ich habe schon länger mal wieder Lust in die Fallout Apokalypse einzutauchen.
Nun überlege ich mir, welches Fallout ich mir holen soll. Fallout 3 oder Fallout 4?
Fallout 4 habe ich 2017 mal eine Zeitlang gespielt. Mangels Zeit kam ich damals aber nicht so viel dazu. Somit kenne ich Fallout 4 schon ein wenig. Fallout 3 habe ich noch nie gespielt. Man hört aber von vielen, dass z.B. Fallout New Vegas viel besser sei als Fallout 4.
Was meint ihr? Welches Fallout würder ihr mir empfehlen.
Viele schwören auch auf New Vegas.
Mir persönlich gefiel das 3er am besten (eigentlich das 2er, wenn es kein 3D-Teil sein muss ;-), finde da war mehr Story und vor allem geilere Sidequests dabei. Beim 4er ist dafür mehr Kram drum herum, kannst ja da deine Orte bauen, handel treiben etc. …genau das hat mir dabei aber die Immersion eines umherstreifenden Einzelgängers kaputt gemacht.
Ich glaube das 3er soll auch ein Remake bekommen, vlt. ist es wert darauf zu warten.
Also, am Besten haben mir tatsächlich der erste und zweite Teil gefallen, mit den 3D-Teilen war ich nie so begeistern, wobei ich Fallout 4 bislang noch nicht gespielt habe. Was mir nicht gefallen hat, war vor allem das Kampfsystem, was mir zu wenig Rollenspiel und zu viel Action war. Im Endeffekt läuft es daraus hinaus, daß man auf die Gegner im Rundenmodus schießt, dann wegrennt bzw. in Deckung geht, bis die Aktionspunkte wieder aufgeladen sind, und dann wieder schießt, usw… usw… Vor allem bei den Addons nervt das, weil da die Gegner übertrieben viele Hitpoints haben und selbst nach klaren Kopftreffern einfach nicht sterben wollen. New Vegas gleicht das meiner Meinung nach mit einer spannenden Hauptstory und einem interessanten Szenario aus. Ich muß aber auch sagen, daß ich anfangs von Fallout 3 durchaus begeistert war, diese Begeisterung aber mit der Zeit nachließ, nachdem ich festgestellt habe, daß die Spielwelt eigentlich immer gleich aussieht und die Kämpfe doch ziemlich repetitiv sind. Das klingt jetzt schlechter als das Spiel ist, denn Spaß gemacht hat es schon. Aber nachdem ich es durchgespielt habe, war dann doch schnell die Luft heraus.
Ich find Fallout 3 super. Aber, da bin ich vielleicht etwas odd: Ich empfehle Fallout 3 ohne Addons. (Also mit Ende)
Das war das letzte Spiel von Bethesda, das seine Story zuende erzählt hat und dann dazu eingeladen, es einfach nochmal von vorne zu spielen und einen anderen Teil der Welt zu erkunden.
Mit den Addons haben sie leider das Ende herausgepatcht und ein ewiges Endlos-Game eingeführt.
Das Ende ist zugegebenermassen nicht besonders toll (aber auch nicht besonders schlecht), aber das Spiel zwischendrin hatte eine viel besser Dynamik - irgendwann hat man den Charakter hochgelevelt und dann ist so der Moment, wo das Spiel einen langsam in Richtung Ende drängt. Dadurch bleiben aber viele der Questen ausreichend knackig und der Teil, in dem man einfach das ganze Wasteland abräumt, weil man eh stark überlevelt ist, ist weg.
Ich denke, Fallout 3 ist wirklich ein passender Einstieg in die Reihe. Mein Favorit ist zwar New Vegas, aber das ist meinem Eindruck nach ein Spiel vor allem für die Kenner und die Fans von Fallout. Soll heißen, am meisten weiß man es zu schätzen, wenn man Vorkenntnisse und den Vergleich hat. Daher hätte ich empfohlen, mit FO3 mal einen Eindruck vom Spielprinzip zu bekommen, es soweit zu spielen, bis man genug hat, und dann mit New Vegas weiterzumachen. New Vegas setzt hauptsächlich erzählerisch nochmal einen oben drauf.
Es soll wohl Remaster von beiden Teilen geben, allerdings wurden sie bislang nur namentlich angekündigt, man weiß noch nichts über Releasedatum und Umfang.
Ich hatte mit New Vegas am meisten Freude. Auch die DLC dazu habe ich als meisterhaft empfunden. Rund 150 Stunden habe ich da auf der Uhr. Viel Abwechslung, alles super geschrieben.
Fallout 4… ja, funktioniert. Geht schon. Far Harbour fand ich noch nett als DLC. Alles kampflastig, Story solide, mehr nicht. Mühsamer Basenbau, der mir nichts gibt.
Fallout 3… gemischte Gefühle. Müsste ich nochmal rein. Aber hat mich auch nicht so gekriegt.
Ich will hier mal eine Lanze für Fallout 4 brechen. Es ist eher Skyrim als New Vegas, das muss man wissen. Wenn man damit klar kommt, ist das Spiel super. Es hat unglaublich viel Content und viele Magic Moments. Crafting ist Geschmackssache, aber allein seine Existenz gibt dem Gameplay Tiefe und macht alles interaktiver. Ich habe zum Beispiel mal eine Powerrüstung gebaut und darin rumgelaufen, bis ihr der Treibstoff ausging. 20 Stunden später wurde ich nachts im Wald von einer humanoiden Gestalt erschreckt. Es stellte sich heraus, dass das bloss meine Powerrüstung war, die brav auf mich wartete, wo ich sie zurückgelassen hatte. Da habe ich mich in das Spiel verliebt.
