Ich bin am Wochenende in meinem Archiv über meine alten QBasic-Programme gestolpert. Und mein unvollendetes Magnum opus „THE FIGHT FOR KRISKA“ (Gottogott), ein episches Text-Rollenspiel fand dort seinen (bisherigen) Abschluss.
Gut, ehrlicherweise hatte ich in der zweiten Stadt vermutlich einfach keine Lust mehr. Hab nen ganzen Haufen abgebrochener Programme hier rumfliegen aus der Zeit.
Aber, wie wir Männer so sind: Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Nur weil das Ding jetzt seit 28 Jahren in der Schublade lag, heißt es ja nicht, dass ich das nicht irgendwann mal fertig machen. Hust.
Also, legt los. Was sind eure abgebrochenen Projekte, die nur darauf warten, dass ihr eines Tages weiter macht? Oder alternativ: Was habt ihr Weihnachten '98 so getrieben?
So weit kann ich dann doch nicht zurückgreifen, aber ich hab vor 7 Jahren angefangen, ein Szenario für Call of Cthulhu zu schreiben. War dafür sogar in Kontakt mit Pegasus. Also, es war eine reine Initiativbewerbung von mir, keine Auftragsarbeit mit Deadline. Was auch so ein wenig der Untergang dafür war.
Tatsächlich waren/sind alle Texte geschrieben. Aber die NPC-Werte fehlten noch, und wer schon mal ein Cthulhu-Szenario geleitet hat, weiß, dass man natürlich der Gastwirtin Emma eben auch Größe und Überzeugen geben muss
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Datei gibt es noch auf meinem Laptop. Aber letztes Jahr hab ich sie noch einmal durchgelesen und geschaudert. Gute Ideen, grauenhaft umgesetzt. Da vertraue ich weiterhin den bestehenden Autor*innen!
Dürfte zwar eher 1988 als 1998 gewesen sein, aber ich hab mal Fan-Fiction zu UFO geschrieben.
Allerdings auf der mechanischen Schreibmaschine meiner Mom und glücklicherweise dürfte davon nichts überlebt haben.
Später hat mich halt das jeweilige Bildungsinstitut gezwungen, meinen Dreck fertig zu machen und danach dann die Arbeit. Von daher ist da wenig auf der Strecke geblieben.
Später hab ich auch gemerkt, dass ich in dem, was mir persönlich Spaß macht, lieber Konsument als Creator bin. Wo ich nicht schlecht war, war darin Warhammer Minis zu bemalen. Die zwei Jahre vor dem Abi hatte ich relativ viele „Aufträge“, aber das hat mir dann auch nur noch bedingt Freude gemacht. Wenn man mit Zeitdruck muss und das Geld der Leute drin hängt, die die Mini gekauft haben und dich sogar fürs bemalen bezahlen, ist es halt kein Hobby mehr, sondern Druck.
Da liegt seit 2007 mein großer Roman „DER WOLF VON LOCHMARNE“ in der Schublade. Das erste Kapitel ist fertig. Immerhin. Und ja, „Lochmarne“ ist aus einem durchaus bekannten Adventure entnommen, auch wenn der Roman selber nix damit zu tun hat. Kam mir wahnsinnig schlau vor, damals
Ohne jetzt genauer zu fragen oder zu googeln, kommen da Ziegen neben den Wölfen vor? Das ist das einzige Lochmarne, dass ich kenne.
Aber ist ja relativ safe, englisches Kulturgut als Deutscher zu remixen und zu vermarkten. Ist ja sogar von Gunnar freigegeben
Sollen sie mal sehen, was sie davon haben, die Brexitler. Jetzt machen wir mit ihrer Geschichte, was wir wollen. Tja. Tschüss, durch die EU geschützte Herkunftsbezeichnungen.
Nur mit dem Wolf muss man vorsichtig sein. Da hat Sierra noch Rechte durch Gabriel Knight 2 drauf.
Ach QBasic … Da haben wir früher auch „Textadventures“ und FanFiction programmiert, z.B. zu Vollgas.
Hat alles nicht überlebt, nur mein 1x1-Trainer für meinen jüngeren Schwager ist noch da.
2008 habe ich mit dem Schreiben begonnen, 2015 und 2016 sogar Romane veröffentlicht (beide aktuell nicht mehr verfügbar). Zum Erstling gibt es eine recht weit fortgeschrittene Fortsetzung, und eine Idee zu einem dritten Teil …
Dazu 5 oder 6 weitere begonnene Projekte und 2 dutzend Kurzgeschichten.
