Welche Art von "Retro" mögt ihr?

Hallo zusammen, würde mich mal interessieren welche Art von Retrospielen bzw. welche „Epochen“ und Computer bzw. Konsolengenerationen ihr heute noch toll findet und aktiv spielt.

Ich bin selber mit C64, IBM PC und den 8-Bit Konsolen groß geworden, kann aber ehrlich gesagt Spiele aus der Zeit vor den 16-Bit Konsolen heutzutage nur noch schwer ertragen von Grafik und Spieltiefe. Ich finde Konsolen a’la Atari VCS und Sega Master System aus nostalgischen Gründen immer noch super interessant, aber spielen möchte ich darauf nicht mehr. Allerdings machen mir Games auf dem SNES, Mega Drive und dem Neo Geo nach wie vor großen Spaß, und ich finde, es sind einige Spiele grafisch gesehen auch gut gealtert.

Im Computer-Bereich geht es mir ähnlich: C64, Amiga und die ersten IBM-PC Generationen und Grafikkarten sind nach wie vor technisch interessant, aber die meisten Spiele vor so ca. Ende der 80er Jahre möchte heute auch nicht mehr zocken.

Es kommt natürlich stark aufs Genre an. Die von Gunnar geliebten Textadventures sind natürlich zeitlos und ich selber spiele noch gerne viele Sachen aus der alten Infocom, Sierra und Lucasarts Adventure-Zeit, vor allem weil ich ein großer Fan von Pixelgrafik bin. Allerdings können mich Rollen-, Strategie- oder Shoot-em-up Spiele aus der Zeit der 80er nicht wirklich begeistern.

Interessanterweise altern meiner Meinung nach unterschiedliche Grafikstile unterschiedlich gut je nach Technologie. Ich mag die „alte“ 2-D Grafik von einem Street Figher II, Super Mario World, den ersten Sonics oder beispielsweise den Neo Geo Prügelspielen nach wie vor sehr gerne, allerdings kann man mich mit den ersten 3-D bzw. Polygonspielen wie beispielsweise Tekken, Virtual Figher, Starfox, nicht mehr begeistern, da das zumindest für mich heutzutage einfach nur noch grässlig aussieht.

Wie ist das bei Euch? Gibt es hier noch Leute, die regelmäßig auf Atari, C64, Amiga und den 8-Bit Konsolengeräten zocken und stört Euch die „alte“ Grafik nicht? Wer mag noch die ersten 3-D Spiele mit kantigen Polygonen und einfachster Geometrie?

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Tatsächlich geht es mir exakt so wie dir. Meine ersten Berührungen waren u.a. auch auf NES, Master System und auch einem Atari… 5800? 7200?, aber so wirklich los geht meine Liebe erst mit der 16-Bit-Ära. Vieles davor ist mir heute einfach zu krude, unausgereift und macht selten wirklich Spaß. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, viele Game Boy-Titel und z.B. Kirby’s Adventure auf NES finde ich fantastisch, auch Alex Kidd in Miracle World und Super Mario Bros. sind heute noch gute Spiele, aber auf vieles davon habe ich heute keine große Lust mehr.

Auch in Sachen früher 3D-Grafik geht es mir wie dir, ich habe wohlige Erinnerungen an N64 und Playstation 1, aber vieles davon kann ich mir heute echt nicht mehr antun. Ruckelige, super simple Sachen wie Starfox und frühe Flugsimulatoren sind für mich heute absolut unerträglich (fand ich aber auch damals schon nicht toll). Auch z.b. Quake 1 fand ich schon damals im Vergleich zu Doom und Duke Nukem 3D wirklich hässlich in seiner klobigen Optik, das habe ich allerdings inzwischen dank fantastischem Gameplay und allgemeinem Design wirklich lieben gelernt.

