Hommage #2: Signalis

So, ich habe die Episode durch.

Hach, in einigen Momenten habe ich den Podcast gefeiert, an manchen Stellen wurde es so meta und interpretationsbezogen, dass ich den Podcast innerlich angeschrien habe.

Ich mag die Idee des Formats, aber ich hätte mich fast mehr gefreut – auch mit Dom als Gesprächspartner -, wenn man über das Spiel selbst und weniger über die „gefühlten“ Querverweise in Popkultur und das geistige „Füllhorn“ :wink: gesprochen hätte. Gerade weil man Rose Engine (die so selten Interviews geben) hier zu Gast hatte, hätte ich am liebsten eine klassische Stay-Forever-Episode dazu gehabt.

Es gibt drölfzig Videos mit einer Laufzeit von teilweise 7 Stunden Lore-Material aus dem Spiel, das man auch hier hätte kondensieren können, weil dort so viel zu den Themen „Sozialismus“ „Matriarchie“ „Militärdiktatur“ „verbotene Liebe im Krieg“ und anderen Themen liegt, die in anderen Games viel zu kurz kommen. Insbesondere die Bioresonanz ist ein sehr interessantes Konzept:

Falls jemand tiefer gehen will und des Englischen mächtig ist, dem empfehle ich das Video Essay von WormGirl zu Signalis:

Zurück zum Thema: Spannendes Format, innerlich aber großer Wunsch: etwas weniger von diesen „Ich interpretiere mal"-Momenten, hin zu mehr Trivia über die Spiele selbst. Die Aufzug-Szene ist zb. ganz einfach eine Referenz auf die „Akira Lifts“ - hier ein Ausflug in das - ebenfalls abendfüllende -Thema :slight_smile:

PS: Signalis ist ein Hammer-Spiel. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass die Gegner weniger repetitiv und nervig gewesen wären, aber Lore-mäßig, Style-mäßig etc. eine absolute Empfehlung.

Vorschlag für die nächste Episode: Fear and Hunger - das wäre mal ein Rabbit-Hole!

Ah verstehe, danke für die Aufklärung :slight_smile:
Aber das ist mir gar nicht aufgefallen im Film oder mein Kopf ignoriert es immer wieder x]

Und Danke! Hab noch nicht herausgefunden wie ich meinen Nick ändere, denn den hab ich mir nicht gegeben.

EDIT: So, nun mein richtiger Inet-Nick.

Vielen Dank für die Folge, da steckt sicherlich super viel Arbeit drin. Ich muss mich aber auch der Gruppe derer anschließen, die das Spiel vorher nicht kannten und jetzt auch nicht kennen. Mir würde es helfen, wenn man das Spiel vorneweg so beschreiben würde, dass ich - wie bei allen anderen SF-Formaten auch - nach dem Hören eine gute Vorstellung davon habe, was das besprochene Werk sein möchte und was es auszeichnet und was nicht.

Diese Infos kann man sich im Verlaufe der Folge vielleicht sogar in Teilen zusammenpuzzeln, aber das Springen zwischen den betrachteten Punkten (die Perspektive, ein Buch, nochmal zurück zur Grafik) unterstützt mich dabei nicht. Und dann wirken die Details irgendwann beliebig.

Wenn Henner ein obskures Stück Hardware beschreibt, von dem kaum jemals wer gehört hat, habe ich dabei das Gefühl, es sei ihm wichtig, dass ich danach grob verstehe, worum es dabei geht. Die Geschichte des Amigas: Ich habe eine Vorstellung. Ein Spiel aus den 80ern für den C64, von dem ich noch nie zuvor gehört habe - Gunnar und Chris sorgen dafür, dass ich es kenne und eine Vorstellung habe. Bei diesem Format habe ich nicht das Gefühl, dass ich als zuvor vollkommen uninformierter Hörer so im Fokus stehe.

Vielleicht wäre das auch anders, wenn man Spiele besprechen würde, die deutlich mehr Verbreitung haben oder zu denen es eine vorentlastende SF-Folge gibt.

Fazit: Danke für die Folge, aber als jemand, der das Spiel vorab nicht kannte, bin auch ich ziemlich abgeprallt.

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Hi,

das war eine sehr schöne Folge und super spannend anzuhören. Freue mich direkt auf die nächste Folge.

Signalis muss ich auch nochmal angehen. Hatte zuvor nur kurz reingespielt, aber dann nicht die Zeit gefunden.