Also ja, ich kenne „angefangene Projekte“, die einen nicht loslassen. Muss alles mal sortiert und vielleicht doch nochmal veröffentlicht werden. In 22 Jahren hab ich ja Rente
Weihnachten 1998 hab ich wahrscheinlich ganz lame Siedler 3 und/oder Grim Fandango gespielt - ich kann’s nur so bis 1996 mit einiger Sicherheit sagen, danach hört’s leider auf.
Unfertige Projekte habe ich dafür, wie es sich gehört, weitaus mehr vorzuweisen als fertige.
Nichts, das so lange in der Schublade läge, aber unter anderem hab ich irgendwo einen halb fertigen „Sherlock Holmes: Consulting Detective“-Klon, der im Jahr 1983 in West-Berlin spielt, eine Art Wing Commander bzw. Battlestar Galactica aus Sicht des XOs, der auf der Brücke auf den Screen starrt und den PilotInnen Anweisungen gibt, sowie einen Fußballmanager namens „Kreisliga“, der charaktergetriebener sein sollte als die üblichen FMs.
Von Büchern und Drehbüchern will ich gar nicht anfangen.
1998 hab ich vermutlich zuviel StarCraft gespielt. Generell wäre es schlauer gewesen, in dieser Zeit weniger Party zu machen und mehr für die Schule zu tun. Aber naja, rückblickend ist ja nochmal alles gut gegangen.
Aber zu dieser Zeit habe ich zumindest mein einziges Spiel geschrieben. Tetris in C++. Oder war das 99? Oder gar 2000? Naja, aus Erzählgründen sagen wir halt, es war 98. Eines der wenigen Projekte, in die ich mich in der HTL damals richtig reingehängt habe (wir waren ja alle im Prinzip noch Anfänger, geschrieben wurde im Borland C++ Editor/Compiler). Am Ende hatte ich tatsächlich ein gut spielbares Tetris vorliegen. Der Lehrer hat es aber nur mittelmäßig bewertet, weil mein’s etwas mehr Leistung gebraucht hat, als die Varianten der Mitschüler (bzw. auch im Vergleich zur Variante, die der Lehrer selbst geschrieben hatte). Kann mich noch gut an die Diskussion erinnern. Mir war nämlich klar, das meines etwas „leistungsintensiver“ war.
Lehrer: „Grundsätzlich gut, aber deines ist zu leistungshungrig.“
Ich: „Dafür ist meines spielbar. Wenn ich bei den anderen schnell mit dem Tetris Stein hin und her fahre, bleibt er immer auf gleicher Höhe und fällt nie runter.“
Lehrer: „Ja, aber grundsätzlich funktionieren die anderen Versionen und benötigen weniger Leistung.“
Ich: „Ja, aber meines macht Spaß.“
Lehrer: „Das zählt nicht, das war nicht das Ziel der Übung.“
Ja nun… auch irgendwie was gelernt. Und zu lernen hatte ich genug, 98 - 2011 war ECHT NICHT meine Zeit.
Ich kann das Jahr nicht mehr festmachen, aber dürfte auch so 1998 gewesen sein: Ein eigenes Point&Click Adventure. In Pascal.
Mit hauseigenem Animationstool (was ich schon zweimal in anderen Sprache neugebaut habe^^), mit ausgefuchster Wegfindung und getrenntem Hinter- und Vordergrund.
Ich finde leider gerade kein animiertes Video. Arbeitstitel war damals ‚MI5‘.
Da werden Erinnerungen wach… Ich habe immer sehr gerne die Lesereinsendungen auf irgendwelchen Heft-CDs/Disketten studiert. Es war mir anfangs unbegreiflich, wie man als normaler Mensch kleine Spiele programmieren konnte. Das wollte ich auch können. Also habe ich mir alles was in QBasic programmiert wurde angeschaut. Wie bekomme ich es hin, dass Text auf dem Bildschirm erscheint? Wie kann ich eine Eingabe abfragen? Eins kam zum anderen und irgendwann hatte ich das Handwerkszeug zusammen, um mein erstes Projekt zu wagen - Tylon, ein Textadventure mit einigen wenigen RPG-Elementen, sowie einer kleinen Kampf-Simulation. Ich war ziemlich stolz drauf, auch wenn man es in bestimmt 10 Minuten durchspielen konnte. Als Proof of Concept taugte das was für mich. Ich habe dann gelernt, wie ich Sprites in einem Editor generieren konnte und diese dann in meine Programme einbinden konnte. Sowas sollte auf jeden Fall in Tylon 2 enthalten sein. Also habe ich mich dran gemacht. Es entstand ein, wenn man bedenkt mit welch bescheidenen Mitteln ich unterwegs war, doch recht schönes grafisches Hauptmenu. Das wars dann aber auch. Mich verließ dann irgendwie das Interesse. Immerhin hatte ich ja noch gar keine Ahnung, was das Spiel eigentlich werden sollte, welche Story es haben sollte. Möglicherweise habe ich da die falschen Prioritäten gesetzt.
