Der Wechsel von dem einen Spiel des Monats hin zu den Spielen des Monats gefällt mir gut. Das bildet die Geschehnisse im Monat auch einfach ein bisschen besser ab (und hat für die Podcaster ja den deutlichen Vorteil, bei einigen Sachen auch mal ganz charmant und offen auf Lücke setzen zu können - wen interessiert denn auch bitte schon World of Warcraft?
)!
„20 Jahre klüger“ brauchen wir mindestens schon mal für Star Citizen. ![]()
Star Citizen sorgt doch selbst ausreichend dafür, dass wir auch in 10 Jahren noch Aufhänger für eine erneute Nachbetrachtung haben. Bereits jetzt ein heißer Kandidat für die August-Folge in 10 Jahren. ![]()
Das erste Young Adult Spiel ist für mich The Secret of Monkey Island.
Junger Kerl, offenbar in fremder Umgebung, auf der Suche nach Beruf und Bestimmung. Er muss drei Aufnahmerituale absolvieren, um in die Clique zu kommen. Er kommt mit dem Gesetz in Konflikt. Beleidigt wahllos Leute, denen er begegnet. Und er verliebt sich zum ersten Mal. Er wächst erst zum Kapitän und wird dann vermeintlich Anführer des Widerstands gegen LeChuck. Das alles vor einem Voodoo-Hintergrund.
Ich habe fertig.
Vielen Dank für die spannende Folge, wie immer ganz großes Kino. Ein paar Dinge möchte ich aber anmerken.
Es war jetzt zum zweiten Mal in Folge Thema, dass 10JK ein Format mit wahnsinnig viel Rechercheaufwand ist. Aus SF-Sicht würde ich das jedem einzelnen Format unterstellen, aber da gibt es eine Folge pro Woche. The Pod setzt ja durchaus auf Masse und ich kann verstehen, wenn 10JK dann besonders aufwändig erscheint, aber so gehäuft entsteht durch das wenn auch mit einem Lachen verkleideten Klagen über den Produktionsaufwand das Gefühl, als müsse man sich entschuldigen, dass man das Format hört und es erfolgreich ist. Ich gerate bei sowas immer in eine Abwehrhaltung und dachte kurz für mich: „Dann lasst es doch.“
Zum Thema Young Adult. Ich hatte den Eindruck, als wäre das Thema unterkomplex „weggebügelt“ worden. Gab es nicht, These falsch, nächstes Thema. Dabei hatte Tomb Raider ja vorher explizit in diese Richtung gezielt und Star Wars Fallen Order ist ja auch dahin gegangen. Anstatt das Thema anzugehen, schien die Definitionsdebatte eher dazu geeignet gewesen zu sein, das Thema wegzudiskutieren. „Das Spiel könnte man nehmen, aber hey, da gibt es Gewalt.“ Ich hätte es spannend gefunden, wenn ihr da den Einflüssen noch mehr nachgespürt hättet. Und ja - auch Monkey Island wäre ein Beispiel. Deponia? Die DSA-Adventure? Final Fantasy? Fast jedes Rollenspiel? Selbst Rebel Assault bedient sich der - direkt bei Star Wars Episode IV angelehnten - Junger-Mensch-rettet-die-Welt-Story. Wann spielt man denn mal keinen jungen Erwachsenen? Ich glaube, das Thema gibt sehr viel her.
Ob es ein, zwei oder vier Spiele des Monats sind, ist mir nicht so wichtig, aber ich schätze das Format dafür, dass ihr in die Tiefe geht und den Rückblick wagt. Spiele zu benennen, die da erschienen sind, zu denen dann aber jemand gar nichts zu sagen hat oder beide nur sehr grobe Informationen wiedergeben, finde ich schade. Dann lieber ein Spiel, mit dem sich beide Podcaster genug auseinander setzen, um dem Rückblick etwas mehr abzugewinnen als der Hinweis, dass es Nachfolger gab oder eben keine gab.
Insgesamt gefällt mir das Format aber nach wie vor und auch diese Folge hat mich sehr gut unterhalten, mir missfielen nur ein wenig die Richtungen, die gerade jetzt eingeschlagen wurden. Vielleicht ist das aber auch die sehr spezifische SF-Hörer-Sicht. Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Folge.