Hab Fallout 4 zu Release gespielt (bisher mein einziges Fallout) und hatte es als relativ cool in Erinnerung. Den Basenbau hab ich groesstenteils geskippt.
Fallout 3 hat einen sehr schönen Einstieg. Danach wirds ein bisschen langatmig weil man viel durch die Öde rennt. Die Hauptstory ist spannend aber gegen Ende massiv gehetzt.
Alle Teile sind toll, ich würde Fallout 3 anfangen, danach New Vegas, danach 4 (eventuell mit Fallout London Addon) und am Ende wenn ganz viel Luft ist Fallout 76 (muss man aber mögen mit dem Mehrspieleraspekt).
Für Fallout 3 gibt es schon schöne Upscale-Mods und co. die nicht das Hauptspiel modifizieren.
Wenn du Fallout 3 einfach nur stabil und weitgehend vanilla auf einem aktuellen Rechner spielen willst: Waters of Life, eine Wabbajack-Modlist. Enthält die wichtigsten Bugfixes, Performance- und Stabilitäts-Patches (entpackte BSAs, DXVK, ASLR-Fix, INI-Tuning), etwas wiederhergestellten Cut Content und ein paar QoL-Kleinigkeiten. Spielgefühl bleibt Original. Installation läuft über Wabbajack praktisch automatisch, du brauchst nur eine saubere englische GOTY-Installation, am besten von GOG. Anleitung: GitHub - zpok3/Waters-of-Life: A vanilla plus Wabbajack mod list for Fallout 3. · GitHub
Wenns nur deutsch sein soll, kannst du einfach präferiert die Uncut GOG Version kaufen und installieren und los gehts
Wenn es nur das eine sein darf: Fallout New Vegas (mit Mods!). Ansonsten würde ich natürlich sagen: Beide! Aber auch für Fallout 3 solltest Du min. 2, 3 Mods verwenden.
Nie wieder hatte ich ein so großes, aufregendes, zweites Leben wie mit Fallout New Vegas.
War nicht einer der grossen Kritikpunkte an Fallout 4, dass die Hauptquest Eile impliziert und das Spiel so vor sich hintreibt? Ich find das eine legitime Kritik, aber ehrlich gesagt: so gut ist das Storytelling der Bethesda-Spiele nicht, dass ich mich da dran störe. Alle Spiele mit Nebenquests und Erzählungen am Wegesrand haben das Problem, und ich weiss nicht, warum mans am armen Fallout 4 abfackeln muss. Wie gesagt, ich fand die Lösung im 3er, wo man einfach durch die nahende Max-Level-Cap ein bisschen dazu gebracht wird, das Spiel mal fertig zu spielen, gut - hat den Leuten auch nicht gefallen.
Mich hat da eher später bei Starfield gestört, dass manche coole Nebenaufgaben offensichtlich keine Zeit hatten, mit sinnvollen Handlungsoptionen augestattet zu werden, ein Problem, das mir weder bei Fallout 3, Vegas oder 4 aufgefallen wäre.
Sagt derjenige, der sich einen Post zuvor über die Abschaffung eines harten, definitiven Spielendes in Fallout 3 beschwert hat?
Gibt schon auch noch andere Kritikpunkte. Ich glaub man kann anders herum argumentieren, dass es nichts derart besser macht, dass man dem Titel den Vorzug geben muss. Das Außenposten-Baufeature ist nicht so geil, wie man glauben könnte.
Ja, aber eben aus eher mechnischen Gründen. Ich fand halt den Ansatz mit dem niedrigen Level-Limit gut.
Wie gesagt, mir ist halt eben auch die die Kritik an Fallout 4 aus demselben Grund ralle - mechanisch ist das ein Spiel, das gerne mäandert. Das ich trotzdem bevorzugen würde, wenn das Spiel auf ein Ende zugeht, bleibt davon unberührt.
Fallout 4, wie mit Red Dead Redemption 2, 3x für 5-20 Stunden angefangen und nie abgeschlossen.
Würde daher auch zu einem der 3er tendieren, wobei ich New Vegas auch gleichwertig in Erinnerung habe.
Und an der Stelle möchte ich natürlich auch auf Wasteland 2 und 3 hinweisen. Wobei ich W2 auch nie beendet habe. Aber es kommt den 2d-Fallouts am nächsten. Kein Wunder, denn Wasteland war die Vorlage für das alles.
Ich muss zugeben dass ich mit den Urvältern (Fallout 1+2) immer so meine Probleme habe, das Gamedesign ist super aber die Technik ist so angestaubt dass ich da einfach aktuell nicht mehr reinkomme. Trotzdem empfehlenswerte Titel für alle die das ausblenden können
Wow … so viele Rückmeldungen von der tollen SF Community.
Vielen Dank an jeden Einzelnen für die sehr ausführlichen Antworten.
Fallout 76 hatte ich tatsächlich nicht wirklich auf dem Schirm da ich hier eher den Eindruck habe man sollte dies schon eher im Team spielen (wofür es ja auch gemacht wurde).
Ich bevorzuge eher ein Solo Erlebnis wo ich wie es MEINE Zeit zulässt durch Ödland streifen kann.
Dank eurer vielen Rückmedung werde ich wahrscheinlich mir Fallout 3 holen. Sollte man doch wenigstens einmal im Leben gespielt haben. Und wenns nachher nur 20h werden, das finanzielle Risiko hält sich bei Fallout 3 in Grenzen .