Telegram kann einige Dinge gut (sehr große Gruppen, ohne Nummer, multi Device und viele andere Dinge), während es natürlich viel unsicherer ist (e2e nur in speziellen unbequemen chats.)
Signal ist wie WA mit weniger Kontakten, nur halt nicht Meta. Bringt Dir halt nichts neues wenn Du kein eigenes Bedürfnis hast von Meta weg zu kommen.
Edit: Und als Telegram aufkam hatte es viele fortschrittliche Funktionen wie multi Device schon. Zu der Zeit hatte WA noch keine Verschlüsselung und es war gab Apps um in großen Netzen WA Nachrichten von anderen mit zu lesen
Meiner Erinnerung nach hat sich Telegram durch das „offene Gruppe“ Konzept damals so gross verbreitet. Personen, die sich fuer etwaige „oeffentliche“ Themen interessieren, sind dann so in Telegram reingerutscht.
WhatsApp hat zb erst viele, viele Jahre spaeter damit nachgezogen (Communities/Channels) und Signal kann das, soweit ich weiss, bis heute nicht.
Ich habe auch Whatsapp drauf, in GrapheneOS, aber ich gebe ihm keine Rechte und starte es nur einmal im Monat. Ebenso Signal. Stattdessen nutze ich Beeper, das ist eine universale Messenger-App (auf Matrix gebaut), die die Web-Funktionialiäten der propietären Apps abgreift.
Ich bin trotzdem easy erreichbar, halte aber die Daten, die WA von mir bekommt, auf einem Minimum. WA und Signal haben halt diese Telefonnummerbindung, deshalb kann ich sie nicht deinstallieren.
Was ich aber deinstallieren kann, ist Discord: Dessen Messenger schleife ich auch durch Beeper.
Beeper ist ziemlich slick und kostenlos, in der Premiumversion kann es mehr Quellen verwalten und Sprachnachrichten transkribieren. Nett. Die Nachrichten laufen in einen cleanen Feed, immer mit kleinem Icon der Quelle, man kann bevorzugte Kontakte anlegen etc.
Der einzige Nachteil ist, es kann keine Anrufe durch WA annehmen, es sagt dann zwar Bescheid (aber es klingelt nicht), aber man muss trotzdem in WA, oder WA doch mal Rechte geben oder eben doch den Bekannten sagen, dass man zwar Nachrichten liest und beantwortet, aber damit nicht angerufen werden will.
Ganz allgemein:
Ist alles nicht ohne Kompromisse möglich, man lebt ja nicht im Kloster. Ich habe Stand jetzt 68% FOSS-Apps auf dem Handy, viel mehr geht für mich kaum, der Rest ist Banking, der verfluchte DB Navigator, die App von meiner Körperfettwaage, Carsharing und so Sachen. Aber das ist ja schon was
Ja da hast du vollkommen Recht. Da wo man die Wahl hat sollte man sich auch umschauen und nicht blind wie die Lemminge folgen. Wobei ich Lemmings™ eigentlich sehr mochte .
Es ist wie in der Politik, ohne Kompromisse wird es kaum funktionieren und man will auch niemanden bekehren, vielleicht aber überzeugen.
Ich denke, das Beste ist, ein super funktionierendes Setup zu haben, das auch mal überraschende Fähigkeiten hat und dem Umfeld nicht ständig neue Regeln aufzwingt. Gerade Graphene OS ist dafür ganz toll, weil man ja easy All-in mit FOSS gehen, aber eben auch kontrolliert propietäre Apps einsetzen kann, mit reduzierten Berechtigungen oder in der Sandbox.
Die Idee Mein Setup spricht mit der Standardwelt, ist aber nicht von ihr abhängig ist imo unschlagbar.
Ein Ausflug auch hier: ich habe Bazzite ausführlich getestet und was mich da in den Wahnsinn getrieben hat, war die Immutability (unveränderbarkeit der Systemfiles).
