Gehypte/beliebte Games, die ihr nicht mochtet

Das ist wirklich am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, aber wohl so gewollt. Hatte dann doch mehr als 100 Stunden an der PS4 mit dem Titel (ohne den Abspann zu erreichen). Die Steuerung hat so eine Trägheit, wie es schon in GTA 4 gemacht worden ist, aber halt noch ne Schippe drauf.

Wenn man da kurz vorher noch mit Aloy herum gehüpft ist wie ein junges Reh, dann ist der Unterschied schon hart.

Auf jeden Fall ist das so gewollt, die Animationen sind auch super, aber ich will mir halt nicht hundert mal anschauen, wie der Typ irgendwas aus der Satteltasche holt. Ich hatte auch eine Zeitlang Spaß mit dem Spiel, so isses ja nicht, aber irgendwann wurds mir zu stressig, ich bevorzuge halt eher direktere Steuerung.

Das Grundproblem von fast allen Rockstar-Titeln ist meines Erachtens, dass sie aus einer reinen gameplay-mechanischen Betrachtung heraus einfach keine guten Spiele sind. Und ob die Technik/Story dann ausreichen, um das zu verschleiern, ist wohl von Person zu Person stark unterschiedlich. GTA V habe ich beispielsweise nach kurzer Zeit abbrechen müssen, weil weder das Gameplay noch die “Story” für mich länger auszuhalten waren. Bei dem Vorgänger hatte es noch funktioniert, aber V war dann einfach zu hysterisch, albern und over-the-top. Aber das ist halt immer Geschmackssache.

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Da ist was dran. Die Story von RDR2 hat mich zwar auch interessiert, war aber für meine Begriffe zu gestreckt. Es hat zwar viele Cutscenes, die auch technisch beeindruckend sind, es passiert aber nicht gerade viel. RDR2 möchte viel zu sehr großes Hollywood-Drama sein, schon während des Spielens hatte ich immer den Eindruck dass die Geschichte für alle Beteiligten böse endet, das hat mir dann auch keinen Spaß mehr gemacht.
Ehrlich gesagt ist mir auch GTA 6 eher wurscht, das wird wohl unheimlich aufgebläht.
Rockstar-Spiele haben für mich am besten funktioniert, als sie noch nicht derart realistisch sein wollten, so mit Vice City, San Andreas und Bully die hatten noch so einen Comic-Charme, der spätestens seit GTA V weg ist.

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Ich würde zustimmen, dass Teil IV noch den Spagat zwischen ernsthafter Story und Klamauk am ehesten hinbekommen hat. Tedenziell war Vice City das Gameplay-Highlight mit entsprechender Leichtigkeit, San Andreas wirkte fast überladen. IV war dann ganz stimmig. V hat mich völlig kalt gelassen bzw. da hab ich mich der Story schon aufgrund des Irren verweigert (hab den Namen von dem Spinner vergessen, aber vergewaltigende, folternde Irre muss ich einfach nicht spielen). Spieltechnisch war mir V auch schon zu voll. VI interessiert mich ebenfalls eher null.

Red Dead 1 fand ich großartig, so ein tolles Spiel! Red Dead 2 war dann…naja. Überdetailliert im Gameplay, sodass mir der Bullshit-Realismus beim Spielen in die Quere kommt. Und die Story hat mich weder vom Pacing noch von der gesamten Thematik überzeugt. Ähnlich wie bei den Vorrednern fand ich Arthur zwar schon okay als Protagonisten, aber wenn ich klar rauslesen kann, dass das demnächst alles zur Hölle fährt, fehlt mir das Gefühl von Wirkmächtigkeit, dass ich beim Spielen schon ganz gern hab. Gepaart mit für mein Empfinden wirklich langweiligen, langwierigen Story-Passagen war das ein zähes Durchackern. Das Arthur-Ende war in der Tat ganz schön inszeniert, aber all das Zeug mit Dutch und Co. … ne, das war nicht meins.

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100% Zustimmung!

Der Irre aus GTA V war Trevor, den fand ich auch unangenehm. Vielleicht war er wohl als Meta-Kommentar dazu gemeint, dass man in der Reihe eh schon immer fragwürdige Dinge anstellt, Leute tötet und sonstige Verbrechen, aber der Typ war einfach ein Psychopath.

San Andreas war aber für mich genau richtig, in seinen Handlungsmöglichkeiten.

Ich finde ja völlig okay, wenn Spiele nicht immer Charaktere haben, die zum liebhaben sind. Ich fand zum Beispiel Kane & Lynch durchaus interessant. Aber das ist halt eine wenig humorige Story.

Was mir an GTA V aufstösst und mit jedem Jahr Alter mehr: die Satire ist keine gute Satire. Und Trevor ist da Teil von. Trevor ist kein Kommentar auf die amerikanische Gesellschaft. Er ist einfach nur ein bräsiges Ekelpaket, das vor sich hinfabuliert. Und gerade die Folterszene macht das klar: die hat keinen doppelten Boden. Trevor foltert jemanden und erklärt danach maximal flach eine Philosophie, nach der er doch froh sein soll. Das ist nicht witzig, das ist Edgelordtum. Der Satirefaktor davon ist ca. 3/10.

