Gunnars (unvollendete) Reise zu besseren Tools und weniger Plattform-Abhängigkeiten

Jaja, schon klar, aber ich habe ja gar nicht immer die Möglichkeit, frei zu entscheiden, wie ich 2FA machen will?

Und ok, ich habe dieses passwortlose Einloggen per Email (das heute viele Seiten machen) da mit reingeworfen, das ist natürlich kein 2FA, aber halt auch ein Prozess mit Code, der auf der Uhr ankommt.

Achso, du meintest die Anbieter-spezifischen von Banken, et cetera, die was eigenes bauen statt auf Standards zu setzen? Das kann ich in gewissem Rahmen nachvollziehen. Mag ich auch nicht. Ist aber hoffentlich immernoch sicherer als Mail und SMS.

Ich bin nicht so sicher, ob ich weiss wovon du sprichst. Gibt es nicht massenhaft 2FA Prozesse in freier Wildbahn, wo der Anbieter mir nur SMS anbietet und nicht den Einsatz einer Authenticator-App? Oder check ich da einfach was nicht?

Kommt vermutlich auch darauf, wo man überall Konten hat. Ich hab 23 Konten mit TOTP (Authenticator), 11 mit Passkeys/FIDO2, davon belegen nur zwei einen der 25 Passkey-Slots.

GOG hat bis vor 1-2 Jahren noch unbedingt Mails schicken wollen, und Ebay wollte unbedingt SMS. Aber inzwischen beides umgestellt.

Einen Dienst, den ich aber derzeit nicht nutze, schickt mir zum einloggen eine Mail mit einem speziellen Link. Mag ich auch so gar nicht.

Ansonsten bestehen die Banken, die ich nutz(t)e jeweils auf eine Eigenbaulösung, wo man eine App auf dem Telefon installiert und aufwendig registriert - mit Briefpost und alles. Super nervig. Dachte, du meinst sowas?

So generell ist mein Eindruck, das, wenn 2FA unterstützt wird, erst mal TOTP gemeint ist, und in zweiter Linie dann FIDO2/Passkeys (wovon man sicherheitshalber zwei Hardwarekeys haben und auch registrieren sollte, um sich bei Verlust nicht auszusperren).

(Zur Sicherheit habe ich die TOTP/Authenticator-Secrets alle nochmal in einer separaten Keepass-XC-Datenbank, die nicht synchronisiert wird - falls der Stick also verloren geht, ist das doof, aber kein Problem).

Könnte das die Unabhängigkeit für die Hosentasche bedeuten:

Nur so halb. Ich hatte bis vor zwei Jahren ein Telefon mit SailfishOS. Das OS fand ich ganz cool. Die Gestensteuerung hat mir besser gefallen, als bei Android/GrapheneOS. Es hat auch ein paar andere Features, die ich nach wie vor vermisse. Es ist aber auch etwas wonky, alle 1-2 Wochen musste man rebooten, weil irgendwas nicht ging, z.B. hören beim Telefonieren.

Das Hauptproblem sind die Apps: Das OS ist klein und auch Monetarisierung nicht wirklich möglich. Das meiste Zeug ist Bedroom-Coder-Kram, teils ziemlich cool, mit etwas Pech von heute auf morgen nicht mehr supportet. Native Banking-Apps o.ä. sind raus. :smiley:Auch bei Chat-Apps und so steht man im Zweifelsfall doof da.

Ohne die zusätzliche Android-Integration kommt man nicht weit. Auch weil der mitgelieferte Browser damals im besten Fall auf der letzten (nicht den neusten) Firefox LTS basiert hat, also effektiv EOL bei Erscheinen. Es gab aber auch immer mal Merkwürdigkeiten, dass Android Apps beim Wechsel von mobil zu WLAN oder umgekehrt kein Netz hatten und man den Android-Support durchstarten musste. Für den läuft effektiv ein Android in einer VM, das wirkt sich negativ auf die Akkulaufzeit aus. Google Play Dienste gibt es nicht, nur microG.

Man kann auch andere Linux-Mobile Apps zum Laufen kriegen (z.B. Plasma Mobile Kram), das war aber etwas tricky. Wie bei Android-Apps hat man es da mit anderen Bedienkonventionen zu tun.

