Dafür hat der Pocket einen enorm hochauflösenden Bildschirm. 1600x1440 auf diesen kleinen Bildschirm.
Damit geht z.B. eine fantastische CRT-Emulation einher. Da ich auf meinem Pocket auch andere (vor allem sogar selbstgemachte) Cores als Game Boy verwende, ist das super. Und passt bequem in meinen Rucksack.
Nein keine falsche Antwort. Ist schöne wenn das ein gutes Gerät ist und ihr Spass daran habt.
Aber in den letzten 3 Jahren wird der Markt absolut geflutet mit „Handheld Retro Gaming Emulator Konsolen“. Und die werden wie so oft bei Elektronik Kram für 2 Euro in China produziert und für 50 Euro bei Dropshipper-Shops verkauft die über Instagram Werbung machen.
Und mir ist nur aufgefallen, das bei allen Werbe-Videos es offensichtlich ist, dass die Person die das vorführt keinen Spass am Gerät hat. Da wird mit überbetont lauten Tasten-Geklicke (ich glaub das soll ASMR sein…?) in den ersten 30 Sekunden eines Videospiels rumgetorkelt.
Deshalb bin ich bei so Kram sehr skeptisch. Handhelds wie GameBoy und PSP haben funktioniert, weil man sich Gedanken gemacht hat, wie kann sowas auch unterwegs Spass machen. Aber jetzt ein Spiel dass dafür Gedacht ist es am Fernseher zu zocken 30cm vorm Gesicht zu haben, sowas funktioniert bei mir einfach nicht
Bei dem Analogue Pocket gefällt mir aber das Konzept, dass man eigene Cartridges benutzt. D.h. es sind ja in erster Linie Gameboyspiele, die bereits für ein Gerät in der Form von Anfang an gedacht waren.
Klar, aber ich habe mittlerweile alte Augen und bevorzuge große Bildschirme und Unterwegs brauche ich keine Pocketkonsole, weil entwender bin ich Fahrer, oder ich werde in kurzer Zeit geflogen, mir fehlt also der praktische Nutzen im Gegensatz zu den Einschränkungen. Nein ich hatte meine Zeit mit dem Gameboy, ich bin zu alte für die Scheiße. Auch Switch 1 \ 2 nutze ich zu 99 Prozent stationär. Und da auch das Pocket Dock ständig ausverkauft ist, dürfte auch ein großer Teil der „mobilen“ Pocket Nutzer es ähnlich wie ich halten. Mobile Gaming Devices sind halt meist ein großer Selbstbetrug. Habe ich wie gesagt an der Nutzung meiner Switch 1/2 gemerkt, deshalb habe ich mir auch das Upgrade auf Oled gespart. Mit 46 Jahren bin ich „stationary“ Gamer, aus Überzeugung. Über meine 11 jährige Ich kann ich nur den Kopf schütteln. Wie konnte man da jemals Batman erkennen? Das soll Mario sein? Du siehst Fantasy und gute Augen schlugen deine 1600 x 1440.
Irgendwie frage ich mich, warum es euch wichtig ist, in einem Thread von Analogue Pocket Nutzern zu erklären, warum ihr keine sein wollt. Also, völlig fair wenn es nicht euer Ding ist. Oder ihr halt generell keine mobilen Spielgeräte in eurem Leben braucht. Ihr müsst ja keine kaufen.
Aber offensichtlich findet es ja seine Liebhaber. Ich habe den Pocket zeitweise mehr verwendet als meine Konsolen, hängt natürlich davon ab, was man gerade spielt und wo man sich aufhält.
Der Pocket ist sicher auch nicht perfekt in seiner Ergonomie und Bluetooth oder W-Lan wären schon noch nett gewesen. Aber es funktioniert halt trotzdem sehr gut: Die FPGA Umsetzungen mit dem sehr scharfen Display sind schon top. Das funktioniert für Spiele mobiler Plattformen am besten, aber auch viele andere laufen gut. Ich hab letztes Jahr viel Parodius unterwegs gespielt oder auch Sonic 3. Sind die mit großem CRT noch besser? Vielleicht, aber den kann ich halt in die S-Bahn oder ins Hotelzimmer nicht mitnehmen. Und der kleine Screen sorgt auch dafür, dass die niedrigen Auflösungen nicht ins Gewicht fallen, im Gegenteil vlt. dort noch sehr gut aussehen.
