Gunnars (unvollendete) Reise zu besseren Tools und weniger Plattform-Abhängigkeiten

Ich habe mich jetzt echt gefragt, wo du eine nagelneue Uralt-Uhr aufgetrieben hast.
Wer ähnlich verwirrt ist wie ich:

Das scheinen die gleichen Leute zu sein wie von Pebble, die sich unlängst auch das Trademark zurückholen konnten.

Also kein „Da schlachtet ein Dritter ein altes Trademark aus“ noch „Gunnar schießt auf eBay 15 Jahre alte Hardware“ wie ich es zuerst dachte!

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Die Huawei GT6 kann ich echt empfehlen. War nach der GT2 wieder bei Samsung und hab über ein Jahr wegen der Laderei jeden Tag gekotzt.
Jetzt hab ich wieder bis 14 Tage trotz Display Always on, jede Menge Sportoptionen. Gibt nur wenig Mankos, ein paar Apps wollen damit nicht so (komoot, Whatsapp nur Text).

Ich bin ja auch so ein Smartwatch-Jünger. Ich wollte schon damals die erste von Sony haben, die nachweislich noch fast nix konnte:

Zwischenzeitlich hatte ich auch eine Fossil, meine Herrn, war die zickig:

Und vor der GT6 hätte ich fast hier zugeschlagen, ähem:

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Aber Du nutzt sie nicht mit Gadgetbridge zusammen, oder? Die nächste Uhr muss bei mir mit FOSS oder zumindest ohne Internetzugriff (also auch ohne App des Herstellers) laufen.

Hier mal ne Frage zu:
Wie läuft das denn auf Smartwatches mit Custom roms? Gibt es da so viele wie auf Smartphones? Und verhält sich das ganze System wie man ein Custom Rom auf eine Smartwatch bringt genauso wie auf einem Smartphone? Bootloader unlocken und ab dafür? Oder ist der Vorgang da komplett anders?

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Es ist kein Custom ROM IMHO, sondern einfach offene Software.

Ne, Standard OS, ich bin nicht so der Modder.

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Nur der Vollständigkeit halber: Im Fall gadgetbridge modifiziert man die Uhr meinem Verständnis nach nicht, sondern ersetzt nur die App des Herstellers.

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Keine Ahnung, aber das war hier gar nicht nötig: Pebble OS ist FOSS und hat ein eigenes Ökosystem, das war einer der Hauptgründe für die Watch.

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Ahja, war ein bisschen unklar formuliert, hab den Text angepasst :slight_smile:

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Alles klaro, danke dir. Hab keine Ahnung von Smartwatches und dachte es ginge auch wieder um ein Custom rom oder so. Wieder was dazu gelernt.

Ich hatte mir mal eine gebrauchte Samsung Galaxy Smartwatch geholt und mich dann irgendwann gefragt was das alles soll.
Der ganze Tracking Kram ist mehr Spielerei, zumindest Radfahren tracked Google Fit am Smartphone ohne mein Zutun auch sehr anständig.
Bezahlen hatte ich mal für geil gehalten - war am Ende fummeliger als mit dem Smartphone.
Alles im allen war mein persönliches Fazit: Ein Gadget für das ich am ENde absolut keinen Nutzen gefunden habe … ich bin reumütig zurück zu meiner Analoguhr.

Wie geschrieben - war nur mein persönliches Fazit am Ende.

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Ich mag das Tracking von Sport, ein wenig Puls, Strecke und so. Und wenn ich Unterwegs bin für Benachrichtigungen. Ich hab die Uhr passend eingestellt, nur Apps mit „wichtigeren“ Benachrichtigungen werden an der Uhr angezeigt.

Verstehe ich und will das auch wirklich keinem madig machen (warum auch).

Ich bin ja auch so ein Spielkind und sowas ist eigentlich total mein Ding. Und so einm tracking kann ja auch ein Motivationsfaktor sein. Nur am Ende musste ich mir selber eingestehen, dass es Stand jetzt eine Verschlechterung ist. Und die Uhrzeit ablesen war auch noch schlechter :rofl:

Kann sein, dass ich irgendwann nochmal einen Versuch mache, aber derzeit haben sich da alle Features für mich persönlich als nicht so geil rausgestellt im Alltag.

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Fair enough, aber Zeit anzeigen ist ja schon ein schönes Feature. Ich finds halt nett, die Zeitanzeige mit auswählbarem Zifferblatt zu haben :slight_smile:

Dazu hab ich Notifcations auf der Watch, das ist ganz nett, weil man nicht ständig das Handy aufmacht, wenn eine Nachricht kommt. Killerfeature ist es aber für die 500 2FA-Vorgänge pro Tag - muss nicht das Handy rausholen, schaue nur schnell auf Uhr, um den Code zu sehen.

Tracking von Sport ist mir nicht (mehr) übermässig wichtig, aber Schlaf tracken will ich schon, das ist mit Uhr praktischer und besser.

Ah, und das verlegte Handy mit einem zweiten Gerät anpingen zu können ist schon nett.

Alles nicht kriegsentscheidend, man kann fast alles mit dem Handy machen.

