Die Welt von Die Simpsons

Stimme absolut zu. Und das war ja auch nicht nur bei den Simpsons so, sondern ist eben ein Problem der damaligen Zeit, sowohl von der Produktion her als auch durch das Wissen der Übersetzer.

Ich gucke gerade Akte-X etwas querbeet mit und musste das eine oder andere Mal stutzen, weil z.B. “Du hast die letzte Zeit gemordet!”, was für mich nach schlechtem Deutsch klingt, aus einem “You killed the last time!” entstand … also eher “Du hast das letzte Mal gemordet!”

Durchaus erwähnenswert, wenn man sich sowas mit den Jahrzehnten Abstand nun anschaut.

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Ich habe auch deutliche Kritik an der deutschen Synchro verspürt, die ja auch an vielen Punkten gerechtfertigt ist - in Bezug auf die Dialogregie vor allem.
Mir fehlte aber doch ein wenig Wertschätzung für die an sich gute Arbeit der langjährig konstanten Synchronstimmen. Norbert Gastell voran hat Homer wirklich geprägt und teilweise sensationelle Arbeit geleistet, während Elisabeth Volkmann zwar ihren eigenen Take auf Marge durchgesetzt hat, aber sehr erinnerungswürdige Staffeln ablieferte. Machte es mir vor allem schwierig (die nicht minder großartige) Anke Engelke anzunehmen, die ja deutlich näher am Original agiert.
Nur mein Eindruck, vielleicht hab ich da auch etwas überhört oder zu empfindlich reagiert.

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Nee, darauf bin ich nicht tiefer eingegangen. Stimmt aber schon alles, was du sagst.

An anderer Stelle hatte Mháire kurz erwähnt, dass die deutsche Synchro darunter leidet, dass insbesondere die Nebenrollen halt mit Dutzenden Sprechern besetzt sind. Statt wie im Original nur mit einer Handvoll.
Und oft wechseln. Lenny hat jetzt schon über 5 Sprecher durch. Skinner immerhin 3. Abe Simpsons ebenfalls 5. Das macht es für die Sprecher natürlich deutlich schwerer, ein “Gefühl” für ihre Rollen zu bekommen. Und für mich als Zuschauer ist das auch extrem stressig. In den alten Folgen kann ich (auch in der deutschen Synchro) jede Stimme blind zuordnen. Das klappt heute kaum noch.

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Ich beziehe mich eher auf die ersten 10-12 Staffeln. Da war das imho sehr konstant und auffällig vielleicht der Wechsel zuerst bei Seymour Skinner und Grandpa.
Später hab ich nur selten reingeschaltet, und ja, da geht’s inzwischen ganz schön zu.

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Ich habe die Folge mit Interesse gehört, zumal es die erste nach dem neuen Format war.

Ich unterstütze ganz klar die Interpetation aus der Umfrage, dass der leidliche Erfolg der Welt-Folgen mit dem nicht festen Cast zu tun hat, über die natürliche Schwankung hinaus, dass nicht jede Welt jeden Zuhörer interessiert.

Ich habe ein paar Punkte die ich gerne anbringen möchte und leider habe ich ich gerade wirklich keine Zeit um noch Kommunikatinsinteliigent auch positive Dinge zu schreiben, damit das negative besser aufgenommen wird. Daher ganz kurz: Sie waren da! Und ich hatte Spaß die Folge zu hören.

Und nu aber.
Zu überlappende Vorlieben/Werte/Erfahrungen.
Es mag an der Folge liegen und da es noch so früh ist in der Geschichte dieses dynamischen Duos, mag sich dieser Eindruck noch als falsch herausstellen kann.
Aber ihr widersprecht euch nicht/reibt euch nicht aneinander.
Eine der für mich interessantesten Dinge an Christian und Gunnar war und ist (und ja dann auch Fabian) dass sie immer wieder und zum teil völlig unerwartet anderer Meinung sind (@Christian, wie kann man Herr der Ringe nicht mögen?!). Und das ist unglaublich wertvoll, weil es die Podcasts interessanter macht.
Diese 3h hatten in diesem Sinne wenig Mehrwert aus euch beiden als Gastgeberinnen denn (soweit ich mich jetzt erinnere) habt ihr euren Thesen beidseitig hauptsächlich zugestimmt.

Die Sache mit der “schrecklich netten Familie”.
Es ist das zentrale Beispiel und ich bin mir nicht sicher ob es viel öfter passiert ist, aber hier wird das kennen dieser ikonischen Serie zu 100% vorausgesetzt. Ich weiß, dass ich sie geguckt habe, regelmäßig mit meiner Schwester. Aber ich kann mich partout nicht an sie erinnern. Eine kurze Erklärung um den eingestaubten Gehirnen von uns Hörenden auf die Sprünge zu helfen wäre hier toll.
(Ist das die schwarze Familie mit Millhouse? Wird der so geschrieben?)
Ich meine es wäre mir auch noch an einer anderen Stelle aufgefallen, aber ich kann mich leider nicht mehr erinnern.

