Damit kann dann jeder seine Spiele in KI Slop verwandeln. Ich finde das sieht völlig falsch aus. Der Effekt verändert die Grafiken, statt sie schärfer zu machen, indem irgendwelche Details und Licht und Schatten dazu halluziniert werden. Die Mimik und Stimmung ändert sich bei den Gesichtern dadurch völlig. Ich wette, der Effekt generiert auch Holzmaserungen in das Gras bei FF7 hinein, wie die früheren HD Versionen, die damals von Fans mit ESRGAN AI Scalern hochgerechnet wurden. Oder alternativ generiert es dann Grasmaserungen in die Bettdecken und Kissen in den Häusern hinein. Nur jetzt läuft es halt in Echtzeit und nicht nur bei statischen Hintergründen.
Solange man es wahlweise ausschalten kann, werde ich so etwas deaktiviert lassen.
Ich finde das für einen Echtzeit-Effekt rein technisch schwer beeindruckend. Letztlich ist das doch das wo alle immer hin wollten, Fotorealismus.
Du hast natürlich recht das es aktuell noch stark eingreift und Dinge ändert, aber das kann man ja sicher finetunen bzw. kann man da sicher noch Parameter mitgeben damit die transportierte Stimmung und Style zusammenpassen mit der künstlerischen Vision. Mich würde auch interessieren ob das Ergebnis immer gleich ist oder dann jeder was anderes spielt. Aber man stelle sich vor man kann Spiele verlässlich darauf optimieren oder gleich mit dieser Technik im Hinterkopf bauen. Das hier ist ja nur der Anfang.
Die erzeugten Lichtstimmungen / das generelle Lighting finde ich allerdings dramatisch besser und natürlicher, in diesem Punkt ist es ein absoluter Quantensprung. Sehe auch ehrlich nicht wo beim RE9 Beispiel die Lichter nicht mehr stimmen, man sieht eher wie flat und komisch das reguläre ingame lighting ist (Haare vs. Gesicht) und wieviel noch zu einem „echten“ Eindruck fehlt. Und ich finde es krass wieviel die Beleuchtung auch in Spielen wie Skyrim noch rausholen kann.
Zu viel Schwarz/Weiß Malerei für mich. Im abgebildeten Beispiel von Grace bin ich bei @Fischonkel und finde es schwer beeindruckend. So will ich das sehen Dasselbe Spiel, ein anderes Ergebnis: Bei Leon finde ich es irgendwie „falsch“ oder sehr nahe an dem, was mir irgendwelche herzlosen KI Werbebanner als „your personal boyfriend / girlfriend“ vorschlagen lol.
Ist noch ein weiter Weg zur Perfektion, aber gemessen an den vorliegenden Ergebnissen ist für mich durchaus zu erahnen, dass das mittelfristig was richtig gutes werden kann.
Aber ist Fotorealismus wirklich das, wo alle immer hin wollten? In dem Fall sieht dann halt jedes Spiel mehr oder weniger gleich aus, und es braucht auch keine Art Direction und Grafiker mehr, weil am Ende eh die KI den kleinsten gemeinsamen Nenner findet. (Das ist natürlich das Ziel von nVidia - den Entwickler an sich obsolet zu machen -, aber das macht Spiele dann halt komplett austauschbar.)
Alle ist übertrieben, es wird weiter Freunde des Pixellooks und der Comicgrafik geben. Aber ein The Last of Us oder Assassin’s Creed würde imho stark von einer Annäherung an den Fotorealismus profitieren.
Dass am Ende alles gleich aussieht ist mir etwas zu dystopisch gedacht. Den gleichen Einwand könnte man bereits gegen die allgegenwärtige Nutzung der Unreal-Engine einwenden. Man hatte zur Zeit der UE3 auf X360 und PS3 durchaus mal eine Phase, wo ich schon anhand des Screenshots sofort die Engine erkennen konnte (und ich bin bei solchen Dingen eher oberflächlich). Das hat sich mittlerweile schon wieder diversifiziert. Am Ende will jeder Anbieter sich auch optisch zumindest ein wenig vom Rest abheben können. Das wird schon nicht in einem finalen Endzustand erstarren, sondern sich weiter und feiner verästeln, je weiter die Entwicklung fortschreitet.
