Sensation (um beim S zu bleiben)
Da kann ihn ja nur der schnöde Mammon getrieben haben

Kennt dieses Warhammer bei uns überhaupt jemand?

Was haltet ihr davon?

PS: trotz reißerischer Formulierung ist mein Text eindeutig mit einem :wink: zu verstehen

:wink:

Kurzum: Ich liebe Warhammer 40k. Oberflächlich ist es als hätte man einen 80’er Actionfilm mit all seinen oberflächlichen Klischees in eine Sci-Fi Universum gegossen. Wenn man sich dann aber tiefer damit beschäftigt, erkennt man, dass da ziemlich viele gute und auch kluge Ideen eingearbeitet sind. Die gesamte WH40k Prämisse ist im Endeffekt die einer sterbenden Galaxie, die von unterschiedlichen, zerstörerischen Kräften zerrissen wird.

Es gibt ja einen „die Welt von“ Podcast von SF zu WH40k. Der deckt das Thema recht oberflächlich ab. Die Lore dahinter ist so tief und komplex (und auch wirklich gut!) dass man damit sicher 100 Stunden Podcast füllen könnte. Ich fürchte nur man muss sehr vorsichtig sein um im filmischen nicht zu sehr in die Klischees abzudriften. Ich hoffe sie finden da eine gute Balance. Hat beim Herrn der Ringe ja nicht so geklappt.

Edit: The Witcher finde ich als Universum ganz „okay.“ Die Idee hinter dem Hexer und dass es oft um Märchenerzählungen und menschliche Verfehlungen geht ist interessant. Es hebt sich für mich aber nicht so stark ab wie andere Universen. Die Serien- sowie auch die Videospielumsetzung sind halt wirklich sehr gut gelungen.

1 „Gefällt mir“

Am Witcher mag ich besonders, dass die Inspiration großteils aus osteuropäischer Fantasy kam. Das war wirklich mal eine willkommene Abwechslung zur Tolkien Fantasy.

Warhammer kenne ich nur aus Space Hulk aus erster Hand. Die Spiele oder die Lore an sich haben mich nie angesprochen. Vielleicht ändert sich das ja bald.

Was ich doof finde: ich kam bisher gut ohne Amazon Prime aus, nur wegen Warhammer werd ich es nicht kaufen.

Echt schade um Henry Cavill. Kann mir nicht vorstellen dass The Witcher ohne ihn funktioniert…

The Witcher hat dank unfähiger Showrunner auch mit Cavill nicht funktioniert. Ich denke mal, das hat er gemerkt. Als Buchleser hat mich die Serie in den Wahnsinn getrieben.

1 „Gefällt mir“

Dann hat The Witcher wohl nur als Stand-Alone Serie ohne Verknüpfung zu den Büchern funktioniert.
Kann ich so akzeptieren, ginge mir bestimmt als Leser genauso.

An der Qualität der Vorlage scheiden sich allerdings die Geister. Die Meinung, dass das Quellmaterial durch die Serie weit über seine eigentliche Qualität hinaus katapultiert wurde, ist keine seltene. Mündet dann immer ein bisschen in der Diskussion inwiefern man Quellmaterial für eine Adaption anpassen sollte. Da war das Geschrei damals schon bei Peter Jackson groß. Es werden heute noch intensive Diskussionen über Tom Bombadil geführt.

1 „Gefällt mir“

Kurz: Sämtliche Bücher und Kurzgeschichten gelesen und ich glaube, ganz gut verstanden zuhaben, was für Geschichten Sapkowski erzählen will/wollte. Fasziniert und beglückte mich voll, ist aber auf seine Weise krude und das kann man nicht wegdiskutieren. Was ich nur ganz mau kenne, sind die Games.

Bei der Witcher-Serie auf Netflix vermute ich, dass die Computerspiele - vor allem Teil 3 - schon einen so immensen Vorsprung als visuelle Ver-witcherung hatten und die Bücher viel zu sperrig gewesen wären, um sie „eins zu eins“ zu übernehmen. Nicht nur europäischer Mythos sondern auch „aus polnischer Sicht“ mit dieser alleinstellungsmermaligen polnischen Art. Sapkowski liest sich halt wirklich nicht wie irgendwas anders. Und. Das. Ist. Gut. So!

The Witcher ist nach meinem Dafürhalten sehr auf Charaktere, Geschichten und die Märchenvorlagen gemünzt. Anerkenne hier völlig die Schwierigkeit, das auf dem Schirm zu zeigen. Wobei… nee. Wär schon gegangen. Gnihi.

Warhammer ist mit Sicherheit wesentlich einfacher auf den Schirm zu bringen (weil optische Opulenz), stimme aber Kreios zu, dass das auf keinen Fall nur aus den Klischees bestehen darf, sonst scheiterts halt (wieder). Es steckt ein starker emotionaler Tenor und eine immer wieder erkennbare Handschrift in der Warhammerwelt, die man bitte nicht verpassen darf. Außer man will generisch sein. Was durchaus vielleicht gewollt wird. Dann ists auch wieder wurscht und sie könnten auch ne Schmarhammer-Serie machen.

Ach, Cavill wirds schon richten. Hoffe ich. Der ist ja selber Wargaming/Tabletop-Fan.

2 „Gefällt mir“