Wie eigentlich immer sollte auch hier eine der ältesten Internetregeln schlechthin greifen: Don’t feed the troll.
Gegenrede ist schon wichtig. Gerade in so einer kleinen Community wie hier. Sonst fühlen sich andere womöglich ausgeschlossen, und das will man ja nicht.
Bin mir nicht sicher….
Ist es für einen Troll nicht die Höchststrafe, wenn niemand auf seine Logorrhoe eingeht? Wie einsam und windend zeigen sie sich doch, wenn keinerlei Reaktion erfolgt.
Ich glaube, dass auch die “womöglich Ausgeschlossenen” das entsprechend freudg einsortieren können.
P.S. Wenn ein Troll in einen Wald hineinbölkt, und niemand ist da, der es hört, gibt es dann ein Geräusch? ![]()
Jaja, kann sich gerade an nichts positives erinnern aber als es ganz schlimm für ihn wurde die Stelle kennt er auf die Minute.
Macht angeblich sein Leben so viel Schlechter aber nimmt sich dann noch die Zeit sich hier anzumelden und dann hier einmal schön seine Gedankenmülltonne auszukippen anstatt einfach auszuschalten.
@Rahel& @Mhaire bitte macht weiter so. Ich und sehr viele andere freuen uns sehr auf weitere Die Welt von Folgen!
Ne, bei gewissen Sachen geht es ohne Gegenrede nicht. Dazu gibt es ja die Parabel der Nazibar, die mal jemand auf Twitter postete und ich mal hier reinpaste:
(transcribed from a series of tweets) - @iamragesparkle
I was at a shitty crustpunk bar once getting an after-work beer. One of those shitholes where the bartenders clearly hate you. So the bartender and I were ignoring one another when someone sits next to me and he immediately says, „no. get out.“
And the dude next to me says, „hey i’m not doing anything, i’m a paying customer.“ and the bartender reaches under the counter for a bat or something and says, „out. now.“ and the dude leaves, kind of yelling. And he was dressed in a punk uniform, I noticed
Anyway, I asked what that was about and the bartender was like, „you didn’t see his vest but it was all nazi shit. Iron crosses and stuff. You get to recognize them.“
And i was like, ohok and he continues.
"you have to nip it in the bud immediately. These guys come in and it’s always a nice, polite one. And you serve them because you don’t want to cause a scene. And then they become a regular and after awhile they bring a friend. And that dude is cool too.
And then THEY bring friends and the friends bring friends and they stop being cool and then you realize, oh shit, this is a Nazi bar now. And it’s too late because they’re entrenched and if you try to kick them out, they cause a PROBLEM. So you have to shut them down.
And i was like, ‚oh damn.‘ and he said „yeah, you have to ignore their reasonable arguments because their end goal is to be terrible, awful people.“
And then he went back to ignoring me. But I haven’t forgotten that at all.
Wobei ich natürlich niemanden direkt als Nazi betiteln will. Aber wenn jemand so vehement gegen den Glottisschlag (der im Deutschen auch sonst relativ häufig vorkommt) bei gendergerechter Sprache wettert (mit körperlichem Unwohlsein, wtf), fallen mir nur wenig wohlwollende Interpretationen ein.
Um da mal meine Perspektive zu geben als eine von zwei Personen, die kritisiert wurde: Ich reagiere hier im Forum quasi nie auf derartige Kommentare, auch wenn die durchaus häufiger kommen. Brauche ich auch nicht, weil meistens innerhalb von Minuten andere Leute das schon für mich tun. Insbesondere das SF-Team stellt sich immer wieder schützend voreinander.
Das ist mir sehr viel wert und ist einer der Gründe, warum die Arbeit bei Stay Forever nicht nur Spaß macht, sondern ich auch immer wieder ungefragt den Extraschritt für dieses Projekt gehen würde. Gleiches gilt auch für die Community, die ebenso schnell auf derartige Kommentare reagiert. Das gibt einfach Rückhalt.
Also ja, mag sein, dass man Trolle nicht füttern soll. Aber aus meiner Perspektive der Betroffenen kann ich sagen: Wär ganz schön scheiße, wenn niemand was zu solchen Kommentaren sagt. Denn im Grunde genommen geht es hier um ein besonders kurioses Sprachverbot: Ich als Frau darf nicht so sprechen, dass ich Frauen miteinbeziehe.
Genau das.
Die Leute, die immer wieder betonen, man dürfe Sprache nicht verschandeln, werfen anderen in aller Regelmäßigkeit vor, man würde ihnen Sprachverbote erteilen. Und beschweren sich aber lautstark darüber, wie andere sprechen und wollen ihnen den Glottisschlag verbieten.
versucht mal deutsche sprache ohne glottisschlag ![]()
On Topic. Bin etwa dort ausgestiegen, wo Volkmann durch Engelke ersetzt wurde. Nicht etwa, weil ich ihre Stimme nicht mag, sondern, weil die Serie vorher schon nicht mehr so gut war. Habe das damals zum Anlass genommen, auszusteigen. Meine Lieblingsepisode ist übrigens die mit Zwicky.
