Warum macht man sowas, wenn es eh schon schwierig genug ist? Zum Glück isst meine Frau alles und die Kids sind auch relativ entspannt (noch).
Ich koche sehr gerne, aber zig Extrawürste gäbe es bei mir nicht.
Warum macht man sowas, wenn es eh schon schwierig genug ist? Zum Glück isst meine Frau alles und die Kids sind auch relativ entspannt (noch).
Ich koche sehr gerne, aber zig Extrawürste gäbe es bei mir nicht.
Meiner Meinung nach wird der Unterschied zwischen einer fleischhaltigen und einer vegetarischen Ernährung oft überschätzt. Im Gegensatz dazu ist der Schritt vom Vegetarismus zum Veganismus deutlich größer. Aus ideologischen Gründen wird dieser Schritt nochmals erschwert, da man sich dann auch mit vermeintlich trivialen Aspekten wie veganer Kleidung oder Reinigungsmitteln auseinandersetzen muss. Die Frage, ob Hefe (die man zum Backen benötigt) als vegan oder vegetarisch einzustufen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Während ihrer Schwangerschaft gab meine Frau ihren Veganismus auf. Trotz der Einnahme aller notwendigen Nahrungsergänzungsmittel fühlte sie sich dauerhaft erschöpft.
Meiner Ansicht nach kann jeder, der Fleisch essen möchte, seine Ernährung ohne große Einschränkungen verbessern, indem er auf Bioprodukte umsteigt und seinen Konsum reduziert. Den in Deutschland verbreiteten Wurstkonsum kann ich zwar nachvollziehen, aber Wurst gehört zu den ungesündesten Lebensmitteln überhaupt. Ein Wechsel zu einer Art von tierfleischloser/vegetarischer Ernährung ist sehr einfach und kann von jedem innerhalb von einer Minute vollzogen werden.
Wenn du nach einfachen veganen Gerichten suchst, such mal auf Youtube nach “Happy Pear 10 minute/5 minute”. Das sind Gerichte, die in Echtzeit gekocht werden, relativ simpel und ziemlich gut sind. Dann hättest du zumindest einen Stressfaktor weniger.
Ah cool, danke. Speziell diese Seite kannte ich noch nicht. Hab schon ein Sammelsurium an Rezepten, aber Abwechslung schadet nie. Ich koche für gewöhnlich abends vor, weil jedes Familienmitglied anders zuhause ist. Die kleineren Kinder kommen um halb zwei von der Schule zurück, der Studentensohn teilweise erst um halb neun abends und die Tochter ist auch nur noch Gast im Haus
Es ist also jedes Mal spannend für mich, was denn gegessen wurde, bis ich nach Hause komme.
Edit: Hab mir was leckeres ausgesucht und mache mich heute Abend direkt dran. Bin gespannt.
Ich auch. Berichte mal.
Das bezieht sich aber auf eher ethische Veganer. Ich gehör zur gezwungenen Sorte (gibt mehr Krankheitsbilder, die mit Fleisch usw. nicht gut klar kommen. Bei mir ists Fibromyalgie, aber auch Morbus Crohn Patienten usw. können von veganer Ernährung profitieren).
Wenn man den Veganismus nicht ethisch betreibt ists manchmal echt schwierig. Ich komm z.B. mit Ersatzprodukten, bzw. 90% aller hochverarbeiteten Sachen gar nicht zurecht. Dann ist mir die Hefe herzlich egal. Schlimm genug, dass ich Brot usw. immer selber backen muss (aus Buchweizen oder Emmer oder so), da alles vom Bäcker Weizen enthält. Und diese Schär Sachen kann man echt nicht fressen.
Einziger Lichtblick: Manche frische Fischsorten gehen, genau so wie manche Käse Sorten (Appenzeller, Cheddar, …) und Eier. Aber beim Öl brauch ich mit was anderem als Leinöl gar nicht anfangen.
Insgesamt wird die Ernährung so aber super-kompliziert und vor allem auch echt teuer.
Schau mal bei Bauck oder Alnavit. Die haben auch Weizenfreie Backmischungen für Brote. Ich habe auch eine Auslassdiät, 6-FED, hinter mir. Da ist du dann sehr eingeschränkt. Veganismus ist dann der pure Luxus.
Olivenöl geht nicht? Das ist schade!
Danke für den Tipp. Ich werd das wohl bis zum Exitus durchziehen müssen, aber immerhin bringt es massiv was. Ganz lange war unklar, was ich eigentlich habe und ich bin fast zwei Jahre nur gelegen, ob der Schmerzen.
Das Ende vom Lied waren sogar ein paar Monate mit Fentanylpflastern, weil kein Arzt mehr weiterwusste.
Seit ein paar Jahren fahr ich jetzt so eine Art verschärften Paleo-Veganismus mit Sport-Programm und das hat die Probleme echt fast beseitigt. Man fasst es eigentlich nicht.
Aber Spaß macht es keinen. So ab und zu gönn ich mir im Sommer dann doch mal Grillen an nem Freitag, weiß aber dann, dass ich bis Sonntag, vor Schmerzen, liegen werde. Aber lassen kann ich es auch nicht.