Umgekehrt funktioniert es für mich dafür nicht so gut Spiele, die für kompakte Displaygrößen entwickelt wurden, am großen TV zu spielen. Das sieht dann bei moderneren Systemen nach 2000 auch nicht so gut aus.
GBA ist am TV oder Computermonitor für mich einfach zu grobpixelig.
Spiele deshalb mit dem Pocket gern daheim auf der Couch, im Bett oder im Garten. Meistens in einer Position in der ich auch entspannt ein Buch lese.
Da ziehe ich das handliche Format mit verhältnismäßig kleinen Buchstaben auch einem PDF am TV oder Monitor vor.
Der Pocket ist da mit seiner Größe und dem Display einfach ein hervorragendes Gerät, das sich hochwertig anfühlt. Trägt für mich auch auf eine Art zum Spaß bei die ich bei einem günstigen China Habdheld nicht hab.
Keine Ahnung, wer da spielt und wie „offensichtlich“ das ist, aber ich hab den Anbernic RG35XX und spiele sehr gerne damit (laute Tasten hat meiner nicht). Dass bei diesem Formfaktor die Ergonomie nicht 100% passt, sollte klar sein, dass war ja auch mit dem Ur-Gameboy schon so. Der Gameboy SP war da auch kein Wunder. Aber ich spiele gerne mal wo ne Runde wenn ich unterwegs bin und die Dinger benötigen kaum Platz. Ich spiel da alles bis zur 16-Bit Ära drauf, hätte da auch noch keine Probleme bemerkt. Die funktionieren unterwegs genauso wie auf am TV. So große Fernseher hatten wir zu Hause damals gar nicht, also ich glaub, die meiste Zeit war ich auch damals nicht viel weiter als 30, 40, 50 cm von der Röhre weg.
Klar kann man die Ergonomie bemängeln, aber wie sinnvoll ist das bei einem Gerät, dass klar so konzipiert wurde, dass ich es auch in die Hosentasche schieben kann (deshalb wäre für mich der Anbernic RG35XXSP auch sehr interessant)? Zumal es ja für die TV-Spieler bei Analogue als auch bei z.B. Anbernic klar bessere Lösungen gibt.
Und ja, wie du richtig sagst: Der Analogue Pocket wurde für die möglichst perfekte Umsetzung von Gameboy Spielen konzipiert.
Hat weder der Vorposter noch sonst jemand hier gesagt. Aber wenn du Sätze wie „Mobile Gaming Devices sind halt meist ein großer Selbstbetrug“ rausschüttelst, kann das in einem Gespräch auch mal eine etwas ruppigere Antwort auslösen, findest du nicht?
Insgesamt dürfte das Userverhalten ja doch recht gemischt sein.
Yo, verständlich. Ich habe Glück: Auch mit 45 ist meine Sehschärfe noch besser als die nominalen 100% (vom Augenarzt erst wieder bestätigt), das einzige was eindeutig schlechter geworden ist, ist die Viskuosität. Von der Nähe in die Ferne zu fokussieren, oder umgekehrt, dauert unangenehm lange, das ist beim Starren auf einen Bildschirm aber eher egal.
Von daher ist das bei mir lustigerweise alles umgekehrt: Meine Switch ist besonders heute immer im Handheld-Modus, und seit ich zwei PC-Handhelds dazugekauft habe, spiele ich auch wieder viel mehr PC-Spiele (weil ich damit so schön in der Ecke der Couch rumlümmeln kann). Sogar mein neuer Gaming-PC streamt oft auf die Handhelds, statt auf den eigenen Bildschirm.
Das habe ich seit diesem Jahr auch ganz stark, gut zu wissen das es dafür eine Begrifflichkeit gibt. Besonders heftig nach Fokus auf Handy / Tablet. Kann man da irgendwas machen oder leben wir damit?
Gute Frage! Ich hab, wohl beflügelt von ihrem Erstaunen über meine Seeschärfe, ganz vergessen, die Augenärztin zu fragen. Und nachdem ich da nur krankheitsbedingt war, und das jetzt auskuriert ist, komm ich da vermutlich nicht mehr hin.
