Das Album-Gefühl

Einzelsongs sind in gewisser Weise fatal für mich. Ich hatte das am Anfang als Kind mit der Schlager"sammlung" meiner Eltern die im Prinzip aus Singles bestand. Dann mit Kassettenrekorder als ich mir nur die Lieder überspielt habe die ich gut fand.
Erst mit der CD habe ich mir Alben gekauft. Und dann höre ich eben das ganze Album. Und da sind Songs mit denen ich nichts anfangen kann. Oder die ich vielleicht sogar aktiv nicht gut finde. Aber man macht halt an und hört durch.

Und irgendwann denke ich dann: Moment, der Song war doch nicht geil. Warum ist er es jetzt?

Und ich bin da nach wie vor ein Banause. Ich neige dazu, das zu hören das ich kenne und mag, obwohl man heute alle Freiheiten hat die Musik zu entdecken.

Nun ja, aber im begrenten Maße höre ich auch weiterhin Alben und erweitere meinen begrenzten Horizon zumindest minimal.

Sunrise (Blows Against the Empire) fand ich beim ersten Mal echt schräg, mittlerweile liebe ich den Song.

Bei einer Platte aus den 2000er hattest Du preislich echt glück (wobei ich die Preise der Scheibe nicht nachgeschaut habe) - die sind echt wiederlich oft, wenn es kein Reissue gab.

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Da kann ich ARTE sehr empfehlen. Das Angebot auf der eigenen Fernseh-App wechselt gefühlt etwas schneller als auf dem Youtube-Kanal. Das Angebot ist auch nicht gigantisch groß, aber es geht quer durch alle Genres und Bekanntheitsgrade der Küsntler:innen. Habe da erst vor ein paar Tagen ein tolles Nirvana-Konzert geschaut.

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Hier auch gleich der Link zum hervorragenden Arte Concert Kanal auf YT:

https://youtube.com/@arteconcert?si=FTb5_pVNF_M2hdjm

Zum Thema in den Laden gehen. Während ich bei Videospielen schon immer nur nach Reviews ging, kaufte ich Alben oft nach Cover. Ich weiß noch wie heute, als ich im Karstadt stand und ich zwischen Meschuggah und einer anderen stand und mich letztendlich für die andere Band entschied. Lustiger Weise kann ich mich nur an Meschuggah erinnern :see_no_evil_monkey:

Oder kaufte ein Album, weil ich die Band so geil fand. Leider war dann das neue Album ein Reinfall. Mein bekannteste Beispiel hier das unsägliche „St. Anger“ von Metallica. Boah hat mich das damals enttäuscht und habe es eigentlich nie richtig gehört. Mhhh, ob es mir jetzt über 20 Jahre später gefällt? :thinking:

Noch kurz was zu Lake of Tears. Ich liebe das Album „Black Brick Road“ und wollte es natürlich auch auf Platte haben. Letztendlich ist es mir aber zu teuer da OOP und ich griff als Alternative zur Platte „A Crimson Cosmos“, die mir nach mehrmaligen hören jetzt weitaus besser gefällt als „Black Brick Road“ und regelmäßig läuft.

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Als ich die ersten Streaming Dienste abonniert habe war ich überglücklich. Endlich von Punk über Death Metal zu Ska und wieder zurück ohne CD Gesuche und Gewechsel.

Was mir dann auffiel, was (zumindest bei mir) komplett auf der Strecke blieb, war die tiefere Beschäftigung mit der Musik. Mit meinen 38 Jahren habe ich ja durchaus ein paar Jahre ohne Streaming verbracht. CD gekauft, Zuhause hingesetzt angehört und das Booklet studiert. Und nochmal angehört. Und nochmal. Wir hatten ja nichts.

Alben aus dieser Zeit kann ich mitsingen, manche komplett, manche mit ein bisschen gesumme zwischendurch.

Durch das Streaming war das Angebot dann so groß dass ich ja gar kein Album zweimal hören musste. Fertig, neue Band, neues Album.