Es wird auch weiterhin Spezialisten brauchen, die die richtigen Resultate herauskitzeln können. Vielleicht ein paar weniger als momentan, was bei mehreren hundert Entwicklern pro Game aber nicht zwangsläufig was schlechtes sein muss. Clair Obscure ist doch ein gutes Beispiel, dass man dann auch mit deutlich geringerem Budget Großartiges erreichen kann.
Sicherlich zu absolut formuliert, aber sehr viele - gerade populäre Spiele aus dem AAA Bereich würde ich definitiv in der Fotorealismus-Ecke verorten. Egal ob GTA, Red Dead Redemption, Last of Us, Battlefield , Call of Duty, Assassin’s Creed usw. usf. - dürften instant gewinnen wenn sie durch so ein Lighting-Postprocessing gejagt werden (der Panaromablick über Wälder in AssCreed Shadow ist unglaublich). Aber ich kann mir das auch sehr, sehr gut in einem Cyberpunk 2077 vorstellen. Und auch bei leicht abstrahierten Spielen wie Hogwarts Legacy funktioniert das noch super.
Natürlich gibt es verschiedene Stile auch weiterhin und auch ArtDirection bleibt ein Thema - aber das ist ja auch der Punkt. Wie hat Resident Evil denn angefangen? Mit B-Movie Trash FMVs - Mitte 90 war immer klar was das sein sollte und wie das sein sollte und jetzt scheint dieses Ziel, einen spielbaren Schlockbuster zu haben, zum Greifen nahe. Man stelle sich mal die Ästhetik vom Intro von Teil 1 vor, aber halt interaktiv / begehbar / nicht statisch oder on rails. Halte ich jetzt für möglich.
Davon ab, ich sehe es übrigens ganz gegenteilig - je eher wir den Fotorealismus erreichen umso eher wird es viel größeren Bedarf an ArtDirectors und Grafikern geben die wirklich kreativ sind, weil es dann keine Challenge ist einfach nur noch sehr realistisch auszusehen - da kommt es dann auf imposante Sets, tolle Kostüme usw. an. Und vielleicht verschwimmt dann auch die Grenze zwischen Film und Spiel optisch noch deutlich mehr. Neues Herr der Ringe Spiel wo ich quasi durch die Jackson-Trilogie laufen kann? Ganz ehrlich - ja, bitte!
Und ArtDirection kann ja vieles sein - wenn ich mir angucke was Remedy mit Control oder Alan Wake 2 gemacht haben, dann finde ich Resident Evil 9 persönlich auch schon verdammt lahm bis austauschbar (mit Ausnahme einiger der imposanteren Monster). Trotzdem würden gerade die Menschen in Control oder AW2 auch total von diesem lighting-treatment profitieren, weil es einfach viel, teils kleinste Details, braucht um zu sagen: ich habe es hier mit echten Menschen zu tun.
Alan Wake 2 ist hier sowieso ein gutes Beispiel, weil der Sprung zwischen Ingame-Grafik und Filmsequenzen auf jeden Fall spürbar ist - wenn man den jetzt kaschieren könnte… saugeil!
Ansonsten braucht man, glaube ich, nicht betonen das dies nicht für jedes Spiel oder jeden Stil funktioniert, aber da wo es passt sehe ich immenses Potenzial mit Technik von heute einen grafischen Sprung hinzulegen den wir mit normalem Raytracing und noch komplexeren Assets, Physikengines usw. in langer Zeit nicht schaffen könnten.
Ich bin da erstmal offen eingestellt und lasse mich überraschen was die Studios dieser Welt damit anfangen, mache mir aber keine Sorgen das plötzlich alles gleich aussieht. KI fatigue ist ein Ding und ich sehe hier ehrlich mehr Möglichkeiten grafische Wunder zu vollbringen, als das alles nach immergleichem Slop aussieht (tut es IMO schon in den Beispielen nicht, weil ja klar erkennbar noch die jeweiligen Spiele drunter liegen).
