Aber das wird doch alles durch den Harmonika-spielenden Papagei mehr als kompensiert.
Ja da kann ich mich mit anschließen. Ja - das Game ist ok. Aber alleine schon der Ragdoll-Effekt wenn man getroffen wird und dann den Berg runterrollt… waaaa
Bei BotW hat bei mir noch die Magie gegriffen, diese riesige Spielwelt zu entdecken. TotK hat mich dagegen nur an jeder Ecke genervt und frustriert und außerdem konnte ich mich nicht für die Story begeistern, weil ich auch das Charakterdesign der Zonai nicht abhaben konnte.
Stimme dir zu. Auf jeden Fall in den Top 10 der überbewertetsten Spiele unserer Zeit. Dieses ubisoftartige Abklappern von Aufgaben, die Abnutzungsmechanik und die nicht wirklich ansehnliche und gestreckte Open World waren mir echt zu doof.
Interessant, wie anders man das empfinden kann. Ich hatte bei TotK genau das gegenteilige Empfinden: Für mich war der Vorgänger eher eine Art Betaversion und TotK war dann das ganz klar bessere Gesamtpaket. Klar hatten sie die Welt wiederverwendet, aber ich hatte das Gefühl, viel mehr abseits der offenen Welt entdecken zu können und durch das Experimentieren mit dem Baukasten hatte ich deutlich mehr Freude daran, einfach mal Dinge auszuprobieren. Auch war das Storytelling für mein Empfinden runder, obwohl die Geschichte natürlich insgesamt auch keinen Innovationspreis abgeräumt hätte.
Aber allein für die Story würde wahrscheinlich niemand zu einem Zelda-Spiel greifen.
Nur diese invertierte Unterwelt fand ich ziemlich lästig. Da hätte man so viel mehr draus machen können, am Ende bin ich da einfach nur mit einem selbstgebastelten Hovergleiter rumgerast, um alle “Lampen” einzuschalten.
Ich werfe hier mal folgende Spiele in den Ring:
Deep Rock Galactic: alles versucht, auch im Coop. Hat absolut nicht gezündet.
Left4Dead: same. Das ist doch alles furchtbar langweilig.
Cyberpunk 2077: Da muss ich vorsichtig sein. Main Story (soweit ich sie gespielt habe) ist der Hammer. Die Präsentation/Grafik über jeden Zweifel erhaben (außer die völlig indiskutablen Stadtbewohner, die in Witcher 3 schon wesentlich schöner animiert waren). Aber in der Summe klickts bei mir nicht. Die Schießereien spielen sich irgendwie clunky und abseits der Hauptstory holt mich das Spiel nicht ab. Deshalb liegt’s bei mir auch seit Ewigkeiten am Stapel der halb durchgespielten Spiele. Aber
Aktuelles Beispiel: Arc Raiders. Aber da hoffe ich, dass das nur der Ersteindruck war. Bis auf die 3rd Person ist das eigentlich genau meine Baustelle. Aber hat noch nicht gefunkt.
Bzgl. BotW/TotK und Hollow Knight schließe ich mich auch an.
Bei den beiden Zeldas hab ich nur zugeguckt und, puh, ich bin sonst echt nicht wählerisch, was Grafik angeht, nur das sah auf dem Fernseher schon fies aus. Klar, der Baukasten in TotK ist cool, aber das war keine Welt, die ich persönlich erkunden oder in der ich experimentieren mochte. Von dem Ressourcen-Nervkram mal ganz abgesehen.
Bei Hollow Knight kann es sein, dass ich Metroidvanias einfach ein bisschen über hatte/hab, war bei Indies in den vergangenen fünfzehn Jahren oder so ja gefühlt das populärste Genre. Hat mich beim Release von Silksong ziemlich überrascht, wie beliebt das Spiel anscheinend war, da ich das innerlich nicht zuletzt aufgrund seiner Steuerung doch mehr so in die Kategorie “Yet another…” eingeordnet hatte. ![]()
Clair Obscure hingegen find ich ganz nett. Warum das in diesem Jahr so ca. 99% aller Awards abzuräumen scheint, erschließt sich mir zwar auch nicht gänzlich, aber das wirkt durchweg kompetent. Erfrischendes Kampfsystem, Kulisse sehr atmosphärisch, nicht zu ausufernd. Gefällt mir deutlich besser als die letzten Final Fantasys oder was ich sonst so in dem Genre zuletzt mal angespielt hab.