Ich finde es unsäglich, dass man einen User in eine rechtsextreme Ecke stellt, weil er die aktuellen Genderkonventionen zum Hören anstrengend findet.
Oder ihn pathologisiert, weil es Unwohlsein ausmacht, wenn es den Satzbau seiner Einschätzung nach unangenehm macht. Es bedarf keiner Anstrengung, seine Überspitzung klar als solche zu erkennen. Er lag ja nicht in Embryonalhaltung zuckend auf dem Boden.
Niemand will etwas verbieten. Er hat ja auch gar nicht die Macht dazu. Er hat nur geäußert, dass er ein sprachliches Angebot nicht mag.
Die Inklusion von beiden Geschlechtern kann - wenn man das generische Maskulinum nicht benutzen möchte- auch anders machen. Dass es dabei für die meisten / viele den Redefluss anstrengender macht, ist doch eine Binsenweisheit.
Man kann dieses Feedback teilen, teilweise teilen oder kritisieren, aber nicht auf diese arrogante und nicht gerade inklusive Art und Weise. Er hat keinen Genozid gefordert oder ähnliches. Die Reaktion hätte auch darin bestehen können zu sagen: man lässt es als Feedback einfach so stehen. Oder man schiebt kurz eine Erklärung ein uns lässt es dann gut sein. Nicht mit der Nazikeule und nicht pathologisieren. Bitte in der Zukunft entspannter umgehen.
Was? Null, du kannst doch so einen Scheiß nicht einfach kommentarlos stehen lassen!
Die Reaktion hätte auch darin bestehen können zu sagen: man lässt es als Feedback einfach so stehen.
Nein.
Zwei Dinge:
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Er hat nicht überspitzt, sondern sehr klar kommuniziert, dass die körperliche Erfahrung echt ist - „ein ganz ehrliches körperliches Unwohlsein“. Ich habe das nicht pathologisiert, sondern es, for the sake of argument, für bare Münze genommen. Wenn er die Symptome hat, ist es gefährlich und sollte von einem Arzt untersucht werden. Wenn er sie nicht hat, ist es eine ekelhafte Art, Opferpunkte schinden zu wollen.
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Und selbstverständlich will er verbieten, das ist der Impetus dahinter. Sieht man ja überall dort, wo Leute mit dieser Haltung die Macht gewinnen: Dann wird verboten, da geht es ja nicht um die Reinheit der Sprache oder was weiß ich, da geht es um das Unsichtbarmachen von Dingen, die man in der Gesellschaft nicht will. Er hat hier keine Mittel dazu, daher kommt es als Boykottdrohung: Wenn das so weitergeht, höre ich euch nicht mehr (oder zumindest das Format nicht mehr). Ist sein gutes Recht, klar, aber der öffentliche Appell hat ja das Ziel, unsere Toleranz für solche Einlassungen zu testen.
Übrigens: So halb-ironisch zu sagen, dass man niemandem eine Nähe zu rechten Positionen unterstellen darf, wenn der nicht mindestens einen Genozid gefordert hat, finde ich eine sehr unappetitliche Position, ehrlich. Der Typ weiß schon, was er tut, das ist kein zartes Pflänzchen, das jetzt weinend zuhause sitzt, weil er mit der „Nazikeule“ gehauen wurde. Der wusste, was er sagt.
Das ist ja nicht ein authentisches Feedback, das ist die hundertste Einlassung dieser Art, die an SF auf irgendwelchen Kanälen zu irgendwelchen Folgen adressiert wird. Immer von Männern, fast immer von Leuten, die sich dafür extra anmelden und immer aus den gleichen Bausteinen zusammengesetzt. Echt: eine wie die andere. Als gäbe es eine Blaupause. Der Sound ist sich so ähnlich, ich glaub auch erstmal nicht, dass das irgendwer ist, der hier zum ersten Mal postet, ich nehme an, das ist einer von denen, die hier schon mal aufgelaufen sind und es wieder probieren, mit einem neuen lustigen Namen und einer neuen Wegwerf-Email.
Ich möchte hier kurz sagen:
In die rechtsextreme Ecke hat ihn niemand explizit gestellt. @Rossyrg hat eine weit verbreitete Geschichte verwendet.
Ja, in der Geschichte geht’s um Nazis, aber das ist nur das extremste Beispiel. Ebensogut könnte es der unangenehme Arbeitskollege sein, der in der Pause unangenehme Witze macht.
Im Kern hat die Geschichte die Aussage: Wenn du gewissen Sprüchen oder Kritiken nicht mit Gegenrede entgegentrittst, fängst du dir sehr schnell eine Community ein, die es immer noch ein bisschen weiter ausdehnt. Hier ist es dann das Recht, nein, die Pflicht der Mods klar zu sagen: Bis hierhin und nicht weiter. Kritik wird angenommen, aber Angriffen wird mit harscher Gegenrede begegnet. Und ich würde schon sagen, dass einer Podcasterin des Projekts zu sagen „Mir wird kotzübel*, wenn ich dich reden höre“ unter „Angriff“ fällt. Das „Ich sag das ganz wertfrei“ hinterher scheint mir da nur ein sehr seichtes Feigenblatt.