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Uhhh, das ist schwierig!
Also erstmal: toll find ich sehr viele bis alle Retro Sachen, spielen tu ich dann aber doch eher „neuere“(so ab 97-mitte der 2000ender Sachen und/oder Remakes dieser epoche) Sachen. Wobei ich meist auch soviel ganz neues Zeug habe und spiele, das die "Retro"Ausflüge in die benannte Zeit auch immer seltener/kürzer werden.
Zurück kehre ich öfter aber mal zu den Infinity Engine Spielen (hier dann die Remakes/Remaster von Beamdog) und auch der ein oder andere „Boomer-Shooter“ der Zeit (Quake 2 etc) kommt mir da auch mal unter.

In der Regel bin ich dann aber doch eher bei so Sachen wie Disco Elysium, Enter the Gungeon, Songs of Conquest, Subnautica Below Zero (und auch das erste ^^), Stellaris (aber nur mit Star Trek New Horizons Mod ^^), der Yakuza Serie, Baldurs Gate 3 und und und zuhause.
Sprich, die neuen Titel fressen mittlerweile weit mehr meine Zeit, als es die oben genannten Retro Sachen können.

Mir geht’s einerseits haargenau so, und hatte auch schon ähnliche Diskussionen: Gefühlt ist das meiste vor SNES zu einfach/„arcadig“, wohingegen es auf dem SNES schon einige Spiele gibt die ich immer noch gerne spiele (z.B. auf der Switch). Der Game Boy ist dabei irgendwie interessant, weil er einerseits in gewisser Weise schwächer ist als das NES, aber eine späte Konsole mit teilweise sehr guten und aufwendigen Spielen ist (z.B. Zelda: Link’s Awakening, Mystic Quest, die Mario/Wario Sachen ab SML2).

Da geht’s also echt wohl mehr um „Ära“ als um Technik, wie vermutlich viele moderne auf 8 bit umgesetzte Spiele (die ich aber bisher nie ausprobiert habe) auch zeigen sollten.

Bei 3D geht’s mir genau so (und wie vielen wohl): Das frühe 3D war schrecklichst.

Aber dann gibt’s zu gleich beidem eine enorm nischige Ausnahme bei mir, und das sind frühe Flugsimulatoren. Vor allem Bruce Artwick’s „Flight Simulator“ Reihe und Ableger (was auf die MS Flight Simulators mit einschließt). Da finde ich’s dann absolut faszinierend, wie sogar auf dem C64 ein verhältnismäßig „realistisches“ Fluggefühl und, fast noch mehr, die echte Welt mit echten Landschaftsmerkmalen abgebildet werden.

Ich hab das schon mal erwähnt, ich finde das einfach toll bei wortwörtlich 1fps (und weniger) und ohne in-game-Karte von A nach B zu navigieren, und auf dem Weg tatsächlich dann ein paar extrem grobpixelige blaue Linien zu erkennen und dann „da, da isser, der Rhein!“ oder „oh nein, die Golden Gate Bridge!“ an der richtigen Stelle zu vernehmen. Das ist eine schöne Herausforderung, und der Inbegriff von Low Fidelity dieser echten Welt kurbelt irgendwie die Fantasie um so mehr an.

Ist halt eine ganz andere Art von Spiel, finde ich, von daher greifen nicht die selben Kriterien.

NES, Master System, und Game Boy, Game Gear aufwärts sind okay. Wobei ich generell wenig aktiv spiele.

Ich muss aber mal wieder die frühe 3D-Grafik in Schutz nehmen. Vielleicht weil ich (unter anderem) damit groß geworden bin. Als ich am PC meine erste 3Dfx-Karte einbaute, konnte ich die Grafik der PlayStation in meinem Fanboyism schon nicht mehr leiden. Damals war halt auch die Entwicklung deutlich schneller als heute. Heute jedoch steh ich total auf den alten Look. Wenige Polygone, die im Raum flimmern weil die Koordinaten noch nicht so feinstufig/fließend berechnet wurden, verzerrte Texturen - aber dann tolle, grellbunte Lichter und Transparenz - herrlich. Dabei wenig Sichtweite, trotzdem hereinploppende Elemente im Level, und 15-30 fps. Hat seinen eigenen Charme. :‌-‌D

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Bis zu 16-Bit find ich retro vollkommen ok.
Alles darunter ist mir mittlerweile technisch als auch spielerisch zu primitiv.

