@Christian, Gunnar und die Community: Mein Ton war nicht angenehm, und dafür möchte ich mich entschuldigen.
Rechtfertigen muss ich mich trotzdem. Vorweg: Ich bin kein Gegner der LGBTQ-Szene, auch wenn es so ‘rübergekommen ist.
Ich höre generell gern Podcasts über ältere Filme und Serien.
Mich stört eben, dass ohne echte Not immer wieder darauf hingewiesen wird, dass in diesen alten Filmen, Serien, Games, Büchern seit ein paar Jahren das Haar gesucht wird: Wo finde ich mich als diverse Person wieder?
Ich bin selber in gewisser Hinsicht eine Minderheit (die ich nicht herausposaune, weil ich mich nicht wichtig halte), aber ich würde nicht auf die Idee kommen, ein Werk automatisch schlecht zu bewerten, bloß weil mich der oder die Macher nicht in ihrem Werk repräsentieren. Diese Einstellung habe ich nun mal nicht.
Zum Schluss hoffe ich, dass Eure älteren Podcasts nicht neu bearbeitet werden müssen, weil ihr damals nur die Hörer begrüßt habt, und nicht auch die Hörerinnen. grins
Man kann sich nicht sebst entschuldigen, man kann nur andere um Verzeihung bitten.
Ohne Not… für dich. Repräsentation ist wichtig. Und Humor ist witzig, wenn man nach oben boxt. Nicht nach unten, wo man Leute trifft, die sich nicht groß wehren können.
Das hindert dich offenbar nicht daran, dich hier über eine Diskussion um eine andere Minderheit zu beschweren.
Bis hierhin hätte man mit etwas gutem Willen denken können, du hättest ein bisschen über deine Ansichten und dein Verhalten reflektiert. Schade.
Ich weiß natürlich nicht, ob du zu einer Minderheit gehörst, die im Alltag Diskriminierung ausgesetzt ist. Aber wir sehen ja heutzutage leider wieder, wie fragil selbst jüngere Fortschritte in der Integration und Akzeptanz von Minderheiten sind, und müssen vielleicht sogar befürchten, dass einige davon rückgängig gemacht werden. Solange die friedliche Koexistenz aller Menschen keine Selbstverständlichkeit ist, solange ist es aus meiner Sicht notwendig, sich immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass zivilisatorischer Fortschritt erkämpft und erarbeitet werden musste und weiterhin muss.
Das war doch keine Entschuldigung (um die man durchaus bittet und die ich dementsprechend nicht akzeptiere), das war ein double down und eine Klarstellung, Gunnars Punkt gar nicht kapiert zu haben. “Ich bin eine Minderheit aber es stört mich nicht” (verkürzt). Jau, that’s the point, es gibt genug Leute, die davon betroffen sind. Schön, dass du es nicht bist, aber andere halt. Ich habe da null Verständnis für, diese Kleinigkeit im Podcast explizit rauszusuchen und zu kritisieren. Das kann man nicht schönreden oder legitimieren, das ist Teil des Problems das im Podcast angesprochen wird.
Und traurig dass zu jeder verdammten Folge immer früher oder später so ein dummer Post kommt, der das komplette Thema entgleisen lässt. Und ich bin traurig für die wahrhaftig betroffenen, die sich diesen Mist durchlesen müssen, als sei es eine legitime Diskussion, als gäbe es hier ein für und wider.
Es ist kein Geheimnis, dass in alten Medienprodukten häufiger klischeehafte und diskriminierende Darstellungen gewisser Gruppen vorkamen. Oder diese Darstellungen als short-hand genutzt wurden, um dem Zuschauer bestimmte (meist negative) Charakterzüge zu signalisieren (zB Queer-Coding von Disney Villains, Serienmörder die sich als Frauen verkleiden um an ihre weiblichen Opfer ran zu kommen und auch gleich als Trans gelabelt werden, etc.). Problematische Darstellungen, die für die Betroffenen schon damals nicht in Ordnung waren, anzusprechen und einzuordnen, hat nichts mit “das Haar suchen” zu tun, sondern mit einer ehrlichen Betrachtung des Stoffs.
Die Simpsons wurden in der Episode aber nicht “schlecht bewertet”, ganz im Gegenteil. Es wird sogar explizit darauf eingegangen, dass es völlig okay ist etwas zu mögen, auch wenn Teile davon eventuell schwierig sind oder heute anders betrachtet werden. Von Automatismus kann hier keine Rede sein. Rahel und Mháire verschließen aber nicht die Augen davor, dass bei den Simpsons Schwule klischeehaft und als Pointengeber genutzt werden oder Apu eine Karikatur eines Inders ist, die zu Diskriminierung von Indern in der echten Welt beigetragen hat.