Als ich dann vor ein paar Jahren umgezogen bin, hab ich die Midlife-Crisis-Karte gespielt und mir eine Teufel Stereoanlage eingebildet inkl. Plattenspieler. Dafür wurde und werden Platten gekauft die mir persönlich sehr wichtig sind, weil sie mich an verschiedenen Stationen meines Lebens begleitet haben. Oder Überraschungspakete mit Vinyl, so eine auf 368 Exemplare begrenzte Split 7" irgendeiner chilenischen Black Metal Band ist halt schon irgendwie cool.

Auf jeden Fall hat es da wieder angefangen ganze Alben zu hören, das Auflegen der Platte hat etwas rituelles und dass ich nicht einfach zum nächsten Song skippen kann hat das ganze für mich wieder entschleunigt und mich etwas geerdet.

Seitdem lege ich alle Alben die ich besitze entweder auf den Teller oder in den CD-Player und dann läuft eben das Album bis der oder die gewünschten Songs kommen.

Und für dieses Jahr habe ich mir dann vorgenommen jeden Tag ein komplettes Album anzuhören. Egal ob es Zuhause auf der Couch oder beim Sport oder auf dem Weg in die Arbeit ist. Meistens sind es dann Debütalben bzw. die „Klassiker“ diverser Metal-Bands, aber auch mal genrefremdes. Dabei wird vieles wieder gestreamt, ich setze mich also vielleicht wieder weniger mit Texten oder Artwork auseinander, aber für mich persönlich ist es eine stille Anerkennung für den Künstler: Du hast 60 Minuten Musik geschaffen, ich höre jetzt nicht nur 6 Minuten meinen Lieblingssong.

Und das hab ich dann auch bei zwei Bands bzw. deren Alben „durchgezogen“ die meine Freundin als hörenswert bzw. als ihre neue Lieblingsband bezeichnet hat. Die beiden haben mich nicht so richtig gepackt, aber da kam dann auch der Gedanke, dass mir die ersten Songs nicht gefallen, aber vielleicht kommt ja noch DER Lieblingssong.

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Ich bin eher im Team Playlist zu finden, als im Team Album. Das hat mehrere Gründe, ob diese gut sind, müssen andere entscheiden.

  1. ein werter Mitforist hat richtig gesagt, dass Kunst immer etwas Ganzheit ist und ich würde ihm da zustimmen wollen. Jedoch ist ein Song, wenn er gut ist, ein Kunstwerk für sich.
  2. Das heißt nicht, dass es nicht tolle Konzeptalben gibt, die eine Geschichte erzählen, wie Nightfall in Middleearth von Blind Guardian, es steht nur als andere Wahrheit daneben.
  3. Ein Mixtape zu erstellen, ist eine Kunst. Für jemanden, für sich selbst, das ist eine Herzensangelegenheit und ein schönes, buntes Legespiel.
  4. Ich kenne leider nur sehr wenige funktionierende Konzeptalben. Die meisten Alben die ich kenne, sind eine Sammlung von Tracks als Output. Das macht es nicht schlechter, es ist nur keine Geschichte.
  5. Bei Alben der Gruppe Yes bin ich mir unsicher, Progrock schafft es öfters eine atmosphärische Geschichte zu erzählen.
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Mag persönlicher Geschmack sein, aber ich finde Streaming hat beim Großteil der Hörspiele nicht zu mehr Qualität geführt, eher zu weniger. ich habe den Eindruck es wird fast nur noch auf Masse produziert damit jede Woche eine neue Folge erscheint. Konzentriert Hören kann ich die neuen Sachen bis auf wenige Ausnahmen nicht, da meist die Dialoge dazu zu schlecht geschrieben sind, oder die Sprecher nicht meinem Geschmack nicht entsprechen.

Bei Musik weis ich nicht ob man da Änderungen merkt. Kann ja auch positiv sein.