Aber soweit ich mich erinnere, wird die Linse im Auge einfach härter und träger. Vermute mal, das bleibt jetzt so. Ist schon nervig, weil mir beim Umfokussieren auf zu nahe Dinge direkt schwindlig werden kann, während ich nur ein paar Jahre zuvor noch einfach “nach Auge” kleinste SMD-Bauteile gelötet hab. Jetzt greife ich zum Uhrenglas, damit mir nicht übel wird.
Von nah nach fern wird mir zum Glück nicht übel, dafür dauert’s eben recht lange bis alles wieder scharf wird.
da bringe ich mal meine Expertise als Optometrist in die Diskussion ein
Beim Blick in die Nähe muss sich die Augenlinse durchwölben, um die Brechkraft zu erhöhen. Da wie bereits beschrieben die Elastizität der Augenlinse im Alter geringer wird (Verhärtung/Verdickung), schafft sie die erforderliche Durchbiegung meistens ab dem 45. Lebensjahr nicht mehr ausreichend. Es kommt also zu Unschärfe im Nahbereich.
Zu Beginn werden die meisten Menschen die Lesedistanz vergrössern, z.B. durch weiter weghalten des Objekts. Da diese Fähigkeit des Fokussierens in der Nähe aber weiter abnimmt (Der exakter Begriff nennt sich Akkomodation), ist das nur eine Frage der Zeit bis der Griff zur Lesehilfe kommt.
Grundsätzlich gibt es auch den Ansatz des Akkomodationstrainings. Das bringt allerdings nur bei jungen Menschen Erfolge, welche eine reduzierte Akkomodationsleistung haben. Wir führen diese Trainings z.T. auch bei uns im Geschäft durch, v.a. bei Jugendlichen mit Lese-Rechtschreib-Schwächen oder sonstigen Beschwerden bei langen Naharbeiten. Aber wie bereits beschrieben, ab einem gewissen Alter ist die zu erwartende maximale Amplitude einfach zu gering damit es was bringt.
@ Fischonkel: Bzgl. Wechsel zwischen Ferne und Nähe noch was: Das was du beschreibst, sind meistens die ersten Symptome. Es geht gerade noch so mit Fokussieren, du pumpst aber schon alle Reserven in den Fokussierungsprozess. Wenn du dann wieder in die Weite schaust, muss sich das angespannte System erst lösen, es kommt also zur Desakkomodation. Dies kann eine Weile dauern.
Sorry, bessere Nachrichten hab ich nicht Oder doch: Mit einer richtigen Brille wirst du wieder wunderbar in die Nähe sehen können
Du kannst schon was machen, auch Altersweitsichtigkeit kann man Lasern lassen. Da ich Privatpatient bin hat mir meine Augenärztin die Vor- und Nachteile erklärt, ich habe mich dann erstmal für die Lesebrille entschieden, kenne aber aus dem Kollegenkreis etliche die sich für das Lasern entschieden haben.
Grundsätzlich kannst du dich schon kurzsichtig lasern lassen, dann siehst du in der Tat in der Nähe besser. Allerdings wird deine Sehkraft in der Ferne sicher schlechter.
Sehr vielen Dank für die ausführliche Antwort! Auch wenn sie unterm Strich ja auf eher schlimmeres, das dann auf uns zukommt, schließen lässt. Aber das klingt so, als bleibe die Sehschärfe allgemein ja erhalten, nur in der Nähe müssen man dann beim Fokussieren mit einer Brille nachbessern? Stimmt das so?
Ja genau. Die Sehschärfe bleibt, sofern keine pathologischen Veränderungen auftreten, erhalten. Einfach mit reduzierter Fokussierung. Dieser Prozess der reduzierten Elastizität findet schleichend statt und beginnt eigentlich schon nach unserer Geburt. Erst ab dem 40-45. Lebensjahr wird diese Veränderung spürbar, da sie sich erst dann auf unseren Alltag auswirkt. (z.B. dem spielen auf einem Pocket )
Am einfachsten ist in der Tat das nachhelfen mit Brille. Natürlich sind auch Kontaktlinsen oder wie beschrieben das Lasern der Augen eine Option. Aber nichts funktioniert m.M.n. so einfach und unkompliziert wie die Korrektion mit einem gut eingstellten Brillenglas