In diesem Video wird der Slop in DLSS 5 etwas detaillierter untersucht. Charaktere gucken mit zwei Augen in verschiedene Richtungen, wenn sie blinzeln. Es werden wild irgendwelche falschen Lichtquellen zu Szenen dazu halluziniert (so viel zum Fotorealismus!). Schatten verschwinden einfach. Es gibt ein Umrissartefakt (Halo, Disocclusion) um Charaktere herum, so dass sie sich nicht mehr in den Hintergrund einfügen. Das Alter von Charakteren ändert sich, usw.
Ich finde es ziemlich unglaublich, dass NVidia einige dieser wirklich kaputten Szenen überhaupt als offizielles Werbevideo veröffentlicht hat.
Es werden Sekunden an Material veröffentlicht, von einer Technologie die in absehbarer Zeit noch nicht in der Heimanwendung stattfindet, quasi ein flüchtiges Augenblinzeln in eine noch einigermaßen weit entfernte Zukunft und das Internet arbeitet sich ab als gäbe es kein Morgen. Man möchte meinen gerade „Gamer“ verstehen die Idee von Proof of concept / Beta / Demo… das Gezeigte findet derzeit auf 2x 4000€ Grafikkarten statt (ich habe noch ne 1060 lol). Das braucht man nicht zu Tode analysieren um zu checken: ist noch nicht so weit.
Ist ja auch nicht so als hätten wir nicht hier im Forum bereits genug Beispiele wo KI Bildgeneration gestartet ist und wo sie aktuell steht. Und da dauert das Überpinseln eines einzelnen Screenshots mehrere Sekunden. Und natürlich gibt es Artefakte, die gibt es aber auch mehr als genug bei klassischer Grafik, und nun?
Dieser ganze doom + gloom nervt.
Let them cook, wie der Franzose sagt.
Du hast schon recht, dass die Reaktionen wie meine sehr extrem sind. Es gibt zwischen diesen Firmen und den Kunden eine ziemliche Kluft. Man sieht es auch an Microslop: Die Firmen bauen überall KI ein aber die Benutzer wollen den Kram halt nicht überall drin haben. Wenn man heutzutage einen Support anruft oder chattet, redet man zum Beispiel oft mit einer KI, das will aber niemand.
Die Aussage verstehe ich allerdings nicht. Laut NVidia selbst steht DLSS 5 doch schon kurz vor der Veröffentlichung. In ein paar Monaten soll es schon rauskommen:
Ich kann mir schwer vorstellen, dass sie das in der kurzen Zeit noch drastisch verändern werden können.
Zu dem anderen Zitat: Das liest sich wie klassische Schadensbegrenzung aber die Bilder sprechen ja leider für sich. Das es intern auf der Spielgeometrie arbeitet statt auf Pixelebene kann ja sein und ist natürlich, wenn es wirklich stimmt, auch eindrucksvoll, aber das ändert finde ich nichts an den mangelhaften Resultaten.
Was mich auch etwas stört ist, dass Digital Foundry inzwischen sehr unkritisch geworden ist. Das ist mir auch bei ihrem Interview mit Mark Cerny schon aufgefallen. Da waren sie mit einmal zahm wie Lämmer, wie jeder andere x-beliebige Shill: bloß nicht die grossen Firmen wie Sony, Apple oder NVIDIA zu stark kritisieren. Ich hatte mir mehr als ein Werbevideo von Digital Foundry erhofft, jetzt, da sie doch angeblich unabhängiger geworden sind.
Was er sagen will, das ist nur für die „Elite“ der Gamer von Relevanz, die wenigsten haben das nötige Equipment um das die nächsten 4 bis 8 Jahre zu spielen, zudem Nvidia seinen Schwerpunkt jetzt nicht bei Games hat. Zudem das ja nur ein Baustein ist, dazu kommt noch wie sehr unterstürzen das dann die Softwareetwickler, also Slay the Spire 2 funz auch ohne Durch den KI Boom ist halt Nvidia ein Titan und dieses ganze „Gamesgedöns“ hat bei denen nur noch Prio 2, Prio 1 liegt auf der Hardware für Rechenzentren. Und in den Rechenzentren interessiert sich niemand auch nur die Bohne für DlSS 5.