Streaming fand ich super um alte Sachen zu hören die da als „Archiv“ zu finden sind. Hab viel nachgehört. Mittlerweile habe ich kein Abo mehr, die Alten Sachen habe ich großteils nachgehört und die neuen gefallen mir fast alle nicht. Allerdings höre ich heute aber auch bis auf wenige Ausnahmen auch keine Folgen mehr x mal hoch und runter - Musiktitel hört man dahingehend ja doch häufiger

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Falls du interesse hast und reinhören möchtest:

Mir fallen spontan ein paar Konzeptalben ein, welche ganz gut eine Geschichte erzählen.

  • Johnny Cash - Ride this Train (Erzählt von einigen Kapiteln der Nordamerikanischen Geschichte)
  • The Who - Tommy (Die Geschichte eines Außenseiter-Jungens, welcher ganz gut im Flipperspielen ist)
  • David Bowie - Ziggy Stardust (Bowies Alter Ego, welcher sterben musste weil er Bowie übernommen hatte. Ist nicht die Geschichte auf dem Album, aber dennoch ein grandioses Werk)
  • Pink Floyd - The Wall (ja natürlich. Bisschen Geschichte aber vor allem immer wiederkehrende Phrasen und ineinander übergehende Titel)
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Nachdem meiner Frau und Kindern mein geliebter Metal (meistens. Mal schauen ob eines auch ein Metalhead wird.) zu krass ist, höre ich schon seit Jahren kaum mehr über eine Anlage (außer allein im Auto), sondern vor allem per Kopfhörer und dann entweder beim Arbeiten oder bei der Hausarbeit. Daher kommt ein physisches Medium bei mir nicht in Frage.

Wie angedeutet ist Musikhören bei mir eigentlich auch immer eher ein Zusatz als die eigentliche Haupttätigkeit. Zwar kann mein Tidal-Abo auch FLAC streamen, aber das muss dann eh per Bluetooth Aptx auf meine Kopfhörer (Kabel stören mich und machen extra Geräusche). Daher ist die Musik dann doch meistens komprimiert und mir reicht das. (Im Gegensatz zu meinen Schwager der 20K+ für Boxen ausgab …)

Qua der digitalen Qual der Wahl benötigt es also meine eigene Selbstdisziplin um Alben ganz anzuhören. Bei neuen Alben meiner Bands mache ich das gerne 2-3 Mal um alle Songs gehört zu haben. Aber es hat sich herausgestellt, dass ich meistens nur ein paar Songs pro Album richtig gut gefallen, einige sind „OK“ und weitere gefallen mir einfach nicht. Gibt auch ganze Alben die ich nicht mag und dann nicht höre (oder nur selten rein höre um mich zu überzeugen, dass dem noch so ist).

Ich höre schon öfter meine Favoriten-Alben, aber den Next-Song-Button benutze ich dann häufig. Dafür nutze ich die digitale Möglichkeit das Gesamtwerk von Bands per Zufall anzuhören und mich so vom ein oder anderen mir noch unbekannten Song überraschen zu lassen. Auch hier ist Next-Song mein ständiger Begleiter. Wahlweise auch mit Playlists anderer um neue Künstler zu finden.

Ja, mit Streaming besitze ich keine Musikträger/-Dateien mehr, aber dafür kann ich hören was ich will und meine Familie ebenso. Und wenn es der Dienstleister nicht mehr macht, dann ein andere. Ich bin bereits von Spotify zu Tidal gewechselt (wobei das K13J nicht so zusagte, für dass ist Spotify DIE Plattform/semi-social-media).

Anstatt von Genres meine Lieblingsbands: Children of Bodom, Van Canto, D’Artagnan, Amon Armath, Dragon Force, Sabaton, Hämatom, Nanowar of Steel, Onkelz, Melodicka Bros und Leo (jeweils großartige Cover-Künstler), Five Finger Death Punch, The Hu (vor allem ihre Cover), 2Cellos

Gunnar, ich freue mich über dein Glück.

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Tidal ist bei mir auch der Favorit. Wenn ich mir da einmal im Jahr einen Monat Streaming gönne, dann Tidal.