Es gibt leider nur das Herz für den Beitrag, aber ich bewundere deine Motivation! Und drücke mal die Daumen, dass es weiter so gut funktioniert!
Danke. Das war jetzt aber gar kein fischen nach Likes. Eher ein Beispiel, wie es jeden aus heiterem Himmel treffen kann. Ich hatte, bis ich 38 oder 39 war, z.B., dank der drei Tage Regelung, keine einzige Krankmeldung im Job. Und dann servierts mich, ohne Grund, so ab.
Aber vor allem soll es ein Beispiel dafür sein, dass Schulmedizin nicht immer alles ist. Das musste ich echt erst lernen. Ich hab immer an Pillen, Säfte und sonstige Pharmaerzeugnisse geglaubt. Die hatten ja auch immer funktioniert. In dem Fall aber nicht mehr.
Als dann, nach Minimum 30 anderen Ärzten, ein Doktor ankam, der einfach nur gesagt hat: Ich weiß genau was Sie haben. Ich weiß es tut sehr weh, aber machen Sie mal intensiv (2 Stunden am Tag) Sport und ändern Sie ihre Ernährung auf XY… Ich hab gedacht, der Typ hat voll einen an der Waffel. Dann hat er mich an der Ehre gepackt, mit Sie schaffen das eh nicht und ich wollte ihm eigentlich nur beweisen, dass es nichts bringt und habs durchgezogen. Und nach nur vier Wochen war es fast gut.
Ich bin immer noch fest überzeugt, dass klassische Medizin mehr als berechtigt ist. Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Blutwerte… das alles ist mehr als etabliert und funktioniert. Aber manchmal muss man sich auch auf, für mich, esoterischen Mist einlassen und vielleicht klappt es sogar an Stellen, wo alles andere versagt.
Das ist eigentlich die Lektion, die ich daraus gelernt habe.
So meinte ich das auch nicht, eher hatte ich sorge der Like wirkt befremdlich.
Ich glaube jedoch, das ein Lebenstil wider der sendentären Inaktivität und eine gesunde Ernährung auch Teil des schulmedizinische Kanons sind. Also, weiter so!
Mit Verlaub, aber die Empfehlung für regelmäßige Bewegung bei Fibromyalgie hat nichts mit Esoterik oder “alternativer Medizin” zu tun. Das ist eine etablierte Therapieempfehlung für dieses Krankheitsbild, weil es das einzige ist, was gegen die Schmerzen hilft. “Medizin” ist nicht mit “Medikamente nehmen” gleichzusetzen.
Das Problem ist, dass viele Patienten mit Fibromyalgie lange brauchen, bis sie die korrekte Diagnose haben (die Patienten haben häufig unspezifische Symptome und es gibt keine konkreten Tests oder Bildgebung, die bei der Diagnose helfen könnten). Und selbst wenn sie die Diagnose haben, dann halten sich viele nicht an die Empfehlung regelmäßig Sport zu machen und verschlimmern ihre Symptome durchs Nichtstun.
Damit machst du halt zwei untergeordnete, aber harte Punkte auf, die ich auch kennengelernt habe:
Als Betroffener willst du eigentlich eine Linderung der Schmerzen aber Sport verstärkt die Schmerzen erst mal. Und ich habe gehofft, das Medizin einfach Medikamente nehmen ist. Weil es einfach und durch die Kasse abgesichert ist.
Der andere Punkt ist genau das, was du auch schon gesagt hast: Die Diagnose dauert ewig bis sie kommt gar nicht.
Ich plaudere jetzt mal aus dem Nähkästchen und ich bin sicher @Christopher wird es zensieren/löschen, wenn es zu hart ist.
Wenn du nicht mehr aufstehen kannst und deinen Darm auf dem Weg zum Klo, am Flur, oder gleich im Bett entleerst, weil du nicht mehr gehen kannst, bist du ganz, ganz unten angekommen. Dann z.B. Laufen zu gehen, also etwas zu machen, bei dem du Nachbarn triffst, obwohl deine Hose voll ist, ist einfach entwürdigend.
Mit dem Punkt es dauert lange, bis man eine Diagnose hat, hast du aber recht. Es gibt keine Symptome. Keine Entzündungswerte.
Aber nichts zu machen, wenn man seinen Körper nicht unter Kontrolle hat… Ich kann das sehr gut verstehen. Willst du deiner Partnerin oder deiner Familie sagen, dass du dich grad, in vollem Bewusstsein, eingeschissen hast?
Einfach ist das nicht.
Mir war das Opiate-betäuben-Game auch sehr lange leichter.
Ich bin solo.
Ich habe dadurch zwei Partnerinnen und zwei Töchter verloren.
Also leicht ist es sicher nicht.
BTW: Ich hatte schon eine akute Blinddarmentzündung, einen gebrochenen Unterarm vom Snowboarden und einen zersplitterten Knöchel, auf nem Festival. Das hab ich alles relativ easy weggesteckt. Bei der Fibromyalgie hab ich mich auf die geschlossene im BKH einliefern lassen. Ich wollte mich ob der Schmerzen echt terminieren/aufhängen.