Ich komme hier leider kurz noch zu einem Thema, Gendern.
Ich habe mit viel Beklemmung den Thread aus dem Jahr 2023 zu dem Thema überflogen und um ein HandOfBlood-Meme zu bemühen “Das ist ja [Gestern] nicht so gut gelaufen.”
Wie man dort ins Gespräch gegangen ist, meiner Ansicht nach ganz klar von beiden Seiten, ist nicht gut für eine Gesellschaft.
Mich beschäftigt das Thema viel zu viel und es macht mir mein Leben ein gnazes Stückchen schlechter. Und da ich es überhaupt anspreche, weiß man schon in welche Ecke man mich stellen muss.
Aber ich bin sporadisch seit 2012 Hörer und seit sicher 5 Jahren durchgängig, also… ich glaube ich darf das hier schreiben:
Die Frequenz des Genderns, vor allem der Glottisschlag-Variante hat innerhalb der Folge klar zugenommen. Und um 2:11h glaube ich kamen dann mehrere Instanzen hintereinander und ich musste pausieren. Ich konnte nicht mehr. Es ist ein ganz ehrliches körperliches Unwohlsein, dass mich durchschüttelt und mich innerlich aufwühlt wie sonst nur der Klimawandel, Trump und Kanzler Burns es können.
Ich möchte einfach nur lakonisch wertfrei sagen, dass ich wenn die Frequenz ein bestimmtes Niveau erreicht und beibehält “Die Welt”-Folgen nicht mehr anhören kann.

Danke für die Folge und viel Erfolg weiterhin.

Hab gerade keine Zeit für nette Formulierungen, daher: bei dem Scheiss den ich gerade lesen musste kriege ich körperliches Unwohlsein.

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Ich will dir nicht unrecht tun, aber du bist nicht der erste, der damit kommt. Es ist imo eine aktuell sehr beliebte Strategie, beim Thema Gendern irgendwelche Symptome zu erfinden, um aus der eigenen restriktiven Haltung (man will ja anderen Leuten vorschreiben, wie sie zu sprechen haben) irgendwie einen Opferdreh zu machen. Und weil ja nun leider niemanden gezwungen wird, selber zu gendern, was ja anfangs die große Kränkung war, die die „Genderkritiker“ in dieser Debatte zu erleiden vorgegeben haben (mit all den erfundenen und falsch zitierten Fällen), müssen jetzt alle so tun als sei das pure Sprechen von anderen schon schrecklich, schmerzhaft oder irgendwie in der Freiheit einschränkend. Das ist wichtig, um die Einschränkung in die Freiheit anderer, die man ja implizit erreichen möchte, zu rechtfertigen.

Ehrlich, wenn du wirklich körperliche Symptome vom Hören eines Glottisschlags in einem Gespräch zwischen fremden Personen kriegst, einem Gespräch, an dem du nicht beteiligt bist, das nicht um dich geht und das sich mit einem Popkulturthema befasst, dann solltest du mit einem Psychiater sprechen, das ist ein ganz ernstgemeinter Ratschlag.

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Du solltest dringend eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren. Das scheint mir keine gesunde Reaktion auf eine sehr gute Podcast-Episode zu sein.

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Wie eigentlich immer sollte auch hier eine der ältesten Internetregeln schlechthin greifen: Don’t feed the troll.

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Gegenrede ist schon wichtig. Gerade in so einer kleinen Community wie hier. Sonst fühlen sich andere womöglich ausgeschlossen, und das will man ja nicht.

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Bin mir nicht sicher….

Ist es für einen Troll nicht die Höchststrafe, wenn niemand auf seine Logorrhoe eingeht? Wie einsam und windend zeigen sie sich doch, wenn keinerlei Reaktion erfolgt.

Ich glaube, dass auch die “womöglich Ausgeschlossenen” das entsprechend freudg einsortieren können.

P.S. Wenn ein Troll in einen Wald hineinbölkt, und niemand ist da, der es hört, gibt es dann ein Geräusch? :wink:

Jaja, kann sich gerade an nichts positives erinnern aber als es ganz schlimm für ihn wurde die Stelle kennt er auf die Minute.

Macht angeblich sein Leben so viel Schlechter aber nimmt sich dann noch die Zeit sich hier anzumelden und dann hier einmal schön seine Gedankenmülltonne auszukippen anstatt einfach auszuschalten.

@Rahel& @Mhaire bitte macht weiter so. Ich und sehr viele andere freuen uns sehr auf weitere Die Welt von Folgen!