Spotify mag ich nicht mehr seit sie alles vollgestopft haben und mir keine Konfigurationsmöglichkeiten gelassenen haben. Ich möchte da (Hörspiel) Alben hören, keine Musikvideos schauen und die ganze Podcastwerbung die sie mir unterschieben will ich auch nicht. Eine Option, diese Dinge einfach nicht angezeigt zu kriegen gibts nicht mal für zahlende Abonenten. Amazon Musik mittlerweile das gleiche. YouTube Musik fand ich schon immer schlecht als bezahlte Musik App. Dann nehm ich gleich YouTube.

Tidel und Apple Musik sind da für mich heute Konkurrenzlos.

Das einem nur vereinzelte Titel eines Albums gefallen war ja immer so - damals hat man diese Titel dann halt auf Mixtapes oder später auf eigene Hit CDs/MDs gebrannt. Originale auf MC oder LP hat man aber schon öfter durchlaufen lassen. Dad mit dem überspringen von Titeln hat ja eigentlich erst mit der CD die man auch auf die Titel „programieren“ konnte so richtig angefangen. Bis man dann später über itunes nur noch die eigenen Titel seperat aus nem Album rauskaufen konnte.

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Ich hatte dieses Album-Gefühl eigentlich nur bei zwei Alben, nämlich Heaven & Hell von Black Sabbath und Cyberpunk von Billy Idol. Aber ich habe auch erst 1998 mit 17 Jahren richtig angefangen, Musik abseits von klassischer Musik zu hören (letztere gabs gratis im Radio und lief zu Hause meist im Hintergrund), und da kamen gerade MP3s auf. Tatsächlich bin ich überhaupt nur zum „Musikhören“ gekommen, weil mir jemand ein MP3 geschickt hatte. :smiley:

Ich hab mir dann zwar in den folgenden Jahren diverse CDs gekauft, aber nur, um sie zu rippen und dann die MP3s in selbstgebastelte Playlists zusammenzufügen. Somit habe ich selten Alben am Stück gehört.

Andererseits: War das nicht auch das Markenzeichen der Mixtape-Ära von den 70ern bis zu den 90ern? Da war ja die Idee auch, dass man sich Musik selbst zusammenstellt.

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In meiner Jugend war das auch so mit den Alben und Kassetten. In der heutigen Zeit empfinde ich aber keine Nachteile. Vielleicht steckt eine Art von „Sucht“ dahinter, die dann alles im Vergleich zu damals kaputt macht? Die Sucht, alles effizient hören zu wollen/müssen?

Die habe ich nicht entwickelt und bin nun dankbar dem Spotify. Zurzeit habe ich 100 Lieblingslieder und daneben eine separate „Country Song Liste“ mit weniger.

Ab und zu schmeiße ich was raus aus beiden, und bin begeistert über neue „Empfehlungen“, die aus meinem Geschmack abgeleitet wurden. Stable conditions with creative way forward -

Unabhängig davon halte ich auf CD und Vinyl lokale/regionale Helden, die mich auch begleiten.

Yours,
Hybrid-Listener

PS:
Mein Album rauf und runter war mal „August and Everything After“ - Adam Duritz war in meiner Seele damit tief drinnen :wink:

PPS: und darum sichere ich das Album redundant außerhalb des Netzes.

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Wobei das lustigerweise auch bei Alben passieren kann, auf denen die Lieder so gar nicht zusammenhängen - oder wie in meinem Fall bei einer Compilation.

Dass wir Nerds die Musik unserer Lieblingsspiele gerne auch losgelöst vom Spiel hören, kennen die meisten hier vermutlich aus eigener Erfahrung. Neben den selbst aufgenommenen Musikkassetten gab es in den frühen 90ern aber tatsächlich auch die ein oder andere kommerzielle Silberscheibe, die Titel unterschiedlicher Spiele auf einem Tonträger vereint hat.

