Auf der Stay Forever Con in Hannover habe ich sehr provokant mein Unreal Tournament T-Shirt gezeigt und niemand, WIRKLICH NIEMAND hat mich angregriffen XD
Daher jetzt, passend zur jüngster Meldung, die große Frage - seid ihr dem ultimativen, hirnzerbärstenden, ohrenabreißenden und arschtrettenden Quake - Erfahrung treu ergeben? Oder seid ihr der Grafikversuchung des gedärmeraureißender Konkurenz aus dem Hause Epic verfallen?
Ich kann Einiges zu beiden Spiele - Reihen sagen, aber ich möchte erst eure Erfahrungen sehen
Krass! Da musst du wohl, ein zwei Jahre älter sein als ich. Ich bin 90 geboren und wir hatten in den neunzigern eine Menge Spielhallen mit Mega Drives und Playstation 1. Anfang 2000er kamen dann die Lan Cafes, aber zu meinem großen Unglück war da Counter Strike schon draußen und ab da wollte keiner mehr was anderes spielen
Und mit CS konnte ich nie etwas anfangen - du gehst um die Ecke, du bist tot. Man hatte manchmal nicht ein Mal ein Zehntel der Sekunde zum Reagieren. Ich habe nie verstanden, wo da der Spaß liegt
UT – ganz objektiv und unangreifbar. Schließlich habe ich es damals gegen meinen Cousin gespielt und ihn mit meiner Sniper-Rifle unglaublich frustriert. Er respawnte, machte ein paar Schritte und wurde abgeknallt, wieder und wieder – für mich ein Zeichen guten Spieldesigns.
Dann ist seine Tochter größer geworden und hat mit mir den Boden aufgewischt.
Also ich fand UT immer spaßiger. Quake haben wir auch viel gespielt, vor allem Teil 2, aber das fühlte sich immer ernster und knackiger an.
Verglichen mit UT war Quake 3 schnörkellos und direkt.
Ein Freund hat mir erklärt man müsse es ohne Texturen und nur mit Symbolen spielen.
Als hätte man nur das Basisspiel und man muss hoffen dass Mods erscheinen werden die Abwechslung rein bringen.
Mit den Mutatoren und Modi war in UT von Anfang an viel abwechslungsreicher.
Instagib auf Morpheus war schon in der Demo und so geil. Haben wir endlos zu zweit und dritt gegeneinander im LAN gespielt.
Ja, meinem Empfinden nach war UT damals mehr das Fun-Spiel und Q3A eher das Skill-Spiel. Weiß nicht, wie fair das rückblickend ist, aber Quake fühlte sich einfach reduzierter und gradliniger an.
Mir sagte das Design von Q3A deutlich mehr zu, obwohl ich nur anderthalb Maps halbwegs konnte, auf LAN-Partys haben wir aber sicher UT länger gespielt.
Wenn wir von der ganzen Reihe reden, dann eindeutig Quake. Nicht nur, weil Quake 3 Arena das perfekte MP Spiel ist und ich es jahrelang obsessiv (Freezetag, CTF und Defrag) gespielt habe und es wohl noch heute tun würde, wenn die Server nicht alle verwaist wären, sondern vor allem weil ich finde, dass die Unreal Serie als solche, nach dem ersten Teil keine relevanten Stiche mehr gemacht hat.
Das erste Unreal war schon ganz nett, mich persönlich hat Q1 und Q2 damals schon deutlich mehr begeistert.
Sowohl auf die Reihe als auch die jeweils ersten Vertreter bezogen, für mich eindeutig QUAKE.
Mag auch mit persönlicher Historie zu tun haben, aber Quake hat für mich das Genre ach Doom nochmal neu definiert, die Maussteuerung etabliert, es ist und bleibt eine runde Sache. Im MP haben wir das echt exzessiv gespielt und nur der Duke machte noch mehr Spaß.
Unreal hat uns vor allem grafisch weggehauen und auch ein paar Dinge richtig gut gemacht. Aber auf lange Zeit war leider nicht die gleiche Motivation da. Es kam für mich persönlich auch zu spät, meine Netzwerksessions (LAN-Kabel über Häuser spannen, 4 Computer je Zimmer ) endeten etwa 1999.
Wenn ich heute beide nochmal anmache,kann mich Quake immer noch mehr begeistern. Unreal wirkt leider schlecht gealtert inzwischen während Quake noch immer das Pure ausstrahlt.
Quake 3 ist einfach perfekt mit seinem Fokus aufs Wesentliche. Aber UT 2004 ist so eine wundervolle Shooter-Wundertüte - ich kann mich nicht entscheiden
Das Original UT war schon was besonderes mit seinen wilden Karten vor Space-Hintergründen, den vielen Farben und dem Announcer, später dann auch wildeste Skins. Die Nachfolger mochte ich mit jedem Teil weniger und Fahrzeuge konnte Halo besser.
Q3 hat UT dann abgelöst, da bin ich bei Henner - das war quasi perfekt und ich liebe den Stil mit wilder Mischung aus Technik und schwarzer Magie. Die Vorgänger waren zu Doom für uns (Internet und Mods waren da noch kein Thema), da blieb der Aha-Effekt aus, den Spiele wie Duke 3D schon hatten.