Wieder mal eine sehr unterhaltsame und interessante Folge.
An sich gab es am Format ja nichts zu verbessern, aber wenn, dann hätte ich auch dafür plädiert, mehr als 1 Spiel des Monats zu besprechen. Auf mich wirkte gerade diese Rubrik immer sehr gedrungen, vielleicht auch beliebig, ich stellte mir immer vor wie ihr euch da einigen musstet (Stein-Schere-Papier-Echse-Spock?) und wie viele erwähnenswerte Spiele außerdem links und rechts runtergefallen sind.
Ob jetzt 2, 4, 5, 10, ist mir auch wurscht, aber ein einzelnes fühlte sich (für mich) nicht immer ganz richtig an.
Ich fand offen gesagt die sechs Spiele im Teil „Spiele des Monats“ etwas zu viel. Wenn ihr dann (äußerst überspitzt formuliert) zu dem Spiel 1-2 Sätze verliert oder „hast du es gespielt? Nein? Ich auch nicht“, dann doch lieber nur max. drei Spiele. Deus Ex hätte aus meiner Sicht etwas mehr Zeit spendiert bekommen. Ansonsten waren die anderen Kapitel eures Podcast wie immer super
Als Feedback zu dieser Folge zum Young Adult Thema:
Aus meiner Perspektive hat Young Adult nichts mit leichte Kost zu tun, zumindest nicht, wenn man es mit Last of Us 2 vergleicht (was laut der Folge ja unter Umständen zu schwere Kost für das Genre Young Adult sein soll). Tribute von Panem z.B. ist eine sehr düstere und bitter Geschichte die eigentlich nur gebrochene Menschen zurück lässt. Auch Harry Potter, wo ich nur die Filme kenne, ist im Endeffekt sehr tragisch.
Ist glaube ich schwierig, jeder versteht unter Young Adult etwas anderes. Oft wird das glaube ich auch mit Coming of Age gleichgesetzt/gemischt. Ich hätte zum Beispiel niemals Gears of War, Last of Us oder Tomb Raider in diese Kategorie gesteckt. Natürlich geht es da auch um junge Erwachsene aber ich denke der Hauptfokus dieser Spiele liegt nicht darauf bzw. die Thematik wird nur minimal behandelt oder angedeutet.
Ich persönlich verbinde Young Adult/Coming of Age immer mit Spielen, bei denen es primär um zwischenmenschlichen Beziehungen, dem Erwachsenwerden, Freundschaft, Familie, berufliche Zukunft der Figuren geht. Also die Themen, die junge Erwachsene vermutlich am meisten beschäftigen.
Da fande ich das Beispiel von Christian gut. Ich hatte so gehofft, dass er Night in the Woods nennt. An dieses Spiel musste ich nämlich sofort denken.
Eine Jugendliche (in diesem Fall eine Katze) zieht wieder zu den Eltern zurück, trifft Freunde, Familie, Dorfbewohner und löst geheimnisvolle Vorkommen in der Stadt und macht sich Gedanken über die eigene Zukunft und das Erwachsenwerden.
Ganz ähnlich ist es bei Oxenfree 1+2.
Freunde kehren ebenfalls zurück in ihren Heimatort und reden über ihre Freundschaft, Studium, Beruf, Familie etc. und erleben nebenbei ein sehr mysteriöses Abenteuer.
Mixtape erzählt den letzten Abend dreier Freunde, zeigt in Rückblenden was sie zusammen erlebt haben und die Figuren machen sich Gedanken über ihre Zukunft. Themen sind auch hier unter anderem Freundschaft, Familie, Zukunft.
Weitere Spiele die ich in diese Kategorie packen würde:
- Fall of Porcupine
- Lost Records: Bloom & Rage
- Beacon Pines (Hier spielt man aber Kinder, bzw. ein Hirschkind
)
Wenn jemand mehr in diese Richtung kennt, darf er mir gerne schreiben. Ich mag diese Art von Spielen meist sehr gerne.
Life is Strange und Inside habe ich noch nicht gespielt. Aber von dem was ich von Inside weiß, würde ich das hier nicht mitzählen.