*Ja, leicht überspitzt aus „Es erzeugt mir körperliches Unwohlsein, schüttelt mich durch und wühlt mich auf“ zusammengebaut
Danke für deine Einordnung als Angesprochene, @Rahel.
Ich selbst als unbeteiligter, männlicher Mitlesender teile eher die Meinung, dass es besser wäre, da einfach nicht drauf zu reagieren. Das Muster ist ja jedes Mal das gleiche - irgendein Typ schlägt hier im Forum auf, schildert mit übertriebener Dramatik, wie er doch den Podcast abschalten muss, weil ihm beim Hören von gegenderten Worten mindestens die Ohren bluten, jemand reagiert drauf negativ, irgendwer verteidigt den durchs Gendern geknechteten User, es entsteht die immer gleiche Diskussion, ob man da jetzt drauf anspringen soll oder nicht … und am Ende geht es nicht mehr um das Thema des Threads; komplettes Derailing. Ziemliche Zeitverschwendung für alle - die Angesprochenen, die Diskutierenden, die Mitlesenden, StayForever als Projekt, im Grunde sogar für den ohrenblutenden Diskussionsauslösenden, auch wenn der das vermutlich anders sieht.
Ehrlich gesagt fände ich es daher mittlerweile besser, wenn die Forenregeln um “Unsere Moderatoren und Gäste gendern nach Belieben. Nein, wir werden das nicht diskutieren. Es herrscht unser Hausrecht. Beiträge, die sich darüber beschweren, werden kommentarlos gelöscht.” erweitert und dann solche Beiträge eben gelöscht werden. Zum Thema wurde hier im Forum schon mehrfach alles gesagt.
Ich bin immer wieder maßlos über die Opfer-Haltung irritiert wie die „ich lasse mir das gendern nicht vorschreiben!!!“-Crowd doch wirklich in eine Fötus-Stellung verfällt, wenn andere das tun. Er musste da den Podcast abschalten… So schlimm war das für ihn
Und dann soll man diese Haltung auch noch respektieren und nicht widersprechen, weil jede Replik diese fragile Person nur noch weiter in ihrer Opferhaltung bestärkt. Schau halt irgendwas anderes. DAS ist was du von diesem Podcast mitgenommen hast? Es ging um die Simpsons.. Manche Leute haben echt Probleme.. Jedes Gendern ist ein Affront bei dem sie sich erstmal ausruhen müssen, um das zu verkraften…
Wenn man diese Art von Diskussion schon ein paar Mal geführt hat, erkennt man das Muster. Es ist wie Gunnar sagt: Diese Leute wissen, was sie tun, und formulieren ihre “Kritik” so, dass man im vorbeigehen denken könnte, “Ach, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber schon irgendwie verständlich.”. Und das macht es so gefährlich.
Ich verstehe, dass die Reaktionen für Leute, die das nicht schon ein paar Mal hinter sich haben, harsch wirken kann. Aber es hat seinen Grund, warum hier so reagiert wird.
Übrigens fällt auch die Reaktion auf die Antwort (“Nazikeule”, “Intoleranz gegenüber anderen Meinungen”, “pathologisieren”) ebenfalls in ein Muster.
Ja. Christopher ist im Urlaub, sonst wäre das vielleicht auch so passiert ![]()
Ich bin kein Freund vom Löschen, mir geht es um öffentliche Gegenrede, ich finde das wichtig. Es ist mir klar, dass der Typ nichts lernt, aber es lesen Leute mit.
Die Geschichte, die Rossy zitiert hat, begleitet mich schon viele Jahre und ist als Handlungsmaxime ausgezeichnet, das gilt für viele Kontexte, nicht nur für öffentliche Orte wie Bars oder Foren. Und nicht nur für Nazis.
Ich finde es wichtig, bestimmte Aussagen nicht unkommentiert zu lassen. Sowohl im Internet als auch auf der Straße. Auch wenn es anstrengend und irgendwie immer wieder die selben Schemata sind. Die Leute sollen ruhig merken, dass sie mit ihrer Meinung anecken. Kommentarloses Löschen würde wohl nur “Zensur!” und “Nichts darf man mehr sagen!” Ausrufe hervorbringen.
€: Ach mistikack, ich wollte doch diesmal nicht in die Diskussion einsteigen.
Vorab: meine, es auch schon öfter mal geschrieben zu haben. Löschen!
Der Thread, in welchem es launig über die Simpsons gehen sollte, ist wieder gesprengt worden. Und das passiert jedes Mal, wenn so einer postet. Auch die Antworten haben notgedrungen eine Art Drehbuch. Das ist hier doch schon oft passiert. Gendern ist doch etwas, bei dem sich die Herausgeber*innen und Forenmitglieder in der Majorität einig um des Umgangs sind. Der Vorschlag, dies in eine Netiquette zu verfrachten und von mir aus mit Verweis auf den Paragraphen, finde ich super. Dies spart Datenmüll, ein kurzer, immer gleichlautender Kommentar des Löschenden, wieso SF Gendern zulässt, weil Vielfalt und Repräsentation aller Höhrer*innen usw. Und gut. Manche muss man einfach zurücklassen.
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