Power Game Hits – CD (Compilation), 1992 [r2395110] | Discogs

Diese Compilation ist mir damals in der Drogerie Müller in Worms in die Hände gefallen und hat natürlich sofort meinen vom C64 und Amiga geprägten Musikgeschmack getroffen. Die meisten Titel kannte ich bis dato noch nicht, aber wenn man als zweites Stück schon die Titelmusik von Turrican 2 auf die CD presst, spricht das zweifellos für Qualität. :nerd_face:

Eingeschobener Mini-Exkurs - Ende der 90er habe ich über verschiedene Mailinglisten und Musikforen einen mittlerweile guten Bekannten kennengelernt, mit dem ich mich regelmäßig per Email austausche. Einmal im Jahr versuchen wir auch, uns in London zum Plattenläden-Leerkaufen zu treffen. Zu unserer Tradition gehört es auch, uns gegenseitig CDs ohne Titellisten zu brennen und den anderen dann anschließend raten zu lassen. Auf diese Weise haben wir glaube ich beide schon einige neue Künstler entdeckt, die uns ohne die selbst zusammengestellten CDs des anderen wahrscheinlich ewig verborgen geblieben wären.

Aber wie hängt das eine mit dem anderen jetzt zusammen?

Als großer Freund von Videospielmusik habe ich ihm irgendwann in den 2020ern auch mal zwei CDs mit Titeln aus Spielen zusammengestellt. Die Titel waren schnell zusammengesucht, und einige Platzierungen haben sich auch aus den Stücken selbst ergeben - „Still Alive“ aus Portal zum Beispiel ist ein idealer Abschluss, also ist die Position schon gesetzt.

Eröffnet habe ich die erste CD mit dem Thema aus Monkey Island, genau wie ich es noch von der Power Game Hits kannte. Und natürlich - selbst nach 30 Jahren - hat darauf die Titelmelodie von Turrican 2 zu folgen, weil sich das über all die Jahre einfach so eingebrannt hat! :sweat_smile:

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Das eine schließt das andere nicht aus. Ich kann ja nur für mich sprechen, aber bei der Playlist/Mixtape renne ich ein wenig im eigenen Hamsterrad. Klar: Man bekommt nur Lieder die man kennt und gut findet, aber man entdeckt auch wenig Neues.
EIn Album hole ich mir vieleicht wenn ich andere Sachen vom Künstler gut finde, oder einen Song. Ich höre aber dann auch dern Rest immer und immer wieder und mit der Zeit höre ich mich rein und fange plötzlich Lieder geil zu finden bei denen das vorher nicht der Fall war.

Aber es gibt da glaube ich kein richtig oder falsch. Ich wünschte, ich würde mehr investieren, um neue Lieder zu erschliessen. Ich falle aber auch sehr gern zum alt bewährten zurück und das ist ja auch schön.

Ich hab z.B. lange Zeit von den Dire Straits Sultans of Swing und Money for Nothing in der Playlist gehabt und rest fand ich eher öde. Was war ich für ein Banause :smiley:

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Ich persönlich kann da insbesondere Bandcamp empfehlen, da dort die Künstler zumindest etwas mehr am Umsatz beteiligt werden, im Gegensatz zu den „großen“ Diensten. Zudem gehören einem die gekauften Titel dann, so dass man sie bei Bedarf auch direkt runterladen kann.

Selbst nutze ich Streaming und Playlists eigentlich nur für`s Hören zwischendurch, im Auto, beim Spaziergang mit dem Hund oder für Partys. Ansonsten höre ich Alben auch generell am Stück. Und seit ich vor einigen Jahren von CD auf Vinyl gewechselt bin, höre ich die Musik auch wieder wesentlich intensiver, da man die Alben am Stück hört und nicht in die Versuchung kommt, zum nächsten „Highlight“ zu skippen.

Und auch Gunnars „Album-Gefühl“ kann ich sehr gut nachvollziehen, viele Alben wachsen und werden von Durchlauf zu Durchlauf epischer, entweder weil man immer wieder neue persönliche Favoriten ausmacht, oder aber, weil das Album als ganzes immer imposanter wird bzw. wirkt, selbst wenn nicht gleich die großen Hits herausstechen! Gerade im Metal-Bereich gibt es ja viele Konzeptalben, die wie aus einem Guß wirken und deren volle Brandbreite sich erst nach intensivem Hören herausbildet.

