ich empfinde allerdings auch regelmäßig Bedrohungslagen (also Ataris) im Angesicht von elektrisch unterstützten Lastenradfahrern, das tut mir leid, weil die sicherlich Teil der Verkehrswende sind, aber sicher auch bei üblicher Reisegeschwindigkeit die Aufschlagscharakteristik eines Panzers haben. Wenn ich dann also mit oben genanntem Hund mir mit denen den Rad/Fußweg durch die Grünanlage teile und die auf mich zuhalten, dann knapp an mir und Hund vorbeifahren und sich überhaupt nicht klar zu machen scheinen, daß Hunde nicht auf Schienen laufen und auch mal zu unbedachten Bewegungen neigen, ähnlich wie Kinder, ich frage mich manchmal, ob die an Kindern genau so eng und genau so schnell und rücksichtslos vorbeikacheln und dann frage ich mich, wann das erste mal doch jemand auf diese Art totgefahren wird…
Ich bin selber Radfahrer, häufig und langjährig, weiß aber, SO würde ich das nicht machen.
Erschwerend kommt hinzu, daß unser Hund inzwischen Lastenräder nicht mehr mag, „normaler“ Radfahrer darf passieren, Lastenrad macht ihm Angst und darauf reagiert er eben wie ein Hund.
Vielleicht gibt es hier einfach wenig Problembewußtsein und kein Gefühl dafür, wie sich das anfühlt, wenn die Kiste auf Hund und mich zuhält und sich für uns dabei anfühlt, als würde eine Gartenlaube mit ca. 40 km/h auf uns zuschiessen.
Ah, guter Punkt. Die Elektroräder sind generell auch ein Stressfaktor, finde ich, weil sich mein Hirn daran noch nicht gewöhnt hat: Man guckt hin, sieht einen Opa, der nur leicht tritt und gerade sitzt, also weiß man, dass der langsam ist und man Zeit hat. Aber beim zweiten Hinsehen fällt auf, dass er sich so schnell bewegt wie jemand, der beim Rennrad hart in die Pedale tritt. Hat mir schon den einen oder anderen Schreck eingejagt.
Generell ist die Maßgabe im Straßenverkehr imo, immer klar zu signalieren, was man vorhat und von sich aus auch bei eigener Vorfahrt die Verantwortung für die Kollisionsvermeidung zu übernehmen. Wenn das alle ein bisschen mehr täten, wäre die Welt eine bessere.
Diese komischen Auszugleinen, die jetzt alle haben, stressen mich auch. Keine Ahnung, ob man die nicht feststellen kann oder will, oder ob das einfach eine Frage der Erziehung ist, aber ich sehe oft, dass der Hund beim Spaziergang die ganze Breite des Wegs bespielt anstatt wortwörtlich an der kurzen Leine zu gehen. Was das Überholen auch für rücksichtsvolle Jogger oder Radfahrer nicht eben leichter macht.
Moment. In dem Format, in welchem es um private Erlebnisse ganz Abseits von Retrothemen geht, schlagen sich auch private Ansichten nieder?! Wieso hat mir das niemand gesagt! Patreon gecancelt, Podcast gelöscht, Autogramme verbrannt!
Kinder und Hunde laufen bei mir irgendwie unter “unberechenbar”. Nicht böse gemeint, aber da bin ich als Radfahrer lieber extra vorsichtig.
Was ich an mir merke (und vermutlich total kontraproduktiv ist), ist dass ich ungern klingele. Irgendwie läuft das bei mir als negativ dobnach dem Motto “los Platz da! “, aber eigentlich ist das ja genau falsch. Ich versuch dann ganz zart zu klingeln irgendwie =p
Find ich voll okay, dann abzubrechen - auch wenn du es nicht getan hast. Ist doch deine freie Entscheidung. Warum solltest du da jemand auf den Schlips treten? Im Endeffekt hast du das Forum optimal genutzt. Du hast gesagt was dir nicht gefällt, bist höflich geblieben und hast keine Individualforderungen oder gar komische Drohungen (wie „einmal noch, dann kündige ich das Abo“ oder so) ausgestoßen.
Dafür lass ich auch gern ein Like da.
Du meinst Flexileinen, oder? Also jeder einigermaßen normale, vernünftige Hundemensch meidet diese Dinger wie der Teufel das Weihwasser. Die gehen Mal echt so gar nicht, aus vielerlei Gründen. Die Teile sind schon seit Jahrzehnten verpönt. Werden die echt mehr? Ich dachte diese Seuche hätte endlich Mal ein Ende…
Genau das! Und jetzt fahr mal Motorrad. Jeder der regelmäßig mit dem Zweirad unterwegs ist kann ein Lied davon singen, wie krass unangenehm es ist, wenn dir ein Auto so hart auf die Pelle rückt, dich schneidet, dir die Vorfahrt nimmt, dich übersieht, usw.