Ich hatte in meinem Umfeld längeren Kontakt mit: Arcade-Spielen, LCD-Spielen, Game Boy, C64, NES, Amiga, Sega Mega Drive, Atari ST mit Monochrom-Monitor und schließlich PC – in dieser Reihenfolge. Unseren Schneider Joyce Homecomputer lasse ich jetzt mal außen vor, da hab ich hauptsächlich Basic und Logo programmiert und hatte nur vier Spiele, aber der fällt zeitlich zwischen Arcade und LCD-Spiele und wurde bis zum ersten PC 1993 benutzt.

Die größte Nostalgie habe ich bei Arcade, LCD-Spielen und NES. Teilweise auch frühe PC-Spiele bis ca. 1995, Sim City 2000 wäre das beste Beispiel. Diese Spiele spiele ich auch heute noch ab und zu, wobei es bei LCD-Spielen teilweise schwierig mit der Emulation ist (die scheinen zudem im Retrobereich komischerweise nur eine Nische zu sein, obwohl doch alle 80er-Kinder damit aufgewachsen sind).

Technisch sind natürlich Spiele aus der 16-bit-Zeit beeindruckender als aus der 8-bit-Zeit, aber da hatte ich persönlich halt schon den PC und war an Konsolen nicht mehr interessiert. Ist wohl immer subjektiv an das gebunden, womit man aufgewachsen ist. Atari-2600-Spielen, obwohl ich die als Kind auch ein wenig kennenlernen durfte, konnte ich nie viel abgewinnen – die sehen einfach „alt“ aus. Aber wenn man damit aufgewachsen ist, sieht man das sicher anders.