Ihr habt beide recht; Fotorealismus und Art Direction schließen sich natürlich nicht prinzipiell aus. Ich würde zwar kein GTA oder auch nur Assi Creed mit wirklichem Fotorealismus spielen wollen, weil ich in solchen Spielen schon eine gewisse Abstraktion wünsche oder sogar benötige, aber das ist vermutlich reine Geschmackssache. Bei Simulationen (Flug, Racing, vielleicht Sport im Allgemeinen) hat die Annäherung an Fotorealismus sicher ihre Berechtigung.
Die Möglichkeiten einer solchen “KI” hingegen kann man, finde ich, gar nicht dystopisch genug denken. Mir graust davor, dass ein Algorithmus, noch dazu anhand undurchsichtiger Trainingsdaten, entscheidet, wie ein Mensch, oder auch nur ein Bild im Allgemeinen, bestmöglich auszusehen hat.
Allein die Beispiele, die das Ganze ja bewerben sollen, finde ich unglaublich abschreckend - egal, ob das die Normierung der Frau aus Resident Evil ist, der augenscheinliche Verzicht auf Schatten in Starfield oder die seltsame Zurschaustellung der Charaktere aus Hogwarts.
Das ist beliebig, ein Potpourri des Durchschnitts, und auch nur noch einen Schritt davon entfernt, beispielsweise Gesichter, die einem nicht gefallen, gänzlich aus einem Spiel zu nehmen.
Ich finde in Hinblick auf KI gerade dieses “let them cook” gefährlich, weil nicht mehr wegzukriegen ist, was einmal in der Welt war. "Your scientists were so preoccupied with whether they could, they didn’t stop to think if they should”. (Frei nach Pythagoras.)
Das finde ich auch. Die Lippen der Frau bei Requiem werden durch die KI dicker gemacht, zu einer Art Durchschnitt homogenisiert, die Form der Augen auch. Dadurch geht das verloren, was das Gesicht einzigartig und interessant macht. Diese Homogenisierung sehe ich auch in den anderen Beispielen.
Ohne jetzt die nächste Pro/Contra „Abo-Modelle“ Frontlinie öffnen zu wollen: Das könnte auch für GeForce Now interessant werden, ganz ohne Ultra-Hardware unter dem Fernseher, bzw. Monitor.
Kleiner Schwank ausm Arbeitsleben von mir:
Die Adoptionrate seitens der Kunden ist noch nicht so hoch wie sie sein könnte (wobei hier eher ältere Semester strugglen), aber maschineller Support wird auf kurz oder lang da sein und bleiben, da mache ich mir keine Illusionen. Du kannst halt als Kunde nicht mehr so einfach derailen und eskalieren wie das früher bei so manch armen Schwein in der Hotline gemacht wurde (ich spreche hier aus Hands-On-Erfahrung).
Die Maschine hat halt alle Zeit der Welt, könnte theoretisch in fast jeder Sprache antworten (heute erst ein Telefonat mit Kunden gehabt die nur gebrochen deutsch gesprochen haben, das war für beide Seiten anstrengend und es blieb viel Information auf der Strecke) und, sofern gut gepflegt, hätte halt auch immenses Wissen am Start und kann das Telefonat gleich noch transkribieren und daraus eventuelle Tickets oder ähnliches anlegen.
Da schaufle ich mir lieber einen MA frei der dann wirklich diese Tickets bearbeitet, anstatt diesen den ganzen Tag telefonieren zu lassen, damit er sich DANN irgendwann erst um die eigentliche Arbeit kümmert. (und klar, in einer fairen und perfekten Welt gäbe es genug MAs, vernünftige Zeiten, gechillte Kunden und alles wäre peachy, ohne Druck und Quote - aber die (meine) Realität ist nicht so). Ich kann für jede / jeden Kollegen oder Kollegin sprechen in meinem Umfeld die sich um Kundenanfragen kümmern, die begrüßen die Entwicklung SEHR - obwohl es sie in Teilen ersetzt.