Leider existieren heute keine Sicherheitskopien meiner Werke mehr. Und zum Programmierer hat es bei mir auch nicht gereicht. Aber wie gesagt, trotzdem schöne Erinnerungen.
Ich hab Claude mal die Grafiken und Sounds extrahieren lassen und einen Port machen lassen.
Gibt paar Nickeligkeiten und geil war das alles eh nie, aber im großen und Ganzen passt das:
Bei mir war es eher Anfang - Mitte der 90er, da gab es einen BASIC Kurs im Jugendzentrum - tatsächlich gemischt geschlechtlich. Dort habe ich in BASIC ein Star Wars Text adventure angefangen, mit rudimentären Grafiken, was ganz spannend war diese über Koordinaten zu erstellen. Ein Ende gab es dann aber auch nie und die Diskette ist verschwunden. Ich bin mir gar nicht sicher, das waren noch 5 1/4", solch ein Laufwerk hatte ich eh nie selbst besessen.
Gegen 1998 wollte ich dann ins Rendern einsteigen. Mit einer 80 Mark Software aus dem PEARL Katalog. Es gab damals keine Tutorials, nur die Anleitung mit vielen unbekannten begriffen. Immerhin gab es ein paar 3D Modelle auf der CD, mit Basic Light kam immerhin ein Bild heraus, aber nicht zufriedenstellend. Ich habe es nie geschafft in ein nicht-parametrisches Modellierungs-tool zu lernen. CAD hat mir besser gelegen, aber auch da war das Rendern so mittelmäßig.
Bücher Ideen gibt es auch, aber keine Motivation Details auszuarbeiten.
Das letzte was ich, man kann es kaum angefangen nennen, war Godot. Immerhin ist es installiert. Wollte mal einen einfachen top down shooter probieren, wobei mich hauptsächlich die pixelart reizt.
Leider sind auch die fertiggestellten Projekte der fehlenden Sicherungskopie zum Opfer gefallen.
Ah, da rüttelst du was wach. Aus irgendeinem Katalog hatte ich mir damals das 3D GAME CREATION SYSTEM geholt. Ein (gar nicht mal so schäbiger) Editor, mit dem man Shooter im Stile von Doom machen konnte. Inklusive Skriptsprache und so Kram.
Bin da aber auch nie über den berüchtigten „Ich baue mein Haus/Schule/Wohnung vom Kumpel nach“-Punkt hinaus gekommen
Meine allerersten Gehversuche neben QBasic waren mit Klik & Play, das 1995 auf einer PowerPlay drauf war oder beworben wurde. Gibt’s sogar bei der üblichen Abandonwarequelle - würde mich fast interessieren, das mal wieder anzuschauen, aber viel konnte das nicht, glaube ich.
Das waren tatsächlich die (fast) abgeschlossen Projekte, allerdings in der Build Engine. Sehr ärgerlich, dass das alles verloren gegangen ist, jetzt wo ich eDuke wieder in Betrieb genommen habe. Diverse Locations wurden da im Freundeskreis gebaut, nur mit der Schule sind wir nicht fertig geworden. Eine andere Schule aus dem Ort gab es allerdings, die hatten wir uns über die örtliche Mailbox gezogen. Der Autor war leider unbekannt.
Aber ja, da fällt mir noch das nicht abgeschlossene HL1 map Projekt ein. Im Gegensatz zum UnrealEd, war der Editor ganz gut handhabbar.
Oha, jetzt kommt das 99er Projekt hoch. Das ursprüngliche Halo hat total gehyped, also habe ich versucht eine Outdoor map mit Arch und Wasserfall zu bauen, was soweit gelungen ist. Ein Klassenkamerad hatte bessere 3D skills und mir einen Gebäudeteil als static mesh gebaut. Aber insgesamt war alles zu groß, um es sinnvoll zu füllen und die Sichtweite war vollumfänglich… Nicht Performance zuträglich.
Und noch was… Allerdings 2008: da habe ich kurzzeitig an einem HL mod zu crusader no remorse teilgenommen. Hauptsächlich Texturen und den Anfang des ersten Levels. Dann kam ein negativer und positiver Lebenseinschnitt dazwischen. Mittlerweile gibt es den Echosector (fan page) auch nicht mehr.