Das Format ohne Namen #26

Ja, eigentlich ist es Wahnsinn sich jeden Tag in den Verkehr zu begeben mit dem Wissen aus einem Vormittag in der Grundschule. Ich hab halt nie einen Führerschein gemacht.

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Als ich im Jahr 2000 den Führerschein gemacht hab (ich war spät dran), gabs ja schon die Computerprüfung und offizielle Prüfungs-CD-ROMs zum Lernen und Üben. Da hat mein Vater (Führerschein 1960) auch selbstsicher die simulierte Prüfung begonnen und hatte am Ende dann 36% richtig (80% sind zum Bestehen erforderlich). Das hat ihn auch ziemlich schockiert. Ihn hat aber dann der Ehrgeiz gepackt und er hat zwei Wochen lang intensiv trainiert (sind ja über 2000 Fragen, das dauert ein Weilchen), bis er die Prüfung am Ende geschafft hat.

Das klingt mir nach Schweizer Staatsbürger. :partying_face:

in der Regel halten die Leute am Übergang ohne Ampel an aber der Fußgänger besteht nie auf sein Recht und bedankt sich in aller Ehrerbietung.

Ein Postdoc wurde unweit der Uni damals vor dem Kinderspital in Basel angefahren, samt Fraktur. Der Fahrer hat einen Anwalt bemüht und geklagt auf geteilte Verursachung, da der Übertrittswinkel zu steil war … kann man sich nicht ausdenken …

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Ich halte generell einiges von Martin Rütter, aber nichts von diesem einen Artikel, der viel zu allgemein formuliert ist.
Aber Ausnahmen und Regel und so.

Fände ich eigentlich auch nicht schlecht, allerdings sind 5 Jahre spätestens ab 75 imo schon eine Menge; da kann man ja leider innerhalb eines Jahres massiv abbauen, ohne es selbst notwendigerweise zu merken oder zu akzeptieren. Und ‘ne jährliche Prüfung ist wahrscheinlich kaum zu stemmen bzw. zu vermitteln.

Vielleicht könnte man das aber auch Ärzte prüfen lassen, die meisten in dem Alter werden eh mindestens einmal im Jahr den Arzt besuchen. Reaktionsvermögen und so ein Trump’scher “IQ-Test” (sprich: Demenztest/Kognitionstest) geht zügig und bietet vermutlich ‘ne brauchbare Orientierung.

Gegen Ignoranz und Rücksichtslosigkeit nützt das aber natürlich auch nichts!1

So, jetzt komme ich auch endlich zu meiner Antwort auf die Folge - auch wenn sie bei 145 Stück vermutlich untergeht :frowning:

Zur „Dinnele“
Die Erwähnung der “Dinnele” hat mich an eine Entdeckung meinerseits erinnert, als ich in den 90er Jahren in die Nähe von Leinfelden-Echterdingen gezogen bin. Dort gibt es “Deie”, das scheint der schwäbische Verwandte der Dinnele zu sein. In meiner Heimat, dem Remstal, war das völlig unbekannt, obwohl nur ein paar Kilometer entfernt.

Man konnte die Deie bei bestimmten älteren Damen tiefgefroren kaufen. Legendär habe ich einmal für eine Feier 10 Deien gekauft und die Transaktion fand komplett über ein Fenster statt :rofl:

Danke für die Erinnerung und ich werde mich mal wieder auf die Suche machen oder selber an einer Deie in der Küche ausprobieren.

