Film- und Serien-Empfehlungen [Netflix, Prime, Disney+ und Co]

Habe gestern mal die Rache der Sith geschaut und mir wird wieder bewusst, wie schlecht der Film geschrieben und gealtert ist. Für mich ist Andor Season 1, Season 2 im Verbund mit Rouge One die eigentliche Prequel-Trilogie. Gilroy hat mit seiner Geschichte über eigentlich Nebenfiguren für Star Wars getan, was Miller in den 80ern mit Daredevil für Marvel Comics getan hat.

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Bin inzwischen mit Andor fertig und kann die Serie nicht genug loben. Als eben der Abspann lief, war ich richtig traurig, dass ich nicht mehr davon bekomme – außer natürlich in Rogue One. Den ich mir ich den nächsten Tagen auch anschauen werde. Fazit: Wer Star Wars mag, muss Andor schauen.

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Kennt das noch wer?

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Hab mir gestern Lords of Chaos angeschaut, der die Geschichte rund um die Black Metal Band Mayhem und Varg Vikernes aufarbeitet. Soweit ich das sagen kann, wird das ganze recht authentisch dargestellt und auch die Mord- und sonstigen Gewaltszenen werden relativ drastisch dargestellt, die FSK 18-Freigabe hat er jedenfalls zurecht. In Reviews wird teilweise bemängelt, dass die Figuren und die Black Metal-Szene zu klischeehaft dargestellt werden, aber die die Leute WAREN einfach die Prototypen des Genres - das wäre genau so, als wenn man sagt, Herr der Ringe ist absolutes Fantasy-Klischee. Ist es nach heutigen Maßstäben natürlich auch, aber von da kommt es halt alles.

Die Schauspieler machen ihren Job recht solide bis sehr gut, in der Hauptrolle des Mayhem-Gründers Euronymous ist Rory Culkin, einer der Brüder von Kevin allein zu Haus-Star Macaulay Culkin, zu sehen, als ein Nebencharakter Wilson Gonzalez Ochsenknecht. In wie fern der Schauspieler zu Varg Vikernes passt, kann ich eher schlecht beurteilen, da ich ihn eher aus seiner post-Mayhem-Zeit mit kurzen Haaren und Bart kenne, die eher schüchterne, aber zunehmend ideologisch radikale Einstellung etc. scheint aber zu dem zu passen, was ich so kenne.

Etwas schade ist, dass der Film mit dem Mord an Euronymous endet, was danach noch mit Varg so alles los war, wäre durchaus noch sehenswert gewesen, aber der Film will sich wohl in erster Linie mit der Band Mayhem selbst und deren Hochphase beschäftigen

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Mittlerweile gibt es Hundreds of Beavers auch als Video on Demand (Apple TV, Prime, YouTube etc.)

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Den Film habe ich heute Abend zufälligerweise gesehen weil er bei der letzten 0,99€ Aktion bei Amazon Prime dabei.
Absolut irre und wirr, aber er gefiel mir richtig gut.

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Oppenheimer
Ein anstrengendes Meisterwerk, das sich auf einige Facetten des Manhattan Projects und Robert Oppenheimers fokussiert und diese eindrucksvoll beleuchtet. Der Film springt gekonnt zwischen den Jahrzehnten und spaltet und fusioniert dabei die Szenen des Films. Mit drei Stunden ist er mir aber vielleicht etwas lang.