Das ist zu Fuss oder auf dem Fahrrad schon Scheisse und wird noch viel beschissener in der City, auf der Kreis- oder Landstraße oder auf der Autobahn, sobald zusätzlich noch eine gewisse Geschwindigkeit mit im Spiel ist. A) wird von dir erwartet das du ja mit jeder Geschwindigkeit mitziehen kannst/sollst/willst (weil Motorrad = immer schnell) und B) die Reaktionsgeschwindigkeit eines MotoGP Fahrers hast.
Erst der Motorradführerschein hat mir als Autofahrer Demut gelehrt und so richtig gezeigt was Sicherheit, Rücksicht und Umsicht im Straßenverkehr wirklich bedeutet.
Ich kann das nur jedem Autofahrer mal ans Herzen legen, sich ab und zu auch mal mit dem Zweirad (egal ob Fahrrad oder Moped) in den freien Verkehr zu stürzen. Das hilft einem echt, die eigene Fahrweise mal zu reflektieren und erdet einen auch so ziemlich, was die eigene oder die Vulnerabilität der Mitmenschen angeht.
Ich möchte auch noch einwerfen: Menschen, die mit freilaufendem Hund spazierengehen, dabei Kopfhörer tragen und auf ihr Handy starren - sprich: nichts mitbekommen. Ist mir zum Glück erst zwei, drei Mal passiert (auch weil ich insbesondere Parks zu bestimmten Zeiten seither meide), aber ist nicht so witzig, wenn ein großer Hund auf dich als Läufer zugeschossen kommt und du kannst Halter oder Halterin nicht darauf aufmerksam machen, weil die nichts hören.
Bei Elektrorädern und insbesondere älteren Menschen würde ich mir tatsächlich manchmal wünschen, es gäbe so eine Art Fahrprüfung bzw. verpflichtende Einweisung. Wenn 75-jährige auf einmal mit 25 statt mit 10 km/h rumfahren, frag ich mich immer, ob die den Bremsweg und ihre eigene Reaktionsfähigkeit richtig einschätzen können. Andererseits sitzen die im Zweifel aber natürlich auch noch am Steuer eines Pkws, insofern ist das vielleicht ‘ne quatschige Sorge.
Ich hab mal gegoogled (kA ob die Seite was taugt, scheinen Versicherungen zu verkaufen)
Fachleute für Verkehrssicherheit der Deutschen Verkehrswacht (DVW), der Unfallforschung der Versicherer (UDV) und der Dekra stellen fest, dass dabei ein Mix der folgenden drei Risikofaktoren für die traurige Unfallstatistik für E-Bikende im Seniorenalter führt:
Mit dem Pedelec ist eine Geschwindigkeit möglich, die viele ältere Menschen auf einem Fahrrad ohne elektrische Tretunterstützung nicht aus eigener Kraft erzeugen können. Dies führt oft zu einer gefährlichen Überforderung.
Im Alter lassen Reaktionsschnelligkeit, Gleichgewichtssinn, Sehschärfe und Ausdauer nach, was Unfälle begünstigt. Bei Stürzen oder Zusammenstößen sind Knochenbau und Muskelgewebe nicht mehr so widerstandsfähig, um schlimme Verletzungen zu verhindern.
E-Bikes wiegen zum Teil das Doppelte von herkömmlichen Fahrrädern. Mangelhaftes Handling dieses höheren Gewichts in Verbindung mit geringerer Muskelkraft und vielleicht auch fehlender Fahrpraxis kann zu riskanten Situationen führen.
Beim Wein nennt sich das Spätlese. Ich finde schon, dass eine Versicherung hier einen Eignungstest verlangen kann, wie er auch für die Fahrtüchtigkeit der Stahlpanzer angedacht ist.
Kann ich so nicht bestätigen. Die Dinger in der richtigen Qualität, am richtigen Ort und mit Umsicht eingesetzt, finde ich weiterhin prima. Wir führen regelmäßig unsere Jagdhunde damit aus und kommen bestens zurecht, die Hunde profitieren sehr davon.
Aber ich stimme zu, oft genug sehe ich, wie Flexileinen ziemlich unsinnig eingesetzt werden. Am Fahrrad (!) oder auch, wobei ich absolut Pickel kriege, ohne weitere Sicherung und Koordination am Halti. Ächz.