Dazu fällt mir gerade ein:

Ich hab die TOTPs (die meistens 6-stelligen Codes die auch genutzt/bereitgestellt werden von Google Authenticator, Authy, et cetera) auf meinem (leider nicht FOSSen) Yubikey hinterlegt, damit kann ich die am Desktop/Laptop mal eben generieren und direkt kopieren, und muss sie nicht abtippen. Man kann sie auch direkt in etwa Keepass XC hinterlegen und automatisch mit einfügen, das ist noch komfortabler. Allerdings hat man dann den zweiten Faktor nicht mehr in dem Sinne, weil wer den Passwortmanager kompromittiert hat ja dann direkt beides.

Ansonsten kann der Yubikey 5 auch den gängigen anderen Kram wie Webauthn/Passkeys, ganz ohne Cloud. Dazu gäb’s dann auch Open-Source-Alternativen wie die SoloKeys, wobei ich auf die Schnelle nicht weiß, ob die auch frei sind.

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Hat mit dem Thema nichts zu tun, aber hab letztens das Smartphone in die Schublade getan weil Schreibtisch vollw ar mit Katzen.
Dann später zum Wertstoffhof geradelt, wollte eigentlich Musik hören aber vergessen anzumachen und dann gelassen.
Komme zurück und habe das Smartphone nicht und lag nirgendwo. Da ist mir der Artsch auf Grundeis gegangen.

Also erstmal auf Google Maps geschaut wo Google mein Smartphone sieht. Offensichtlich zuhause.
ALso anklingeln lassen. Schreibtisch klinmgelt .. warum .. irgendwann hab ich mich dann daran erinnert, dass es ja in der Schublade ist.
Alzheimer ich komme … mit 180 Sachen auf der Überholspur …

Ich habe eine mittlerweile betagte Huawei GT2 und überlege auch andauernd gadgetbridge zu nutzen. Zum einen um die Huawei - App zu vermeiden, welche mittlerweile durch Werbebanner für hauseigenen Content durchseucht ist.

Einige Features funktionieren dann wohl nicht mehr, aber an einem ruhigen Wochenende werde ich das mal angehen.

Berichte bitte. Insbesondere interessiert mich was nicht funktioniert. Wobei ich mich momentan dagegen entschieden habe, die Huawei GT 5 wiegt glaube ich fast 50% mehr als meine Samsung Watch 4.

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Das ist erstaunlicherweise gar nicht meine Hauptanwendung, ich bekomme X Codes per Mail oder SMS. Entscheide mich immer gegen Authentificator-Apps, wenn möglich.

Auf die Gefahr hin, dass es mansplainig rüberkommt:
Die Frage ist zwar, wie groß/umfassend dein Angriffsszenario konkret ist, aber mit Sicherheit ist es größer als das der meisten hier. Ich würde da schon mindestens TOTPs empfehlen, und, wo es möglich ist, besser auf FIDO2, WebAuthn, und Passkeys setzen - letztere allerdings nicht in der Implementierung von Apple/Google/Microsoft, wo sie „für dich“ die Passkeys synchronisieren. Denn da macht man sich wieder plattformabhängig. Hardware-Keys hingegen funktionieren auf den gängigen Betriebssystemen, und können auch, soweit ich weiß, nicht per (Spear-)Phishing abgefangen werden. TOTPs schon.

SMS und Mail sind da eher unsicher; Wikipedia fasst das für SMS gut zusammen:

Die häufige Authentisierung bei Mobiltelefone durch SMS kann über verschiedene Wege ausgehebelt werden, da die Funktion der SMS nicht als Sicherheitsfunktion ausgelegt wurde, sondern zur Übermittlung (nicht sicherheitsrelevanter) Kurznachrichten dient. Beispielsweise können Apps auf Smartphones Zugriff auf eingegangene SMS erhalten und diese an Cyberkriminelle weiterleiten. Zudem können Angriffe direkt auf das im Mobilfunknetz verwendete Signalling-System-7-Protokoll (SS7) abzielen: Angreifer können SMS, die zur Authentisierung bestimmt sind, auf ein von ihnen kontrolliertes Mobiltelefon umleiten und so den zusätzlichen Sicherheitsfaktor aushebeln. Auf diese Weise wurden 2017 bei einem groß angelegten Angriff Kunden des Mobilfunkanbieters O2 durch unberechtigte Abbuchungen von ihren Bankkonten betrogen. Durch ein Datenleck bei einem Versender von Zwei-Faktor-SMS konnte der Chaos Computer Club 2024 fast 200 Millionen SMS von mehr als 200 Unternehmen einsehen.

Hinzu kommt noch SIM-Swapping.
Und auch bei Mail hab ich schon gruselige Geschichten gehört, wo Angreifer den Support per Social Engineering überlistet haben, um Zugriff zu erhalten.

Ich sehe das allerdings auch bewusst alles recht eng, weil IT. Und ich höre viel Darknet Diaries, What the Shell, und andere Security-Podcasts. :-)
Wie gesagt, das kommt auch auf das jeweilige Angriffsszenario an.

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