War of the Worlds (2025)
Unfassbarer Schund! Es ist ja noch ganz nett, dass Ice Cube die Invasion per Social Media und Überwachungskameras verfolgt. Auch könnte man bestimmt etwas aus der Idee machen, dass die Aliens diesmal unsere Daten ernten. Aber das ist bis auf Iman Benson, die Ice Cubes Tochter spielt, furchtbar geschauspielert, die CGI ist grauenhaft, und die Handlung ist ein Wirrwarr aus Deep State Verschwörungstheorie und Alieninvasion. Zum Schluss hat dann auch noch Abschaum wie Joe Rogan und Tucker Carlson einen Kurzauftritt in Form eines Tweets. :nauseated_face:

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Insgesamt kann der Film zwar nicht mit den großen Klassikern des Stoffs – der Verfilmung von 1953 und dem Spielberg-Film aus dem Jahr 2005 – mithalten. Aber er macht Spaß. Das liegt einerseits an dem spannenden Ansatz, eine Invasion, wie man sie filmisch schon oft gesehen hat, aus der Perspektive zu zeigen, wie sie ganz normale Menschen wahrnehmen würden: anhand der wenigen Informationen, die sich über soziale Medien und ähnliches erhaschen lassen, bis auch das schließlich nicht mehr geht.

Aber die einhellige Meinung tendiert offenbar zu Schund :smiley:

Was mich nicht übermäßig verwundert. Filme mit Ice Cube als leading actor umgehe ich grundsätzlich, denn mir ist noch keiner begegnet, den ich gut fand. Im Ensemble kann er funktionieren, aber allein für mich zumindest nicht.


Hab mir auf WOW endlich Nosferatu von Robert Eggers anschauen können. Hinterlässt mich zwiespältig. Während seine vorherigen Filme zumindest mal originäre Stoffe waren, ist es hier halt der altbekannte Dracula-Stoff, den er zwar in schöne atmosphärische Bilder packen kann, dem ganzen aber auch nicht viel Neues abgewinnen kann. Dazu ist er eher langatmig als spannend. Hat mich nicht umgehauen, muss ich nicht im Regal stehen haben.


Ebenfalls nachgeholt habe ich Hercule Poiroit: A Haunting in Venice (Disney +). Hier fällt das Urteil ebenfalls eher „in Ordnung“ aus. Brannaghs Verfilmungen hatten immer eine große Stärke bei der Bildinszenierung. Bei Mord im Orient-Express und Mord auf dem Nil kam das imho sehr gut zur Geltung, in Venedig nach meinem Dafürhalten leider nicht im selben Maße. Das Thema eines Mordes im Gruselgewand klingt auf dem Papier besser als es in der Umsetzung dann tatsächlich wirkte. Es ist das so ziemlich Widersprüchlichste, was man als Autor einem Hercule Poirot auf den Leib schreiben kann und hat mich in der Ausführung dann auch nicht vollends überzeugend durch den Film getragen.

Auch das Schauspieler-Ensemble hat mich nicht mehr im selben Maße vom Hocker gehauen, wenngleich ebenfalls sehr gute Zunftvertreter mitwirken. Nichts gegen Kelly Reilly und Tina Fey, aber neben der Riege an Weltstars aus Mord im Orient-Express wirken sie dann doch ein wenig wie zweite Wahl. Sicherlich ein Problem der Erwartungshaltung, denn beide liefern eine wirklich ordentliche Leistung ab. Mit Michelle Yeoh spielt sogar eine Oscar-Preisträgerin mit, ihr Anteil am Film ist aber leider recht kurz, wenngleich durchaus eindrücklich. Das gelingt dem Film dann phasenweise tatsächlich ganz gut, ein paar interessante Szene aufzubauen. Als Whodunnit finde ich ihn dagegen mittelmäßig, weil ich selbst in Unkenntnis der Lösung recht schnell auf den Mörder schließen konnte, während Poirot auf der Suche nach Erklärungen des Übernatürlichen noch eine Stunde lang durch das Haus hetzte. Aber egal, für einen Abend wurden wir unterhalten und wenn die Alternative ansonsten Tatort hieße, macht man mit diesem Film definitiv nichts falsch, wenn man mit den leicht gruseligen und psychologischen Aspekten des Falls umgehen kann.

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Muss ich dir recht geben. Es fühlt sich leider allmählich wie ein Franchise an, das gemolken werden will. Macht noch Spaß, nutzt sich aber leider ab. Ich freue mich dennoch auf den nächsten.