Daher muss ich hier nachbessern. :- )

Dom ist auch ein richtig sympathischer Kerl, freue mich in Zukunft mehr von Ihm und Gunnar zu hören.

Liebe Grüße

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Schoene Folge - hab das Spiel schon lange in meiner Steam Library liegen. Das war jetzt der Anstoss, da auch mal rein zu spielen :sweat_smile:

Mein Gehirn ist ein Sieb! Nachdem ich die ersten Räume erkundet hatte, und ich das stärkste Déjà seit Jahren hatte, fiel’s mir wieder ein: ich habe Signalis damals beim Erscheinen im Gamepass gespielt, und bin hart daran abgeprallt. Jetzt habe ich mich immerhin dazu gezwungen, das erste Kapitel zu spielen. Mir ist schon klar, dass das Ding unzählige Dinge und Spiele zitiert, aber für mich kommt das Spiel direkt aus der dritten Gamedesign-Hölle!
Das Systemische funktioniert für mich hier überhaupt nicht, weil es mich in ein konkretes Narrativ und Spielverhalten zwingen will. Diese Einschränkungen mit Inventar usw. sind einfach nur nervig. Und wenn ich etwas Systemisches habe, möchte ich auch gerne eine emergente Spielerfahrung haben (z.B. Factorio oder Minecraft). Für mich würde das Spiel viel besser als Point & Click oder Walking-Sim funktionieren, weil dieser ganze Logisktik-Schlonz nicht von der Geschichte ablenken würde. Aber das ist wohl eher ein Vorwurf gegen das Genre und nicht gegen dieses konkrete Spiels. Was wirklich schade ist, denn das Framing und die Geschichte machen wirklich neugierig.

Beim Spielen kam mir immer wieder dieser mmm weiß ich nicht digga Meme in den Sinn. Muss das?

Zum Podcast: hätte ich das Spiel nicht gespielt, wäre ich auch in der Riege derer, die kein wirkliches Bild vom Spiel haben. Irgendwie ging „Das ist ein top-down twin-stick Shooter“ in diesem ganzen „Theater“ Ausflug unter.

Und auch wenn ich Doms kreative Gedankengänge wirklich unterhaltsam finde und schätze: wenn der halbe Cast aus steilen Interpretationen besteht wird’s doch etwas quatschig. Bei dem Lastenaufzug wird’s ja selbst Gunnar in der Aufnahme zu wild.

Mir ist außerdem nicht 100% klar, ob das Format jetzt eine „Hommage“ an das Spiel ist, das Spiel eine Hommage an irgendwas ist (oder ob ihr einfach nur das Spiel mochtet).

Danke für die Folge, aber irgendwie geh ich da mit „mixed feelings“ raus.

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Irgendwie schoss mir manchmal Marcel Reich-Ranicki durch den Kopf. Der konnte ähnlich begeistert über Bücher reden.

Ich mag das. Ich hatte mir früher oft gewünscht, Spielemagazine würden ähnlich tief über Spiele als Kulturgut reden wie das bei Filmen und Büchern üblich.

Ich hatte Spaß, aber teils fand ich es SEHR weit hergeholt :grinning_face_with_smiling_eyes:

Vielleicht hätte ich es abgekauft, wenn das z.B. durch den Entwickler belegt gewesen wäre. Aber die rote Farbe als Verbindung zu Silent Hill… huiuiui! Suspension of Disbelief im Härtetest.

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Ich mochte an der Folge sehr die Dynamik, die zwischen euch entsteht und bin gespannt, wie sich das in den nächsten Folgen entwickelt. Für mein Gefühl ist da fast Reibung zwischen euch, aber man fühlt sich trotzdem wohl damit wie ihr miteinander interagiert. Es hat wirklich Spaß gemacht zu hören was Gunnar Dom nach einer längeren Ausführung entgegnen wird. :smiley:

Ich möchte auch den Leuten widersprechen, die sich eine umfangreichere Spielbeschreibung wünschen. Ich mag total die ausführlichen Stay Forever Beschreibungen, finde es aber für dieses Format sehr passend, nicht so viel im Detail zu erfahren und dafür das Format etwas tighter zu haben mit anderer Schwerpunktsetzung.

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Wer sagt denn, dass das ein Twinstick-Shooter sei?