Zu Töchtern:
Ich bin jedes mal über die Erzählungen zu Gunnars Tochter fasziniert, da meine Tochter ähnlich alt ist (ein Jahr älter) und ich durchaus Parallelen feststellen kann. Sie hat letztes Jahr Abitur gemacht und war auch lange unschlüssig, was sie danach machen soll. Es war klar, dass sie nicht sofort los studiert - dazu hat sie in der Schulzeit viel zu viel Zeit ins Lernen investiert und eine Auszeit würde ihr sicher gut tun. Es gab dann verschiedene Optionen, aber schließlich hat sie sich für eine Au-Pair Stelle in Finnland entschieden. Wir haben nach Finnland seit vielen Jahren freundschaftliche Verbindungen und sind regelmäßig dort um die unvergleichliche Natur und Ruhe in einer Mökki zu genießen. Obwohl es nicht einfach war eine Au-Pair Agentur zu finden, die nach Finnland vermittelt, hat es dann geklappt und sie ist jetzt seit September 2025 in der Nähe von Helsinki an der Ostsee bei einer tollen deutsch-schwedisch-finnischen Familie mit drei Kindern, Hund, Fischen und Reptilien. Sie ist ständig in Helsinki unterwegs (in Stuttgart war sie in 18 Jahren vielleicht fünf mal alleine) und generell tut ihr die Selbstständigkeit sehr gut. Sie neigte dazu, sich manche Sachen nicht zuzutrauen und wenn die Eltern es irgendwie abfangen können, werden sie es schon tun. Das geht dort alles nicht und man kann ihr wirklich dabei zuschauen, wie sie Selbstbewusstsein aufbaut. Vielleicht ist das ja auch eine Option für Gunnars Tochter.

Edit - ich will damit nicht implizieren, dass Gunnars Tochter nicht selbständig oder selbstbewusst ist. Es soll nur aufzeigen, wie es meine Tochter weiter gebracht hat.

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Was mir heute auffällt als jemand, der zwar keine eigenen Kinder hat, aber als Trainer wöchentlich mit Kids zu tun hat, ist, dass besonders die Corona Zeit einiges durcheinandergebracht hat. Viele ältere Semester haben manches davon so gar nicht erlebt. Soziale Kontakte sind weggebrochen, die Schulen waren unvorbereitet auf digitalen Unterricht, Sport- und Freizeitmöglichkeiten fielen weg usw. Die Auswirkungen spürt man noch immer und dennoch wird oft kaum Rücksicht darauf genommen.

Es ist leicht, auf die jüngere Generation zu schimpfen, ohne Lösungen parat zu haben. Mich stört, wie Erwachsene sehr schnell ins Stammtischgerede verfallen. Dabei müsste man die Sorgen der Kids viel ernster nehmen, denn sie sind die Erwachsenen von morgen. Auf einer Fortbildung zum Thema mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ging es unter anderem auch darum, dass immer häufiger psychologische Hilfe benötigt wird. Wer sich da auch etwas mehr einlesen will kann sich die Copsy Studien anschauen. Die Themen die dort aufgeführt werden machen nicht nur mir Sorgen.

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Als Lastenradfahrer (aber auch sonst) finde ja die Leute am nervigsten die meinen Rechtsverkehr gibt es nur für Autos. Schon mit einem normalen Fahrrad ist es kein Spaß wenn einem jemand entgegenkommt, der dann aber auch noch der Meinung ist ich müsse ausweichen. Ach ja, und Autos die theoretisch auf ihren Parkplatz vor ihren Haus stehen, aber noch gute 30-50cm auf den Gehweg ragen …

Das wirklich ärgerliche ist halt, dass denen rein gar nichts passiert. Vielleicht alle 8 Monate mal ein Strafzettel, wenn überhaupt.

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Hier noch ein schöner Artikel darüber, dass man am "Bedanken im Straßenverkehr” Menschen mit guten Charaktereigenschaften erkennen kann: Psychologists say that waving “thank you” at cars while crossing the street is strongly associated with specific personality traits

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Ich glaube gar nicht das die Welt wirklich so viel komplexer geworden ist, viel mehr ist sie deutlich transparenter geworden und gerade Kinder/Jugendliche werden daher mit viel viel mehr konfrontiert von dem Kinder und selbst viele Erwachsene vor 20, 30… Jahren einfach nichts mitbekommen hätten.

