Für dich doch aber offenbar auch, sonst hättest du ja nicht geschrieben, dass Gamer ein Identitätsbegriff ist. Von daher liege ich scheinbar mit dieser Einschätzung (jedenfalls bezogen auf deine Verwendung als Identitätsbegriff) nicht ganz falsch.
Das - so habe ich die anderen verstanden - bezweifeln wir ja gerade. Für mich ist Gamer gerade kein Begriff der unmittelbar aus der Szene (oder Subkultur) kommt, sondern eher ein Begriff, der aus den Redaktionen von Spielemedien (früher Zeitschriften, jetzt Social-Media-Influencer) entstammt. Das ist natürlich ein persönlicher Bias aber ich habe auf keiner Lan erlebt, dass jemand sich oder die Community als Gamer bezeichnet hat.
Dieser Bias von mir ist - offenkundig - falsch, da der Begriff bereits vorher für eine spezielle Gruppe verwendet wurde. Von daher vielen Dank für die Aufklärung. Deine Quellen in der Nachbearbeitung widersprechen - meines Erachtens nach - gerade der These, dass es sich um einen Grassroots-Begriff handelt. Wenn das aus der Redaktion der „War Game Digest“ und dem versuchten etablieren innerhalb des Sprachgebrauchs von TSR kommt, ist das für mich ebenfalls eine Überlegung einer Marketing-Abteilung.
Ausschließlich unter meiner obigen Prämisse, dass der Begriff Gamer keine Grassroots-Bezeichnung ist: Für mich ist ein Begriff aus der Marketing-Abteilung eines Herstellers nicht besser oder schlechter als aus der Marketing-Abteilung eines Spielemediums bzw. (nochmals danke für die ausführlichen Quellen) aus den Marketing-Abteilungen von TSR und der Redaktion der „War Game Digest“.
Wenn meine Prämisse falsch ist, passt das ganz klar nicht. Allerdings hat sich hier im Forum auch noch keiner mit Verve in die Bresche gesprungen und hat eine Lanze für die Selbstbezeichnung Gamer gebrochen.
Leute, kritisch sein ist ja gut und schön aber dass hier ist jetzt schon das x-ste Mal wo Gunnar mit Quellen argumentiert und seine Begriffsdefinition etymologisch und geschichtlich herleitet und als Antwort kommt dann ein „bezweifeln wir“ und „für mich ist das kein…“
Ich finde das wirklich sehr anstrengend.
Ich meine wenn man auf die Argumente gar nicht erst eingehen will weil man vorher schon“weiß“ das das eigentliche Gefühl („Ich mag den Begriff nicht“) über der sehr wahrscheinlich realitätsnäheren belegten Herleitung steht dann sollte man es mit der Rationalisierung des eigenen Geschmacks vielleicht auch einfach sein lassen.
„Ich mag den Begriff ‚Gamer‘ nicht“ kann nämlich auch einfach so für sich stehen bleiben.
Man muss Geschmacksurteile gar nicht immer pseudo-rationalisieren und braucht dann auch keine argumentativen Klimmzüge um zu argumentieren warum mehrere Primärquellen und die Wikipedia falsch liegen
Wir sollten bei all der Aufregung auch nicht vergessen, dass die Folge wirklich ganz klasse war, und das muss nun noch mindestens 38x gewürdigt werden, um den Post wieder auszugleichen. Danke @Rahel +Gast!
Der eine sprengt einen Foreneintrag mit Genderdiskussionen, der andere ärgert sich über bekanntes Nerdvokabular (in einem Nerdforum), der andere meckert über Tonqualität. So ist die Welt.
Ich fand die Folge klasse, und witzigerweise hatte ich erst 2 Wochen vorher die alte SF Fallout Folge nachgehört. Das hat mich dann erst etwas verwirrt, und ich habe mich gefragt warum da jetzt eine Trivia-Folge zu kommt. Ich habe dann aber beschlossen dass die Folge ja offenbar extra für mich produziert wurde, also: Ganz ganz viel Danke!