Okay, vielleicht hätten das noch stärker ausbuchstabieren können, aber literally der erste Satz im Podcast ist „das Format, in dem wir neue Spiele, die alt aussehen, auf ihre Inspirationsquellen und Einflüsse quer durch die Popkultur und Mediengeschichte abklopfen“. IMHo sagt das doch, dass es um Aspekte des Spiels geht, die man als Hommage an andere Spiele oder Werke der Popkultur interpretieren kann. Ähnliches steht in den Shownotes. Und in der Folge wird immer wieder von Hommage gesprochen, etwa in dieser Art…

„…und zwar suchen wir uns ja immer Spiele aus, wo wir das Gefühl haben, dass dieser Begriff Hommage auf zwei Ebenen anwendbar ist. Zum einen auf den popkulturellen Rahmen, auf die Thematik, auf die Lore, auf die Entscheidungen zur Ästhetik und auch technisch oder Game Design mäßig.“

… oder noch direkter…

„Es ist auf jeden Fall eine Hommage an Survival-Horror-Spiele“.
„Und es gibt Safe Rooms als Ruhepunkte, die auch wirklich so inszeniert sind wie hier ist der sichere Raum. Das ist eine ganz klare Hommage an Resident Evil.“

… oder zusammengefasst…

„wenn man jetzt mal ganz kurz zusammenfassen wollen würde, wovor sich Signal ist am stärksten verbeugt, also als Hommage, dann ist es natürlich Resident Evil bei vielen Spielmechaniken, dann ist es Silent Hill, ganz stark bei Symbolik und der Art des Horrors, dann ist es Evangelion und Ghost in the Shell bei den Fragen der Identitätsauflösung, der Bildsprache und diesem ganzen Thema des künstlichen Körpers. Dann gibt es ganz klare Ansätze zur Literatur, also gerade der Königin Gelb und HP Lovecraft und auch eine spezielle Geschichte aus dem König in Gelb.“

Man kann natürlich über unsere Arbeitsdefinition des Wortes Hommage reden (das wir ein bisschen breit verwenden), aber ich verstehe jetzt nicht recht, wie da der Schluss entstehen kann, es sei nicht um Signalis als Hommage gegangen, sondern random um ein Spiel, das wir irgendwie gut fanden und zu wem wir random ein paar Gedanken ausgetauscht haben?

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Sorry, unscharf formuliert. Meine Worte das Spiel zu beschreiben, nicht eure.

Ich muss gestehen, dass ich den Cast fragmentiert gehört habe, und vermutlich schlicht den ersten Satz vergessen habe. Außerdem gehöre ich zu denen, die die Shownotes auf Spotify grundsätzliche ignorieren. Mit der Erklärung ergibt das mehr Sinn, danke dafür (Mir war schon klar, dass es entweder a) oder b) ist, und nicht „hier ist ein random game, das wir gut fanden“ :wink: ). Beim Titel „Hommage“ denke ich aber eher an „dieser Podcast ist eine Hommage an X“ .

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Als Fan von Dom Schott aufgrund seiner unbeirrbaren, guten Laune und Stay Forever Connaisseur ist dieses Format ein Ohrgenuss.
Das ihr als erstes Spiel Signalis ausgewählt habt, ist überraschend, wie absolut Aufregend. Ich habe Signalis nahe am Release gespielt, geliebt und konnte niemanden so richtig davon überzeugen. Obwohl das Spiel, abgesehen von den ersten Räumen bzw. den angesprochenen Perspektiv Probleme, aus meiner Sicht ein Meisterwerk ist. Daher freut es mich umso mehr, dass es hier noch einmal eine große Bühne erhält.

Ich hoffe, dass dies ein neues permanentes Format wird.

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Als zweites Spiel, oder?

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Dom hat angekündigt, dass OK COOL insgesamt viele Änderungen machen wird, aber Hommage weiterhin Teil davon sein wird.

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Danke für die Erinnerung daran, warum ich kein Teil der Stay Forever Community mehr sein wollte. Viel zu toxisch.

Der Fehler ist irrelevant im Kontext meines Beitrags. Aber Hauptsache das eigene Ego boosten. Dies war dann auch direkt wieder mein letzter Beitrag im Forum.

Was du vielleicht meintest:

Stimmt, da gab es noch eine erste Folge, die hab ich ganz vergessen!

Oder:

Oh, es gab schon eine Folge? Die muss ich übersehen haben, danke für den Hinweis!