Michael ist malen nach Zahlen (Gangster wird gutbürgerlich). Bleibt noch Trevor, der eigentlich ganz cool wäre und halt nicht irgendwie amerikanische Mehrheitsgesellschaft, wenn er nicht irgendwie das dritte Rad am Wagen wäre.

GTA V ist gesellschaftskritische Satire für 15jährige.

Da find ich GTA IV mit Niko Bellic, als Serbe in den USA, einfach eine viel spannendere und gewagtere Perspektive.

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Absolute Zustimmung. GTA V (und nach den Trailern befürchte ich Ähnliches für GTA VI) ist einfach eine extrem schlechte, bestenfalls pubertierende Satire. Anders als noch in GTA IV, wo es noch sehr in Maßen und an den richtigen Stellen quasi dezent im Hintergrund eingeflochten wurde, geht es doch in V nur noch darum, eine prätentiöse Absurdität an die nächste zu reihen. Die “Story” ist dann nur noch der dürftige Kit, der das Ganze mehr schlecht als recht zusammenhält. Vor diesem Hintergrund und dem ganzen Hype um GTA VI könnte man sagen, dass Rockstar selbst schon mehr gesellschaftskritische Satire sind als ihre penibel darauf getrimmten Produkte.

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Hmm. Weiß nicht, ob ich dieser Generalkritik mit Blick auf Mafia 3 so zustimmen würde. Den mir bekannten Spielen fehlte zwar sowohl was das Fahren- als auch das Shooter-Gameplay angeht der letzte Schuss Präzision und Eleganz, aber es ist diese Kombination aus Möglichkeiten, die nicht sonderlich weit verbreitet ist und sie einzigartig macht.

Wobei mich unterm Strich Sleeping Dogs Definitive Edition für PS4 in der Tat mehr beeindruckt hat als die Open Worlds von Rockstar bisher.

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Oha, Sleeping Dogs! Das vergess ich immer, aber das fand ich in der Tat auch echt toll. Coole Story, cooles Gameplay, sehr unverbrauchtes Setting. Fand ich auch deutlich runder als die GTAs.

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Hab das Sleeping Dogs auch länger als GTA gespielt, aber irgendwann haben die Nebenaufgaben überhand genommen. Also ab da, wo man Zugriff auf das Überwachungssystem der Polizei bekommt.
Für die DE Version würde ich mir aber auf jeden Fall den Uncut Patch organisieren. Ich hatte den Eindruck, dass die Enviromental Kills das Spiel sogar einfacher mahen.

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Tears of the Kingdom. Völlig überfrachtetes Spiel und recycelte Spielwelt. Breath of the Wild war viel, viel besser.

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Die deutsche Version hat Bugs, die nie gefixt wurden. Alleine deshalb wäre es besser, zur internationalen/österreichischen Version zu greifen. Auf Steam wird Kauf und Aktivierung meines Wissens blockiert, aber auf GOG kann man die Definitive Edition aktivieren. Oder kaufen, wenn man nicht inländisch surft. Wobei das bei GOG eine reine Cookie-Sache ist.

Insgesamt würde ich die Definitive Edition empfehlen, weil die neben allen DLCs auch ein technisches und Open-World-Upgrade ist. Mehr Passanten, mehr Verkehr, usw.

Du beziehst dich da auf GTA? Ich mein, Mafia 3 ist schon ziemlich weit untendran, vor allem, weil einfach alles mit 3km fahren verbunden ist, weil die unbedingt den Sumpf nicht mit Schnellreisepunkten ausstatten wollten… Und das fahren macht nicht besonders Spass.

Ich kann das mit der Kombination von Systemen schon verstehen, aber dafür ists mir dann wieder zu „schwergewichtig“. Ich hab jahrelang regelmässig Zeit in Vice City verbracht und bin mit dem Motorrad durchgebrettert und hab die Story links liegen gelassen. Der Drang danacht kommt bei mir bei GTA V einfach nicht auf.

Jede Menge, tatsächlich, aber ganz aktuell:

Clair Obscure.

Ich verstehe wirklich nicht den Hype um ein so altbackenes RPG. Zudem hat mich die Welt, Charaktere und Artstyle gar nicht angesprochen. Musste nach ner Stunde abbrechen und hab mich geärgert, dass ich mich von dem Hype anstecken ließ. Ein teurer Fehlkauf meinerseits. :see_no_evil_monkey:

Bei GTA und RDR stört mich die träge Steuerung, das fühlt sich für mich an wie übelster Inputlag. Man drückt in eine Richtung und der Charakter reagiert erst 300 ms später oder so ähnlich. So etwas kann ich nur schwer ertragen. Andere Open World Spiele zeigen, dass es auch zackiger geht, zum Beispiel Horizon Zero Dawn und auch das erste Watch Dogs steuern sich viel responsiver, finde ich.