Interessante Frage. Mir geht’s da ähnlich. Ich brauche unbedingt irgendeine Form von ansprechender grafischer Darstellung. Dass die überhaupt erträglich wird, fängt für mich so etwa Mitte der 80er an. Auf den 8bit-Systemen gibt es schon stimmungsvolle Sachen, in der Arcade sowieso. Spiele, die nur auf Text oder Tabellen basieren, könnte ich mir aber nicht geben, egal aus welchem Jahrzehnt. Find’s immer beeindruckend wie schmerzbefreit gerade Gunnar und Christian in dieser Hinsicht sind.
Sei’s drum. Im Großen und Ganzen spiele ich überwiegend aktuelle Sachen bzw. aus den letzten zehn Jahren. Aber ich „sammle“ sozusagen sehr viele alte Titel in digitaler Form, manchmal auch physisch, hauptsächlich via GoG und für die Switch, einfach um sie zumindest für mich zu bewahren bzw. ihre Pflege zu unterstützen.
Regelmäßig zocke ich aber auch aktiv und mit Freude alte bis sehr alte Sachen.
Dabei kommt es jedoch darauf an, ob sie sich A) grundlegend gut gehalten haben und B) im Zweifelsfall mit ein paar Kniffen angenehmer für mein heutiges Spielergemüt gemacht wurden.
Im letzten Jahr hab’ ich etwa mit großer Motivation einen ganzen Satz der ersten „Castlevania“-Episoden durchgespielt. Ohne den Schnellspeicherkomfort der aktuellen Collection hätte ich mich bei dem Schwierigkeitsgrad aber nicht mehr durchgequält. Ähnliches gilt etwa für Neuauflagen von Beat’em ups, deren unendliche digitale Credits, den oft frustig-billigen Schwierigkeitsgrad dieses Genres quasi auslöschen und so einen herrlich hirnbefreit unterhaltsamen Durchlauf von einer halben bis einer Stunde erlauben. Sehe ich auch nicht als Schande auf die Art zu „betrügen“. Ich kann die spielmechanischen und audiovisuellen Errungenschaften eines Klassikers aus erster Hand erleben, ohne dass ich irgendwann das Gefühl bekomme meine Zeit zu verschwenden. Ist meiner Meinung nach besser als einen Playthrough zu gucken oder es nie gespielt zu haben.
Bei Spielen die mir wichtiger sind, die ich als zeitlos wahrnehme und wo ich der Ansicht bin eine (nahezu) unverfälschte Herangehensweise ist die Einzige, um deren Klasse und Reiz wirklich nachzuerleben, verzichte ich aber fast vollständig auf Modernisierungen.
Anfang des Jahres hab’ ich zum Beispiel endlich „Donkey Kong Country 2“ nachgeholt. Ich liebe die Reihe, hab’ aber den wohl beliebtesten Teil davon („Tropical Freeze“ ist imho allerdings der beste) vorher nie durchgespielt. Bis auf zwei, drei echt sadistische Level - bei denen meine Begeisterung über das Spiel zu kippen drohte - hab’ ich die Schnellspeicherfunktion aber ignoriert. Ebenso bei „Wave Race 64“ aka das beste Rennspiel der Welt, das, als es vor einigen Monaten auf der Switch erschien, mich sofort nochmal genauso in seinen Bann gezogen hat wie zu N64-Zeiten und auf der Wii Virtual Console. Das ist, außer grafisch, echt keinen Tag gealtert und es gibt einfach nichts vergleichbares.
Wie vielleicht zu merken ist, handelt es sich dabei vorwiegend um kürzere und actionlastigere Titel. Ich bin - abgesehen von einer Phase Ende der 90er bis etwa Mitte der 2000er immer überwiegend ein Konsolenspieler, mit der klischeehaften Vorliebe für geschicklichkeitsbasierte Genres geblieben. Damit will ich sagen, ich hab’ im Retrobereich und eigentlich auch generell mit langwieriger Videospiel-Kost kaum Erfahrungen. Komplexe RPGs oder Strategiespiele haben ja ganz eigene überdauernde Qualitäten wie auch Alterserscheinungen.
Was mich noch zu einem weiteren Punkt bei Retrogaming bringt: Spielegattungen erleben, die heute nicht mehr bedient werden. Ich weiß, der Indiebereich deckt inzwischen fast jedes vergessene Genre ab, sei es noch so nischig. Ein Indie-Echtzeit-Strategiespiel heute ist dennoch auf vielen Ebenen was anderes als ein Triple-A-RTS aus den 90ern. Ähnlich verhält es sich bei Point’n Click-Adventures. Da gibt es einfach immer noch tolle Sachen nachzuholen. Die Präsentation der damaligen Zeit sorgt oft für zusätzlichen Reiz. Auch abseits der persönlichen Nostalgie strahlen die Produkte aus den vergangenen Jahrzehnten durch die kulturellen Veränderungen eine ganz eigene Atmosphäre aus. Da reicht es manchmal schon, sie nur deswegen anzuspielen.
In der Zusammenfassung finde ich das Spielen alter Titel einfach immer noch total lohnenswert. Die gibt es oft so günstig und vielfältig, dass man einfach auch was ausprobieren kann und dann sieht, ob es einen gefangen nimmt. Im Zweifelsfall versteckt sich dahinter sogar ein neuer All-Time-Favorit. So geschehen bei mir in den letzten Jahren bei „Street Fighter III“ und dem absoluten Über-Shoot’em up-Meisterwerk „Radiant Silvergun“.

Sorry, für den langen Post.

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Finde, das hat mit „Schmerzen“ nichts zu tun. Liest du Bücher? Da gibt’s normalerweise auch nichts zu „sehen“, außer halt im inneren Auge, und trotzdem ist so manches Buch dem darauf basierenden Film vorzuziehen, so er denn überhaupt existiert.

Und es gibt auch moderne Spiele, wie Crusader Kings III, bei denen die Grafik eher zweitrangig ist.

Bei mir sind es die 70er bis frühen 90er Jahre. Bei mir endet das Retrogefühl etwa mit Day of the Tentacle. Alles danach bis heute ist für mich spielerische Neuzeit.

Es ist tatsächlich so, dass mich oft nicht mehr das Spiel (oft aber doch auch das Spiel) ansich anspricht. Ich habe mehr einen Fetisch für die Grafik , für den Geruch und die Haptik dieser Zeit. Vieles ist natürlich heute nicht mehr spielbar, weil es zu sperrig ist.