Oder auch:

Ach, mein ich doch, blöder Vertipper.

Bei einer kurzen, harmlosen Korrektur direkt von Egoboosts und toxischer Community zu schreiben macht das Fass vielleicht ein bisschen weit auf.

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Und gerade diese Community hier ist ja wohl eine der am wenigsten toxischen. Wow.

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Wow. Tut mir leid, wenn ich dich da auf dem falschen Fuß oder an einem schlechten Tag erwischt habe. Mein Kommentar war eigentlich gar nicht böse gemeint. Ich dachte, du freust dich, dass es sogar noch eine weitere Folge von dem Format gibt, die du auch noch genießen kannst.

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Das Spiel hat mich tatsächlich weniger interessiert, als euer Gespräch darum, inklusive der Meta-Debatte um Möglichkeiten und Grenzen der Interpretation. Ich finde es eine sehr schöne, etwas feuilletonistischere Ergänzung zum Stay Forever Programm.

Wer das ganze außerhalb der klassisch deutschen Game Journalismus Tradition sieht, dem sei empfohlen, noch einmal nachzuschauen, bei zB Jörg Langer, der seine Gothic-Kritik auch mal mit einem länglichen Exkurs über die historischen Goten einzuleiten Verstand, bei dem auch mehr Wissen auf das Spiel geworfen als aus ihm rausgezogen wurde. Der Theater-Einstieg hier funktioniert da ganz ähnlich, nur macht Gunnar diese Ebenenverschiebung sogar noch sichtbar. Wunderbar, weiter so, Freunde der Intertextualität bleiben gebannt am Feed hängen.

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Ich muss mal kurz einigen Stimmen in diesem Thread sanft widersprechen. Es liegt in meinen Augen in einem Format wie diesem durchaus Wert darin nicht immer erstmal bei Adam und Eva anfangen zu müssen, sondern einfach mal irgendeine vorangegangene Beschäftigung mit dem Spiel vorauszusetzen. Das muss ja nicht einmal ein Selbstspielen oder tiefere Beschäftigung sein, das Internet bietet ja nun wirklich mehr als genug Ressourcen um sich das zumindest mal kurz anzusehen. Literaturbesprechungen setzen auch oft vorherige Lektüre voraus, einfach weil man nirgendwo hinkommt wenn immer erstmal längliche Beschreibung voraus gehen muss.

Diese beschreibende Ebene ist ja nunmal auch was 99% aller Spielebesprechungen da draußen zuhauf bieten.

Sorgt natürlich dafür dass der Podcast dann erstmal nicht für Alle ist. Aber das ist in meinen Augen okay, es muss ja nicht alles immer alles bieten. Vielleicht könnte man das ja im Beschreibungstext oder am Anfang des Casts einfach explizit machen, damit man sich davon nicht so vor den Kopf gestoßen fühlt. Oder so.

Schöner Cast jedenfalls, habe ihn mit Genuss gehört. :slight_smile:

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Sehe ich etwas anders. Literatur ist eine lineare Erfahrung, man kann daher von einem grundsätzlich ähnlichen Basiswissen ausgehen, sobald jemand das Buch gelesen und dabei nicht ganze Kapitel übersprungen hat. Bei einer interaktiven Multimedia-Erfahrung kann ich ganze Aspekte möglicherweise erst gar nicht zu Gesicht bekommen. Daher ist es in jedem Fall empfehlenswert, für solche Besprechungen eine gemeinsame Ausgangslage zu schaffen. Wenn man das nicht selbst tut, dann zumindest in Form von Basisquellen, auf die sich die eigene Argumentation dann auch stützen muss. Wenn es dagegen primär Eigenerfahrung ist, dann ist die nicht 1:1 über wildes YouTuben reproduzierbar.

Allerdings hatte ich es auch weiterhin so verstanden, dass es ein Unterhaltungsformat sein soll, kein Hochschul-Seminar oder Ring-Vorlesung. Dafür fände ich diese Erwartungshaltung an das Publikum doch etwas hoch und für beide Outlets stark vom restlichen Output abweichend. Sowas würde ich bei Jörg Luibl sehen, der in dem Bereich imho auch deutlich mehr spezialisiert und aufgestellt ist. Bei Voraussetzung „selbst gespielt haben“ sind eher nischige Indies dann imho auch nicht die beste Wahl, wenn das der Anspruch sein soll.

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