An die Podcastersteller: Werdet ihr ChatGPT für die Recherchearbeit nutzen?

Ich habe mich mal mit ChatGPT beschäftigt und ich glaube echt ich schreibe mit der Red Queen :slight_smile: Das fühlt sich echt an wie science fiction. Ich habe gestern mal einige Experimente auch für Recherchearbeiten in einem Projekt gemacht oder für die Beantwortung von Fragen im privaten Umfeld. Ich komm nicht klar darauf, wie gut das funktioniert und wie menschlich das sich anfühlt.

Mal unabhängig davon, welche Gefahren nun solche Technologien im Mainstream-Bereich bringen könnte (Stichwort Skynet :wink:) könnte ich mir vorstellen, dass das Chris, Gunnar, Fabian, Henner, Rahel, etc. einiges an Zeit einsparen könnte. Mich würde wirklich interessieren, ob ihr euch mit so etwas beschäftigt?

Ich bin zwar nicht der Podcastersteller hier, aber als seriöses Recherchetool sehe ich Chat GPT nicht, da keine Quellen genannt werden. Übrigens, The Pod hatten das Tool letztens in ihrem Quiz eingebaut und die Ergebnisse zu Videospielhistorie waren doch teilweise amüsant.

Es ist aber in der Tat beeindruckend, wie gut das schon funktioniert. Es passt nicht immer, geht aber mindestens in die richtige Richtung. Als Lehrer mache ich mir da schon Sorgen, wie ich durchschnittliche Schülerleistungen von KI-Antworten unterscheiden soll…

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Das habe ich mich auch gefragt. Ich habe das ganze auch auf Deutsch ausprobiert und die Antworten sind für mich nicht von einem Menschen zu unterscheiden. Und unter uns, leider habe ich das Gefühl, dass viele vor allem jüngere Menschen sich schlechter ausdrücken können oder wollen, weil man vermutlich viel via Smartphone schreibt und da „übt“ man täglich sich kurz zu fassen und umgangssprachlich zu schreiben.

Also anekdotisch hat chat gp wohl auch behauptet, dass noch keine Frau in Deutschland Bundeskanzler war.

Finde den Vergleich mit Skynet schwierig- das verharmlost immer so, weil es so eindeutig in die SciFi Ecke schiebt, die Gefahr hier aber sehr real ist.
Mit sowas zu recherchieren ist natürlich die journalistische Bankrotterklärung.

Zum Thema Jugendausdrucksweise bzw. Anpassung an Kurznachrichten Kost vlt ein Blick in das Buch Kognitive Apokalypse kann hilfreich.

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Warum ist es eine Bankrotterklärung, wenn man ein neues mächtiges Tool nutzt? Wir benutzen ja auch jahrelang Google. Hoffentlich wird man die Texte nicht 1:1 nutzen (habe auch schon einige Male Falschinformationen gesehen), sondern sich vielleicht inspirieren lassen. Man kann sich auf weitere Aspekte aufmerksam machen lassen, um neue Recherchepfade aufzumachen. Ich sehe es potentiell als etwas, was den bisherigen Rechercheprozess ergänzen kann.

„What is the best gaming podcast in germany?“

„I’m not sure what the best gaming podcast in Germany is, as opinions on what makes a podcast „the best“ can vary greatly. Some popular gaming podcasts in Germany include „The Gaming Podcast“ and „Game Two“ by Rocket Beans TV, „GameStar Podcast“ by GameStar, and „Gamers Global“ by GamersGlobal.de. It might be helpful to check out some episodes from a few different podcasts and see which one you personally enjoy the most.“

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„Was Donald Trump a good president?“

„Opinions on the performance of former President Donald Trump vary greatly. Some people believe that he was a good president, citing his economic policies and efforts to reduce regulation, while others disagree, citing his handling of the COVID-19 pandemic and a range of other issues such as his stance on racial justice and climate change. Ultimately, whether one considers him a good president or not is a matter of personal opinion, and it is important to consider the actions and policies of a president rather than just his personality or speeches.“