Das hat ds1979 schon gut zusammengefasst, solange ne’ PS6 nicht standarmäßig damit läuft oder das anderweitig große Verbreitung findet, ist es für mich Zukunftsmusik. Und auch hier ist ja überhaupt nicht klar wie das überhaupt Anwendung und Verbreitung findet, wenn die Devs das nicht unterstützen, dann hat sich zumindest diese Technologie auch erstmal wieder erledigt.
Soweit ich das ja jetzt weiter verfolgt habe, wussten auch die Devs bisher nichts und das Ganze war eine große Überraschung für alle Beteiligten (gerade CAPCOM ist ja auch eher Anti-AI, aber scheinbar haben higher ups wohl für diesen Showcase zugestimmt). Ansonsten denke ich das es halt ein Showcase ist, der klar machen soll was geht und um die Fantasie von Devs und Publikum gleichermaßen anzuregen. Diese Möglichkeiten später zu meistern, übertriebene Effekte runter zu drehen bzw. das überhaupt sinnvoll und bereichernd einzusetzen ist ja dann Aufgabe der Entwickler. Wie gesagt, ist der Anfang - was damit geht oder auch nicht, wird die Zeit zeigen (und wir erinnern uns, auch die ersten 3D Spiele sahen scheiße aus - das hat aber niemanden aufgehalten).
Ich verfolge DF nicht ernsthaft, sind halt Technik-Nerds und das hier ist seit Jahren die spannendste Entwicklung auf dem Gebiet - ein bisschen (Vor)Freude darf da doch wohl erlaubt sein? Und was sollen sie denn kritisch analysieren - ohne genaue Kenntnis was das passiert, wie es passiert und mit welchen Folgen. Das kritische Video wird folgen wenn die das Teil in ihrem Labor sezieren können, aber bis hierhin ist die Faktenlage doch hauchdünn - Werbevideo und shill finde ich da hart, aber wie gesagt - keine Ahnung was die sonst so machen und wie „kuschelig“ das so ist - aber wenn wenn man jetzt erstmal nicht direkt davon ausgeht das alle anderen Menschen nur das denkbar Schlechteste wollen, könnte man das Video auch entspannter nehmen. Dem Internetmob dürstet es aber einfach nach Drama und Negativität, ist mir schon oft aufgefallen - positive Videos, keine Klicks und noch beleidigende Kommentare man sei gekauft (egal wie klein oder groß der Kanal ist), aber HASS funktioniert immer und dann ist man der gefeierte Kritiker. Nahezu jJeglicher Diskurs ist einfach so vergiftet irgendwie - macht keinen Spaß und das Publikum has (meist) no chill.
Auch ohne KI wurden und werden bspw. Mädchen unmögliche Ideal-Körperbilder vorgesetzt. Die KI setzt ja nur fort, was wir Menschen schon lange machen. Wir als Spezies sind schäbig und unmenschlich das wir das zulassen, nicht die KI die diese Muster nur feststellt und ewig wiederholt.
Aber konkret auf die Technik bezogen, diese scheint ja steuerbar zu sein - insofern müssen die Devs eben die Hotness-Variable nur auf 0.5 setzen statt 1.
Aber Spaß beiseite, ich verstehe was du sagst - bin nur nicht sicher ob das was Stand jetzt über dieses Feature bekannt ist schon diese großen Sorgen und weitreichenden Folgen rechtfertigt. Ich unterstelle jetzt einfach mal das weder Devs, Artists noch irgendwelche Firmenbosse Interesse daran haben das ihre Titel für die irgendwer ja noch Geld zahlen soll einfach beliebig aussehen oder das es shitstorms gibt weil nur noch weiße Topmodels die Spielwelt beherrschen.
