Zak McKracken und der "Erich von Däniken" Weg

Wir - ein Akte X Kind und Däniken Fanboy und ich - waren 2006/7 in Leipzig bei einer „Lesung“ in der Pfeffermühle. Schwieriges Unterfangen. Nach der Tour de force ist mein Juristenkumpel mit Bitte um ein Autogramm an ihn herangetreten.

Wir waren dann eine halbe Stunde später im Hotel um die Ecke zum Schwurbelmahl geladen. Prätentiös hat er seinen Assistenten mit einem 100 Euro Schein aufgetragen Stifte (einen Satz Fineliner) zu kaufen, wohl gemerkt um halb acht am Abend wenn nicht später.

Der Eindruck der blieb, war ein etwas distanzierter Blick auf die eigenen Bücher vom Autor selbst. Ich glaube er hat halt irgendwann kommerzielle Lunte gerochen und aus monetäre Überzeugung das Schwurbeln professionell aufgezogen …

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Ich hab den Eindruck, dass es mehr über Deine Denkschemata aussagt, die aus einer ganz anderen Richtung geprägt sind. Ich hab seine Werke nicht gelesen, aber wer laut Wikipedia behauptet, der Mensch sei durch häufigen Geschlechtsverkehr zwischen Aliens und Menschenaffen entstanden, kommt mir erstmal nicht sehr kulturimperialistisch in dem von Dir intendierten Sinne vor. Eine Hierarchisierung von „Alien-Affen-Bastarden“ erscheint mir als Grundlage eines Herrschaftsarguments des Westens zunächst einmal ungeeignet.

Dass er ein Schwurbler und vermutlich auch beinharter Kapitalist war, sind wir uns einig.

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Naja, das ist jetzt auch nicht unbedingt Skades Privatidee, dass das Konzept der ancient astronauts untergegangene Hochkulturen abwertet, indem es unterstellt, diese hätten alleine als Menschen bestimmte Dinge nie hinbekommen.

Es wird ja im Gegenzug nie der Petersdom, Kreuzfahrerburgen oder ein römisches Aquädukt als unmöglich herangezogen, weil, naja, Europäern traut man dann wohl doch mehr zu.

Das heißt ja nicht, dass EvD ein schlechter Mensch gewesen sein soll, im Gegenteil, es gibt zahlreiche Berichte seiner Freundlichkeit und Güte, aber auf strukturelle Probleme seiner Theorien darf man wohl trotzdem hinweisen und so oder so bilden sie in ihrer ständigen weinerlichen Verachtung der Wissenschaften für viele Menschen leider einen Einstieg in die Welt von Esoterik und Co.

Nun muss man schon sehen, dass zwischen der Erbauung der Pyramiden und des Petersdoms technische Entwicklungen liegen. Zumal diese Entwicklungen historisch gut nachvollzogen werden können. Dass weit vorchristliche Kulturen riesige Bauten erschufen, lässt schon staunen und kann Fragen aufwerfen, wie z.B. auch bei Stonehenge.

Ich finde es ehrlich gesagt etwas übertrieben und sogar fies, den Präastronautikern zu unterstellen, sie hätten keinen Respekt vor den Leistungen nichteuropäischer Kulturen. Ich wüsste auch nicht, an welchen Aussagen man das festmachen sollte. „Die Außerirdischen haben die Pyramiden gebaut, weil die Ägypter selbst zu ungebildet und zu faul waren. Deswegen wurden sie von Außerirdischen auserwählt riesige Bauten zu errichten.“ Ich habe das Gefühl, hier wird versucht etwas zu problematisieren, was gar nicht gesagt wurde.

Jetzt hingegen wird mir unterstellt, dass ich etwas unterstelle. Habe ich nicht. Ich wollte nur auf den Zusammenhang hinweisen. Vielleicht nicht alle Präastronautiker, aber manche. Sorry, dass ich das Thema eingebracht habe. Wollte nur darauf verweisen, dass es auch problematische Aspekte in dieser “Lehre” gibt. Klar, dass das nicht alle betrifft.

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Alles klar. Sprache ist immer missverständlich. Danke, dass du es klargestellt hast. :+1: