Hommage #2: Signalis

Keine Ahnung, wie das die anderen wahrnehmen, aber ich habe das Spiel nicht gespielt, ich habe mir dazu auch nichts angesehen und die Sachen, die ich aus dem Podcast erfahren habe, sind:

  • Es gibt eine originale Person und einen Replikanten (vermutlich Android)
  • Es gibt 6 Inventarplätze
  • Es ist eine Audioansprache auf Deutsch zu hören
  • das Spiel ist wie Resident Evil

Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich das Format super schlimm finde, es hat ja, wie du schon sagst, seine Daseinsberechtigung, es ist auch komplett okay, dass man das Spiel mit seinem Urvater vergleicht, da macht es schon Sinn, das Ganze als Hommage zu betiteln. Nur mir fehlt da einfach ein Abholen am Anfang. Eine simple Prämisse - du bist der und der, du startest dort und dort, deine Möglichkeiten sind die und die. Oder noch einfacher - du drückst Knopf X, der Charakter greift an, du drückst Knopf Y - der Charakter springt.

Es ist ja vielleicht übertrieben, aber ich höre die Podcasts immer an, wenn ich mit dem Hund draußen oder auf dem Fahrrad unterwegs bin und ich komme in dem Moment nicht dazu mir parallel ein Video anzugucken um zu erfahren, wie das Spiel aussieht. Und wenn mir nicht mal vorstellen kann, wie das Spiel aussieht oder was dort stattfindet, mag ich es halt nicht.

Im ersten Teil von Homage, also das mit dem Exorzisten, haben die beiden wenigstens erzählt, wie die Kämpfe dort ablaufen oder was man da machen / drücken muss, so das wenigstens eine Vorstellung im Kopf entstehen kann. In diesem wars es mir deutlich zu wenig.

Du hast natürlich recht, wenn man sich explizit an die Leute wendet, die es gespielt haben, entsteht beim Hören auch ein anderer Eindruck. Dadurch aber, dass es hier um die Indietitel geht, die verhältnisweise weniger bekannt sind, werden die Hörer von Stay Forever mit dem höheren Altersdurchschnitt und der kaum verfügbaren Freizeit wohl eher schwieriger zu erreichen sein.

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Oh Scheiße, jetzt habe ich mir so viel Mühe gegeben, neutral, korrekt und differenziert zu klingen und du hast mir alles vorweggenommen :joy:

Unterschiedliche Blickwinkel helfen das Gesamtbild zu erweitern. :slightly_smiling_face:

Das hört sich ganz schön schlau an, was du sagst, ich sage einfach mal ja :grin:

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Glaube nicht, dass wir da soweit auseinander liegen. Mein Hauptkritikpunkt war eigentlich nicht bloß, dass da eine Beschreibung fehlt, sondern, dass die Interpretationen teilweise schon arg an den Haaren herbei gezogen waren. Nummernradio aus’m kalten Krieg, Gestalt vs. Replika als philosophische Frage der menschlichen Identität , und Gelber König als Bezug zum kosmischen Horror, klar - geh ich mit. Aber Theaterbühne und Lastenaufzüge - da sind wir doch tief im Bereich der Überanalyse, oder nicht?

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Gerade ab der Stelle muss ich aber widersprechen, weil dafür gibt das Spiel ziemlich viel her.

Wenn du zum Beispiel den Kontrast des Spiels hochdrehst, tritt ein Effekt auf: das Spiel zeichnet dauernd - unsichtbar - ein Auge auf den Bildschirm. Betrachtung von aussen und von innen ist ein grosses Thema in dem Spiel.

Das Spiel mit der Aussenperspektive ist ganz klassisch im Theater. Der „King in Yellow“ ist ein Theaterstück. Man muss dem nicht folgen, aber eine Theaterbühne ist da nicht weit her geholt.

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Weiß nicht. Wackeliger Punkt. Dann fände Starcraft auch auf einer Theaterbühne statt. Weil: Draufsicht von schräg oben und Fog-of-War grenzt Sichtbereich ein.

Nö es sind 4 Kurzgeschichten in denen ein fiktives Theaterstück beschrieben wird. Dieses „eigentliche“ Theaterstück findet maximal in der Phantasie des Lesers statt im Gegensatz zu Romeo und Julia, wo uns das gesamte Stück präsentiert wird.

Überanalyse find ich als Konzept grundsätzlich schon schwierig. Weil wer bestimmt das? Dass jeder potentiell je nach Vorbelastung etwas anderes aus einem Werk ziehen kann ist doch überhaupt das Schöne an dem Ganzen.

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Also, dass die das gemacht haben, ist ja schon ziemlich cool. Aber wie soll cih denn das im Podcast raushören? Ich kann es ja nicht sehen.

Natürlich sind Interpretationen subjektiv. Aber ähnlich wie bei der „Schöpfungshöhe“ kann man hier schon objektive Filterkriterien heranziehen. D.h. Intention und Ausführung eines Aspekts müssen sich vom Handwerklichen, Üblichen und Banalen abheben. Sonst diskutieren wir am Ende darüber, ob es eine Bedeutung hat, dass das Spielmenü mit der Escape-Taste aufgerufen wird, ob dass ja ein Eskapismus aus der Spielwelt sei - weil Escape Taste und so … :unamused_face:

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Sorry, aber da betreibst du (wie auch mit Starcraft oben) jetzt schon so ein bisschen reductio ad absurdum. Weil darüber diskutiert ja hier keiner - zumindest außerhalb von deinen Beiträgen.

Ich verstehe immer nicht so ganz warum, wenn einem eine Interpretation nicht gefällt, dann oft so getan wird als sei das sowas wie eine Slippery Slope und man könne dann ja alles sagen. Ja eben gerade nicht. Der Text gibt ja durchaus etwas her um die Linie zu Theater zu ziehen, wie sowohl im Podcast als auch von skade oben aufgezeigt. Muss ich ja jetzt trotzdem persönlich gar nicht unbedingt mitgehen, aber würde mir auch nicht anmaßen das so komplett abzuqualifizieren.

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Also, ich hab jetzt nochmal ins Transkript geschaut.

Die Theater-These wird durchaus untermauert (irritierend anderer Blickwinkel als in anderen Spielen) und auch kontrovers diskutiert, von beiden Seiten. Dom sagt selbst, dass er sich nicht sicher ist, aber es dem Team zutrauen würde und eben der Blick unüblich gewählt ist und eben dieses Gefühl in ihm auslöst. Ich bin da dabei.

Aber alle Parteien (inklusive Gunnar, Dom und mir) sagen alle „muss man nicht mitgehen“. Tun wohl einige nicht. Das ist okay.

(Hab ich mal erwähnt, wie sehr ich das Transkript-Feature liebe?)

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Ich musste beim Hören auch mehrfach denken „Okay, jetzt spinnt Dom schon wieder völlig“, und genau das ist es aber doch, was das Format für mich so hörenswert und spaßig macht und ihm aus meiner Sicht auch seine Daseinsberechtigung (im an Formaten ja ohnehin schon reichhaltigen Stay-Forever-Angebot) gibt. Bin also ganz klar #TeamFüllhorn!

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Es ist ein spannendes Format und ich finde Gunnars und Doms Einlassungen immer hörenswert. Ob ich da in der Tiefe immer mitgehe, sei mal dahin gestellt, es ist auf jeden Fall schön, dass ein Medium nicht nur auf eine Art und Weise (z. B. als klassische Kaufberatung) besprochen werden kann :heart:

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Mir geht es ähnlich. Bisher ging es in beiden Fällen um Spiele, die ich nie spielen würde. Ein bisschen mehr „Spoiler“ würde mir deutlich mehr geben. So eiert das Format irgendwie im Dunklen herum und ist auch sprachlich ziemlich verquast. Eigentlich schade, denn ich höre den Beiden wirklich gerne zu.

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Oh, was für ein cooles Portrait! Wen stellt es dar?

Lord Loren Soth of Dargaard Keep

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Warte mal… :face_with_monocle: WARTE MAAAAAL!!! :hushed_face:

ICH KENNE DAS BILD!!! :scream: :scream: :scream:

Das ist der Typ!!! :scream:

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