Einige Empfehlungen in Sachen Konzept-Alben aus dem Metal Bereich:

Queensrÿche – Operation: Mindcrime
Iron Maiden – Seventh Son of a Seventh Son
Ayreon – Into the Electric Castle
Blind Guardian – Nightfall in Middle-Earth

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Bin weiterhin großer Albumhörer, weil ich gerne in die Welt eines Künstlers eintauche und dort verweile. Meine Lieblingshörerlebmisse sind Alben, mit großem Abstand, und bevor ich einen Song skippe, höre ich die Platte lieber gar nicht :slight_smile:

Zum Glück gibt es noch sehr viele Musiker, die tolle Alben produzieren wollen.

Höre ich mit der Familie, setze ich allerdings häufig auf Playlists, um deren Geduld nicht zu überstrapazieren. Außerdem will ich den Kindern ein Liederkanon nahebringen.

Hier sind meine Lieblingsalben aus 2025 und 2026:

Thundercat - Distracted (Bassvirtuoso spielt sehr kurzweilig Funk, Jazz, RnB, 1970er trifft heute)

Muse - The Wow! Signal (bestes Muse-Album seit 20 Jahren, hat mich überrascht)

Hand Habits - Blue Reminder (Meg gehört zu den besten Songwritern heutzutage, vollkommen unterschätzt)

Car Seat Headrest - The Scholars (Indie-Komzeptalbum, Will Toledo ist ein weiterer Supersongwriter)

The Armed - THE FUTURE IS HERE AND EVERYTHING NEEDS TO BE DESTROYED (wenn ihr harte Musik wollt, die kaputt und wunderschön ist)

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Fällt mir doch glatt noch eines ein. War so ca 2008. Sitze mitm Kumpel beim Bierchen und Wurstsalat zusammen, läuft da plötzlich so richtig gute Musi. Gleich nachgefragt und grinsend sagt mir die Frau aus dem Lokal:

Angus and Julia Stone - A Book Like This

Instant buy. Rauf und runter gehört. Bis zum geht nicht mehr. Und darüber hinaus. :heart:

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So wie ich das sehe liegt das aber auch daran, dass deine Tochter in einer Zeit aufwächst wo dies durch die freie Verfügbarkeit von fast jeder Musik.

Durch Streamingdienste und früher MP3 ist die Auswahl viel breiter, als zu Zeiten wo man sich für 20 DM für eine Platte entscheiden musste.

Dieses Invest ist natürlich identitätsstiftend (wer von uns kennt nicht die Frage nach der ersten selbstgekauften Platte) und es war viel wichtiger sich durch Musik zu committen. Das sich da die Grenzen aufgeweicht haben find ich super. Aber gleichzeitig hat Musik dadurch immens an Bedeutung verloren, was ich sehr bedauere. Mit der freien Verfügbarkeit ist auch ein Stückweit der Wert von Musik verloren gegangen.

Noch dazu eine Off-Topic Ergänzung, die aber alles digitale betrifft.

Bücher, Platten, DVDs und Videospiele waren früher ein klassisches Geschenk. Man hat sich Gedanken gemacht über den Beschenkten. Was könnte ihm Gefallen oder wovon war man so überzeugt, dass man glaubte andere müssten auch davon erfahren. Heute wenn Viele digital konsumieren, über Streamingangebote geht das auch verloren, wenn man nur noch Gutscheinkarten für Netflix, Spotify und Amazon verschenkt.

Einen adäquaten Ersatz der Zzeigt, dass man sich über den anderen Gedanken gemacht, habe ich ür mich perönlich noch nicht gefunden. Wen da jemand Ideen hat, bitte gerne teilen.