Stimme dir zu, dass Clair Obscure vermutlich besser als die letzten Final Fantasy Spiele ist. Vielleicht kommt daher auch mein frühes Aufgeben: ich fand FF16 von Anfang an schrecklich (dröge Game of Thrones Wannabe Story, repetitives, oberflächliches Kampfsystem, grau-braune, hässliche Welt), aber hab es aus Pflichtgefühl gegenüber Final Fantasy (einer meiner Lieblings-Franchises) durchgespielt, 60 Stunden meines Lebens. Danach habe ich mir geschworen, dass ich, wenn ein Spiel bei mir nach einer Stunde nicht klickt, aufhöre und es nie wieder anfasse.
Ich finde das Interface von Cyberpunk so schrecklich, ich suche wirklich immer nach dem Menü um die Munition herzustellen und diverse andere Sachen, es ist alles so überladen. Die Grafik ist fantastisch, aber auch da reisst mich diese Reizüberflutung so raus, ich kann mich da auf nix richtig konzentrieren, vielleicht ist das aber auch nur mein persönliches Problem.
Nee, da bin auch bei euch. Ich bin aber auch nicht der allergrößte Zelda-Fan, schon alles gute Spiele, aber wieso z.B. ein Ocarina of Time anscheinend das beste Spiel aller Zeiten sein soll, weiß ich auch nicht, aber ich habs auch nicht zum Release gespielt.
BotW hab ich mehrmals angefangen und diese Abnutzungsmechanik ist unheimlich nervig.
Dazu muss man ständig die kleinen Schreine suchen, die trotz ihrer großen Anzahl gar nicht so leicht zu finden sind. Bevor man da auch nur ein bisschen Spaß hat, muss man quasi jeden Punkt in Ausdauer stecken, sonst kommt man kaum einen Berg hoch. Und dann natürlich, wie in RDR2, ständig irgendwelche Sachen sammeln und kochen, in kalten Regionen anders anziehen usw.
Weiß nicht warum man sowas spaßig findet.
Ja mit Cyberpunk habe ich auch Probleme. Ich kann zwar meine Waffe auswählen, scheitere aber immer daran, sie wieder wegzustecken. Die Passanten reagieren aber darauf, wenn man eine Waffe hält. Von daher ist das Wegstecken der Waffe eigentlich eine der ersten Aktionen, die man machen will. Und was muss man tun? Irgendeinen Knopf lange gedrückt halten. Das ist keine gut durchdachte Steuerung, meiner Meinung nach, völlig willkürlich und alles doppelt und dreifach belegt. Wenn ich irgendwelche Tutorials im Internet anschauen muss, um die Basisfunktionen der Steuerung zu verstehen, dann ist das kein gutes Zeichen.
Cyberpunk steuert sich übrigens für meinen Geschmack auch viel zu träge, oder liegt das daran, dass mein Charakter noch keinen hohen Level hat?
Und was hab ich dann immer gemacht? Klar, verdrückt, und irgendwelche Passanten befeuert. Mir dann natürlich eine Schießerei mit den Bullen geliefert (die man nur verlieren kann), gefolgt von Verfolgungsjagden (die man auch nur verlieren kann), und dann, natürlich, wieder neu geladen.
Verstehe ich - mehr als eine Stunde gebe ich Spielen für gewöhnlich auch nicht mehr.
In diesem Fall würde ich aber tatsächlich behaupten, dass die erste Stunde unglücklicherweise die schwächste ist; den Einstieg fand ich arg zäh und melodramatisch - um nicht zu sagen: kitschig. Sobald die Expedition in Gang kommt, wird es imo doch deutlich interessanter, auch wenn die grundsätzliche Tonalität und das Design natürlich bestehen bleiben.
Ja, der Einstieg kann trügen. Ich spiele gerade endlich Monkey Island (angefangen beim ersten Teil) nach, und die erste halbe oder ganze Stunde war ich so… gar nicht richtig angetan. Ich spiele es hauptsächlich, damit ich von referenzierenden Medien wie Podcasts nicht gespoilert werde. Normalerweise ist mir das ja eher egal, aber Monkey Island wollte ich eh mal selber spielen, weil ich die anderen LucasArts-Adventures toll fand, und alle eben so von Monkey Island schwärmen.
Naja, und diese erste Zeit war eigentlich eher quälend, eigentlich kaum Spaß. Eher Klamauk und lahme Sprüche. Dachte, ist vielleicht schlecht gealtert. Aber ziemlich plötzlich kam das Spiel dann richtig in Schwung, und ich find’s jetzt sauwitzig.
Hätte ich nicht dieses “Mandat” gehabt, es zwecks spoilerfreiem Konsum jetzt einfach mal durchzuziehen, ich weiß nicht, ob ich’s soweit gespielt hätte.