Ich habe nichts dagegen, wenn die Entwickler sich auf Story konzentrieren, aber die Steuerung sollte schon schnell reagieren und Spass machen, wenn ich ein Spiel spiele. Ich glaube auch nicht, dass es die Animationen sind, die alles träge machen. Ich glaube die Spiele sind nicht performant programmiert, was das Abfragen der Controllereingaben angeht. Da laufen vielleicht so viele Prozesse gleichzeitig, und die Controllerabfragen fallen dem zum Opfer. Genau verstehe ich es aber auch nicht, warum gerade diese Spiele sich für mich so unglaublich träge anfühlen.

Das schlimmste Beispiel, was mir zu der Thematik einfällt, ist Fable The Journey für Microsoft Kinect. Da steuert man einen Pferdewagen via Fuchtelsteuerung. Es ist so unglaublich träge, dass ich es nicht spielen kann. Ich finde es unspielbar.

Eine Steuerung muss auch durchdacht und logisch sein. Es dürfen nicht wahllos irgendwelche Funktionen auf irgendwelche Knöpfe, Knopfkombinationen, oder Gesten gelegt werden. In diesem Bereich ist Horizon Zero Dawn beispielhaft gut, und RDR2 eine völlige Katastrophe, wie ich finde.

Die Actiontitel von Housemarque (Resogun, etc.) fallen mir positiv auf, alles reagiert zackig. L betätigt den Boost, weil es auf der Seite des linken Sticks ist, der die Bewegung steuert. R betätigt die Smartbomb, weil es auf der Seite des rechten Sticks ist, der das Schiessen steuert. Da ist eine innere konsistente Logik drin. Prey (2017) von Arkane ist meiner Meinung nach auch ein gutes Beispiel für eine extrem durchdachte, logische und responsive Steuerung. Und das ist ein modernes, komplexes Spiel. Es ist also nicht unmöglich!

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Ich kann die Kritik bzw. Abneigung gegenüber der eher trägen Steuerung speziell bei GTA V und RDR2 schon gut nachvollziehen, allerdings ist bei mir persönlich das Gegenteil der Fall - ich mag sie, und meine auch die Intention dahinter zu erkennen. Jedenfalls bin ich ziemlich fest davon überzeugt, dass es nicht an mangelndem technischen know-how bei der Implementierung liegt.

Gerade wenn man auf GTA IV zurückblickt, hatte Rockstar dort das erste Mal Euphoria (inzwischen NaturalMotion) als middleware eingesetzt - eine Engine für prozedurale, realistische Charakteranimation. Bei GTA V, RDR und RDR 2 war sie immer noch im Einsatz, wenn auch teils deutlich runtergepegelt (ähnlich dem reduzierten dynamischen Karosserieschadensmodell bei GTA V gegenüber seinem Vorgänger). Wie oben bereits erwähnt sehe ich bei diesen Spielen dabei die Intention dahinter, jedem Objekt - ob Auto, Gegenstand oder eben auch Charakteren - ein deutlich spürbares „Gewicht“ in der Welt zu verleihen. Und das führt bei der Steuerung (zum verständlichen Leidwesen einiger Spielenden) zu einer gewissen Trägheit, da sich Menschen nunmal nicht wirklich blitzschnell bewegen. Mich hat das aber eigentlich immer abgeholt.

Was die ausufernden Animationen bei RDR2 angeht kann ich die Kritik ebenfalls durchaus verstehen, da hätte man eventuell öfter einen skip-Button anbieten können. Wobei es mMn dabei sowohl um Immersion als tatsächlich auch um Gameplay geht: Zeit als Ressource. Will ich wirklich 10 Minuten damit verbringen, jede einzelne Schublade im Haus zu durchsuchen, oder finde ich mich damit ab, weniger Gegenstände einzusammeln? Ist durchaus polarisierend, aber persönlich mochte ich das commitment to the bit. Geschmackssache, wie so oft :slight_smile:

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achso, und ein gehyptes game, das mich leider trotz mehrfachem Anlaufs nicht abgeholt hat: Hollow Knight.

Fühlt sich immer direkt zu floaty an, und irgendwie werde ich mit der Ästhetik einfach nicht warm. Aber ich erkenne natürlich an, dass es ein gutes Spiel ist. Nur einfach nicht für mich.

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Nee, BotW ist das überbewertetste Spiel aller Zeiten. Ich geh schon mal in Deckung :see_no_evil_monkey:

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Bin ich ehrlich gesagt bei dir. Leere, langweilige Welt, Waffen, die viel zu schnell kaputtgehen, schreckliche Pferdesteuerung… Ich hab mich wirklich schwer getan mit dem Spiel und war froh, als ich es durch hatte.

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