Ich verfolge SailfishOS noch halbherzig, z.T. haben sich durchaus Sachen gebessert. Am Ende ist es aber definitiv nix, was einfach funktioniert, sondern schon etwas Frickelei erfordert. Ist ein bisschen wie Desktop-Linux vor 15 oder 20 Jahren.

Trotz all der Nachteile und Nickeligkeiten könnte mein nächsten Telefon trotzdem SailfishOS werden. Die AI-Zukunft von Android gefällt mir nicht wirklich. Mal sehen was GrapheneOS daraus macht.

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Angeschaut hatte ich mir das auch mal, das Problem ist:

Wenn du irgendwas hart Propietäres wie eine Banking App doch mal brauchst, kannst du bei Graphene OS einen Kompromiss machen und die einfach installieren und dann ein bisschen einschränken, bei Sailfish geht das halt dann nicht.

Schon sehr cool aber grundsätzlich, das Jolla. Ich behalte das im Auge :slight_smile:

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Ah, zugegebenermaßen hab ich, wenn mir der Prozess bei der Installation bzw dem Konto anlegen auf SMS eingestellt wurde, den nie mehr angeschaut und meine Abneigung gegen Authenticator-Apps kommt aus meiner iPhone-Zeit als ich noch dachte, die gäb es nur aus hässlichen Quellen, Microsoft und so. Und irgendwann hab ich mal bei einer den Zugang verloren wegen Phone-Wechsel und das war doof.

Aber ich hab ja eine FOSS-TOTP drauf, fällt mir grad auf und tatsächlich, ich kann das bei Ebay ja einfach umstellen. Na, dann schaue ich mal, ob ich das nicht verbessern kann.

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Ich verwende den Aegis Authenticator und bin damit sehr zufrieden. Vor allem die Backup Funktion (mit Verschlüsselung) ist für mich essentiell. So kann ich ein einfacheres offline Backup von den Codes machen, anstatt die Wiederherstellungscodes verwenden zu müssen, sollte mein Handy mal kaputt gehen.

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Hier ist ein toller Beitrag von der letzten Gulaschprogrammiernacht. Passt hier glaube ich ganz gut rein, wenn man Interesse daran hat, sich von Spotify unabhängig zu machen. Man sieht aber auch, dass das ganze mit viel Arbeit verbunden wäre.

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Hab mir das jetzt nicht angeschaut, aber bei meinem Nutzungsverhalten wäre ein Abkehr von Spotify sogar recht einfach. Zumal ich eh auch musik habe die es nicht auf Spotify gibt.
Es ist halt ab und an recht nett einfach Lied X eben auch sofort zu haben.

Aber an für sich sollte ich mein Zeug einfach lokal als mp3 wieder ablegen.

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Hab den auch noch nicht gesehen, bisher nur die mal wieder sehr gute Demoszenenachlese gesehen, für andere Vorträge hatte ich keine Zeit. Aber bin tatsächlich neulich wieder auf lokale Musik mit dem mpd umgestiegen. Insbesondere weil mich die UI von allen Streamingdiensten zusehr nervte.

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Hast du Krita schon als Alternative zu GIMP und Photoshop versucht? Hat nicht exakt das selbe Profil, aber mir geht es genau gleich mit GIMP und Krita fand ich da viel intuitiver.

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back to the roots!

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Danke! Checke ich mal. :slightly_smiling_face:

Ja, aber unterwegs muss es dann eben doch was praktischeres sein.

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Alternative Frage:

Hat einer von euch PhotoGimp ausprobiert? Das rühmt sich ja damit, Gimp mehr nach Photoshop „aussehen“ zu lassen.

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Das habe ich tatsächlich auch wieder gemacht. Teilweise sogar nochmal neu als flac gerippt.

Nein, kannte ich gar nicht, aber danke für den Hinweis! Gerade die Oberfläche und die Tastenkürzel haben mich nach meinem Photoshop-Drill auf Geschwindigkeit ziemlich rausgeworfen.

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Ich würde mich ja einreihen, aber ich bin nie drüber hinweggekommen. Spotify und Co habe ich noch nicht länger als 5 Minuten genutzt, das höchste der Gefühle bleibt youtube2mp3 (in alter Radio auf Band-Bann Manie).

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