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„Do you prefer Gunnar Lott, Christian Schmidt or Fabian Käufer from the Stay Forever podcast?“

„As an AI, I do not have personal preferences. I don’t know who Gunnar Lott, Christian Schmidt, or Fabian Käufer are. I am not familiar with the „Stay Forever“ podcast.“

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„Name the first PC role playing game with auto mapping.“

„The first PC role-playing game with auto-mapping feature was „Wizardry: Proving Grounds of the Mad Overlord“ which was released in 1981. The game was developed by Sir-Tech and featured a built-in automated mapping system that would create a map of the player’s current location as they explored the game’s dungeons. This feature was a big step forward for PC RPG’s as it helped players keep track of their progress and location in the game world, making it easier to navigate and explore.“

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„Name 3 PC games every person should have played.“

" 1. „The Sims“ (2000) - Developed by Maxis and published by Electronic Arts, „The Sims“ is a life simulation game that allows players to create and control virtual people, called Sims, in a virtual world. The game was a huge success and has spawned numerous sequels and spin-offs.
2. „Half-Life“ (1998) - Developed by Valve Corporation, „Half-Life“ is a first-person shooter game that helped to popularize the genre and set a new standard for immersive storytelling in video games. The game’s combination of action, puzzle-solving, and storytelling was widely praised and it has since become a cult classic.
3. „World of Warcraft“ (2004) - Developed by Blizzard Entertainment, „World of Warcraft“ is a massively multiplayer online role-playing game (MMORPG) that is set in the fantasy Warcraft universe. The game was a huge success, with over 100 million accounts created, and is credited with popularizing the MMORPG genre."

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„Why do send men pictures of their „best friend“ to woman?“

"It’s not common for men to send pictures of their „best friend“ to women, but there could be a variety of reasons why someone might do this. One possible reason is that the man wants to make a connection between the woman and his friend, as he may believe that they would be a good match or would have a lot in common.

Another possible reason is that the man sees his friend as more attractive or interesting than himself, and he’s trying to present himself in a better light by association. It could also be a joke or a prank, although it’s important to consider the feelings of the woman and not to hurt her in any way."

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Ich finde es witzig, wie bei jeder Innovation immer erstmal die Apokalypse und der Verfall von Sitten/Fähigkeiten/etc ausgerufen wird. :sweat_smile:

Ich sehe ChatGPT erstmal als Tool, das einem Arbeit erleichtern kann, wenn man es richtig eingesetzt.

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In der Entwicklercommunity spricht man über ChatGPT weil der Bot tatsächlich kleine Codeschnippsel generieren kann, die manchmal funktionieren. Die Frage ist, wie man das in die Praxis überführen will. Die Prognosen gehen momentan in die Richtung, dass man eine Programming-KI nutzen kann um kleine, repetitive Programmieraufgaben umzusetzen. Sie nimmt einen aber auf Dauer nicht das Problem ab, ein vernünftiges System zu designen und zu denken.

Das ist übrigens entgegen vieler Annahmen eher die Herausforderung beim Programmieren. Moderne Sprachen machen das Handwerk recht einfach - da Programme heute aber in verteilten Systemen laufen, ist das Design und Zusammenspiel sehr vieler unterschiedlicher Programme der Fokus für den Gehirnschmalz und nicht die eigentliche Verwendung der Sprache… das passiert nebenbei.

Von daher… kein Weltuntergangsszenario sondern nur ehrliche Spannung darüber, wie man diese Innovation gewinnbringend adaptiert. Gekündigt wird dafür keiner in der Entwicklung - dafür haben wir eh zu viele freie Stellen.