Um so endscheidender ist daher mal wieder das Elternhaus, wenn die Eltern selbst mit der Nachrichtenflut und/oder den Nachrichten selbst überfordert sind wird sich das sehr wahrscheinlich auch auf das Kind übertragen.

Ich hab den Satz auch schon des Öfteren gehört, und mir war nie ganz klar, worauf sich das bezieht.

Komplexer, im Sinne von größer, ist zweifellos die Auswahl geworden - an Freizeitbeschäftigungen, Unterhaltung, Dingen, die man kaufen kann … eigentlich an allem. Ich bin jetzt auch nicht gerade in einer “Wir hatten ja nichts”-Zeit aufgewachsen, aber es war doch alles limitiert. Im Fernsehen konnte man nur gucken, was gerade lief, bei Musik und Hörspielen gab’s nur das, was ich selbst oder meine Freunde hatten, und auch an Spiele musste man erstmal kommen. Das fällt ja heute dank Streaming, F2P, GamePass etc. nahezu weg und hat bisweilen imo mehr Nach- als Vorteile; die endlose Auswahl erschlägt und ermüdet, mich zumindest.

Vieles ist aber auch im Positiven deutlich einfacher geworden: An Informationen/Wissen zu gelangen, miteinander zu kommunizieren, Fragen zu stellen bzw. Anlaufstellen zu finden, für die man sich früher vielleicht geschämt hätte. Smartphones ersetzen das Erlernen von gefühlt zwanzig verschiedenen Geräten, Computer sind im Großen und Ganzen wesentlich einfacher zu bedienen als früher.

Naja, ich erzähl hier nichts auch nur ansatzweise Neues.

“Die Welt an sich” wiederum finde ich schwer zu vergleichen. Zukunftsängste gab es heute wie früher; was jetzt Klimawandel und Trump sind, waren damals Waldsterben und Ozonloch, Tschernobyl und Kalter Krieg. No Future! Heute bekommt man es dank Social Media und selbsterwähltem Doom Scrolling halt permanent ins Hirn geballert, aber pauschal apolitisch war die Jugend früher ja nun auch nicht.

Keine Ahnung. Kindsein war schon immer relativ doof - bis man erwachsen wurde, dann war Kindsein mega.

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Btw, wer glaubst du eigentlich zu sein, anderen vorzuschreiben, was sie zu schreiben haben und was nicht? Weil dir das Thema nicht zusagt, hat auch niemand anderes darüber zu reden, ja?

Richtig, das war nicht Thema in der Folge, aber scheinbar hast du Struktur und Funktion eines Diskussionsforums nicht ganz verstanden. Jemand schreibt was, jemand steigt drauf ein. Themen wurden u.a. durch TEAMMITGLIEDER eingebracht, darauf wurde geantwortet, einfach. Ob dir das Thema zusagt oder nicht, ist höchst irrelevant.

ABER ACHTUNG DA KOMMT EIN FeIGeNbLaTt!!!11!1

Ernsthaft? Zwei Monate später?

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Ich weiß garnicht wer er glaubt zu sein aber ich glaube das ist der Frodo und ich glaube er hat da nurnochmal zusammengefasst, was kurz vorher explizit dir von einem TEAMMITGLIED und MODERATOR gesagt worden ist.
Nml. das Thema sein zu lassen und es nicht immer wieder mit irgendwelchen Behauptungen anzufachen und dann ein: Aber jetzt ist mal Schluss drunter zu setzen.

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Ich habe hier mal zugemacht, weil die Diskussion sich (auch meine Mitschuld, sorry) weniger um die Folge gedreht hat, sondern wegen anderer Themen sehr konfrontativ und persönlich wurde. Wir gehen das in Zukunft mit etwas lockererer Hand an und würden erstmal versuchen, das wieder in persönlichen Gesprächen in die richtige Bahn zu lenken, bevor wir direkt zumachen, aber es wäre schön, wenn ihr auch versucht, auf einer sachlichen Ebene beim Diskutieren zu bleiben. Danke :slight_smile:

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