Auch auf Disney+, Empfehlung von mir, The Amateur mit Rami Malek. Eine Revenge-Action-Story wie sie den 90ern entsprungen sein könnte, aber modern gedreht. Malek hat immer etwas verstörtes an sich, passt damit aber unglaublich gut in diese Rolle des verschlossenen Mitarbeiters. Ich war voll Trailer vor einiger Zeit angefixt und von dem Ergebnis doch ziemlich angetan.

Ja aber das machen sie ja genau nicht. Ice Cube ist der „Superhacker“ der Regierung, der Zugriff auf sämtliche Mobiltelefone, Überwachungskameras, Emailkonten aller Bürgerinnen und Bürger etc. hat. Zudem tauscht er sich mit vielen hohen Beamten und Hackern aus. Er weiß alles. Das, was Cloverfield beschreibt, ist eher Cloverfield. Da wissen die Protagonisten nur sehr wenig (aber halt nicht über Social Media).

Das ist eine Franchise die Rechte liegen bei ihrem Erben bis 2046 und werden durch die Firma Agatha Christie Ltd. seit 1976 gemolken.

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Habe mir gerade die beiden ersten Episoden von Alien Earth angeschaut und bin doch mehrfach irritiert.

Die erste Episode besteht gefühlt zu 60 % aus Exposition-Talk. Die Dialoge sind schwach, die Symbolik (On the nose), sehr viel Tell don’t show und das Worldbuilding passt für mich zumindest nicht zum Franchise. Thematisch geht es eher Richtung Blade Runner ohne auch nur einmal das Niveau zu erreichen. (Westworld zeigt z.B., wie es gut gemacht werden kann.) Natürlich packen sie analog zu Romulus Memberberries in Form von bekannten Sets aus Alien und Aliens hinein.
Es fühlt sich jedoch anders als in Romulus (was ich auch nur ganz okay fand) überhaupt nicht nach dem taxierten Universum an.

Mich irritiert besonders die Erzählweise, da Noah Hawley mit Fargo gezeigt hat, dass er sehr fein, subtil und auf hohem Level schreiben kann. Überhaupt hat die Serie den Charme einer Teenieserie aus den frühen 2000ern.

Wenn ich IMDB-Schulnoten geben würde, dann eine 6 von 10. Eine ganz normale durchschnittliche Scifiserie.

Da können mich auch die Jubelperser von Webedia & Co nicht überzeugen.

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Die Frage mag zynisch erscheinen, aber hast du von einer Disneyproduktion mehr erwartet?

Das frage ich nicht rethorisch, sondern aus Interesse.

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Ich werfe mal „Life of Chuck“ ins Rennen.

Schöner kleiner Film, der aktuell in den Kinos läuft. So unbedeutend, dass er oft nicht mal in Mainstream-Kinos läuft.

Nach der gleichnamigen Kurzgeschichte aus dem jüngsten Steven King Kurzgeschichtenband. Die Filmumsetzung entspricht ziemlich genau der der Geschichte.

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Streng genommen läuft es ja unter dem Label FX Network. Und Noah Hawley hat unter diesen Bedingungen z.B. noch die geniale 5. Staffel Fargo rausgebracht. The Shield, Sons of Anarchy, Fargo, The Americans, Nip/Tuck, Archer etc. stehen für Qualität.

Und unter HULU laufen ja auch anspruchsvolle Formate. Und beim Namen Noah Hawley erwarte ich Prestige-TV. Und Disney selbst hat Andor. Auf dieses Level hatte ich eigentlich gehofft. Andor wischt mit Alien Earth den Boden.

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Kann ich nachvollziehen, wie du es schilderst.

Ich muss- aus meiner persönlichen Warte- jedoch hinzufügen, dass ich mit der zweiten Staffel Andor nicht warm geworden bin. Die erste Staffel fand ich jedoch herausragend.