Das ist nicht lustig.
Ich mache auch immer ein sichtbar enttäuschtes Gesicht. Ich schüttele immer langsam den Kopf und denke mir „ne ne ne“. Das funktioniert für mich ganz gut.
Das war das erste Mal, dass ich beim Hören einer Folge überlegt habe, abzubrechen. Da es aber nur eine ‚Format ohne Namen‘-Folge war, konnte ich es hinnehmen. Ich finde nämlich gerade an dem Podcast gut, dass die privaten, politischen und vielleicht sogar ideologischen Ansichten der Macher nicht in die Podcasts einfließen wie bei anderen Projekten. Jeder hat seine Ansichten, das ist völlig okay. Meiner Meinung nach sind die meisten halt Privatsache. Genau deswegen ist unsere Gesellschaft jedoch so zerstritten, weil jeder seine privaten Ansichten teilt und es dann zum Streit kommt – weil kaum noch jemand einen Kompromiss machen möchte.
Wollte dies nur kurz loswerden. Ich hoffe, ich trete niemandem auf den Schlips.
Ist aber nicht das erste Mal bei diesem Format, dass sowas zur Sprache kommt.
Und das Format lebt ja gerade von den persönlichen Erlebnissen - und Ansichten der beiden. Das macht ja, zumindest für mich, gerade den Reiz aus. Neben der bunten Themenvielfalt.
Mega-Doof?!
Ich erzähle eine Geschichte immer wieder wahnsinnig gerne, wie ich Rammstein mal als Vorband der Ramones im Capitol in Hannover gesehen habe… jedenfalls waren wir schwer genervt und es ist wohl auch ein Satz folgender Bauart gefallen: "son Scheiss, das setzt sich nicht durch!" Heute würde ich in Bezug auf Rammstein gerne fragen gibt`s den Quatsch immer noch?´ weiß das aber leider ganz genau, weil ein guter Freund von mir da immer hinfährt, wir reden da aber lieber nicht so drüber.
Die Ramones waren selbstverständlich anbetungswürdig…!
edit: zum ganzen Fall Lindemann sage ich hier absichtlich nichts, das eskaliert nur, ich mag den einfach noch viel weniger als die Band und das hat Gründe.
was ich in den letzten Jahren tatsächlich immer mehr zu sehen glaube, ist daß Ignorieren oder „Lockernehmen“ von roten Ampeln und DAS kotzt mich so richtig an, wenn ich mir klar mache, daß da jemand mit dem Leben andere spielt, vor der roten Ampel nochmal richtig aufs Gas getreten, jemand, der bei Grün losgeht und ein Leben ist ausgelöscht, DA hab ich tatsächlich ne Emotion.
Wenn jemand einfach nur nervt, doof parkt, ungeschickt ist oder so, da kriege ich nicht so Puls.
Ich gehe bei jedem Spaziergang mit dem Hund zweimal über dieselbe Fußgängerampel, vor ein paar Jahren hielt jeder bei Rot, heute höre ich, wenn wir losgehen könnten, in ungelogen 30% der Fälle, wie nochmal jemand richtig aufs Gas tritt und dann pünktlich zur evtl. Totfahrung über den Übergang donnert.
Früher sind da meine Kinder zur Schule gegangen, laß ein Kind mal, weil es es eilig hat, loslaufen, wenn es Grün bekommt, bei dem Gedanken wird mir richtig schlecht und ich möchte da eigentlich hinterher und dem die Scheißkarre UND das Gesicht verbeulen… hm, ich bitte um Entschuldigung für diese Gewaltphantasie.
Das habe ich so nicht erlebt bisher, aber mir scheint, manche bis ziemlich viele Autofahrer, sicher angeschnallt und von der Außenwelt abgeschottet durch zwei Tonnen Metall, machen sich null Vorstellungen darüber, was das für eine psychologische Wirkung hat, wenn sie ohne merkbares Abbremsen auf einen Zebrastreifen zudonnern oder laut in der Nähe von Fußgängern beschleunigen.
Man kann da dann nämlich nicht mehr einfach als Fußgänger sein Business minden, wie die Kids sagen, sondern muss aktiv schauen, ob da nicht irgendein Spinner die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert oder eine Verkehrsregel bricht, weil im Zweifel ich da bei der Kollision schlechter wegkomme. Ich bin nicht ängstlich und einigermaßen aufmerksam im Verkehr, aber wie oft ich schon Panikanfälle bekommen habe, weil Autofahrer einfach nicht signalisieren möchten, dass ich safe vor ihnen bin, durch Blinken, durch Abbremsen, durch Blickkontakt. Komplett unnötiger Stress für andere, nur weil da irgendwer zu cool oder zu bequem ist, sein Fahrzeug korrekt zu bedienen.
Und ja, andere Verkehrsteilnehmer sind auch mal rücksichtslos, aber die Todesgefahr, die ein rücksichtsloser Rollatorfahrer ausstrahlt ist schon was anderes als beim SUV.