Bei GTA und RDR stört mich die träge Steuerung, das fühlt sich für mich an wie übelster Inputlag. Man drückt in eine Richtung und der Charakter reagiert erst 300 ms später oder so ähnlich. So etwas kann ich nur schwer ertragen. Andere Open World Spiele zeigen, dass es auch zackiger geht, zum Beispiel Horizon Zero Dawn und auch das erste Watch Dogs steuern sich viel responsiver, finde ich.
Ich habe nichts dagegen, wenn die Entwickler sich auf Story konzentrieren, aber die Steuerung sollte schon schnell reagieren und Spass machen, wenn ich ein Spiel spiele. Ich glaube auch nicht, dass es die Animationen sind, die alles träge machen. Ich glaube die Spiele sind nicht performant programmiert, was das Abfragen der Controllereingaben angeht. Da laufen vielleicht so viele Prozesse gleichzeitig, und die Controllerabfragen fallen dem zum Opfer. Genau verstehe ich es aber auch nicht, warum gerade diese Spiele sich für mich so unglaublich träge anfühlen.
Das schlimmste Beispiel, was mir zu der Thematik einfällt, ist Fable The Journey für Microsoft Kinect. Da steuert man einen Pferdewagen via Fuchtelsteuerung. Es ist so unglaublich träge, dass ich es nicht spielen kann. Ich finde es unspielbar.
Eine Steuerung muss auch durchdacht und logisch sein. Es dürfen nicht wahllos irgendwelche Funktionen auf irgendwelche Knöpfe, Knopfkombinationen, oder Gesten gelegt werden. In diesem Bereich ist Horizon Zero Dawn beispielhaft gut, und RDR2 eine völlige Katastrophe, wie ich finde.
Die Actiontitel von Housemarque (Resogun, etc.) fallen mir positiv auf, alles reagiert zackig. L betätigt den Boost, weil es auf der Seite des linken Sticks ist, der die Bewegung steuert. R betätigt die Smartbomb, weil es auf der Seite des rechten Sticks ist, der das Schiessen steuert. Da ist eine innere konsistente Logik drin. Prey (2017) von Arkane ist meiner Meinung nach auch ein gutes Beispiel für eine extrem durchdachte, logische und responsive Steuerung. Und das ist ein modernes, komplexes Spiel. Es ist also nicht unmöglich!