Ah okay, danke für den Hinweis. Vielleicht gebe ich dem ganzen nochmal ne Chance. ![]()
Also bei mir auf dem PC mit einer RTX 4090 läuft Cyperpunk mit 120 FPS. Wenn das träge ist, dann weiß ich ja nicht. Und das ist ein PC Spiel ich steuere das daher mit Maus und Tastatur wie es die Entwickler gewollt haben. Klar dir runtergeschraubte Konsolenversion mit 60 FPS und Gamepad ist halt alles als optimal. Das Chaos bei Cyperpunk brach ja aus, als das auf dem und für PC entwickelte Spiel auf Konsole portiert wurde. Wer Cyperpunk genießen will kommt um einen starken PC nicht herum.
Auf beide Reihen. Die Kritikpunkte sind legitim und ich kann schon nachvollziehen, dass das Spaßbremsen sein können. GTA 4 zündete bei mir wegen der Fahrzeugsteuerung auch nie. Ich sprach mit Blick auf Mafia 3 dazu das Shooter-Gameplay an, das Stealth-Gameplay ist ebenfalls nicht das geschmeidigste. Aber gibt halt wenig Titel, die überhaupt diese Bandbreite an Möglichkeiten besitzen, was es zu einem klassischen Jack of all Trades, Master of None macht. Bei Mafia passte es für mich, habe eben nur irgendwann beschlossen, nicht jedes Wettrennen mitzunehmen und jede Hanf-Variante zu züchten. Aber so ein paar waren schon sehr spaßig. Andere freuen sich über die kosmetischen Möglichkeiten. Sowas bekomme ich sonst nur annähernd in Far Cry noch, und die sind erzählerisch und inszenatorisch weitaus simpler gestrickt.
Bezogen auf das Threadthema komme ich seit Diablo 2 nicht mehr mit Action-RPGs zurecht. Ich ziehe da keine anhaltende Motivation raus, dieses Zusch****** mit Loot und Mikroprozentsteigerungen nervt mich einfach, ich sehe da für mich einfach keinen Sinn drin. Das sind imho noch schlimmere Excel-Tabellen, als man sie üblicherweise deutschen Wirtschaftsimulationen vorwirft. Und das betrifft für mich auch Konsorten wie Titan Quest, Sacred und sonstige Epigonen, die in dem Markt mitzumischen versuchen. Bezogen auf den Kern-Gameplayloop sind für mich Auto-Battler eigentlich die konsequent logische Weiterentwicklung dieses Spielprinzips, die einen besonders nervigen Teil dieser Titel einfach automatisieren. Nur dass die großen Core-Titel das noch nicht gewagt haben zu adaptieren.
Also der Platzhirsch Diablo 4 wird ja als Multiplayer Servicegame gespielt, wo ja auch die dicke Kohle für MS herkommt. Glaub nicht das ein Autobattler im Multiplayer funktioniert. Weil du dann ja zu schnell aufsteigt und dann das ganze System der Monetarisierung mit Battle Passes in Frage stellst.
Ich weiß nicht, ich genieße Cyberpunk 2077 auf meiner schwachen Standard-PS5 sehr und ich würde jetzt mal wild annehmen, dass das mindestens ein paar von den Millionen von anderen Konsolenspielerinnen und -spielern auch so geht. ![]()
Trägheit und unpräzise Steuerung werden nicht zwangsläufig durch eine höhere Framerate aufgehoben, wenn das eine zum Beispiel eine Frage der Ingame-Physik ist und das andere eine von durch das Programm unsauber abgefragten Eingaben. Und gelten 60fps jetzt schon als suboptimal?
Persönlich finde ich ja, dass das Spiel weder träge noch das Gunplay unpräzise ist. Und letzteres habe ich sogar erwartet, nachdem ich das Kampfsystem in W3 für ziemlichen Crap halte.
Mit ausgebrochenem Chaos meinst du sicher die technischen Probleme zum ursprünglichen Release, oder? Woher hast du denn, dass das durch die Konsolenports bedingt war? Ich meine, The Witcher III haben sie doch systemübergreifend auch gut hinbekommen. Ist der allgemeine Konsens nicht, dass CD Project Red sich einfach übernommen bzw. den Aufwand auf mehreren Ebenen unterschätzt haben? Die PC-Version lief doch auch nicht glatt, oder?
Aus unternehmerischer Sicht macht das ganz sicher Sinn, meine Aussage war da natürlich eine Betrachtung aus Spielersicht und ist mit einem dicken IMHO zu verstehen. Diablo ist aber sicher auch eine Ausnahme. Die anderen mir bekannten Titel sind da meines Wissens nicht so tief drin im Service Game.
Die wurden parallel entwickelt, nicht portiert. Lead-Plattform war aber in der Tat der PC, afair wurde nur ein erheblicher Anteil an der Entwicklungsverzögerung auf den Multiplattform-Release inkl. Old-Gen Konsolen geschoben.