Wenn ich z.B. die Grafik von Uridium (Das ist für mich 80er) sehe, fühle ich mich in eine Phase meiner Kindheit zurückversetzt. Ich empfinde das Spiel als ästhetisches Meisterwerk auf dem C64. Sowas wie Populous auf dem Amiga kann ich heute noch stundenlang spielen (mache ich auch 1-2x im Jahr).

Die meisten Wirtschaftssimulationen wie Kaiser & Co kann ich mir aus dieser Zeit nicht mehr geben. Auch das viel gelobte M.U.L.E, was ich ästhetisch sogar gelungen finde, fehlanzeige. Habe ich früher oft gespielt. Bin heute dafür null motiviert.

Barbarian war nie mein Spiel (damals schon nicht). Dennoch habe ich für die Grafik der C64-Variante warme Gefühle. Man hatte das Spiel bei Freunden oft auf dem Bildschirm. Hexenküche, 10 Minuten und mein Spaß ist schon wieder vorbei. Ich mag einfach das Hexensprite (ikonisch) und das Intro.

Wenn es um Spielbarkeit geht, liegt der Amiga vorne. Das meiste, was ich damals gut fand, gefällt mir auch heute. Die Grafik des Amigas war schon so fertig, dass man die Spiele heute noch so bei Steam als Indie in Pixeloptik laufen lassen könnte. Hier wird es retro, wenn ich Indiana Jones III, Populous, Loom, It Came from the Desert, mein Lieblingsspiel Lemmings, Agony etc. reinlege.

Ansonsten mag ich Retro auch bei Büchern, Comics etc. Ich liebe z.B. 30er Jahre Pulp, 50er, 60er und 70er Designs.

Fazit: Es ist das Design, ein Fetisch für mich.

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Du hast natürlich recht. Ich wollte damit jetzt auch gar nicht herablassend klingen. Das „schmerzbefreit“ war eigentlich etwas allgemeiner gedacht und bezog sich darauf, dass die Spiele aus der Zeit oft nicht nur grafisch schwer verdaulich, sondern auch erzählerisch wie spielerisch oft gleichzeitig simpel, aber sperrig und frustrierend sind.
Ein „Crusader Kings III“ bietet trotz vergleichsweise niedriger Produktionswerte mehr „fertige“ Atmosphäre und ungleich viel mehr Möglichkeiten, die zu seinem hohen Grad an Immersion führen.
Und ich lese auch, wenngleich nicht so viel wie ich möchte. Was jedoch nichts damit zu tun hat, dass ich mir ohne Bilder nichts vorstellen kann, sondern ich einfach viel Zeit, Ruhe und Wachheit dafür brauche, weil ich mich sonst nicht drauf konzentrieren kann bzw. dabei einschlafe. Alles drei übrigens Dinge, die mir meistens fehlen.

Ich glaube, bei mir ist es auch so, dass ich bestimmte Medien unter mehr oder weniger bestimmten Umständen nutze.
Videospiele halten mich am ehesten noch wach, werden meist solo gespielt und lassen sich in ganz unterschiedlichen Zeitfenstern konsumieren. Nutze ich also, wenn ich abends alleine bin. Filme gucke ich gerne in Gesellschaft. Muss ich aber auch halbwegs ausgeschlafen für sein bzw. abends noch zwei bis drei Stunden Zeit für haben. Podcasts sind für Laufwege und Hausarbeiten. Musik zur Inspiration, beim Arbeiten oder zum Tanzen. Und Bücher sind, wie gesagt, für echte Freizeit, ohne Ablenkung und Stress.
Dazu kommen spezifische Vorlieben. Ich mag es zum Beispiel nicht, wenn Filme sich in ihrer Handlung geografisch nicht vom Platz bewegen. Spiele sollten mich visuell ansprechen.
Aus diesen Gründen fällt es mir schwer den Reiz etwa gerade alter Textadventures oder ähnlichem nachzuvollziehen. Ihnen fehlt die Bequemlichkeit eines Buches, aber auch die Vorzüge, die ich aus Videospielen ziehe.
Damit steht meine Meinung aber selbstredend nicht über dem Geschmack anderer Leute.

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