Sorry, aber dieser Spruch ist absolut tone-deaf. Die Herren Podcaster sind von ihrer Community über die Jahre immer wieder auf Dinge hingewiesen worden, bei denen sie inklusiver hätten sein können. Guess what? Sie haben zugehört und dazugelernt, weil es sich lohnt mit Leuten zu sprechen, die betroffen sind. Bestes Beispiel war die gut gemeinte, aber leicht fehlgeleitete Entscheidung eine Entwicklerin, die eine Trans-Frau ist, bei ihrem früheren männlichen Namen (ihrem dead name) zu nennen, weil sie zum Zeitpunkt der Entwicklung noch als Mann gelebt hat. Warum das aus Sicht der Betroffenen nicht die beste Lösung war, wurde ihnen erst hinterher klar. Die Aufarbeitung kann man heute noch nachlesen und nachhören.
Den Seitenhieb kannst du dir also sparen. Die Podcaster sind weiter als du und leben Offenheit für Kritik und Veränderung.
Dein Kommentar ist nicht „wichtig“. Aber wir sind eine freundliche Community und lassen solche Kommentare, ob sie nun aus Trollerei entstanden sind oder weil man beim Denken falsch abgebogen ist, nicht unwidersprochen stehen. Ist auch eine Frage der Hygiene.
Du tätest besser daran, jetzt ein bisschen kürzer zu treten und auch die herablassenden Zwinkersmilieys mal zu unterlassen. Deine Position hast du vertreten, halt ohne Argumente oder Sinn, wie das bei solchen Posts so üblich ist. Jetzt ist es mal gut, okay? Möchte jetzt keinen Post mehr von dir in diesem Thread sehen.
jetzt habe es auch mal geschafft, beide Simpsons-Folgen zu hören. Fabian & Gunnars Besprechung zu “Hit & Run” war schon richtig gut, das Spiel habe ich als Jugendlicher geliebt und konnte es mal “blind” durchspielen.
Rahels und Mháires “Die Welt der Simpsons” war dann aber noch besser. Das Zusammenspiel zwischen beiden hat mir toll gefallen, sie haben sich super die Bälle gegenseitig zugespielt. Und sie haben bei mir, der ich bestimmt zehn Jahre keine “Simpsons”-Folge mehr geschaut habe, das wohlige Gefühl des “Heimkommens” erzeugt. Ich konnte mich quasi mit beiden zusammen zurückerinnern. Das war schon schön, recht herzlichen Dank dafür.
Nicht so toll fand ich letzten 10 Minuten mit diesem komischen Paul, der sich gefühlt nur über die mangelhafte Übersetzung beschwert hat.
Gerade bei den Simpsons ist das doch völlig egal.
Ein Gag wurde blöd übersetzt.
Schlimm, schlimm…
Drei Sekunden später kommt schon der nächste Gag.
Wie schon geschrieben, das war eine ganz tolle Folge. Nur der letzte Teil war mir unangenehm.
Ich halte hier kurz fest: Der „komische Paul“ ist unser Mitarbeiter und Grafiker Paul Schmidt.
Im Gespräch mit Paul stellt Rahel eine Reihe (acht nach meiner Zählung) von Fragen, die Paul alle umfassend und mit Beispielen beantwortet. Eine davon, exakt eine, ist eine Frage zur Übersetzung, die Paul beantwortet und dazu Beispiele gibt.
Das Wörtchen „gefühlt“ in deinem Post muss da eine ziemliche Last tragen, um aus einem vielschichtigen und ausführlichen Kurzinterview eine einseitige Tirade zu machen.
Du hast den Teil aber schon komplett gehört, oder? Dann solltest du auch gehört haben, dass ich die Übersetzung in Schutz nehme und explizit erwähne, wie schwierig es ist, Popkultur, Zeitgeist und derlei Anspielungen zu übersetzen. Und auf was für einem hohen Niveau das Original ist. Und das man die Simpsons trotzdem wunderbar schauen kann?
Davon abgesehen ging es nur etwas über 3 Minuten um die Übersetzungen. Als Teil eines fast dreistündigen Podcasts. Da hat das Schreiben deines Posts ja fast länger gedauert, als mein kleiner Rant
Und die Kritik ist durchaus berechtigt. Wie ich oben schon erwähnt habe: Auch ohne die Originalfassung zu kennen, sind mir immer wieder mal offensichtlich schlechte oder einfach auch falsche Übersetzungen aufgefallen, und das reißt einen manchmal einfach raus. Das betrifft nicht nur Gags, auch allgemein Begriffe, die vielleicht in den 80ern und 90ern hier auch noch nicht so bekannt waren, auf amerikanischer (Pop)kultur und deren Alltag, Gesellschaft etc. basieren und bei uns eben kein Begriff sind.