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Ne, bei gewissen Sachen geht es ohne Gegenrede nicht. Dazu gibt es ja die Parabel der Nazibar, die mal jemand auf Twitter postete und ich mal hier reinpaste:

(transcribed from a series of tweets) - @iamragesparkle

I was at a shitty crustpunk bar once getting an after-work beer. One of those shitholes where the bartenders clearly hate you. So the bartender and I were ignoring one another when someone sits next to me and he immediately says, „no. get out.“

And the dude next to me says, „hey i’m not doing anything, i’m a paying customer.“ and the bartender reaches under the counter for a bat or something and says, „out. now.“ and the dude leaves, kind of yelling. And he was dressed in a punk uniform, I noticed

Anyway, I asked what that was about and the bartender was like, „you didn’t see his vest but it was all nazi shit. Iron crosses and stuff. You get to recognize them.“

And i was like, ohok and he continues.

"you have to nip it in the bud immediately. These guys come in and it’s always a nice, polite one. And you serve them because you don’t want to cause a scene. And then they become a regular and after awhile they bring a friend. And that dude is cool too.

And then THEY bring friends and the friends bring friends and they stop being cool and then you realize, oh shit, this is a Nazi bar now. And it’s too late because they’re entrenched and if you try to kick them out, they cause a PROBLEM. So you have to shut them down.

And i was like, ‚oh damn.‘ and he said „yeah, you have to ignore their reasonable arguments because their end goal is to be terrible, awful people.“

And then he went back to ignoring me. But I haven’t forgotten that at all.

Wobei ich natürlich niemanden direkt als Nazi betiteln will. Aber wenn jemand so vehement gegen den Glottisschlag (der im Deutschen auch sonst relativ häufig vorkommt) bei gendergerechter Sprache wettert (mit körperlichem Unwohlsein, wtf), fallen mir nur wenig wohlwollende Interpretationen ein.

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Um da mal meine Perspektive zu geben als eine von zwei Personen, die kritisiert wurde: Ich reagiere hier im Forum quasi nie auf derartige Kommentare, auch wenn die durchaus häufiger kommen. Brauche ich auch nicht, weil meistens innerhalb von Minuten andere Leute das schon für mich tun. Insbesondere das SF-Team stellt sich immer wieder schützend voreinander.

Das ist mir sehr viel wert und ist einer der Gründe, warum die Arbeit bei Stay Forever nicht nur Spaß macht, sondern ich auch immer wieder ungefragt den Extraschritt für dieses Projekt gehen würde. Gleiches gilt auch für die Community, die ebenso schnell auf derartige Kommentare reagiert. Das gibt einfach Rückhalt.

Also ja, mag sein, dass man Trolle nicht füttern soll. Aber aus meiner Perspektive der Betroffenen kann ich sagen: Wär ganz schön scheiße, wenn niemand was zu solchen Kommentaren sagt. Denn im Grunde genommen geht es hier um ein besonders kurioses Sprachverbot: Ich als Frau darf nicht so sprechen, dass ich Frauen miteinbeziehe.

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Genau das.

Die Leute, die immer wieder betonen, man dürfe Sprache nicht verschandeln, werfen anderen in aller Regelmäßigkeit vor, man würde ihnen Sprachverbote erteilen. Und beschweren sich aber lautstark darüber, wie andere sprechen und wollen ihnen den Glottisschlag verbieten.

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versucht mal deutsche sprache ohne glottisschlag :smiley:

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On Topic. Bin etwa dort ausgestiegen, wo Volkmann durch Engelke ersetzt wurde. Nicht etwa, weil ich ihre Stimme nicht mag, sondern, weil die Serie vorher schon nicht mehr so gut war. Habe das damals zum Anlass genommen, auszusteigen. Meine Lieblingsepisode ist übrigens die mit Zwicky.

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Ich finde es unsäglich, dass man einen User in eine rechtsextreme Ecke stellt, weil er die aktuellen Genderkonventionen zum Hören anstrengend findet.

Oder ihn pathologisiert, weil es Unwohlsein ausmacht, wenn es den Satzbau seiner Einschätzung nach unangenehm macht. Es bedarf keiner Anstrengung, seine Überspitzung klar als solche zu erkennen. Er lag ja nicht in Embryonalhaltung zuckend auf dem Boden.

Niemand will etwas verbieten. Er hat ja auch gar nicht die Macht dazu. Er hat nur geäußert, dass er ein sprachliches Angebot nicht mag.

Die Inklusion von beiden Geschlechtern kann - wenn man das generische Maskulinum nicht benutzen möchte- auch anders machen. Dass es dabei für die meisten / viele den Redefluss anstrengender macht, ist doch eine Binsenweisheit.

Man kann dieses Feedback teilen, teilweise teilen oder kritisieren, aber nicht auf diese arrogante und nicht gerade inklusive Art und Weise. Er hat keinen Genozid gefordert oder ähnliches. Die Reaktion hätte auch darin bestehen können zu sagen: man lässt es als Feedback einfach so stehen. Oder man schiebt kurz eine Erklärung ein uns lässt es dann gut sein. Nicht mit der Nazikeule und nicht pathologisieren. Bitte in der Zukunft entspannter umgehen.

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Was? Null, du kannst doch so einen Scheiß nicht einfach kommentarlos stehen lassen!