Ich habe ein paar bestimmte Geräte die bestimmte Privilegien brauchen, wenn ich diese mit sudo setze und reboote, sind diese dann einfach weg → weil Bazzite mir diktiert wie ich mein System zu benutzen habe. Das ist bei Cachy und Arch derivaten nicht der Fall, da kann ich einen Fix einspielen (zb. das Wobblige Scrolling von Logitechmäusen lässt sich mit einem Script fixen).
Daher bin ich Team Cachy im Moment. Durch den „Community Charakter“ hat die Distro natürlich manchmal Problemchen (auditieren sich die Programmierer sauber?, wird nach best practice gearbeitet?, wird das OS transparent kompiliert?, etc.) In diesen Fragen wäre mir eine kommerzielle Distro wie Debian oder Fedora lieber, aber ich möchte die Performance-Fixes und das Fine-Tuning von Cachy nicht mehr missen.
Ebenso ist das Cachy Repository voll mit guter und funktionierender software, ich brauche nur einen Befehl um DaviciResolve zu installieren, in anderen Distros darf ich erstmal das OpenCL auf einen bestimmten Versionsstand bringen und einen Vodoo-Tanz aufführen bis ich von quelle das Paket kompiliert habe.
Sei mal nach Nürnberg / München unterwegs, da musst du im sekundentakt die Abfahrten aktualisieren um zu prüfen ob der Zug nicht doch mal wieder liegen bleibt, weil das schneller ist als die Zugzielanzeigen
Selber einchecken würde mir fehlen, aber das geht sicher ohne. Aber ich nutze in fremden Städten auch gern den direkten Kauf von lokalen Tickets in der App. Hm.
Bei mir ists manchmal kritischer wenn man um 08-09 Uhr in der Arbeit sein muss, da will ich den Navigator nicht missen. Auch wenn sie Datenschutztechnisch gerade etwas unfug treiben.
Deshalb hat man ja die Wahl zwischen den unterschiedlichen Distros. Du musst ja Bazzite nicht verwenden. Es ist halt darauf ausgelegt, dass wichtige Systemdateien nicht verändert werden sollen um gerade Einsteigern einen Umstieg zu erleichtern ohne das System zu zerschießen. Zudem bieten solche System auch eine höhere Sicherheit, da durch die Unveränderlichkeit das Risiko von Malware-Infektionen verringert wird, da schädliche Software keine Änderungen an den geschützten Systemverzeichnissen vornehmen können. Es ist imho daher eine bewusste Entscheidung für solch eine Distribution und keine die dir was aufzwingen will.
Absolut, bin bei dir wollte nur den Hinweis da lassen, wo die Grenzen von Bazzite zb. wären.
Zum schutz der Systemfiles hat Cachy auch ein eigens Konzept: btrfs + limine bootloader, bei jeder systemdateiveränderung wird ein snapshot angelegt, sodass man im bootmenü „einen tag“ zurückspringen kann um einen „restore“ zu machen. Finde ich ganz praktisch aber natürlich nicht so hands off wie bazzites immutability.
Seit ich zu Starlink gewechselt bin (ja, Musk ist kritisch aber hier gibt es keine wirklichen Alternativen) bin ich meist in Indiana oder Alaska, wenn man dem Browser glaubt. Örtlich am nächsten war bisher Berlin (450km weit weg).
Da spart man sich dann auch den gehärteten Browser.
Das wäre Tatsache die Alternative. Also fast. Mit LTE gehen 20Mbit und per DSL etwa 5.
Mit Musk liege ich jetzt auch nicht auf einer Linie, aber Starlink overperformt sogar und das auch bei Regen und Schnee, wo meine SAT Schüssel längst aussteigt.
Und das sind MByte/s nicht Bit.
Einzig die Antenne ist zu leicht. Geht mal Sturm, fliegt das Ding. Eine Halterung aus dem Drittmarkt ist also Pflicht.
Aber den Flug kann die Antenne gut ab. Die Kabel halten das aus und auch das Gerät selbst ist nicht gebrochen.
Ich muss sagen, im Großen und Ganzen, ist das ein Produkt, dass mal nicht wirklich gravierende Fehler hat. Einzige echte Einschränkung: Die Firmware des Routers ist mau. Man kann nicht mal den IP Range frei wählen.