Ich fände generell Nachprüfungen alle fünf Jahre sinnvoll, für alle Altersgruppen. Ein kurzer Theorietest mit Fokus auf die häufigsten real passierenden Fahrfehler und eine kurze Testrunde. Bei Auffälligkeiten kein Führerscheinverlust, aber verpflichtende Nachschulung.
Das würde vor allem Bewusstsein schaffen, dass mit dem Führerschein Verantwortung verbunden ist.
Das wäre halt ne Menge Holz da alle Leute durchzuschleusen bei Millionen Führerscheinbesitzern. Die sich dann sicher auch über die Kosten alle 5 Jahre freuen würden.
Ich habe keinen Führerschein und meine Verkehrswissen basiert im Prinzip auf der Verkehrserziehung in der Grundschule. Da waren wir auf so nem Verkehrsübungsplatz, haben auch ne Prüfung und so gemacht. Finde ich auch rückblickend mega wichtig sowas.
Gleichzeitig denke ich mir: Und das ist im Prinzip die alleinige Quelle deines Verkehrswissens .. nach Jahrzehnten …
Ich hab mal ab und an dran gedacht mir mal so eine Führerschein App zu ziehen … aber nie den Arsch hochbekommen. Sollte ich echt mal machen -.-
Als meine Stieftochter letztes Jahr den Führerschein gemacht hat, sind wir in der Familie (z. B. im Auto) per App immer gemeinsam die Theorie-Fragen durchgegangen. Mal abgesehen davon, daß der Theorie-Teil mittlerweile wirklich ein Brett ist, war es echt erschreckend wie oft meine Partnerin und ich durch die „Prüfung“ gerasselt sind.
Ja klar, Fahrschule-Fahren und Alltags-Fahren sind zwei verschiedene Welten, aber trotzdem.
100%
Seitdem fahre ich gefühlt auch mit dem Auto um einiges „vorsichtiger“. Und hoffe dass das alles anderen auch tun, wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin
Was den Straßenverkehr angeht kann ich auch nur meinen Vorredner*innen beipflichten. Im Allgemeinen habe ich das Gefühl, dass mehr Leute so fahren, dass ich nicht „lesen“ kann was sie tun werden (sei das weil sie nicht blinken, oder ihr Auto vorm abbiegen nicht schon in die richtige Spur bzw. Richtung bewegen, oder einfach auf der Straße rumstehen ohne ersichtlichen Grund). Das erzeugt bei mir Unsicherheit und Wut, die sich total leicht vermeiden ließe. Die Regeln des Straßenverkehrs sind meiner Meinung nach nicht dafür da uns zu gängeln, sondern damit alle Verkehrsteilnehmer verstehen, was die Anderen tun werden.
Auch unschön finde ich Fußgänger, die ohne zu gucken die Straße überqueren. Es kann doch immer sein, dass dort jemand Rad fährt, oder man ein E-Auto eventuell akustisch nicht wahrnimmt.
Das ist der Eine Gedankenstrang, den ich dazu habe. Der Andere ist, dass ich eigentlich keine Wut und Unsicherheit im Verkehr mehr spuren möchte. Das ist nicht hilfreich für mich. Ich würde es gerne gelassener sehen und darauf vertrauen können, dass es meistens ja doch gut geht und die kleineren Regelübertretungen keine Auswirkungen auf den Verkehr haben.
So hab ich das auch erlebt. Das war zu meiner Zeit ein Witz. Das gab es ein Heft mit ein paar Hundert Fragen, alle relativ klar, das konnte man lernen, fertig.
Heut gibt es über 1000 Fragen im Katalog, viele Bild- und Videofragen, Varianten, Detailwissen (Assistenzsysteme, Umweltzonen, E-Mobilität usw.). Auch die Fahrprüfung meiner Tochter war länger und anspruchsvoller, was aber möglicherweise auch dran lag, dass sie das in einer Großstadt gemacht hat, nicht wie ich auf dem Dorf.
Ältere Herren schimpfen ja immer gern über die Kids, aber deren Welt ist sehr viel komplexer als die, die ich in den Teens erlebt habe. Ich habe vollsten Respekt vor meiner Tochter und wie sie das alles navigiert. Allein die Schule… aber das Thema lass ich lieber
Hatte letztens ein “Erlebnis”, da ist ein Fussgänger über die Straße (Nebenstraße, da passiert quasi nix) und ich komme aus einer Hinterführung hinter ihn, mach halt langsam, dass er über die Strape kommt.
Und der Fussgänger “Oh! Entschuldigung!”
War komplett verwirrt. Entschuldigung wofür
Hab dann nur gemeint: “Ey, alles gut ich seh dich doch. “
(Er hat meiner Meinung nach auch rein gar nix falsch gemacht)