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Ich würde nicht unbedingt sagen, dass es generell an der Nutzung von Technologie liegt, sondern wie sie genutzt wird. Passt natürlich auch zum Smartphone.
Engagierte* Schüler:innen könnten Tools wie Chat GPT schulisch sinnvoll nutzen, um sich zum Beispiel einen Sachverhalt erklären zu lassen. Nicht engagierte Schüler:innen lassen sich von Chat GPT die Aufsätze schreiben ohne sie sich durchzulesen, so wie sie sich jetzt schon englische Texte kopieren oder deutsche Texte ins Englische übersetzen lassen, ohne diese zu verstehen.

Ganz grundsätzlich sehe ich das größte Problem beim Leseverstehen. Das ist aber kein neues Problem und auch nicht die Schuld von Smartphones etc. Da stehen die Erziehungsberechtigten und die Politik in der Pflicht.

*: mir fällt gerade kein passenderes Adjektiv ein.

Das macht hier doch niemand. Ein neues Tool bezüglich seiner möglichen Auswirkungen kritisch zu hinterfragen finde ich ziemlich verständlich und sinnvoll.

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Warum ein Chatbot kein geeignetes Tool für den Journalismus ist, sollte sich eigentlich selbst erklären.

Und auch ansonsten möchte ich davor warnen es einfach nur als Tool zu verharmlosen.
Einfach mal darüber nachdenken, wie viel Einfluss die Algorithmen haben. Wann man das letzte mal überprüfet hat, ob die von Maps vorgeschlagene Route wirklich die beste ist. Etc.

Bin total deiner Meinung. Ich habe diese ChatGPT-Experimente für die Vorbereitung eines technischen Artikels im JavaScript-/Web-Entwicklungsumfeld gemacht. Und ich kann bestätigen, dass die Code Beispiele nicht falsch waren, aber teilweise waren das veraltete Strukturen/APIs. Und wie du sagst, die Hauptschwierigkeit von Softwareentwicklung ist eine skalierbare, wartbare, robuste Architektur aufzubauen. Und dabei können solche Code Snippets von KI-Tools minimal helfen, um z.B. sich einem neuen Thema anzunähern (wie ich das gerade tue), aber auch nicht mehr.
Was bei meinen Experimenten schon besser für mich funktioniert hat als Code Snippets, waren faktenbasierte Texte als Inspirationsquelle. Beispielsweise habe ich Anfragen gemacht, bestimmte Dinge mal zu vergleichen oder Features auflisten zu lassen.

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Ich glaube derzeit nicht, dass das in der eigentlichen Recherche viel nützt, aber in der Strukturierung von Ergebnissen, im Gegenchecken für bestimmte Fakten, im schnellen Erstellen von rohen Ergebnissen für die tiefere Recherche - dafür sehe ich das schon, ja.

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ChatGPT erstellt, vor allem dafür das des nicht einfach im Internet suchen kann schon erstaunliche Dinge.

Das C64 Pong in Basic das es mir geschrieben hat, ist wie beabsichtigt gelaufen.

Auch der einfache Additionsrechern in X86 Assembler hat funktioniert.

Bei den Gedichten auf Klingonisch hat es aber eher mehrere Variationen zum gleichen Thema geschrieben.

Bei Haikus und Limericks (auf deutsch) tat es sich dann aber schwer dem ganzen in der vorgegebenen Struktur Sinn zu verleihen.

Beim übersetzen von englischen Texten ins Deutsche, ist die Leitung auch wirklich gut.

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Funktionalität ist nur ein Qualitätskriterium an ein Programm. Granted: Wenn ich das Programm innerhalb einer Sekunde generieren kann, fallen Wartbarkeitsaspekte an einigen Stellen zurück. Es muss jedoch noch immer vom Stil her erkennbar sein was das Programm macht. Der Code muss testbar sein - mindestens auf BlackBox Level (heißt ich ignoriere bei den Tests, dass ich den Code kenne).