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Meine Schwester hat mir mal ne Kelly Family CD gescbenkt. Die Realität war oft grausamer =P

Ich denke, wenn man jemanden kennt und sich Gedanken macht gibt es immer noch Zeug. Natürlich wird es nicht einfacher, wenn immer mehr physische Medien wegfallen.
Ich würde z.B. auch niemandem eine BlueRay schenken auch wenn ich weiß, dass zumindest eine PS5 mit Laufwerk am Start ist.

Mein letzter Geschenk-Erfolg war für eine 3 Jährige (gefährliches Terrain da ich da wenig Ahnung habe): EIne Kinderkamera die die Bilder auch gleich ausdruckt. War ausnahmsweise mal eicht ein Knaller-Erfolg :smiley:

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Ich bin als jemand, der so um den Mauerfall herum geboren ist, ja vollständig mit CDs und MP3-Playern aufgewachsen. Schallplatten im Elternhaus waren noch vorhanden und wurden hin und wieder auch gehört, aber selbst aufgelegt haben ich die nie und auch, dass die „anspruchsvollen“ Songs eher früh im Album drankommen müssen, weil die „Auflösung“ der Schallplatte dort noch besser ist, war mir völlig fremd. Musik wurde in der Jugend dann oft über YouTube in grausiger Auflösung konsumiert, oder in grantigen 128 kbit/s-MP3s…

Aber. Schon als Kind war mir immer völlig klar, dass man halt ein Album hört. Gebrannte CDs der Toten Hosen trugen da vermutlich ihren Teil zu bei, oder auch die später dann die MP3-Sammlungen von Mittelalterrock- und Powermetal-Bands, aber ich habe Alben schon immer von vorne nach hinten gehört. Nie im Ohrensessel, mit Booklet und ausschließlich auf das Album konzentriert, aber Mixtapes oder Playlists waren immer eher die Ausnahme. Selbst meine ersten Original-CDs (Europop und Contact von Eiffel65) wurden immer komplett gehört, auch wenn Blue natürlich trotzdem das Highlight war. Klar, einzelne Lieder wurden dann schonmal auf YouTube gejagt und gehört, wenn sie empfohlen wurden und ich habe auch schonmal spontane Playlists in foobar2000 gebaut…aber es blieb eigentlich immer die Ausnahme. Eine kleine Handvoll habe ich gebaut, aber großartig nicht.

Erst mit Spotify habe ich überhaupt das Gegenteil getan: Playlists gebaut, die aus mehr bestanden als nur dem Best-Of einer Band. Da kamen dann Playlists für Kneipenabende bei rum (Wer hinter der Theke stand, durfte die Musik bestimmen, großer Benefit!), oder für Freunde, die Empfehlungen wollten, oder für eine Autofahrt, oder…

Privat höre ich immer noch fast ausschließlich Alben. Das fügt sich einfach so schön zusammen. Es gibt eine Handvoll Playlists, die stetig wachsen, und auch die automatisch generierten Playlists von Spotify/Tidal mag ich ganz gerne (This is XYZ oder der Mix der Woche oder so) und auch als Beifahrer mit Musik-Kontrolle mische ich gerne durch, aber wenn ich eine Band dann richtig kennenlernen will, werden Alben gehört, gekauft, gerippt, Bands zur Signatur vorgelegt, in den Schrank gelegt. Oder enttäuscht festgestellt, dass die Band wohl doch nur einen guten Song hat und der Rest nicht taugt. Versuche es trotzdem dann oft ein paar Monate später nochmal.
Auch, weil ich das „Warmhören“ extrem gut kenne. Gibt Alben, die sofort hörbar klick gemacht haben, und Alben, die erst nach 20 Jahren wiederholter Versuche dann endlich den richtigen Effekt erzielen (die frühen Blind Guardian-Alben sind da so ein typisches Beispiel).

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Ja, das ist auch mein persönlich größtes Argument für ein Album. Songs die beim ersten hören „klick“ machen sind meistens auf lange Sicht die schlechteren Songs.
Bei vielen Songs die ich sehr mag hat es mehrere Durchgänge gebraucht und ich habe mir die Alben dann nach und nach erschlossen. Das fordert eine gewisse Investition.

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