Tatsächlich ist der Zug schon abgefahren, noch einmal ein Schwank aus meinem Arbeitsleben - ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr wie wir vor 2-3 Jahren ohne KI überhaupt zu Ergebnissen gekommen sind. Solange die Maschinen keine Todeslaser auf uns richten oder was anderes Schlimmes passiert, wird das niemand mehr aufgeben wollen. Und es hat gerade erst begonnen.
Grundsätzlich ist KI eine feine Sache (gesunde Skepsis gerechtfertigt!) und eine tolle Errungenschaft, was wir daraus als Menschheit machen und ob es uns irgendwann mal richtig in den Arsch beißt ist eine andere Frage.
Zum Thema „Fotorealismus“ im Bereich von Bildern\Filmen\Games\Theater. Den gab es noch nie, der dort gezeigte „Fotorealismus“ war schon früh mit der Auswahl der geeigneten Modelle, dem Einsatz von Makeup, dann später von Beleuchtung und noch später mit Bildbearbeitung verbunden. Ich dürfte irgendwann in den 90er A. Schwarznegger aus ca. 1,5 Meter Entfernung „bewundern“. Der hatte Bartstoppel, Augenringe und Teile der Friseur standen ab, das alles obwohl der sicherlich in der Maske war. Später habe ich dann im TV den Beitrag von ihm zur Eröffnung eines Planet Hollywood gesehen (genau die Bude vor der ich am gleichen Tag ihn sehen konnte), da war er dann perfekt ausgeleuchtet, nochmal in der Maske, was soll ich sagen ein anderer Menschen. Insofern setzt KI keinen neunen Trent sondern setzt einen Jahrtausende alte Tradition (in der Antike weiß man das schon geschminkt wurde im Rahmen von Theateraufführung und es gab auch schon eine Auswahl an geeigneten Darstellern) fort. Der von dir genannte „Fotorealismus“ hat nicht nur niemals existiert, sondern im Gegenteil man wollte (bis auf einzelne Kunstdarstellungen) schon immer eine perfekte Inszenierung der Darsteller. Ob das nun ein Mensch entscheidet, oder eine Datenbank macht für das Ergebnis keinen Unterschied. Dir als Zuschauer wird einer „Realität“ des Menschen vorgespielt die nicht weiter von der Wirklichkeit entfernt sein könnte. Oder nimm als Beispiel die heute verwendeten Gameengines, kurz nach Gears of Wars, sah fast jeder verwendete Charakter in Actionspielen in Unreal 3 plötzlich aus wie ein stiernackiger Gears of War Klone. Auch hier schon ohne KI haben Grafiker sich aus den Assets, die wie sie damals glaubten, erfolgreichsten Modelle zusammengeschraubt.
Gerade endet die Revision 2026 in Saarbrücken. Ich hab ein bisschen im Livestream mitgeguckt und… Wow… da waren echt ein paar richtig gute Demos bei (Links jeweils mit Youtube-Timecodes).
Erstmal wäre da - Triplet für den Atari 2600:
Wer ein bisschen ein Gefühl dafür hat, was der 2600 kann (und was nicht), den wird das hier umhauen:
Dann wäre da „Ready?“. Das ist eine 13kB große EXE, die eine WAV-Datei produziert. Wenn man diese WAV-Datei zeitgleich abspielt und als Analog-Signal in ein Oszilloskop gibt, kommt das hier dabei raus (wenn ich das richtig verstanden habe):
Hier ist noch eine Demo, die verrücktes Zeug mit Sub-Pixeln auf einem GBA macht:
Den fulminanten Abschluss hat „Razor 1911“ zum 40jährigen bestehen jener Demogruppe geliefert. Razor 1911 kennt man vielleicht aus den Readme-Files die den Cracks von gamecopyworld.com in den späten 90ern beilagen:
Wer jetzt Lust darauf bekommen hat, auf Youtube gibt es Videos zu den einzelnen Demo-Genres jeweils mit Kapitelmarken zu den einzelnen Demos. Vermutlich wird im Laufe des Montags alles ergänzt sein. Speziell der letzte, sehr epische PC-Demo-Block fehlt noch.