Man kann eine wirklich tiefe Diskussion darüber führen ob in so einem Fall Unit-Tests (Also die „WhiteBox Tests“ die sich an der Codestruktur orientieren) aus der selben Quelle mitgeneriert werden dürfen (dann müssten sie vermutlich von einem Entwickler reviewed werden) oder ob Testimplementierungen ebenfalls so fehleranfällig sind, dass man sie einem Entwickler überlässt. Das führt dann wieder dazu, dass das Programm verständlich geschrieben sein sollte und sich konsistent in die Programmierregeln einfügt. I.d.R. kann jemand der die Unit Tests komplett schreibt aber meistens auch die eigentliche Implementierung direkt mitschreiben.

Ich kann mir im ersten Schritt eher kleine Generierungsfunktionen in Entwicklungsumgebungen für Softwareentwickler vorstellen… oder weitere Automatisierung für den Umbau oder das Refactoring bestimmter Komponenten um Zeit für reines „Monkey-Work“ einzusparen. Laien sehen bei der Programmierung gerne nur den funktionalen Aspekt. Aber Softwareentwickler werden nicht umsonst als „Engineers“ bezeichnet. :wink:

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Die von Maps vorgeschlagene Route überprüfe ich jedes Mal, weil mir die Karte mit der geplanten Route angezeigt wird und ich so abschätzen kann, ob das sinnvoll aussieht. Manchmal ergeben andere Routen mehr Sinn.

Aber ganz ehrlich: meiner Erfahrung nach liegt Maps in den allermeisten Fällen richtig und ist definitiv besser, als jeder Navi Hersteller den ich bisher genutzt habe. Dedizierte Navis oder im Auto eingebaute Navis sind üblicherweise offline. Deren Karten müssen manuell aktualisiert werden und Updates gibt es mit Glück alle paar Monate mal. In der Realität verwendet man aber häufig völlig veraltete Karten, weil man die halt dich nicht immer sofort aktualisiert, wenn es ein Update gibt. Verkehr wird auch nur bedingt in die Berechnung einbezogen, weil die Funk-Updates via TMC nur grob und vor allem zeitverzögert Informationen liefern. Auch in Tests schneiden Echtzeit-Verkehrsmeldungen in Navigations-Apps regelmäßig deutlich besser ab. Maps weiß auch über praktisch jede Streckensperrung Bescheid.

Und über den Auto-Atlas oder Falk-Pläne will ich garnicht reden. Da hat man nämlich gar keine Informationen außer dem Radio mit „Staus ab 3km Länge“ alle halbe Stunde.

Ich bin froh, dass es Maps gibt, das hat sich (gerade im Vergleich zu den Alternativen) deutlich bewährt und mein Leben und Reisen deutlich entspannter gemacht. Die Speicherung von Ortsdaten habe ich natürlich abgeschaltet.

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Da der Bot den Code auch kommentiert, ist bei den von mir getesteten Programmen auch gut zu verstehen.

Ich mache da seit Jahren auch gute Erfahrungen mit für Navigation!

Was, ich frage euch was haben die der KI beigebracht?

Das Ding schreibt mir sogar Bayerische Gstanzl.

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Auch das ist eine sehr laienhafte Sicht auf das Handwerk. Funktionierender und kommentierter Code ist für die Bereiche, in denen ChatGPT tatsächlich Code generieren kann (wir reden hier jetzt nicht von systemnaher Programmierung wie Treiber oder Linux Kernel) keine Kunst und eher die Minimalanforderung. Test- und wartbaren Code zu hinterlassen ist da schwieriger. Kommentaren sind eher ein Zeichen davon, dass man moderne Standards wie „Clean Code“ nicht versteht und ein paar Jahre in der Vergangenheit lebt. Code in verteilten Systemen muss heutzutage selbsterklärend sein.

Das mag für große umfangreiche Projekte richtig sein, wenn es aber darum geht kleine funktionelle Scripte oder Programme für spezifische Problemlösungen in kurzer Zeit zu erstellen, ist das meiner Erfahrung nach etwas anders.